Antakya
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| Antakya | ||||
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| Basisdaten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Provinz (il): | Hatay | |||
| Koordinaten: | 36° 12′ N, 36° 9′ O36.236.1567Koordinaten: 36° 12′ 0″ N, 36° 9′ 0″ O | |||
| Höhe: | 67 m | |||
| Einwohner: | 188.310[1] (2008) | |||
| Telefonvorwahl: | (+90) 326 | |||
| Postleitzahl: | 31 xxx | |||
| Kfz-Kennzeichen: | 31 | |||
| Struktur und Verwaltung (Stand: 2009) | ||||
| Bürgermeister: | Lütfü Savaş (AKP) | |||
| Webpräsenz: | ||||
| Landkreis Antakya | ||||
| Einwohner: | 427.451[1] (2008) | |||
| Fläche: | 858 km² | |||
| Bevölkerungsdichte: | 498 Einwohner je km² | |||
Antakya (altgr. Αντιόχεια, arabisch أنطاكية, früherer Name Antiochia am Orontes) ist eine Großstadt in der Südtürkei und Hauptstadt der Provinz Hatay.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Antakya liegt an der Stelle der antiken Großstadt Antiochia am Orontes (antike und mittelalterliche Geschichte siehe dort).
Die Stadt war auch im Mittelalter nicht unbedeutend. 969 wurde Antiochia durch den byzantinischen Kaiser Nikephoros II. von den Arabern zurückerobert, wodurch die Stadt einen gewissen Aufschwung nahm. 1070 war Peter Libellisios kaiserlicher Statthalter, Isaak Komnenos 1074–1078.
Nach der byzantinischen Niederlage in der Schlacht von Manzikert (1071) ergriff der armenische Abenteurer Vasak die Macht, wurde aber 1076 oder 1080 durch byzantinische Soldaten getötet, und der ehemalige byzantinische General Philaretos Brachamios übernahm die Herrschaft. 1085 fiel die Stadt an den seldschukischen Sultan Malik Schah I. 13 Jahre später wurde sie von den Kreuzfahrern erobert und nicht wie vereinbart an Byzanz zurückgegeben, sondern zur Hauptstadt des Fürstentums von Antiochien gemacht.
Während des 12. und 13. Jahrhunderts blieb Antiochia in der Hand der Kreuzfahrer, bis es 1268 durch die Mameluken unter Sultan Baibars endgültig erobert wurde. Baibars zerstörte die Stadt so schwer, dass sie nie wieder größere Bedeutung erlangte. Die gesamte christliche Bevölkerung wurde versklavt, was zu einem Verfall der Preise für Sklaven führte. Antiochia wurde zu einer unbedeutenden Kleinstadt. Der griechisch-orthodoxe Patriarch von Antiochien residiert seit Ende des 14. Jahrhundert in Damaskus. 1517 wurde sie Teil des osmanischen Reiches.
Nach dessen Teilung in Folge des Ersten Weltkrieges wurden Antiochia und İskenderun französisch besetzt. 1923 wurde Frankreich das offizielle Mandat des Völkerbundes über beide Städte und Syrien übertragen. Verwaltet von Damaskus, behielt Antiochia einen Status als autonomes Gebiet. Dennoch wurden auch hier die Anhänger Atatürks mit offenen Armen empfangen. Er soll es auch gewesen sein, der der Gegend den Namen Hatay gab, in Anlehnung an ein ehemaliges hethitisches Fürstentum.
1938 wurde im Sandschak Alexandrette der Staat Hatay mit Antiochia als Hauptstadt ausgerufen. Dieser wiederum schloss sich nach einem Volksentscheid 1939 der Türkei an. Frankreich hielt sich zurück, da es darauf hoffte, die Türkei so davon abzubringen, sich Deutschland anzunähern oder gar wieder ein Bündnis einzugehen. Zwar ist Antakya heute die Hauptstadt der Provinz Hatay. Den Status als (wirtschaftlich gesehen) wichtigste Stadt aber musste es an İskenderun abtreten.
[Bearbeiten] Bevölkerung und Religion
Heute leben etwa 188.310 Einwohner in Antakya. Der Orontes teilt die Stadt in den alten und neuen Bereich, wobei die Altstadt bergaufwärts liegt. Die Bevölkerung besteht überwiegend aus Muslimen, daneben gibt es auch einige Christen, Juden und Alawiten. Neben Türkisch hört man daher auch häufig die arabische Sprache.
Antakya ist seit 1995 Partnerstadt von Aalen und Sitz der Mustafa-Kemal-Universität.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten und Umgebung
In Antakya befindet sich ein archäologisches Museum mit einer der bedeutendsten Sammlungen römischer Mosaike. Neben den Moscheen gibt es mehrere christliche Kirchen. Die bekannteste dürfte die St.-Petrus-Grotte sein, die etwas außerhalb an einem Berghang zu finden ist. Sie wurde vom Vatikan offiziell zur ältesten Kirche der Christenheit erklärt und soll der Legende nach vom Apostel Petrus eingeweiht worden sein.
Inmitten von zahlreichen Wasserquellen, welche das Trinkwasser für die Stadt liefern, und riesigen Lorbeerbäumen liegt Harbiye, das Erholungsgebiet für viele Antakyaner, etwa fünf Kilometer entfernt. Der Ort war während der Römerzeit ein Villenort und wurde nach der Nymphe Daphne benannt, welche sich, einer Sage nach, hier vor Apollon verstecken wollte und deshalb in einen Lorbeerbaum verwandelt wurde. Auch soll einst Kleopatra an diesem Ort geheiratet haben.
Etwa 30 km westlich liegt das Mittelmeer mit zahlreichen Buchten und Stränden, nahe der Mündung des Orontes etwa sechs Kilometer östlich von Samandağ liegt auf einem Hügel das Kloster des Symeon Stylites des Jüngeren. Zwölf Kilometer südlich liegt beim Ort Kozkalesi die Kreuzritterburg Cursat.
[Bearbeiten] Bilder
[Bearbeiten] Bekannte Persönlichkeiten
- Ammianus Marcellinus, römischer Historiker
- Ignatius von Antiochien, Bischof von Antiochien
- Johannes Chrysostomos, Patriarch von Konstantinopel
- Libanios, griechischer Rhetoriker
- Ayhan Tumani, Fußballtrainer
- Gökhan Zan, Fußballspieler
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ a b Türkisches Institut für Statistik, abgerufen 16. November 2009
