Fahrenkrug

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Fahrenkrug
Fahrenkrug
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Fahrenkrug hervorgehoben
53.94305555555610.25277777777827Koordinaten: 53° 57′ N, 10° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Segeberg
Amt: Trave-Land
Höhe: 27 m ü. NHN
Fläche: 6,62 km²
Einwohner: 1542 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 233 Einwohner je km²
Postleitzahl: 23795
Vorwahl: 04551
Kfz-Kennzeichen: SE
Gemeindeschlüssel: 01 0 60 020
Adresse der Amtsverwaltung: Waldemar-von-Mohl-Straße 10
23795 Bad Segeberg
Webpräsenz: www.gemeinde-fahrenkrug.de
Bürgermeister: Rolf-Peter Mohr (WGF)
Lage der Gemeinde Fahrenkrug im Kreis Segeberg
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Fahrenkrug ist eine Gemeinde im Kreis Segeberg in Schleswig-Holstein. Zu Fahrenkrug gehören die Ortsteile Rotenhahn und Fahrenkruger Ziegelei.

Geschichte[Bearbeiten]

1192 wird Varencroch erstmals als zum Kloster Segeberg zugehöriges Dorf urkundlich erwähnt. Der althochdeutsche Name Varencroch bedeutet Farnwinkel, sodass im Gemeindewappen der Farn und ein Winkel abgebildet sind.

Schon in der vorgeschichtlichen Zeit siedelten hier Menschen. Neben Steinbeilen und Werkzeugen aus der Steinzeit wurden aus bronzezeitlichen Hünengräbern wertvolle Funde geborgen, darunter ein massiv goldener Eidring von 318 Gramm Gewicht. Der Siegelring von Fahrenkrug kann im Schloss Gottorf besichtigt werden. Im dorfeigenen Museum im Gebäude der Grundschule können viele dieser Funde einmal im Monat oder nach Absprache bestaunt werden. Auch ein historischer Kaufmannsladen und ein Kinderzimmer sind ausgestellt.

Die bäuerliche Wirtschaft prägte das Bild des Ortes. Doch die verkehrsgünstige Lage direkt zwischen Bad Segeberg und Wahlstedt machte Fahrenkrug zum bevorzugten Standort ländlicher Kleinindustrie. So wurde 1888 die erste Brotfabrik des Landes in Fahrenkrug errichtet, der 1885 eine Mühle voraus ging. Sägewerke, Ziegeleien und eine Meierei folgten der Brotfabrik ins Dorf. Die meisten dieser Betriebe existieren heute nicht mehr. Die Brotfabrik bestand bis 1971 und wurde in den 1990er-Jahren zu einem Wohn- und Bürogebäude umgebaut.

1889 wurde eine Freiwillige Feuerwehr gegründet. Seit 1974 ist der Feuerwehr eine Jugendfeuerwehr angegliedert, in die auch Jugendliche aus dem Nachbarort Schackendorf eintreten.

Obwohl ein Dorf dieser Größe nicht über eine eigene Schule verfügen muss, besteht die Grundschule Fahrenkrug seit über 200 Jahren durchgehend. Pro Jahrgang gibt es nur eine Klasse mit meist je zirka 20 Schülern. Die Schule schneidet in den bundesweiten Tests immer sehr gut ab. Im reetgedeckten Kindergarten werden die jüngsten Bürger des Dorfes betreut.

Fahrenkrug wurde 1992 Kreissieger und errang auf Landesebene den dritten Platz beim Wettbewerb Unser Dorf soll schöner werden.

Politik[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Über einem roten Sturzsparrenschildfuß in Silber drei fächerförmig gestellte grüne Farnwedel.“[2]

Partnergemeinde[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Fahrenkrug hat heute eine beachtenswerte lokale Wirtschaft. Eine große Zimmerei, eine Holzhandlung, eine Polsterei, einen Brunnenbaubetrieb und eine große Spedition bieten den Fahrenkrugern Arbeitsplätze.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Seit 2003 ist die Bahnstrecke Neumünster-Bad Segeberg-Bad Oldesloe wieder eröffnet und führt direkt durch Fahrenkrug, das als einzige Gemeinde auf der Strecke ein eigenes Bahnhofsgebäude errichtet hat. Die Eisenbahn hat in Fahrenkrug immer für Aufregung gesorgt. Wenn der deutsche Kaiser zur Kieler Woche anreiste, mussten die Fahrenkruger Würdenträger am Gleis Spalier stehen, führte doch die alte Bahnverbindung Berlin-Hagenow-Kiel mitten durch den Ort.

Literatur[Bearbeiten]

  • Lüthje, Adolf / Jürgensen, Heinz: Fahrenkrug – eine Chronik, Fahrenkrug, Gemeinde Fahrenkrug 1992.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fahrenkrug – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2012 (XLS-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein