Berlin-Grünau

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Grünau
Ortsteil von Berlin
Alt-Treptow Plänterwald Baumschulenweg Oberschöneweide Niederschöneweide Johannisthal Altglienicke Bohnsdorf Grünau Schmöckwitz Friedrichshagen Müggelheim Rahnsdorf Köpenick Adlershof Brandenburg BerlinGrünau auf der Karte von Treptow-Köpenick
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Koordinaten 52° 25′ 0″ N, 13° 34′ 0″ O52.41666666666713.56666666666735Koordinaten: 52° 25′ 0″ N, 13° 34′ 0″ O
Höhe 35 m ü. NN
Fläche 9,13 km²
Einwohner 5557 (30. Jun. 2014)
Bevölkerungsdichte 609 Einwohner/km²
Eingemeindung 1. Okt. 1920
Postleitzahl 12527
Ortsteilnummer 0913
Verwaltungsbezirk Treptow-Köpenick

Grünau [gʁyˈnaʊ][1] ist ein Ortsteil im Bezirk Treptow-Köpenick von Berlin am linken Ufer der Dahme. Bis zur Verwaltungsreform 2001 war es ein Ortsteil im ehemaligen Bezirk Köpenick.

Bekannt ist Grünau auch für die Regattastrecke und das Strandbad (Ortslage Ost). Der Bahnhofskomplex von Grünau (Ortslage West) ist auch die Verbindung der Grundstückssiedlungen, die sich zum südlichen Stadtrand von Bohnsdorf erstrecken.

Geografie[Bearbeiten]

Das Adlergestell läuft als Verbindungsstraße vom nördlichen Adlershof durch den Forst zum südöstlichen Schmöckwitz. Die Ortslage Ost zieht sich lückenlos in die zunehmend dichter werdende Bebauung der Vorstadt von Berlin-Köpenick.

Ortslagen[Bearbeiten]

  • Grünau
    • Grünau-West
    • Grünau-Ost
    • An der Regattastrecke

Geschichte[Bearbeiten]

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Zwischen 1747 und 1753 wurden auf Weisung von Friedrich II., dem „Alten Fritz“, Kolonistendörfer mit den späteren Namen Müggelheim, Friedrichshagen und Grünau gegründet. Der Ort bekam von den ersten Pfälzer Kolonisten zunächst 1754 den Namen Grüne Aue und die Einwohner mussten dem Amt in Köpenick ihren Erbzins entrichten. Durch die unzureichende Sonnenwärme und dem wenig fruchtbaren märkischen Sand scheiterte die Absicht, die heimische Weinkultur hier weiterzubetreiben. Daher lebten sie zunächst von der Baumwollspinnerei und legten – wie die Friedrichshagener – eine kleine Seidenraupenzucht an. Der Siebenjährige Krieg hielt allerdings die anfangs günstige Entwicklung auf. Der Ort blieb lange Zeit dünn besiedelt. Noch im Jahre 1800 zählte er nur 59 Einwohner. Nach und nach siedelte sich hier der Bootsbau und das Wäschereigewerbe an.

Theodor Fontane beschrieb in seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg die idyllische Lage von Grünau. Mit der Entwicklung des Wassersports wuchs zugleich der Strom der Ausflügler, was zum Bau zahlreicher Gaststätten sowie Bootshäuser innerhalb der Uferzonen führte. Von der reizvollen Lage und den niedrigen Bodenpreisen angetan, ließen sich dann auch Wohlstandsbürger der wilhelminischen Ära in Grünau nieder. Daher befinden sich noch heute im Ortsteil zahlreiche Villen und Landhäuser an den Ufern der Dahme. Im Jahr 1900 hatte Grünau bereits 25.000 Einwohner.

Am 1. Oktober 1920 wurde Grünau in das damals neu entstandene Groß-Berlin eingemeindet. Anlässlich der Olympischen Spiele 1936 wurden hier die Ruder- und Kanuwettbewerbe ausgetragen.

Direkt gegenüber vom Nord-Ausgang des S-Bahnhofs Grünau befindet sich ein Gedenkstein mit der Aufschrift:

„Den Arbeitern des Stadtbezirks Berlin-Köpenick zum Gedenken, die im März 1920 bei der Niederschlagung des reaktionären Kapp-Putsches ihr Leben ließen“

Er erinnert an den bewaffneten Widerstand Köpenicker Arbeiter gegen den Kapp-Putsch. Alexander Futran (USPD), einer der Führer des Widerstandes, wurde zusammen mit anderen am 20. März 1920 von putschenden Truppen standrechtlich erschossen.

Sehenswertes[Bearbeiten]

Gedenkstein für Opfer des Kapp-Putsches

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmale in Berlin-Grünau

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Prominente Grünauer[Bearbeiten]

In Grünau lebende Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Stefan Heym (1913–2001), Schriftsteller, lebte in der Rabindranath-Tagore-Straße 9

Sport[Bearbeiten]

  • Grünauer BC
  • SC Berlin-Grünau
  • Ruderverein Empor e. V.
  • Richtershorner Ruderverein Berlin e. V.
  • Rudergemeinschaft Rotation e. V.
  • Rudergemeinschaft Grünau e. V.
  • Ruderclub Turbine Grünau e. V.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Berlin-Grünau – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Aussprache: die Betonung liegt auf der zweiten Silbe.