Stocksee

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Stocksee (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Stocksee
Stocksee
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Stocksee hervorgehoben
54.089610.344538Koordinaten: 54° 5′ N, 10° 21′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Segeberg
Amt: Bornhöved
Höhe: 38 m ü. NHN
Fläche: 11,38 km²
Einwohner: 393 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 35 Einwohner je km²
Postleitzahl: 24326
Vorwahl: 04526
Kfz-Kennzeichen: SE
Gemeindeschlüssel: 01 0 60 080
Adresse der Amtsverwaltung: Am Markt 3
24610 Trappenkamp
Webpräsenz: www.stocksee.de
Bürgermeister: Dierk Jansen (KWS)
Lage der Gemeinde Stocksee im Kreis Segeberg
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Stocksee ist eine Gemeinde im Kreis Segeberg in Schleswig-Holstein.

Geografie[Bearbeiten]

Der Ort liegt am gleichnamigen Stocksee.

Von der nördlichsten Haltestelle des Hamburger Verkehrsverbundes verkehren täglich zwei Busse nach Bad Segeberg (Autokraft) und mehrere Busse der Verkehrsbetriebe Kreis Plön in Richtung Plön.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Dorf wurde 1347 erstmals erwähnt, als der Ritter Nikolaus Splyth sein Gut mit dem Dorf Stocksee an das Kloster Reinfeld verpfändete. Der See fand im Jahr 1075 in einer Beschreibung des Limes Saxoniae durch Adam von Bremen urkundliche Erwähnung.

Mit Plön und dem Herzog Johann Adolf (Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön) verbindet Stocksee eine gemeinsame Geschichte: „Aus Stocksee wollte der Herzog gern eine Stadt gemacht haben, und befahl beim Antritt eines Kriegszugs nach Ungarn und gegen Polen unter Kaiser Leopold, den Ort zu vergrößern; seiner Gemahlin aber, Dorothea Sophia geb. Prinzessin zu Braunschweig, gefiel Plön besser. Sie nahm das für Stocksee ausgesetzte Geld und erbaute die Neustadt Plön.“[2]

Taucher fanden in den 1980er-Jahren im See einen ca. 700 Jahre alten hölzernen Einbaum, der auf eine längere Siedlungsgeschichte des Dorfs hinweist.

Politik[Bearbeiten]

Seit der Kommunalwahl 2013 hat die Wählergemeinschaft KWS alle neun Sitze in der Gemeindevertretung.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Von Silber und Blau im Wellenschnitt geteilt. Oben zwischen zwei roten bewurzelten Baumstümpfen ein grünes Ährenbündel, unten ein silberner Einbaum.“[3]

Historische Begründung: Das Wappen der Gemeinde Stocksee ist in seinen wesentlichen Teilen als „sprechendes Wahrzeichen“ gestaltet. Die Baumstümpfe stehen dabei für die erste Silbe des Namens: „Stock“ in der Bedeutung Baumstumpf. Die Wellenteilung und der blau tingierte Schildfuß symbolisieren den zweiten Namensteil und stehen zugleich für den See mit gleichem Namen. Auf die Landwirtschaft als Haupterwerbszweig der Gemeinde, die aus dem Dorf Stocksee und dem Gut Stockseehof besteht, deutet das Ährenbündel hin. Der Einbaum im Schildfuß verweist auf einen Fund aus dem Spätmittelalter, der bei Grabungen im Stocksee im Jahre 1985 zutage kam.[3]

Flagge[Bearbeiten]

Blasonierung: „Auf gleichmäßig in einen oberen blauen und einen unteren weißen Streifen geteiltem Flaggentuch das Gemeindewappen in flaggengerechter Tingierung.“[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Stocksee stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Bekannt sind der vor allem der See, der Stockseehof und das jährliche Musikfest im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festivals. Am See liegt ein Campingplatz. Das Befahren des Sees ist mit Motorbooten und Wassersportgeräten nicht erlaubt. Zum Angeln sind Angelscheine erhältlich.

Eine (unbewachte) Badestelle mit Spielplatz und Umkleidekabinen befindet sich mitten im Dorf in der Seestraße.

Seit Oktober 2010 stehen in der Alten Schule des Ortes, dem vormaligen Wohnhaus des 2009 verstorbenen Ehrenbürgermeisters Dietrich Wiebe, Dorfgemeinschaftsräume zur Nutzung durch örtliche Vereine und Gruppen zur Verfügung.

Ferienfreizeit[Bearbeiten]

In den Sommerferien gibt es für bis zu 170 Kinder und Jugendliche aus Neumünster, Husum und Itzehoe die Möglichkeit, an einem Zeltlager am See gegenüber der Ortschaft Stocksee teilzunehmen.

Literatur[Bearbeiten]

Pöhls, Heinrich: Zwischen Grimmelsberg, Stocksee und Tensfelder Au, Eine Heimatkunde d. Dörfer Stocksee, Damsdorf, Tensfeld, Tarbek, hrsg. von den vier Gemeinden, Neumünster Evert, 1979

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Stocksee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2013 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Ludwig Bechstein, Deutsches Sagenbuch. Leipzig (Georg Wigand) 1853
  3. a b c Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein