Chodoriw

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Dieser Artikel befasst sich mit der Stadt in der Westukraine, für Informationen zum gleichnamigen Dorf in der Ukraine, siehe Chorodiw (Dorf).
Chodoriw
(Ходорів)
Wappen von Chodoriw
Chodoriw (Ukraine)
Chodoriw
Chodoriw
Basisdaten
Oblast: Oblast Lwiw
Rajon: Rajon Schydatschiw
Höhe: 255 m
Fläche: 8,25 km²
Einwohner: 10.541 (2004)
Bevölkerungsdichte: 1.278 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 81750
Vorwahl: +380 3239
Geographische Lage: 49° 24′ N, 24° 19′ O49.40722222222224.312777777778255Koordinaten: 49° 24′ 26″ N, 24° 18′ 46″ O
KOATUU: 4621510500
Verwaltungsgliederung: 1 Stadt
Bürgermeister: Myroslaw Horatschek
Adresse: вул. Грушевського 38
81750 м. Ходорів
Statistische Informationen
Chodoriw (Oblast Lwiw)
Chodoriw
Chodoriw
i1

Chodoriw (ukrainisch Ходорів; russisch Ходоров/Chodorow, polnisch Chodorów) ist eine in der Westukraine liegende kleine Stadt etwa 52 Kilometer südöstlich der Oblasthauptstadt Lemberg am Flüsschen Luh (Луг) gelegen.

Bahnhof der Stadt um 1890

Der Ort wurde 1394 zum ersten Mal schriftlich erwähnt (auf Grund seiner Lage an zwei Teichen auch Chodorostaw genannt) und erhielt im 15. Jahrhundert Magdeburger Stadtrecht. Die Stadt gehörte ab 1774 bis 1918 zum österreichischen Galizien und war von 1850 bis 1867 Sitz einer Bezirkshauptmannschaft. 1866 wurde im Ort ein Bahnhof der Eisenbahnstrecke von Lemberg nach Czernowitz (der Lemberg-Czernowitz-Jassy-Eisenbahn) eröffnet, später kamen auch die Strecken von Stryj und nach Podwysokie (mit Anschluss an die Bahnstrecke Halicz–Ostrów-Berezowica (Tarnopol)) hinzu und machten die Stadt so zu einem bedeutenden Eisenbahnknotenpunkt, die Industrie im Ort entwickelte sich schnell. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges kam der Ort zu Polen und wurde im Zweiten Weltkrieg im Zuge der sowjetischen Besetzung Ostpolens im Rahmen des Hitler-Stalin-Paktes zunächst von der Roten Armee (Westpolen durch Hitler-Deutschland) und ab 22. Juni 1941 mit dem Überfall auf die Sowjetunion bis 1944 von Deutschland besetzt. In dieser Zeit wurden die jüdischen Einwohner des Ortes in die Konzentrationslager deportiert und ausgelöscht (Holocaust).

1945 kam die Stadt wiederum zur Sowjetunion (Westverschiebung Polens), dort wurde sie Teil der Ukrainischen SSR und ist seit 1991 ein Teil der heutigen Ukraine.

Wegen seiner Lage an einem Eisenbahnknotenpunkt ist der Chodoriw ein Industriestandort, neben vielen Maschinenbauunternehmen befindet sich auch eine Zuckerraffinerie im Ort. Ebenfalls durch den Ort führt auch die ukrainische Fernverkehrsstraße M 12.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Chodoriw – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien