Fanfan, der Husar (1952)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Fanfan, der Husar
Originaltitel Fanfan la Tulipe
Produktionsland Frankreich
Originalsprache Französisch
Erscheinungsjahr 1952
Länge 102 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Christian-Jaque
Drehbuch René Wheeler
René Fallet
Henri Jeanson
Produktion Alexandre Mnouchkine
Musik Georges van Parys, Maurice Thiriet
Kamera Christian Matras
Schnitt Jacques Desagneaux
Besetzung

Fanfan, der Husar (Originaltitel Fanfan la Tulipe) ist ein Mantel-und-Degen-Film des französischen Regisseurs Christian-Jaque aus dem Jahr 1952 mit dem Starschauspieler Gérard Philipe. Der Film wendet sich mit beißendem Spott gegen Feudalismus, Militarismus und gegen den Dünkel der Hofschranzen.

Handlung[Bearbeiten]

Um einer erzwungenen Ehe mit einem Bauernmädchen zu entgehen, flieht Leichtfuß Fanfan und verpflichtet sich in der französischen Armee, nachdem ihm die „Wahrsagerin“ Adeline eine glänzende Karriere vorausgesagt hat und er sogar die Tochter Henriette des Königs Ludwig XV. heiraten werde.

Nachdem er bei den Werbern der Armee den Vertrag unterzeichnet hat, findet Fanfan heraus, dass Adeline die Tochter des Werber-Sergeanten La Franchise ist und mit dieser „Vorhersage“ schon viele andere in die Armee gelockt hat. Fanfan beschließt, die Vorhersage gleichwohl zu erfüllen. Er rettet der Geliebten des Königs, Madame Pompadour, bei einem Überfall durch Wegelagerer das Leben. Zum Dank erhält er von ihr eine tulpenförmige Brosche und legt sich so den Spitznamen „La Tulipe“ zu.

Als er wenig später Henriette besuchen will und in ihr Schloss eindringt, wird er verhaftet und zum Tode verurteilt. Adeline gesteht ihm kurz vor der Hinrichtung ihre Liebe. Fanfan, der sie ebenfalls liebt, weist sie zurück, um ihr den Abschied leichter zu machen. Adeline rettet ihm durch persönliche Fürbitte bei Ludwig XV. das Leben, dieser will dafür aber amouröse Gegenleistungen. Der Ast, an dem Fanfan aufgekünpft werden soll, wird angesägt. Als Fanfan den Ast bei der Hinrichtung abbricht, wird dies als Gottesurteil interpretiert und er wird begnadigt. Adeline wird entführt, verfolgt von Fanfan und seinem Freund. Dabei gelangen sie durch Zufall in das feindliche Hauptquartier und können da die Generäle des Gegners gefangennehmen. Als das dem König gemeldet wird, ist er zunächst enttäuscht, da seiner Meinung nach zu einem Sieg auch hohe Verluste gehören, lässt sich dann aber aufs nächste Mal vertrösten. Zum Dank wird Fanfan befördert und darf das Mündel des Königs heiraten: Adeline, die vom König adoptiert wird. Die Prophezeiung Adelines hat sich letztendlich erfüllt.

Kritik[Bearbeiten]

„Eine liebenswert-freche, geistvoll-ironische Unterhaltung, heiter und spritzig. Hervorragend sind Landschaft und Dekors genutzt, die Handlung wird mit leichter Hand von Höhepunkt zu Höhepunkt getrieben, die Aktionsszenen sind unbeschwert und liebenswert.“

Lexikon des Internationalen Films

Zitat[Bearbeiten]

„Generäle, die im Krieg sterben, haben ihren Beruf verfehlt.“

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Dieser Film war für Gina Lollobrigida der Durchbruch im internationalen Filmmarkt.
  • Filmkomponist Georges van Parys schrieb auch die Musik für die deutsche Version des ersten Abenteuervierteilers im ZDF, „Robinson Crusoe“ (1964).

Weitere Verfilmungen[Bearbeiten]

Die Geschichte um Fanfan wurde bereits mehrfach verfilmt:

  • 1907: Fanfan la Tulipe
  • 1925: Fanfan-la-Tulipe
  • 2003: Fanfan der Husar (Fanfan la tulipe)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Medien[Bearbeiten]

  • DVD - Fanfan, der Husar, Concorde Entertainment - EAN 4010324024688

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]