Amphicar

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Amphicar
Amphicar
Amphicar im Stuttgarter Hafen
Amphicar im Stuttgarter Hafen
auf dem Main in Frankfurt
auf dem Main in Frankfurt

Das Amphicar ist ein schwimmfähiger PKW und Amphibienfahrzeug als Viersitzer-Cabrio. Das Fahrzeug wurde von dem Konstrukteur Hans Trippel entwickelt und hauptsächlich von 1961 bis 1964 in Berlin-Wittenau und Lübeck auf dem Gelände der ehemaligen Deutsche Waffen- und Munitionsfabrik gebaut. Insgesamt wurden 3878 Fahrzeuge fertiggestellt, die auch in das Ausland und vor allem in die USA exportiert wurden. Wegen des hohen Preises von fast 12.000 DM, der damals dem Preis für einen guten Sportwagen entsprach, wurden nicht genügend Fahrzeuge abgesetzt, was zur Zahlungsunfähigkeit der Firma führte. Der Absatz verlief so schleppend, dass noch drei Jahre nach dem Konkurs Neuautos gekauft werden konnten, die auf Halde standen. Weil die wenigen Liebhaber sich damals sehr billig mit Ersatzteilen eindecken konnten, war der Unterhalt günstig.

Der Wagen ist auf Basis einer selbsttragenden Karosserie mit verstärktem Unterbau mit dem 38-PS-Heckmotor des englischen Triumph Herald 1200 (max. 120 km/h zu Lande) und einem speziellen Getriebe ausgerüstet: für die Fahrt im Wasser (max. 8 Knoten) lassen sich zwei hintere Propeller zuschalten, die Steuerung erfolgte weiter mit den Vorderrädern. Das Fahrwerk hat Einzelradaufhängung vorne und hinten mit Federbeinen und Längslenkern. Der Betrieb des Amphicar auf dem Wasser erfordert einen Sportbootführerschein (Binnen). 1962 gelang mit diesem Fahrzeug die Durchquerung des Ärmelkanals.

Das Amphicar hat im Motorraum lediglich drei Schmiernippel; je einen pro Wasserschraubenwelle und einen Schmiernippel an der Kühlwasserpumpe.

[Bearbeiten] Quellen

Christian Wüst: Lust am Aquaplaning, in der Zeitschrift Spiegel 23/2007, Seite 170

Hans-Otto Neubauer: Die Chronik des Automobils, Seite 341

[Bearbeiten] Weblinks

Commons
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