Alfa Romeo 2600

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Alfa Romeo
Alfa Romeo 2600 Spider (1961–1965)

Alfa Romeo 2600 Spider (1961–1965)

2600
Produktionszeitraum: 1961–1969
Klasse: Obere Mittelklasse
Karosserieversionen: Limousine, Coupé, Cabriolet
Motoren: Ottomotoren:
2,6 Liter (96–107 kW)
Länge: 4500–4700 mm
Breite: 1690–1706 mm
Höhe: 1320–1430 mm
Radstand: 2500–2720 mm
Leergewicht: 1220–1380 kg
Vorgängermodell: Alfa Romeo 2000
Nachfolgemodell: (Alfa Romeo Alfa 6)

Alfa Romeo 2600 ist die Typenbezeichnung für eine von Anfang 1961 bis Herbst 1969 hergestellte Baureihe von Personenkraftwagen des italienischen Automobilherstellers Alfa Romeo.

Geschichte[Bearbeiten]

Die 2600-Modelle waren die Nachfolger der Typenreihe Alfa Romeo 2000. Der Markt wünschte damals für die relativ schweren 2000er eine höhere Motorleistung. Die Karosserie des Vorgängers wurde leicht verändert, um vor allem Platz für den größeren Motor zu schaffen.

Der Alfa Romeo 2600 wurde zunächst in folgenden Varianten gebaut:

  • „Spider“ (Typ 106.01, offener 2+2 Sitzer): hergestellt ab 01.1961 bei Carrozzeria Touring.
  • „Berlina“ (Typ 106.00, viertürige Limousine): hergestellt ab 01.1962 im Alfa Romeo-Werk Portello bzw. später in Arese.
  • „Sprint“ (Typ 106.02, zweitüriges Coupé): hergestellt ab 01.1962 bei Bertone.

Im Sommer 1965 erschienen mit dem 2600 Zagato ein weiteres, mehr sportliches Coupé und mit dem 2600 OSI eine zusätzliche luxuriös ausgestattete Limousine. Seine Fertigung endete bereits im Herbst 1967.

Technik[Bearbeiten]

Der Motor war eine Neuentwicklung: Reihensechszylinder mit Aluminiumblock, 2584 cm³, 145 PS (Berlina: 130 PS), zwei obenliegende Nockenwellen, drei Registervergaser (Berlina nur zwei). Die Höchstgeschwindigkeit betrug 200 km/h bzw. für die Berlina 175 km/h. Wie die Vorgänger waren die 2600er serienmäßig mit einem Fünfganggetriebe ausgestattet. An den Vorderrädern wurden Scheibenbremsen eingesetzt. Im Zuge einer im Herbst 1963 erfolgten Modellpflege erhielten auch die Hinterräder Scheibenbremsen.


Für damalige Verhältnisse waren die Preise bei allen 2600-Modellen relativ hoch (Sprint 1962: 25.000,- DM / 155.000,- ÖS / 26.000,- sfr)[1] und auch aus diesem Grund waren die verkauften Stückzahlen relativ niedrig[2], wobei in der Literatur aber auch leicht abweichende Zahlen auftauchen.

Nachfolger[Bearbeiten]

Ende 1965 wurde die Fertigung des 2600 Spider eingestellt. Ende 1966 folgte ihm der Sprint, während die Produktion der Berlina im Herbst 1969 endete.

Zunächst gab es keinen Nachfolger mit Sechszylindermotor. Erst im Frühjahr 1979 erschien mit dem Alfa 6 wieder ein „großer Alfa“, allerdings mit einem V6-Motor. Heute sind abgesehen von der Berlina, die inzwischen fast völlig verschwunden ist, die Modelle der 2600er-Reihe beliebte Oldtimer, die neben einem attraktiven Design eine für damals sehr fortschrittliche Technik auszeichnet.

Stückzahlen:

  • Berlina: 1984 (ohne CKD-Bausätze)
  • Spider: 2257
  • Sprint: 6999
  • Zagato: 105
  • OSI: 54

Quellen[Bearbeiten]

  1. Automobil Revue, Katalognummer 1966 (für technische Daten)
  2. Luigi Fusi: Alfa Romeo, Tutte le Vetture dal 1910, emmeti grafica, Milano 1978

Automobil Revue, Katalognummer 1966 (für technische Daten)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Alfa Romeo 2600 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien