Griante

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Griante
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Griante (Italien)
Griante
Staat: Italien
Region: Lombardei
Provinz: Como (CO)
Koordinaten: 46° 0′ N, 9° 14′ O469.2333333333333Koordinaten: 46° 0′ 0″ N, 9° 14′ 0″ O
Fläche: 13 km²
Einwohner: 625 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 48 Einw./km²
Postleitzahl: 22011
Vorwahl: 0344
ISTAT-Nummer: 013113
Volksbezeichnung: griantesi
Schutzpatron: SS. Nabore e Felice
Website: http://www.comune.griante.co.it/
Griante Castello Collina.JPG

Griante ist eine Gemeinde in der Provinz Como, Region Lombardei, Italien. Sie gehört zur Comunità Montana del Lario Intelvese. Zur Gemeinde gehört das am See liegende touristische Zentrum, die Fraktion Cadenabbia.

Geografie[Bearbeiten]

Griante liegt direkt am Westufer des Comer Sees, rund 25 Kilometer nordöstlich von Como, zwischen Menaggio (im Norden) und Tremezzo.

Die Nachbarorte sind: Menaggio, Grandola ed Uniti, Perledo (LC), Plesio, San Siro, Tremezzo und auf der gegenüberliegenden Seeseite Varenna (LC) und Bellagio.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name Griante soll vom keltischen Griant-tir (Land der Sonne) stammen, was auf eine Gründung im Jahre 500 v. Chr. hinweisen könnte. Goldmünzen und andere Geräte weisen auf römische Bewohner hin. Erstmals urkundlich erwähnt wird die Siedlung 383, als ihm der Bischof von Como Reliquien der Heiligen Nabor und Felix anvertraute, die er vom heiligen Ambrosius erhalten haben soll. Im 15. und 16. Jahrhundert wurde es während den Religionskriegen zwischen Spanien und Frankreich um die Vorherrschaft in der Lombardei unter den Streifzügen von Söldnern (Bündner, lutherische Landsknechte) heimgesucht. Im 19. Jahrhundert hatten Reisende, Künstler und Aristokraten den Ort entdeckt. Stendhal schildert den Ort in einigen Passagen Der Kartause von Parma. Der Musikverlag Casa Ricordi besaß dort eine Villa (Villa Margherita), in der Giuseppe Verdi, mehrere Arien aus La Traviata komponierte. Henry Wadsworth Longfellow widmete Cadenabbia mehrere Gedichte. Königin Victoria, Zar Niklaus II., Kaiser Wilhelm II., Prinz Umberto von Savoyen verbrachten dort ihre Ferien. Konrad Adenauer kam jedes Jahr.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Pfarrkirche von Cadenabbia di Griante könnte jene Kirche gewesen sein, die im Jahr 383 erbaut wurde, um Reliquien der Heiligen Nabor und Felix aufzunehmen. Die heutige Kirche stammt aus dem 16. Jahrhundert und enthält ein 1597 von Alessandro Maganza geschaffenes Leinwandgemälde, das die Himmelfahrt Maria darstellt.

Die Wallfahrtskirche San Martino wurde vermutlich an der Stelle eines römischen Beobachtungsturms errichtet.

In der Burg von Griante starb 1521 Giovanni del Matto aus Brenzio, der eine Laufbahn als Söldner begann und dann als Seeräuber berüchtigt wurde.

Die Villa Collina ist das wohl bekannteste Gebäude in Cadenabbia. Hier, wo sich Ende des 19. Jahrhunderts noch ein mittelalterlicher Turm erhob, verbrachte Konrad Adenauer seine Ferien.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Griante – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2012.