Brunate

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Brunate
Wappen
Brunate (Italien)
Brunate
Staat: Italien
Region: Lombardei
Provinz: Como (CO)
Lokale Bezeichnung: Brünàa
Koordinaten: 45° 49′ N, 9° 6′ O45.8166666666679.1715Koordinaten: 45° 49′ 0″ N, 9° 6′ 0″ O
Höhe: 715 m s.l.m.
Fläche: 1,96 km²
Einwohner: 1.786 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 911 Einw./km²
Postleitzahl: 22034
Vorwahl: 031
ISTAT-Nummer: 013032
Volksbezeichnung: Brunatesi
Schutzpatron: Sankt Andreas
Website: comune.brunate.co.it
Blick auf Brunate
Blick auf Brunate

Brunate (in lombardischer Mundart Brünàa) ist eine italienische Gemeinde in der lombardischen Provinz Como. Sie hat 1786 Einwohner (Stand 31. Dezember 2013) und liegt auf einer Höhe von 715 Metern. Über den Ortsnamen gibt es mehrere Theorien.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Standseilbahn Como–Brunate

Erwähnt wurde die Siedlung Brunate zum ersten Mal im Jahr 1240. Wie archäologische Funde belegen, wurde das Gebiet jedoch bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. von den Kelten besiedelt. 1340 wurde das Kloster Sant'Andrea dort gegründet. Von jener Zeit an war Brunate ein abgeschiedener Religionsort, auch weil der Zugang zum Dorf sehr schwer war. Um 1817 wurde ein Maultierpfad von Como nach Brunate angelegt. Später wurden zwei Straßen aus Como und Tavernerio gebaut, die auch heute noch zu benutzen werden, um nach Brunate zu gelangen.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde Brunate zu einem beliebten Ferienort für wohlhabende Mailänder, die zahlreiche Jugendstilvillen bauten. In dieser Zeit gab es in Brunate auch ein Kasino, das nach dem Zweiten Weltkrieg wieder geschlossen wurde. Am 11. November 1894 wurde eine Bergbahn von Como nach Brunate eröffnet, die heute noch in Betrieb ist. 1943 wurde Brunate nach Como eingemeindet, 1947 jedoch durch ein Volksbegehren wieder in eine eigenständige Gemeinde umgewandelt.

Nach dem  Zweiten Weltkrieg wandelte sich Brunate von einem elitären Ferienort zu einem Ziel des Massentourismus. Heute kommen die meisten Feriengäste aus den USA und aus Japan.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Penčo Slavejkovs Gedenksteine
  • Mara Berni, italienische Schauspielerin, wurde 1932 in Brunate geboren.
  • Arrigo Cappelletti, italienischer Jazzmusiker und Essayist wurde 1949 hier geboren.
  • Penčo Slavejkov, bulgarischer Dichter, starb am 10. Juni 1912 in Brunate. Zwei Gedenksteine auf einer Mauer des Hotels in dem er starb und eine bronzene Büste bei der Gemeindebibliothek erinnern an ihn.
  • Alessandro Volta (1745–1827), Wissenschaftler, und Claudio Gentile (* 1953), Fußballspieler, lebten einige Zeit in Brunate.
  • Alberto Bonacossa (1883–1953), Chemiker, Sportsführer und Eigentümer des Sportszeitung La Gazzetta dello Sport, war Besitzer einer Villa in Brunate, die heute von seiner Familie gewohnt ist. Die Familie Bonacossa nahm wirtschaftlich an der Konstruktion der Bergbahn teil.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Faro Voltiano

In Brunate gibt es folgende Sehenswürdigkeiten:

  • die am 11. November 1894 eröffnete Bergbahn nach Como und deren Station, die an der Piazza A. Bonacossa liegt; Dort kann man auch den Maschinenraum besichtigen.
  • die zahlreichen Jugendstilvillen, die überwiegend in der Via Pissarottino, Via Roma, Via G. Scalini und Via A. Pirotta liegen
  • die Altstadt
  • die Kirchen Sant'Andrea Apostolo (Pfarrkirche), Madonna di Pompei (in der Altstadt), Sacro Cuore, San Maurizio (im gleichnamigen Ortsteil) und Santa Rita
  • der Faro Voltiano, ein 29 Meter hoher Leuchtturm, der 1927 anlässlich des 100. Todestages von Alessandro Volta errichtet wurde
  • die wunderbaren Panoramen, wegen derer Brunate als „Balcone sulle Alpi“ („Alpenbalkon“) bezeichnet wird; An klaren Tagen hat man eine Aussicht auf die Westalpen (von denen sich besonders der Monte Rosa abzeichnet), den Apennin und die Poebene.

Wanderwege[Bearbeiten]

Brunate ist auch als Start- bzw Endpunkt zahlreicher Wanderwege bekannt. Besonders berühmt sind:

  • die Strada Regia (Königsstraße) nach Bellagio, die 2006 wiedereröffnet wurde; Vor dem Bau befahrbarer Straßen war die Strada Regia ein wichtiger Verkehrsweg, der die Dörfer auf der Ostseite des Comer Sees verband. An diesem Weg liegen Naturdenkmäler wie die Massi Erratici (durch die Gletscherschmelze getragene Felsblöcke) und die Massi Avello (Grabmäler aus der Langobardenzeit nach dem Niedergang des römischen Reiches), sowie charakteristische Dörfer.
  • der Dorsale del Triangolo Lariano durch die Bergkette zwischen Comer See und Leccosee nach Bellagio; Dieser Weg kann auch mit dem Mountainbike befahren werden und bietet eine schöne Aussicht auf den Comer See und seine Umgebung.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Brunate – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.
  2. Ortsbeschreibung eines Hotels