Fazıl Say

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Fazıl Say 2011

Fazıl Say (* 14. Januar 1970 in Ankara, Türkei) ist ein international renommierter türkischer Pianist und Komponist. Say ist in der Türkei zudem ein bekannter Bürgerrechtler.

Leben[Bearbeiten]

Fazıl Say kam am 14. Januar 1970 in Ankara zur Welt. Sein Vater ist Ahmet Say, ein türkischer Musikwissenschaftler und Schriftsteller. Mit einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte geboren, wurde Fazıl Say als Kind operiert. Der zuständige Arzt empfahl Fazıls Eltern, ihn ein Blasinstrument erlernen zu lassen, um seine durch die Spalte beeinträchtigte Mundmuskulatur zu trainieren. Seine Eltern schenkten ihm später eine elektronische Orgel, auf der er Mozart- und Beethoven-Sinfonien spielte. Mit fünf Jahren bekam er Klavierunterricht bei einem Schüler Alfred Cortots. 1985 leiteten David Levine und Aribert Reimann einen Workshop in Ankara, wo sie auf Fazıl aufmerksam wurden, der damals Klavier und Komposition am staatlichen Konservatorium studierte. Sie holten ihn 1987 an die Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf, wo er bei David Levine das Fach Klavier studierte. Er wechselte 1992 zur Universität der Künste Berlin und studierte dort bis 1995. Während dieser Zeit nahm er an drei Wettbewerben teil, von denen er 1994 die Young Concert Artists International Auditions in New York gewann. Damit begann Says internationale Karriere.

Als Pianist spielte er u. a. bei der New York Philharmonic, dem Israel Philharmonic Orchestra, dem Baltimore Symphony Orchestra, Concertgebouw-Orchester, Philadelphia Orchestra, den Sankt Petersburger Philharmonikern, dem BBC Philharmonic Orchestra, dem Orchestre National de France, den Wiener Symphonikern und anderen wichtigen Orchestern auf der ganzen Welt. Als Konzertpianist war er auf Festivals wie dem Lucerne Festival, dem Klavierfestival Ruhr, dem Rheingau Musik Festival, dem Verbier Festival, dem Montpellier Festival, dem Beethovenfest Bonn zu Gast und bespielte zudem alle bedeutenden Konzerthallen der Welt, so das Concertgebouw in Amsterdam, die New Yorker Avery Fisher Hall, die Suntory Hall in Tokio, die Berliner Philharmonie, den Wiener Musikverein und die Carnegie Hall. In der Saison 2003/04 debütierte Say bei den Salzburger Festspielen, wo er seitdem regelmäßig aufgetreten ist, beim Lincoln Center Festival New York, bei der International Piano Series London und bei der World Piano Series Tokyo. Seit der Saison 2006/2007 ist Say für fünf Jahre einer der beiden Exklusivkünstler des Konzerthauses Dortmund. Radio France ernannte ihn 2003 und 2005 ebenfalls zum „Artist in Residence“, auch beim Musikfest Bremen 2005 und bei der Elbphilharmonie in Hamburg 2009/2010 trug er diesen Titel.[1]

Im Bereich der Kammermusik spielt der Pianist mit Musikern wie Yuri Bashmet, Shlomo Mintz und Maxim Vengerov zusammen. Eine Tournee mit Letzterem führte Say 2004 durch Konzerthallen Europas und der USA (u. a. Carnegie Hall). Ein festes Duo bildet er mit der Violinistin Patricia Kopatchinskaja, für die er auch ein Violinkonzert schrieb.

Im Dezember 2007 entbrannte eine heftige öffentliche Diskussion in der Türkei und weiteren Ländern Europas, als Say in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung die politische Situation und die Lage der Menschenrechte in der Türkei beklagte und eine Auswanderung in Erwägung zog.[2] Ebenfalls für heftige Diskussionen sorgte seine offen zum Ausdruck gebrachte Ablehnung des in der Türkei bei bestimmten Gesellschaftsschichten populären Arabesk-Pops. Arabesk-Musik sei „eine Last für Intellektualität, Modernität, Führungskraft und Kunst“ und weiter: „ich schäme, schäme, schäme mich für das Arabesk-Proletentum beim türkischen Volk“.[3]

Prozess wegen öffentlicher „Verunglimpfung religiöser Werte“[Bearbeiten]

Anfang April 2012 löste Fazıl Say eine Welle der Empörung in religiösen Kreisen der Türkei aus. Der bekennende Atheist hatte sich in seinem Twitter-Account unter anderem über einen Muezzin und den Koran amüsiert.[4] Am 5. April 2012 machte er sich über einen Muezzin lustig, der bei seinem Gebetsaufruf besondere Eile an den Tag gelegt hatte: In nur 22 Sekunden sei dessen Gesang beendet gewesen, und Say tweetete: „Warum so eine Eile? Hast du eine Geliebte, die auf dich wartet, oder einen Rakı auf dem Tisch?“[5] In einem anderen Tweet fragte er: „Ich weiß nicht, ob ihr es gemerkt habt? Überall wo es Schwätzer, Gemeine, Sensationsgierige, Diebe, Scharlatane gibt, sie alle sind übertrieben gläubig. Ist das ein Paradoxon?“[6] Say re-tweetete Verse, die dem mittelalterlichen persischen Dichter Omar Chajjam (1048–1131) zugeschrieben werden, in denen es u. a. heißt: „Du sagst, in den Flüssen [im Paradies] wird Wein fließen – ist denn das Paradies eine Kneipe?“ – oder bezüglich der Jungfrauen, die den Gläubigen vom Koran im Paradies versprochen werden: „Ist das Paradies etwa ein wunderbares Bordell?“[7]

Drei türkische Bürger erstatteten daraufhin Anzeige. Sie warfen Say vor, die islamische Religion und ihre Anhänger beleidigt sowie religiöse Werte öffentlich herabgewürdigt zu haben. Bisher ist unklar, ob die Anzeigen gegen den Künstler von den dreien aus eigenem Antrieb gestellt wurden oder ob sie von einer Organisation dazu veranlasst wurden. Einer der drei, Emre Bukagili, ist dafür bekannt, schon oft Anzeigen erstattet zu haben.[8]

Die Istanbuler Staatsanwaltschaft nahm strafrechtliche Ermittlungen gegen Say auf.[9][10] Man warf dem 42-Jährigen Aufstachelung zum Hass gegen bestimmte Bevölkerungsteile und öffentliche Verunglimpfung religiöser Werte vor.[11][12][13] Grundlage des Vorgehens der Staatsanwaltschaft war Artikel 216 des Türkischen Strafgesetzbuches („Volksverhetzung“), in dem die „Verunglimpfung der religiösen Werte von Teilen der Bevölkerung“ unter Strafe gestellt wird[14]:

§ 216

(1) Jeder, der öffentlich Teile der Bevölkerung zu Hass und Feindschaft gegen andere Bevölkerungsgruppen auf der Grundlage von sozialer Klasse, Rasse, Religion, Konfession oder regionaler Besonderheiten in einer Art und Weise anstachelt, dass [hierdurch] eine klare und unmittelbare Gefahr für die öffentliche Sicherheit ausgeht, soll mit Freiheitsstrafe von einem bis zu drei Jahren bestraft werden.

(2) Jeder, der öffentlich Teile der Bevölkerung wegen ihrer sozialen Klasse, Rasse, Religion, Konfession, des Geschlechts oder ihrer Herkunft verleumdet, soll mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu einem Jahr bestraft werden.

(3) Jeder, der öffentlich die religiösen Werte eines Teils der Bevölkerung verunglimpft, soll mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu einem Jahr bestraft werden.

Am 17. Oktober 2012 begann vor der 19. Strafkammer des Friedensgerichts in Istanbul der Prozess.[15] Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft war Say mit seinen (re-)tweeteten Bemerkungen und eigenen Kommentaren zu weit gegangen und habe „die religiösen Werte, die ein Teil der Bevölkerung für sich anerkennt, öffentlich herabgesetzt“, also den angegebenen Straftatbestand erfüllt; sie forderte eine Gefängnisstrafe von eineinhalb Jahren für Say.[16][17] Der Pianist wies sämtliche Vorwürfe zu Beginn des Prozesses zurück und forderte seinen Freispruch. Die Verhandlung wurde bereits nach etwa einer Stunde vertagt. Aus Rücksicht auf seine Konzerttermine musste Say bei künftigen Anhörungen nicht mehr vor Gericht erscheinen.[18][19][20][21] Am 15. April 2013 wurde Say von der Strafkammer wegen Blasphemie zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.[22]

Politiker mehrerer Fraktionen des Deutschen Bundestages bezeichneten in einer gemeinsamen Erklärung vom 16. Oktober 2012 sowohl das Verfahren als auch die Höhe der Strafandrohung als völlig unverhältnismäßig – dies insbesondere, weil die Türkei die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) ratifiziert hat, deren Artikel 10 das Recht auf freie Meinungsäußerung schützt. In der türkischen Verfassung[23] (Artikel 90 Abs. 5) ist festgelegt, dass in Kraft gesetzte völkerrechtliche Verträge Gesetzeskraft haben und dass – sofern Grundrechte und -freiheiten regelnde Vorschriften solcher völkerrechtlichen Verträge mit den nationalen Bestimmungen gleichen Inhalts nicht übereinstimmen sollten – die Bestimmungen der völkerrechtlichen Verträge Vorrang haben. „In Anbetracht dessen muss die Meinungsfreiheit, die durch die europäische Menschenrechtskonvention in Artikel 10 geschützt ist, von den Gerichten immer zuerst berücksichtigt werden“, so der Rechtswissenschaftler Bilgütay Kural.[24] Unabhängig von der EMRK schützt auch Art. 26 der Verfassung der Türkei die Meinungsfreiheit.[25] „In einem demokratischen und säkularen Rechtsstaat dürfen bloße Meinungsäußerungen nicht zu dem Vorwurf eines schweren Verbrechens und zu langen Freiheitsstrafen führen“, hieß es daher in der oben genannten Erklärung, die von mehr als 100 Bundestagsabgeordneten unterzeichnet wurde.[26][27][28][29]

Werk[Bearbeiten]

Fazıl Say nach einem Konzert beim SHMF 2011
Während der Berliner 750-Jahr-Feier führte er sein Werk Black Hymns auf, das er bereits im Alter von sechzehn Jahren komponiert hatte. Es folgten 1991 ein Konzert für Klavier, Geige und Orchester und 1996 Die Seidenstraße, ein Klavierkonzert, begleitet vom Bostoner Kammerorchester. Zahlreiche von Says Kompositionen wurden auf CD eingespielt. Aufführungen eigener Werke sind auch in seiner türkischen Heimat vielbeachtet. 2003 fand die Premiere seines Oratoriums Requiem für Metin Altıok vor 5000 Zuhörern in Istanbul statt. Die Uraufführung seines Oratoriums Nâzım, dem Dichter Nazım Hikmet gewidmet, erschien auf einer DVD. Für die Stadt Wien komponierte er zum Mozartjahr 2006 als Auftragsarbeit ein Ballett. Für die Salzburger Festspiele schrieb er 2006 das Solowerk Inside Serail. Seit 2006 hat Say einen Exklusivvertrag mit dem Mainzer Musikverlag Schott Music, der die Noten seiner Werke herausgibt. Der Musiker komponiert auch Filmmusik für internationale Produktionen (u. a. Japan und Italien).

Seit Ende der 1990er Jahre bringt der Künstler eigene Musikalben heraus. 1998 wurde eine erste Aufnahme von Say mit Werken Mozarts veröffentlicht, die bei der Kritik auf derart positiven Anklang stieß, dass sie in einer exklusiven Zusammenarbeit des Künstlers mit dem Major Teldec mündete. Im Jahr 2000 nahm Say Le sacre du printemps von Igor Strawinsky auf. Das Besondere an dieser Aufnahme war, dass er beide Parts des Werks für Klavier zu vier Händen nacheinander mit einem Steinway-Flügel einspielte. Auf Konzerten wählte er einen Bösendorfer-Computerflügel, mit dem er vorher den ersten Part eingespielt hatte und während des Konzertes den zweiten live spielte. Für die Aufnahme erhielt Say den ECHO Klassik und den Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik. Zahlreiche weitere CD-Aufnahmen mit fremden und eigenen Werken folgten (u. a. unter Kurt Masur). 2009 spielte Say zudem zusammen mit seiner Kammermusikpartnerin Patricia Kopatchinskaja Werke für Violine und Klavier von Beethoven, Ravel, Bártok & Say ein. Das Album erhielt den ECHO Klassik für die beste Kammermusik. Ebenfalls international ausgezeichnet wurde 2009 seine erste CD bei einem französischen Label 1001 Nights in the Harem, auf der ausschließlich eigene Kompositionen versammelt sind.

Die Musikkritik äußert sich inzwischen meist in Superlativen über den Künstler und sein Wirken, oft wird er als Ausnahmepianist oder Genie bezeichnet. Die französische Zeitung Le Figaro urteilte gar: „Er ist nicht nur ein genialer Pianist, er wird zweifellos einer der großen Künstler des 21. Jahrhunderts sein.“ 2005 entstand der deutschsprachige Musikfilm Fazıl Say – Alla Turca über Says facettenreiche Arbeit, der zunächst auf ARTE und im ZDF Theaterkanal gezeigt wurde und 2008 auf einer DVD erschien. Schon 2001 hatte Don Kent eine englischsprachige Filmdokumentation über Say gemacht.

Auch für Jazzmusik hat der Künstler eine ausgeprägte Leidenschaft, die sich in einigen seiner Kompositionen zeigt sowie in einer Reihe von virtuosen Jazz-Adaptionen von klassischen Werken wie Mozarts türkischem Marsch oder Für Elise, aber auch in Konzertreihen und Auftritten u. a. mit Kudsi Ergüner und Bobby McFerrin.

2008 wurde Fazıl Say mit dem Bremer Musikfest-Preis ausgezeichnet und geriet wegen einer geplanten Aufführung seines Requiem für Metin Altiok (2003) in Deutschland in deutsche wie türkische Schlagzeilen. Zusammen mit unter anderen Paulo Coelho wurde er für dieses Jahr von der EU zum „Botschafter des interkulturellen Dialogs“ ernannt.

Am 13. Februar 2010 wurde das Ballett Es war einmal … Grimms Märchen für Eilige mit Kompositionen von Fazıl Say, Jacques Offenbach und anderen im Hessischen Staatstheater Wiesbaden uraufgeführt. Ballettdirektor war Stephan Thoss.

2010 wurde zum Abschluss seiner festen Anstellung beim Konzerthaus Dortmund Fazıl Says erste Sinfonie über seine Wahlheimat Istanbul uraufgeführt. Im zweiten Satz der Sinfonie persifliert er die negativen Seiten des Islam und den Missbrauch dieser Religion durch die Politik und religiöse Orden. Das muslimische Glaubensbekenntnis Lā ilāha illā ʾllāh (Es gibt keinen Gott außer Gott) stellt er durch einen monotonen und aggressiven Rhythmus dar, der fast den ganzen Satz prägt. Fazıl Say schreibt dazu:

"Die Wut, die ich seit 30 Jahren dafür empfinde, dass die Religion für politische Ambitionen missbraucht wird, und der große Einfluss der Orden, die die Religion ausbeuten, hat die dunklen und zum Zerreißen gespannten Noten erschaffen, aus denen dieser schnelle Satz besteht." [30]

Des Weiteren wurde bei den Konzerten unter anderem das Violinkonzert 1001 Nächte im Harem zum ersten Mal in Deutschland präsentiert und ein Streichquartett Fazıl Says uraufgeführt.[31] Im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festivals wurde im Juli 2011 sein Konzert für Klarinette und Orchester op.34 Khayyam mit der Solistin Sabine Meyer erstmals aufgeführt.[32] Am 7. Oktober 2012 wurde im Großen Festspielhaus in Salzburg seine 3. Sinfonie "Universe" uraufgeführt.[33]

Über seine musikalische Arbeit hinaus ist Say Autor zweier Bücher.[34]

Kompositionen[Bearbeiten]

Werke für Orchester[Bearbeiten]

  • 3 Märchen für Klavier und Kammerorchester (1991)
  • Opus 6: Kammersinfonie für Streichorchester (1996)
  • Opus 16: Thinking Einstein für Klavier und Orchester (2005)
  • Opus 23: Fenerbahçe für Klavier, Chor und Orchester (2007)
  • Opus 28: İstanbul Symphony Sinfonie Nr. 1 (2009/10)
  • Opus 38: Mesopotamia Symphony Sinfonie Nr. 2 (2011)
  • Opus 43: Universe Sinfonie Nr. 3 (2012)
  • Opus 44: »Goethe-Lieder« für Sopran und Kammerorchester nach Gedichten aus dem »West-östlichen Divan« (2013)[35]

Oratorien[Bearbeiten]

Instrumentalkonzerte[Bearbeiten]

  • Opus 3: Sinfonia Concertante 1. Klavierkonzert (1993)
  • Opus 4: Silk Road 2. Klavierkonzert für Klavier und Streichorchester (1994)
  • Opus 5e: Gitarrenkonzert in d-Moll (1996)
  • Opus 11: Silence of Anatolia 3. Klavierkonzert (2001)
  • Opus 25: 1001 Nights in the Harem Violinkonzert (2007)
  • Opus 30: Nirvana Burning Konzertstück für Klavier und Orchester (2010)
  • Opus 31: Trompetenkonzert (2010)
  • Opus 36: Khayyam Klarinettenkonzert über das Leben von Omar Chajjam (2011)
  • Opus 39: Hezarfen Konzert für Neyflöte und Orchester (2012)

Kammermusik[Bearbeiten]

  • 2 Balladen für Cello und Klavier (1985 und 1990)
  • Opus 6: Kammersinfonie für Streichorchester (1996)
  • Opus 7: Sonate für Violine und Klavier (1997)
  • Arrangements aus Porgy and Bess für Sextett (1999)
  • Opus 14: Rhapsodia – Uzun İnce Bir Yoldayim für Klavier, Sopran und Streicher (2004)
  • Opus 17: Patara (Hommage à Mozart KV 331) Quartett für Sopran, Neyflöte, Klavier und Schlagzeug (2005)
  • Opus 26: Princess of Lykia für zwei Gitarren (2009)
  • Opus 29: Divorce Streichquartett (2010)
  • Opus 32: Variationen für zwei Klaviere und Schlagzeug (2010)
  • Opus 34: Cleopatra für Violine solo (2010)
  • Opus 35: Alevi Dedeler Rakı Masasında Bläserquintett (2011)
  • Opus 41: 4 Cities "Sonate" für Cello und Klavier (4 Städte: Sivas, Hopa, Ankara, Bodrum) (2012)
  • Opus 42: Sonate für Klarinette und Klavier (2012)

Lieder[Bearbeiten]

  • Opus 5d: 24 Lieder (1995)
  • Opus 37: 4 Lieder (2011)
  • Opus 40: Ses ('Stimme') für Koloratursopran, lyrischen Sopran, Mezzosopran, Klavier und Schlagzeug (2012)

Klavierwerke[Bearbeiten]

  • Opus 1: Four Dances of Nasreddin Hoca (1990)
  • Opus 2: 3 Fantasiestücke (1993)
  • Opus 5a: Jazz-Fantasie Mozart; Alla Turca Jazz (1993, rev.2003)
  • Opus 5b: Jazz-Fantasie Paganini; Paganini Jazz (1995)
  • Opus 5c: Kadenz für Mozarts Klavierkonzert KV 467 (1995)
  • Opus 5f: Jazz-Fantasie Dede Efendi ; Yeni bir Gülnihal (1997)
  • Opus 8: Black Earth (Kara Toprak) 'Schwarze Erde' Hommage an Aşık Veysel (1997)
  • Opus 10: Kadenz für Beethovens 3. Klavierkonzert (2001)
  • Opus 12: 3 Balladen: Nazım, Kumru, Sevenlere dair (1995, rev.2005)
  • Opus 15: Kadenz für Mozarts Klavierkonzert KV 537 (2004)
  • Opus 19: Bearbeitung von Bachs Passacaglia BWV 582 für Klavier (2005)
  • Opus 20: Jazz-Fantasie über Summertime von Gershwin (2005)
  • Opus 24: Bearbeitung von Bachs Fantasie und Fuge g-Moll BWV 542 für Klavier (2007)

Schauspielmusik[Bearbeiten]

  • Opus 33: 7000 yıllık uçan halı (etwa: '7000 Jahre fliegender Teppich') 11 Lieder (2011)

Filmmusik[Bearbeiten]

  • Nâzım Fernsehdokumentation, Türkei (2001)
  • Opus 18: Ultima Thule, Schweiz (2005)
  • Opus 21: Pianist the Wolfy Animationskurzfilm, Japan (2006)
  • Opus 22: İnsan İnsan, Türkei (2006)
  • Opus 27: The Watercolor Türkei (2009)

Orchestrierungen[Bearbeiten]

Frühe Werke[Bearbeiten]

  • Sonate für Klavier (1984)
  • Phrigian für Klavier (1984)
  • Préludes für Flöte und Klavier (1985)
  • Preludi in modo Aleotorio für Klavier (1985)
  • Suite für Klavier (1986)
  • Gitarrenkonzert, (1987)
  • Dark Voice für Klavier (1987)
  • Schwarze Hymnen für Violine und Klavier (1987)
  • Kadenzen für Mozart Klavierkonzerte (1987)
  • Seidenstrasse für Klavier (1989)
  • Reflexionen für Klavier, Violine und Orchester (1990)
  • Reflexionen für zwei Klaviere (1990)
  • Alt-Anatolisches Tagebuch für Klavier (1991)
  • Melodien für Klavier (1992)

Diskografie[Bearbeiten]

Interpretationen
  • Wolfgang Amadeus Mozart: Piano Sonatas (1998)
  • Johann Sebastian Bach: Oeuvres pour Piano (1998)
  • Johann Sebastian Bach: French Suite no.6 (2000)
  • Gershwin (2000)
  • Igor Strawinsky: Le Sacre du Printemps (2000)
  • Peter Tschaikowsky: Piano concerto no.1 in B flat minor op.2 (2001)
  • Diverse: Introducing (2002)
  • Wolfgang Amadeus Mozart: Piano Sonatas (2002)
  • Fazıl Say: Black Earth (2003)
  • Fazıl Say: Piano Concerto-2 (2003)
  • Wolfgang Amadeus Mozart: Piano Concertos nos. 12, 21 & 23 (2005)
  • Ludwig van Beethoven: Piano Sonatas (2005)
  • Joseph Haydn: Klaviersonaten Nr. 10, 31, 35, 37, 43 (2007)
  • Fazıl Say: Nâzım (DVD, 2008)
  • Fazıl Say: 1001 Nights in the Harem (2009)
  • Werke für Violine und Klavier von Beethoven, Ravel, Bártok & Say (2009)
  • Fazıl Say: Black Earth (CD/DVD, 2009)
  • Fazil Say: Pictures (Mussorgsky, Janácek, Prokofjew; CD/DVD, 2011)
Kompilationen
  • Romeo & Julia Vol. 2 (zusammen mit weiteren Künstlern, 2001)
  • Fazıl Say – 4cd Capbox (2007)
  • The Best (2008)
  • Fazıl Say: Black Earth (CD/DVD, 2009)
Sonstige
  • Fazıl Say – Alla Turca (DVD, 2008)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Filme[Bearbeiten]

  • Fazıl Say - Zuhause in der Musik. (Alternativtitel: Fazil Say – Heimat Musik.) Dokumentarfilm, Deutschland, 2010, 59 Min., Buch und Regie: Gösta Courkamp, Produktion: inpetto filmproduktion berlin, WDR, Erstsendung: 15. Februar 2011 beim WDR, Inhaltsangabe von dortmund.de.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fazıl Say – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Siehe den Kurzlebenslauf bei der Künstleragentur Barrett Vantage.
  2. Günter Seufert: Mehr Gleichheit, als die Freiheit erträgt. In: Neue Zürcher Zeitung. 17. Januar 2008, abgerufen am 11. August 2013.
  3. Thomas Seibert: Türkei: Politische Töne im Streit um die Musikrichtung. In: Tagesspiegel.de vom 17. August 2010.
  4. Erdogan verfolgt Star-Pianist wegen Twitter-Witz. In: Deutsch-Türkische Nachrichten vom 4. Juni 2012. Siehe auch die Informationen bei der Deutschen Welle: Arne Lichtenberg: Anklage gegen den türkischen Pianisten Fazıl Say: Wegen Twitter-Witz am Pranger. In: Qantara.de vom 11. Juni 2012.
  5. Die Zeit 18. Oktober 2012: Pianist Fazıl Say wegen islamkritischer Tweets vor Gericht
  6. Die Zeit 18. Oktober 2012: Pianist Fazıl Say wegen islamkritischer Tweets vor Gericht
  7. Tagesspiegel 13. April 2012: Justiz ermittelt gegen Pianisten Fazıl Say
  8. taz 18. Oktober 2012: Blasphemiestreit in der Türkei. „Ist denn das Paradies eine Kneipe?“
  9. Die Zeit 18. Oktober 2012: Pianist Fazıl Say wegen islamkritischer Tweets vor Gericht
  10. Tagesspiegel 13. April 2012: Justiz ermittelt gegen Pianisten Fazıl Say
  11. Deutsch-türkische Nachrichten 27. Mai 2012: Drohende Haft für Fazıl Say: Staatsanwaltschaft will Anklage wegen Muezzin Witz erheben
  12. Deutsch-türkische Nachrichten 27. Mai 2012: Drohende Haft für Fazıl Say: Staatsanwaltschaft will Anklage wegen Muezzin Witz erheben
  13. Deutsch-Türkische Nachrichten 21. April 2012: Ermittlungen gegen Fazıl Say: Türkische Gerichte halten sich nicht an EU-Konvention
  14. Democratic Turkey Forum/DTF:Translation of selected Articles of the Turkish Penal Code
  15. Deutsch-Türkische Nachrichten 18. Oktober 2012: Prozessauftakt gegen Fazıl Say: Pianisten droht volle Härte der türkischen Justiz
  16. Tagesspiegel 13. April 2012: Justiz ermittelt gegen Pianisten Fazil Say
  17. Tagesspiegel 17. Oktober 2012: Komponist vor dem Kadi. Türkischer Musiker Fazil Say soll den Islam beleidigt haben
  18. taz 18. Oktober 2012: Ist denn das Paradies eine Kneipe?
  19. taz 19- Oktober 2012: Blasphemieprozess gegen Pianisten. Kulturkampf in der Türkei
  20. Deutsch-Türkische Nachrichten 20. Oktober 2012: Prozess gegen Fazıl Say: Türkei zeigt sich von ihrer schlechtesten Seite
  21. Die Zeit 18. Oktober 2012: Pianist Fazıl Say wegen islamkritischer Tweets vor Gericht
  22. Türkischer Starpianist: Fazıl Say wegen Blasphemie verurteilt bei Spiegel Online, 15. April 2013 (abgerufen am 15. April 2013).
  23. Verfassung der Republik Türkei – Stand 1. Januar 2012 (deutsch) (PDF; 674 kB)
  24. Deutsch-Türkische Nachrichten 21. April 2012: Ermittlungen gegen Fazıl Say. Türkische Gerichte halten sich nicht an EU-Konvention
  25. Verfassung der Republik Türkei – Stand 1. Januar 2012 (deutsch) (PDF; 674 kB)
  26. Fraktion Die Linke im Bundestag 18. Oktober 2012: Sevim Dagdelen organisiert Unterstützung für Fazıl Say im Bundestag – Hier: Wortlaut des Briefes und Namen der Unterstützer/pdf
  27. Die Zeit 18. Oktober 2012: Pianist Fazıl Say wegen islamkritischer Tweets vor Gericht
  28. General-Anzeiger(Bonn) 19. Oktober 2012: Der türkische Pianist steht wegen Islam-Beleidigung vor Gericht
  29. Torsten Landsberg: Türkischer Starpianist vor Gericht: Leg dich nicht mit dem Muezzin an. In: Spiegel Online vom 18. Oktober 2012 (abgerufen am 18. Oktober 2012); Fazıl Say vor Gericht: Prozess gegen Starpianisten vertagt. In: Spiegel Online vom 18. Oktober 2012 (abgerufen am 18. Oktober 2012); Thomas Seibert: Prozess gegen türkischen Pianisten Fazıl Say: Wegen Beleidigung des Islams vor dem Kadi. In: Qantara.de vom 18. Oktober 2012.
  30. Die Partitur auf www.schott-musik.de
  31. Georg Beck: Dortmund high – dank Fazil Say: „Istanbul-Sinfonie“ mit WDR Sinfonieorchester uraufgeführt. In: nmz vom 22. März 2010; Konzerthaus Dortmund: Zeitinsel II – Fazil Say „Istanbul-Sinfonie“, Programmvorschau 03/2010.
  32. Programmheft des SHMF vom 17. Juli 2011, S. 29.
  33. [1]
  34. Perihan Ügeöz: Ein weltberühmter Pianist und Komponist entblößt sich. In: Istanbul Post, Jg. 4, Nr. 31, 31. Juli 2009.
  35. Programmheft der Kulturgemeinschaft Stuttgart zum Konzert mit dem Stuttgarter Kammerorchester am 23. Juni 2013 im Beethoven-Saal der Liederhalle Stuttgart
  36. ECHO Klassik: Preisträger 2013