Daur

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Dieser Artikel behandelt das Volk der Daur. Für den Maler Hermann Daur (1870–1925) siehe dort.

Die Daur (auch: Dauren, Daguren, Daghuren u. a.; Eigenbezeichnung: Daor; chinesisch 達斡爾族 / 达斡尔族Pinyin Dáwò’ěrzú; bis Anfang der 1950er Jahre zählten Teile von ihnen zu den Solonen,[1] chinesisch 索倫Pinyin Suòlún) sind eine der 55 offiziell anerkannten Minderheiten der Volksrepublik China. Nach der letzten Volkszählung im Jahr 2010 zählen sie 131.992 Menschen. Sie leben vor allem in der Inneren Mongolei, Heilongjiang und Xinjiang.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hu, He 胡和 [Hg.], Dagur-Niakn Duaillml Usgsul 达斡尔语汉语对照词汇 Dawo'eryu Hanyu duizhao cihui (Daurisch-Chinesisches Wörterverzeichnis). 黑龙江省民族研究所 Heilongjiang sheng minzu yanjiusuo (Nationalitäten-Forschungsinstitut der Provinz Heilongjiang) u. 黑龙江省达斡尔族学会 Heilongjiang sheng Dawo'erzu xuehui (Gesellschaft der Provinz Heilongjiang zum Studium der Daur). 哈尔滨 Harbin 1988. 2+7+385 S.; [Daurisch-Chinesisch].
  • Namcarai 拿木四来 [Verfasser], Mônggôl Dagûr Hitad torul sadûn û dagûdalga yin tôli (Mongolisch-Daurisch-Chinesisches Lexikon der Verwandtschaftsbezeichnungen). 内蒙古人民出版社 Nei Menggu renmin chubanshe (Volksverlag der Inneren Mongolei). 呼和浩特 Hohhot 1988/1992. ISBN 7-204-00304-7. 12.+2.618 S.

Bruno J. Richtsfeld: Der Schamanismus der Tungusen und Daghuren in China unter Ausschluß der Mandschu. (Völkerkundliche Arbeiten Band 5) Bonn 1996.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Ethnische Minderheiten in Xinjiang – Die Nationalität der Dahuren (chinesische Regierungsseite auf Deutsch) Anmerkung: Die Schreibweise „Dahur“ bzw. „Dahuren“ wurde in China vor einigen Jahren offiziell abgeschafft, wird aber auf dieser Seite trotzdem noch verwendet
  • The Daur ethnic minority (chinesische Regierungsseite auf Englisch)

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Linda Benson, Ingvar Svanberg: China’s last Nomads. The History and Culture of China’s Kazaks. M. E. Sharpe, Armonk 1998, S. 25.