Franz Anton Mesmer

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Franz Anton Mesmer

Franz manchmal auch Friedrich Anton Mesmer (* 23. Mai 1734 in Iznang; † 5. März 1815 in Meersburg) war ein deutscher Arzt, Heiler und der Begründer der Lehre vom animalischen Magnetismus, auch Mesmerismus genannt. Seine Bemühung, eine naturwissenschaftliche Erklärung für die von ihm angewendeten Kräfte zu finden, machte ihn zu einem Wegbereiter der Parapsychologie.

Biografie[Bearbeiten]

Familie[Bearbeiten]

Franz Mesmer war das dritte von neun Kindern des Anton Mesmer, eines Försters beim Fürstbischof von Konstanz. Er wuchs auf in Iznang auf der Höri am Bodensee, wo er in der Höristraße wohnte. Sein Geburtshaus, ein Fachwerkgehöft, ist noch erhalten.[1] Seine Urgroßeltern, Großeltern, Eltern, Geschwister und Neffen und Nichten lebten meistenteils in der Bodensee-Gegend. Das kleine Dorf Iznang gehörte wie sein Sterbeort Meersburg bis 1803 zum Hochstift/Fürstbistum Konstanz. 1768 heiratete er Maria Anna von Posch geb. Eulenschenk, eine reiche Witwe und damals auch Besitzerin von Schloss Rothmühle in Schwechat-Rannersdorf bei Wien.[2] Aus der Ehe gingen keine Nachkommen hervor. Seine Frau starb 1790. Mesmer hatte braune Haare und Augenbrauen, braune Augen, mittlere Nase und Mund. Im Alter von 64 Jahren war er 1,76 Meter groß und hatte ein Doppelkinn.[3]

Schulzeit und erste Studien[Bearbeiten]

Von 1742 bis 1746 erhielt er Musik- und Lateinunterricht im Kloster Grünenberg (zwischen Weiler und Gaienhofen). Von 1746 bis 1750 besuchte er das Jesuitenkolleg in Konstanz, am heutigen Sitz des Stadttheaters Konstanz. Danach folgte 1750 bis 1754 das Studium der Logik, Metaphysik und Theologie an der Jesuitenuniversität Dillingen. Ab etwa 1754 studierte er Theologie an der Universität des Jesuitenkollegs Ingolstadt.[4] [5]

Wiener Zeit[Bearbeiten]

Manuskriptseite: De planetarum influxu …

Dann zog Mesmer 1759 für das Studium der Medizin nach Wien. Er wurde als Schüler des Hofarztes der Kaiserin Maria Theresia, Gerard van Swieten, akzeptiert. Beeinflusst vom katholischen Priester Johann Joseph Gaßner beschäftigte er sich mit den Auswirkungen der Planeten auf den Menschen. Im Jahr 1766 erhielt er bei der öffentlichen Disputation vor der Hohen Medizinischen Fakultät der Universität Wien unter Vorsitz von Gerard van Swieten und Anton Störk den medizinischen Doktorgrad.[6] In seiner durch die Lehren des Paracelsus inspirierten Dissertation De planetarum influxu in corpus humanum, (Der Einfluss der Gestirne auf den menschlichen Körper), schnitt er die Idee an, wonach die gegenseitigen Anziehungskräfte der Planeten durch ein subtiles physisches Fluidum ausgeübt werden.[7]

Am 10. Januar 1768 heiratete er die im April 1767 verwitwete Maria Anna von Posch, geborene von Eulenschenk. Sie zogen in Wien in die Landstraße 261, in ein Haus mit Laboratorium, Praxis, großem Garten und Theater, und pflegten wegen Mesmers Liebe zur Musik Umgang mit Christoph Willibald Gluck, Joseph Haydn, Leopold Mozart und dem damals bereits als Wunderkind gefeierten Wolfgang Amadeus Mozart. Im Jahr 1768 wurde die von Mesmer in Auftrag gegebene Operette Bastien und Bastienne im Gartentheater in der Landstraße aufgeführt. Mesmer spielte im Jahr 1773 bereits auf der Glasharmonika der Marianne Davies (in Leopold Mozarts Brief: Miss Devis).[8]

1774 hörte Mesmer von den Heilerfolgen des Jesuitenpaters Maximilian Hell, einem von Maria Theresias Hofastrologen, die er mit Magneten erzielt hatte, deren natürlicher Strahlung er eine heilsame Wirkung auf tierische und menschliche Organismen zuschrieb. Nach einigen eigenen Experimenten gelangte er zu der Überzeugung, dass die Magnetkuren, die er ebenfalls anzuwenden begann, nicht durch seine Magneten, sondern seinen eigenen körperlichen Einfluss zustande kamen.[9] Diese Thesen legte er im Sendschreiben an einen auswärtigen Arzt über die Magnetkur (Wien 1775) für die Fachwelt nieder und nannte sie „Animalischen Magnetismus“.

Die Wiener Medizinische Fakultät stand den Thesen Mesmers sehr kritisch gegenüber, und als er ein Hospital für seine Methode des Heilens in Wien gründete und damit sehr erfolgreich war, formierten sich die Gegner. Sie benutzten seine erfolglose Therapie der bekannten Pianistin und Komponistin Maria Theresia Paradis (1759–1824), die seit dem dritten Lebensjahr blind war, um seine Heilmethode als unwirksam hinzustellen. Dies wurde für ihn zum Stolperstein. 1777 wurde von einer durch die Kaiserin einberufenen Expertenkommission festgestellt, dass Mesmers Heilmethode nur Betrug sei.

Zeit in Paris[Bearbeiten]

Am 20. Januar 1778 zog Mesmer daher nach Paris. Er zog im Februar 1778 in ein Haus an der Place Vendôme. Die Wiener Gesandtschaft half ihm beim Aufbau einer Praxis, die innerhalb kurzer Zeit sehr beliebt und erfolgreich war. Auch hier wurde er von der medizinischen Fakultät feindlich aufgenommen. Die von der Universität eingesetzte Kommission kam zu einem ebenso vernichtenden Urteil wie die Kommission in Wien.

Im Jahr 1779 formulierte er 27 Leitsätze in der Abhandlung über die Entdeckung des tierischen Magnetismus. Vom König und von Marie Antoinette wurde ihm eine beträchtliche Summe für seine Methode geboten. Ihm ging es aber nicht um Geld, sondern um die Anerkennung seiner Methode, und er zog vorübergehend nach Spaa.

Mesmer kehrte 1781, durch Nicolas Bergasse bestärkt, nach Paris zurück. Bergasse, ein Verfechter der Mesmerschen Theorien, gelang es, eine Subskription zu eröffnen, die 340.000 Livres eintrug, obwohl die genaue Behandlungsmethodik nie mitgeteilt wurde. Daraufhin verlagerte Mesmer sich darauf, seine „heilsame Praktik“ in zwanzig geschlossenen Vereinen mit dem Namen Gesellschaft der Harmonie im gesamten Königreich Frankreich durch von ihm aufgestellte Lehrer gemeinnützig ausführen zu lassen. Dies gelang ihm zehn Jahre lang. Er verfasste seine Maßregeln zur Heilbehandlung auf französisch, das er erst in Frankreich erlernte. Ein berühmter Schüler war General Lafayette.[10]

Durch seine große Bekanntheit sah sich die Regierung im März 1784 schließlich veranlasst, die Sache durch eine Königliche Kommission, die u. a. mit den etablierten Wissenschaftlern Guillotin, Benjamin Franklin und Antoine Laurent de Lavoisier besetzt war, genau zu untersuchen. Diese kam zusammen mit Königlichen Medizinischen Gesellschaft zu einem sehr ungünstigen Urteil, da sie keine klare Beweiskette zwischen Behandlung und Heilungserfolg feststellen konnten.[11]

Durch die sich abzeichnende Revolution („Umwälzung des Zeitgeistes“) wurden alle seine „wohlthätigen Anstalten“ zerstört, und er rettete seine Person durch die Flucht in sein „Vaterland“. Es folgten Reisen durch England und Deutschland.

Reise ins Badische[Bearbeiten]

Johann Caspar Lavater hatte sich 1785 beim Badischen Markgrafen Karl Friedrich für den Magnetismus eingesetzt. Der Magnetismus wurde untersucht, kritisiert, vom Markgrafen anerkannt (Geheimes Kabinetts-Protokoll vom 17. März 1788) und von Anhängern der magnetischen Bewegung ausgeübt. Im Juni 1788 kam Mesmer nach Karlsruhe.[12]

Reise nach Wien[Bearbeiten]

Nach dem Tod seiner von ihm getrennt lebenden Frau im Jahr 1790 kam er am 14. September 1793 in Wien an, wurde wegen jakobinischer Gesinnung denunziert, am 17. November 1793 in Vorhaft genommen und am 9. Dezember wegen der entlastenden Polizeiberichte trotz staatsgefährdender frecher Reden in die Gegend seines Geburtsortes verwiesen.[13]

Rückkehr in die Schweiz[Bearbeiten]

Mesmer hatte bereits 1794 das Thurgauische Bürgerrecht erworben. Nach seiner Abschiebung aus Wien hatte er 1798 eine Briefanschrift in Wagenhausen im Kanton Thurgau südwestlich von Stein am Rhein. Mesmers dortiges Wohnhaus ist nicht mehr bekannt.[14]

Aufenthalt in Paris und Versailles[Bearbeiten]

Von 1798 bis 1801 war er in Paris und Versailles.[15] In Frankreich hatte er mehr als eine Million durch seine Tätigkeit verdient, in zehn Jahren die Hälfte verbraucht und die andere Hälfte vorwiegend in rentes viagères angelegt. Diese wurden nach der Revolution auf ein Drittel entwertet. Es gelang ihm 1798 als créancier d'état jährlich eine Rente von 3.000 fl zu erhalten (auch nach Deutschland). Im Jahr 1799 brachte er die Mémoire sur ses découvertes und im Jahr 1800 seine Briefe über den Ursprung der Blattern heraus. Im Februar 1801 zog er nach Versailles.[16]

Rückkehr in den Thurgau[Bearbeiten]

Ab 1809 bis 1812 lebte Mesmer zurückgezogen in Frauenfeld in der Schweiz und hatte dort seine Praxis im Haus mit den Arkaden in der Zürcherstrasse 153, ehemals Haus Nr. 47.[17] Er behandelte auch in seinem höheren Alter meist unentgeltlich arme Kranke aus der Umgebung.[18] Er war durch die Rente des französischen Staates finanziell abgesichert. Im Jahr 1808 wurde er vom Schweizer Arzt Joseph Anton Zugenbühler aus Glarus gewürdigt. Weiterhin wurde er 1812 durch Karl Christian Wolfart aus Berlin im Auftrag der preußischen Untersuchungskommission zur Untersuchung des Magnetismus besucht. Wolfart verfasste nach Gesprächen mit Mesmer das Buch Mesmerismus, das kriegsbedingt erst 1814 erschien.[19]

Aufenthalt in Konstanz[Bearbeiten]

Von 1812 bis 1814 wohnte er in Konstanz im Gebäude Zum Hardthaus in der Hussenstraße 17, ehemals Haus Nr. 560. Das Hardthaus wurde von 1797 bis 1829 als Posthalterei geführt.[20] Er fühlte sich dort „frei und independant“, hatte „Pferd und Chaise“ und schrieb dort sein Testament.[21]

Letzter Aufenthalt in Meersburg[Bearbeiten]

Sterbehaus von Franz Anton Mesmer in Meersburg, Vorburggasse

Im Sommer 1814 wohnte er in Riedetsweiler bei Meersburg, dem Geburtsort seiner Haushälterin, in einem Nebengebäude beim Bauer Futterer. Im Herbst 1814 zog er zu seinem letzten Aufenthaltsort nach Meersburg in ein Gebäude des Heilig-Geist-Spitals (Wappen mit Taube am Gebäude), Vorburggasse 11, in die „Pfründnerstube“ im 1. Stock. Im Erdgeschoss des Hauses, wo sich der Torkel befindet, hatte er Pferd und Chaise stehen. Mit Hilfe seines Neffen, des Heilig-Geist-Pflegers Cajetan Strommayer, hatte er diese Wohnung bekommen. Er hielt sich einen zahmen Kanarienvogel, der sich morgens auf seinen Kopf setzte und dadurch weckte. Morgens spielte er auf der Glasharmonika und sang dazu. Täglich fuhr er mit seiner Kutsche aus. Mesmer hielt brieflichen Kontakt mit Karl Christian Wolfart, der 1814 die Schrift Mesmerismus oder System der Wechselwirkungen herausbrachte. Franz Anton Mesmer war ab 28. Februar fünf Tage lang krank und starb in Meersburg am 5. März 1815 an einem Schlaganfall. Die Grabrede hielt der Meersburger Seminarist Feßler. Mesmer hinterließ neben Bargeld und Guthaben u. a. eine „Sackuhr mit goldenem Gehäus“, einen „goldenen Ring“, einen „goldenen Petschierstock“, ein „Meerohr mit goldenem Kopf“ und eine „Handharmonika mit Glas“.[22]

Wichtige Begegnungen[Bearbeiten]

Franz Xaver Messerschmidt und Mesmer[Bearbeiten]

Franz Xaver Messerschmidt (1736–1783) war ein Künstler, der insbesondere durch seine Portraitplastiken bekannt wurde. Mesmer machte seinen Freund Messerschmidt mit seinen Theorien vertraut, die später in dessen Plastiken einflossen.

Maria Theresia Paradis und Mesmer[Bearbeiten]

Maria Theresia Paradis (1759–1824) war seit ihrem dritten Lebensjahr blind. Sie war eine bekannte Pianistin und Komponistin in Wien. Sie war mit Mesmer gut befreundet und verkehrte in seinem Palais auf der Landstraße in Wien. Sie erhoffte sich durch seine Behandlung vergeblich Heilung. Die Behandlung der „Jungfer Paradis“, die Besserung der Beschwerden durch die Vorgehensweise Mesmers sowie die Beendigung des Heilverfahrens durch den Vater Paradis schildert Mesmer aus seiner Sicht in der „Abhandlung über die Entdeckung des thierischen Magnetismus“.

Wolfgang Amadeus Mozart und Mesmer[Bearbeiten]

1768 wurde im Garten des Palais Mesmer auf der Landstraße in Wien angeblich Wolfgang Amadeus Mozarts frühes Singspiel Bastien und Bastienne im Beisein Mozarts und seines Vaters Leopold uraufgeführt.

In Mozarts Oper „Cosi fan tutte“ (1790) nach einem Libretto Lorenzo Da Pontes wird der Mesmerismus satirisch dargestellt: Guglielmo und Ferrando täuschen einen Selbstmord durch Gift vor und werden vom eilig herbeigerufenen Doktor (in Wirklichkeit das verkleidete Hausmädchen Despina) in einer Parodie auf die Magnetisiermethode Mesmers „geheilt“. In vielen Inszenierungen hantiert Despina dabei mit der überdimensionierten Attrappe eines Hufeisenmagneten.

Buch von Wolfart über den Mesmerismus[Bearbeiten]

Der Doktor der Medizin Karl Christian Wolfart suchte Mesmer auf, beobachtete dessen Praktik des Heilens, erhielt von Mesmer die meistenteils auf französisch geschriebenen Niederschriften über die Entdeckungen und Erfahrungen aus vierzig Jahren und wurde in Konstanz am 25. Februar 1813 mit der „gänzliche Leitung der Herausgabe“ zum Druck beauftragt.[23]

Das von Wolfart herausgegebene Buch der Manuskripte Mesmers gliedert sich in Teil I „Physik“ und Teil II „Moral“. Im ersten Teil wird Mesmers praktische Heilbehandlung und seine Erklärung des Heilphänomens behandelt. Im zweiten Teil befasst sich Mesmer mit Staat, Verfassung, Erziehung, Strafgesetzbuch, Abgaben sowie Maßen und Gewichten.[24]

Der folgende Text über die von Mesmer so benannte „heilsame Krise“ wird deshalb im Original zitiert, weil individuelle Fehlinterpretationen bei der referierenden Darstellung möglich sind.

„Hat man sich vorläufig darin sicher gestellt, so berühre man beständig die Ursache der Krankheit, unterhalte die symptomatischen Schmerzen bis man sie in kritische verwandelt. Hierdurch unterstützt man die Anstrengung der Natur gegen die Ursache der Krankheit, und führt sie zu einer heilsamen Krise, das einzige Mittel, von Grund aus zu heilen.“

Christian Wolfart: nach Mesmer[25]

Originalquellen zu Mesmer in Museen/Archiven[Bearbeiten]

  • Kernerhaus in Weinsberg: Ölgemälde Mesmers, Doktordiplom, Ring mit dem Kopf Platos aus der Sammlung Kerners zu Mesmer
  • Schiller-Nationalmuseum in Marbach: Briefe, Briefabschriften von und an Mesmer, Pläne zum Mesmer-Grabmal in Meersburg innerhalb der Kerner-Akten
  • Staatsarchiv des Inneren und der Justiz in Wien: Erkundigungen und Geheimberichte über Mesmer im Archiv der Polizeyhofstelle
  • Universitätsbibliothek Freiburg: Briefe Mesmers in der Handschriftenabteilung
  • Stadtarchiv Meersburg: Testament Mesmers, Renovierung des Mesmer-Grabmales 1902, Bücher von und über Mesmer
  • Neues Schloss (Meersburg): Kleine Dokumentation in einem Raum im zweiten Obergeschoss. Bücher von Meiners und Kluge.

Vorläufer, Schüler und vergleichbare Heilmethoden[Bearbeiten]

Die Idee der Bio-Energie und des Magnetismus hat die Menschen immer wieder inspiriert. Verschiedene esoterische Lehren und Kulte verwenden Konzepte, die Mesmers Lehre ähneln.

Im Jahr 1678 übersetzte Georg Frank, der Rektor der Universität Heidelberg, ein Buch des schottischen Arztes William Maxwell (Mediziner) mit dem Titel: Drei Bücher der magnetischen Heilkunde. Mesmer sagte, er habe dieses Buch nie gelesen. Der Inhalt dieses Buches sei hier in einem Zitat zusammengefasst:

„Auf magische Gedanken eines Paracelsus zurückgehend, hat Maxwell in diesem ‚medicinae magnetica‘ die Behauptung aufgestellt, daß ein Geist beständig vom Himmel ströme und wieder zu ihm zurückfließe und daß auch von jedem tierischen Körper Strahlen ausströmten und daß man durch diesen Lebensgeist – wie es Georgio Franco übersetzte – alle Krankheiten durch sich selbst heilen könne.“

Karl Bittel: über William Maxwells Buch magnetische Heilkunde[26]

Mesmer soll ein Schüler des Grafen von Saint Germain (1696-1794) gewesen sein, eines Alchimisten und Okkultisten.

Die Romantik zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Deutschland förderte die erneute Verbreitung der Mesmerschen Thesen. Die Lehren des Franz Anton Mesmer hatten auf verschiedene Bereiche der Psychologie große Auswirkungen. Somnambulismus (Puységur), Psychoanalyse (Sigmund Freud), Suggestionstherapie (Émile Coué) und Hypnose, aber auch parapsychologische Therapien oder die aus dem Chinesischen übernommene Theorie des Lebensmagnetismus (Chi) enthalten Elemente seiner Werke. Auch die riesige Praxis des kontroversen Wunderheilers Arthur Lutze in Köthen wandte die Mesmerschen Magnetisiermethoden noch Mitte des 19. Jahrhunderts bei Tausenden von Patienten an.

Die unabhängig von Mesmer entstandenen Methoden des Reiki und der Pranaheilung nutzen ebenfalls die Heilkraft mit Hilfe der Hände.

Würdigungen[Bearbeiten]

Ehrungen[Bearbeiten]

  • Mesmer wurde am 28. November 1775 als Korrespondierendes Mitglied in die Churbayerische Academie der Wissenschaften in München aufgenommen.[27]
  • Die preußische Kommission von 1812 zur Untersuchung des Magnetismus kam zu einem positiven Resultat.[28]

Zitate zu Mesmer[Bearbeiten]

„Veniet tempus, quo ista, quae nunc latent, in lucem dies extrahat“

„Es wird eine Zeit kommen, wo auch das, was jetzt noch verborgen ist, ans Licht gebracht werden wird.“

Seneca: Lib. VII. c. 25., dieser Sinnspruch ist Mesmers Buch Mesmerismus oder System der Wechselwirkungen im Nachdruck der Ausgabe Berlin 1814, E. J. Bonset, Amsterdam 1966 der Einleitung auf S. II vorangestellt.

„Wer heut zu Tage die Thatsachen des animalischen Magnetismus und seines Hellsehns bezweifelt, ist nicht ungläubig, sondern unwissend zu nennen.“

Arthur Schopenhauer: Über das Geistersehn und was damit zusammenhängt.[29]

„Der animalische Magnetismus ist, freilich nicht vom ökonomischen und technologischen, aber wohl vom philosophischen Standpunkte aus betrachtet, die inhaltsschwerste aller jemals gemachten Entdeckungen.“

Arthur Schopenhauer: Über das Geistersehn und was damit zusammenhängt.[30]

„Während dem Laufe unseres Lebens fielen Steine häufig vom Himmel, mehrere Personen stiegen dagegen in die Lüfte und der tierische Magnetismus bestätigte sich durch unzählige Phänomene.“

Goethe[31]

„… da ich im leben kein Amt oder Titel geführt habe, so verlange ich wie ein jeder gemeine Mann beerdigt zu werden; man wird sich erinnern, daß ich in mehreren Ländern als wohlthäter des Menschengeschlechtes allgemein mit Dankbarkeit geehrt ware …“

Mesmer: in seinem Testament[32]

Biografien[Bearbeiten]

Karl Bittel nennt folgende wichtige Biografien über Mesmer: "Kluge (1811), Hall (London 1845), Ennemoser (1852), Bersot (Paris 1853), Kerner (1856), Wurm (1857), Wurzbach (1867), Kiesewetter (1893), Podmore (London 1909), Tischner (1928), Schürer-Waldheim (1930), Zweig (1931)". Ferner nennt er Margaret Goldsmith (London 1934) sowie Jean Vinchon (Paris 1936).[33]

Bilder, Büsten, Museumsstücke[Bearbeiten]

Mesmer. Plastik von Peter Lenk auf der Hafenmole von Meersburg

Im Geburtsort Iznang gibt es im Gasthof Adler in der Seestraße eine Heimatstube, die dem Gedenken an Mesmer gewidmet ist.

Eine jugendlich wirkende Büste Mesmers schuf der Bildhauer Franz Xaver Messerschmidt im Jahr 1770. [34][35]

Eine der Figuren der Magischen Säule von Peter Lenk in Meersburg stellt Mesmer mit einem riesigen Hufeisenmagneten dar[36].

Im Stadtmuseum von Meersburg, Kirchstraße 4, sind Stationen seines Lebensweges dokumentiert.

Mesmers Grab[Bearbeiten]

Franz Anton Mesmers Grabstelle befindet sich auf dem Friedhof in Meersburg beim Hochkreuz, in 10 Meter Entfernung von der westlichen Friedhofsmauer.[37] Ein dreieckiger weißer Marmorblock befindet sich auf drei Stufen aus Stein, die sich nach oben hin verjüngen und in einem gerundeten, dreiseitigen Grundriss liegen. Das Grabmal wurde von der Gesellschaft der Naturforscher in Berlin gestiftet, von Bildhauer Sporer in Konstanz gestaltet, 1830 errichtet und 1902 renoviert.[38] Auf den drei Seiten des Grabmals sind die Zeichen der Gestirne, eine brennende Fackel und das Auge Gottes abgebildet. Auf der oberen Fläche des Steines war ursprünglich eine Bussole (Magnetkompass) enthalten. Die Darstellung der Gestirne war bereits im Anhang (Fig. 8) des Buches Mesmerismus von Christian Wolfart aufgeführt. Justinus Kerner schrieb das Gedicht „Auf Anton Mesmers Grab“, enthalten in seinem Gedichtband „Winterblüthen“ von 1859.[39] [40]

Mesmer in Literatur und Film[Bearbeiten]

Das im übertragenen Sinne von gebannte Aufmerksamkeit erregen, hypnotisieren gebräuchliche englische Verb to mesmerize erinnert noch heute an seinen Namen.

Literatur

In den Erzählungen E.T.A. Hoffmanns, unter anderem in "Der Magnetiseur" und "Das Öde Haus", spielt der animalische Magnetismus eine wichtige Rolle.

Edgar Allan Poe schrieb in einer seiner Kurzgeschichten über absonderliche Experimente mit dem Magnetismus Der Fall Valdemar (The Facts in the Case of M. Valdemar).

Jean Paul experimentierte mit magnetistischen Heilmethoden, von deren Wirksamkeit er überzeugt war.

Alexandre Dumas d. Ä. erwähnt Mesmer in seinem Roman Das Halsband der Königin. Er beschreibt darin, wie angeblich Marie Antoinette, beziehungsweise ihre Doppelgängerin, ein Bad in den magnetischen Wannen seines damaligen Pariser Institutes nimmt.

Horst Wolfram Geißler lässt Mesmer als Nebenfigur im Roman Der liebe Augustin (1921) auftreten.

Stefan Zweig schrieb eine Novelle Die Heilung durch den Geist: Mesmer, Mary Baker-Eddy, Freud. (1931).

Toni Rothmund schildert Mesmers Lebensweg in ihrem Roman "Arzt oder Scharlatan" (1939).

Für die Hauptperson Friedrich Meisner seines Romans Der fünfte Winter des Magnetiseurs entlieh Per Olov Enquist Züge Franz Anton Mesmers.

Alissa Walser macht in ihrem 2010 erschienenen Roman Am Anfang war die Nacht Musik die Begegnung zwischen Mesmer und Maria Theresa Paradis zum zentralen Gegenstand. Sie schildert die Begebenheit aus der Sicht des Arztes Mesmer, aus der Sicht der Patientin Paradis und aus der Sicht von deren Eltern.[41][42] Die Eltern befürchten im Roman, dass ihre Tochter durch Mesmers Behandlung ihre Virtuosität verlieren könnte.[43]

Film

Episoden aus Mesmers Leben wurden 1994 von Roger Spottiswoode in dem Spielfilm Mesmer verarbeitet.

Kiyoshi Kurosawa nennt Mesmer in seinem Horrorfilm Cure. Hier studiert der Hypnotiseur Mesmers Arbeiten.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Antonii Mesmer Dissertatio physico-medica de planetarum influxu, Dissertation, Wien 1766
  • Schreiben über die Magnetkur, ohne Ort 1766
  • Sendschreiben über die Magnetkur an einen auswärtigen Arzt, Wien 5. Januar 1775 (Sendschreiben an Johann Christoph Unzer in Altona)
  • Zweites Schreiben an das Publikum, Wien 1775
  • Drittes Schreiben an die Frankfurter, 1775
  • Mémoire sur la découverte du magnetisme animal, Didot, Genf und Paris 1779 (Digitalisat der Erstausgabe, E-Text der Ausgabe Paris 1826)
  • Lettre à Monsieur Mesmer et autres pièces concernant la maladie de la Dlle. Berlancourt de Beauvais, Beauvais 1781
  • Précis historique des faits relatifs au magnétisme-animal / Jusques en avril 1781. Par M. Mesmer, Docteur en médecine de la Faculté de Vienne., London 1781 (Digitalisat auf Französisch; ‚Übersetzung aus dem Deutschen‘.)
  • Abhandlung über die Entdeckung des thierischen Magnetismus, Carlsruhe 1781 (Digitalisat und Volltext im Deutschen Textarchiv) (Nachdruck: Tübingen 1985, ISBN 3-88769-507-0; E-Text) – Übersetzung der „Mémoire sur la découverte“
  • Lettre de M. Mesmer à M. le comte de C… d.d. Paris, 31. août 1784, 1784
  • Lettre d'un médecin de Paris à un médecin de province, ohne Ort 1784
  • Lettres de M. Mesmer à M. Vicq.-d'Azyr et à Messieurs les auteurs du Journal de Paris, Brüssel 1784
  • Lettres de M. Mesmer à Messieurs les auteurs du Journal de Paris et à M. Franklin, ohne Ort 1784
  • Théorie du monde et des êtres organisés suivant les principes de M…., Paris 1784 (Digitalisat)
  • Aphorismes, hrsg. v. Louis Caullet de Veaumorel, Paris 1785 (Digitalisat)
  • Correspondence de M. M[esmer] sur les nouvelles découvertes du baquet octrogone, de l'homme-baquet et du baquet moral, pouvant servir de suite aux aphorismes, hrsg. v. Alphonse Touissant Joseph André Marie Marseille de Fortia de Piles, François Jourgniac de Saint-Méard und Pierre Marie Louis de Boisgelin de Kerdu, Libourne, Paris 1785 (Digitalisat) – alle Namen von Autor und Herausgebern erscheinen in dem Buch nur abgekürzt
  • Lettre de l'auteur de la découverte du magnétisme animal à l'auteur des Réflexions préliminaires, ohne Ort 1785 (Digitalisat)
  • Lehrsäzze des Herrn Mesmer's. So wie er sie in den geheimen Versammlungen der Harmonia mit getheilt hat, und worinnen man seine Grundsäzze, seine Theorie, und die Mittel findet selbst zu magnetisiren. Hrsg. v. Louis Caullet de Veaumorel. Verlag der akademischen Buchhandlung, Straßburg 1785
  • Supplément aux Observations de M. Bergasse, ou Règlemens des sociétés de l'harmonie universelle, ohne Ort 1785 (Digitalisat)
  • Neue Beiträge zur praktischen Anwendung des Thierischen Magnetismus. In verschiedenen Abhandlungen…; Ein Nachtrag zu den Lehrsätzen des Hrn Mesmers …; Aus Hrn. Caullet de Veaumorel dritter Ausgabe mit möglichster Treue übersetzt, Straßburg 1786
  • Introduction au magnétisme animal par M. P. Laurent, suivie des prinxcipaux aphorismes du docteur Mesmer, Lange-Lévy, um 1788 (Digitalisat)
  • Lettres de F. A. Mesmer sur l'origine de la petite vérole et le moyen de la faire cesser, Paris 1799
  • Mémoire de F. A. Mesmer … sur ses découvertes, Paris 1799 (Digitalisat)
  • Ueber meine Entdeckungen: Aus dem Französischen übersetzt (In Paris herausgenommen im 8n Jahre d. Republik), Stahl, Jena 1800
  • Allgemeine Erläuterungen über den Magnetismus und den Somnambulismus. Als vorläufige Einleitung in das Natursystem, Buchhandlung des Hallischen Waisenhauses, Halle u. a. 1812
  • Ueber den Ursprung und die wahre Natur der Pokken, so wie über die Möglichkeit der gänzlichen Ausrottung durch die einzig richtige naturgemässe Verfahrungsart bei der Geburt, Buchhandlung des Waisenhauses, Halle und Berlin 1812
  • Mesmerismus oder System der Wechselwirkungen, Theorie und Anwendung des thierischen Magnetismus als die allgemeine Heilkunde zur Erhaltung des Menschen. Mit dem Bildniß des Verfassers und 6 Kupfertafeln, hrsg. von Karl Christian Wolfart, Berlin, Nikolai 1814 (Nachdruck: E. J. Bonset, Amsterdam 1966; Ausschnitte als E-Text)
  • (fr) "Memoires de Mesmer" (Heilweise und Briefe durch Autor Mesmer im Internet)

Literatur[Bearbeiten]

(chronologisch geordnet)

Sachbuch
  • Nicolas Bergasse: Observations de M. Bergasse, sur un écrit du Docteur Mesmer. Ayant pour titre: Lettre de l'inventeur du magnétisme-animal à l'auteur des réflections preliminaires. London 1785.
  • Jean-Jacques Paulet: Der gerechtfertigte Mesmer, oder Abhandlung über den thierischen Magnetismus. Aus dem Französischen übersetzt. Frankfurt/Leipzig 1785.
  • Christoph Meiners: Über den thierischen Magnetismus. Verlag der Meyerschen Buchhandlung, Lemgo 1788.
  • Karl Christian Wolfart: Erläuterungen zum Mesmerismus. Nikolai, Berlin 1815.
  • Carl Alexander Ferdinand Kluge: Versuch einer Darstellung des animalischen Magnetismus als Heilmittel. Realschulbuchhandlung, Berlin 1818.
  • Justinus Kerner: Franz Anton Mesmer aus Schwaben, Entdecker des thierischen Magnetismus. Erinnerungen an denselben, nebst Nachrichten von den letzten Jahren seines Lebens zu Meersburg am Bodensee. Literarische Anstalt, Frankfurt am Main 1856. (Digitalisat)
  • August HirschMesmer, Franz Anton. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 21, Duncker & Humblot, Leipzig 1885, S. 487–491.
  • Alfred Percy Sinnett: The rationale of mesmerism. Houghton, Mifflin & Co., Boston/New York 1892. (Digitalisat)
  • Stefan Zweig: Franz Anton Mesmer, in: Die Heilung durch den Geist. Mesmer, Mary Baker-Eddy, Freud. Insel, Leipzig 1931 (E-Text)
  • Karl Bittel: Der berühmte Hr. Doct. Mesmer. 1734-1815. Auf seinen Spuren am Bodensee im Thurgau und in der Markgrafschaft Baden mit einigen neuen Beiträgen zur Mesmer-Forschung. Aug. Feyel, Buchdruckerei und Verlagsbuchhandlung, Überlingen 1939. (2. veränd. Aufl. Seeverlag, Friedrichshafen a. B. 1940.)
  • Alfred Brauchle: Der tierische Magnetismus. Dr. med. Franz Anton Mesmer. In: derselbe: Geschichte der Naturheilkunde in Lebensbildern. 2. erw. Auflage. von Große Naturärzte. Reclam Verlag, Stuttgart 1951, S. 352–361.
  • Bernhard Milt: Franz Anton Mesmer und seine Beziehungen zur Schweiz. Leemann, Zürich 1952.
  • Margarethe Hansmann: Die Psychologie Franz Anton Mesmers. Gestaltanalytische Untersuchungen der Lehre F. A. Mesmers u. ihrer Entwicklungsphasen. [Mit Zusammenfassung]. Graz 1957. II, 387, 9 Bl. (Dissertation an der Österreichischen Nationalbibliothek).
  • Ernst Benz: Franz Anton Mesmer und seine Ausstrahlung in Europa und Amerika. Fink, München 1976. (= Abhandlungen der Marburger Gelehrten Gesellschaft; 1973/2)
  • Ernst Benz: Franz Anton Mesmer und die philosophischen Grundlagen des „animalischen Magnetismus“. In: Abhandlungen der Geistes- und Sozialwissenschaftlichen Klasse. 1977/4. Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz u. a. 1977.
  • Peter Sloterdijk: Der Zauberbaum. Die Entstehung der Psychoanalyse im Jahr 1785. Epischer Versuch zur Philosophie der Psychologie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1985, ISBN 3-518-03221-6.
  • Gereon Wolters (Hrsg.): Franz Anton Mesmer und der Mesmerismus. Wissenschaft, Scharlatanerie, Poesie. In: Konstanzer Bibliothek, Band 12. UVK Universitäts-Verlag Konstanz, Konstanz 1988, ISBN 3-87940-335-X.
  • Hans Peter Treichler: Die magnetische Zeit. Alltag und Lebensgefühl im frühen 19. Jahrhundert. Schweizer Verlagshaus, Zürich 1988, ISBN 3-7263-6522-2.
  • Quirin Engasser (Hrsg.): Grosse Männer der Weltgeschichte. 1000 Biographien in Wort und Bild. Neuer Kaiser Verlag, Klagenfurt 1987, ISBN 3-7043-3065-5, S. 308.
  • Jean Thuillier: Die Entdeckung des Lebensfeuers. Franz Anton Mesmer. Eine Biographie. Zsolnay, Wien/Darmstadt 1990, ISBN 3-552-04207-5.
  • Armin Prinz: Mesmer, Franz Anton. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 17, Duncker & Humblot, Berlin 1994, ISBN 3-428-00198-2, S. 209–211 (Digitalisat).
  • Ernst Florey: Ars magnetica. Franz Anton Mesmer (1734–1815), Magier vom Bodensee. UVK Universitäts-Verlag Konstanz, Konstanz 1995, ISBN 3-87940-483-6.
  • Ingrid Kollak: Literatur und Hypnose. Der Mesmerismus und sein Einfluß auf die Literatur des 19. Jahrhunderts. Campus, Frankfurt am Main/New York, 1997, ISBN 3-593-35745-3. (Zugleich Dissertation, Universität Essen 1995.)
  • Heinz Schott: Dr. Franz Anton Mesmer (1734–1815) - Arzt und Naturphilosoph, Entdecker des animalischen Magnetismus. Dorfwerkstatt Gaienhofen, Folge 08-1999. In Zusammenarbeit mit dem Herrmann Hesse-/Höri-Museum Gaienhofen am Bodensee.
  • Peter Sloterdijk: Menschen im Zauberkreis. Zur Ideengeschichte der Nähe-Faszination. In: Ders.: Sphären I. Blasen. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1998, ISBN 3-518-41022-9.
  • Helen Thompson: Gender, or the king's secret. Franz Anton Mesmer's magnetic public sphere. In: Mary Ann O'Farrell (Hrsg.): Virtual Gender. Fantasies of subjectivity and embodiment. University of Michigan Press, Ann Arbor 1999, ISBN 0-472-09708-3, S. 65–90.
  • Jörn Steigerwald: „Die Normalisierung des Menschen.“ Eine anthropologiegeschichtliche Problemskizze am Beispiel der Mesmerismusdiskussion des Jahres 1784. In: Jörn Steigerwald, Daniela Watzke (Hrsg.): Reiz – Imagination – Aufmerksamkeit. Königshausen & Neumann, Würzburg 2003, S. 13–40.
  • Alfred J. Gabay: The covert enlightenment. Eighteenth-century counterculture and its aftermath. In: Swedenborg Studies. Band 17. Swedenborg Foundation Publishing, West Chester PA 2004, ISBN 0-87785-314-2.
  • Ethel Matala de Mazza: „Wechselreitzung“. Organische Gemeinschaft und Poetik der Stimulation bei Novalis und Franz Anton Mesmer. In: Gabriele Brandstetter, Gerhard Neumann (Hrsg.): „Romantische Wissenspoetik“. Die Künste und die Wissenschaften um 1800. Königshausen & Neumann, Würzburg 2004, ISBN 3-8260-2632-2, S. 243–258.
  • Bruce Mills: Poe, Fuller, and the Mesmeric Arts. Transition states in the American Renaissance. University of Missouri Press, Columbia u. a. 2006, ISBN 0-8262-1610-2.
  • Jutta Gruber: Angst und Faszination. Eine Neubewertung des Animalischen Magnetismus Franz Anton Mesmers. LIT Verlag, Berlin, 2011, ISBN 978-3-8258-5669-4. (= Medizin im Kulturvergleich, Bd 20)
Belletristik

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Franz Anton Mesmer – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Franz Anton Mesmer – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Heinz Schott: Dr. Franz Anton Mesmer (1734-1815) - Arzt und Naturphilosoph, Entdecker des animalischen Magnetismus. Dorfwerkstatt Gaienhofen, Folge 08-1999. In Zusammenarbeit mit dem Hermann-Hesse-Höri-Museum Gaienhofen am Bodensee. S. 5.
  2. Ehefrau von Mesmer, Besitzerin von Schloss Rothmühle www.nestroy.at Stand 9. Januar 2009
  3. Karl Bittel: Der berühmte Hr. Doct. Mesmer. 1734-1815. Auf seinen Spuren am Bodensee im Thurgau und in der Markgrafschaft Baden mit einigen neuen Beiträgen zur Mesmer-Forschung. Aug. Feyel, Buchdruckerei und Verlagsbuchhandlung, Überlingen 1939. Passbeschreibung aus dem Jahr 1798 auf S. 29, Mesmersche Familie auf S. 37.
  4. Aufenthaltsorte am Bodensee/Höri auf der Internetseite von Aldo Berti, Stand August 2012,
  5. Karl Bittel: Der berühmte Hr. Doct. Mesmer. 1734-1815. Auf seinen Spuren am Bodensee im Thurgau und in der Markgrafschaft Baden mit einigen neuen Beiträgen zur Mesmer-Forschung. Aug. Feyel, Buchdruckerei und Verlagsbuchhandlung, Überlingen 1939. S. 8-9.
  6. Stadtmuseum Meersburg (Hrsg.): Faltblatt über das Museum, Sonderausstellung Mesmer in Raum 1 und 2, ca. 2000
  7. James Webb: Die Flucht vor der Vernunft: Politik, Kultur und Okkultismus im 19. Jahrhundert. Marix Verlag GmbH Wiesbaden; 1. Auflage 2009. S. 69-70.
  8. Karl Bittel: Der berühmte Hr. Doct. Mesmer. 1734-1815. Auf seinen Spuren am Bodensee im Thurgau und in der Markgrafschaft Baden mit einigen neuen Beiträgen zur Mesmer-Forschung. Aug. Feyel, Buchdruckerei und Verlagsbuchhandlung, Überlingen 1939. S. 9-10.
  9. James Webb: Die Flucht vor der Vernunft: Politik, Kultur und Okkultismus im 19. Jahrhundert. Marix Verlag GmbH Wiesbaden; 1. Auflage 2009. S. 70.
  10. Mesmerismus oder System der Wechselwirkungen, Theorie und Anwendung des thierischen Magnetismus als die allgemeine Heilkunde zur Erhaltung des Menschen. Mit dem Bildniß des Verfassers und 6 Kupfertafeln, hrsg. von Karl Christian Wolfart, Berlin, Nikolai 1814 (Nachdruck: E. J. Bonset, Amsterdam 1966, Kapitel „An den Leser, der Herausgeber“ mit Zitaten von Mesmer, S. IX); Ausschnitte als E-Text
  11. Karl Bittel: Der berühmte Hr. Doct. Mesmer. 1734-1815. Auf seinen Spuren am Bodensee im Thurgau und in der Markgrafschaft Baden mit einigen neuen Beiträgen zur Mesmer-Forschung. Aug. Feyel, Buchdruckerei und Verlagsbuchhandlung, Überlingen 1939. S. 10-11.
  12. Karl Bittel: Der berühmte Hr. Doct. Mesmer. 1734-1815. Auf seinen Spuren am Bodensee im Thurgau und in der Markgrafschaft Baden mit einigen neuen Beiträgen zur Mesmer-Forschung. Aug. Feyel, Buchdruckerei und Verlagsbuchhandlung, Überlingen 1939. S. 12-15.
  13. Karl Bittel: Der berühmte Hr. Doct. Mesmer. 1734-1815. Auf seinen Spuren am Bodensee im Thurgau und in der Markgrafschaft Baden mit einigen neuen Beiträgen zur Mesmer-Forschung. Aug. Feyel, Buchdruckerei und Verlagsbuchhandlung, Überlingen 1939. S. 15-17, Polizeiberichte S. 27-28.
  14. Karl Bittel: Der berühmte Hr. Doct. Mesmer. 1734-1815. Auf seinen Spuren am Bodensee im Thurgau und in der Markgrafschaft Baden mit einigen neuen Beiträgen zur Mesmer-Forschung. Aug. Feyel, Buchdruckerei und Verlagsbuchhandlung, Überlingen 1939. S. 17.
  15. Heinz Schott: Dr. Franz Anton Mesmer (1734-1815) - Arzt und Naturphilosoph, Entdecker des animalischen Magnetismus. Dorfwerkstatt Gaienhofen, Folge 08-1999. In Zusammenarbeit mit dem Hermann-Hesse-Höri-Museum Gaienhofen am Bodensee. S. 4.
  16. Karl Bittel: Der berühmte Hr. Doct. Mesmer. 1734-1815. Auf seinen Spuren am Bodensee im Thurgau und in der Markgrafschaft Baden mit einigen neuen Beiträgen zur Mesmer-Forschung. Aug. Feyel, Buchdruckerei und Verlagsbuchhandlung, Überlingen 1939. S. 17 und 30.
  17. Aufenthaltsorte am Bodensee/Frauenfeld auf der Internetseite von Aldo Berti, Stand August 2012,
  18. Mesmerismus oder System der Wechselwirkungen, Theorie und Anwendung des thierischen Magnetismus als die allgemeine Heilkunde zur Erhaltung des Menschen. Mit dem Bildniß des Verfassers und 6 Kupfertafeln, hrsg. von Karl Christian Wolfart, Berlin, Nikolai 1814 (Nachdruck: E. J. Bonset, Amsterdam 1966, Kapitel „An den Leser, der Herausgeber“ mit Zitaten von Mesmer, S. XVI - XVIII); Ausschnitte als E-Text
  19. Karl Bittel: Der berühmte Hr. Doct. Mesmer. 1734-1815. Auf seinen Spuren am Bodensee im Thurgau und in der Markgrafschaft Baden mit einigen neuen Beiträgen zur Mesmer-Forschung. Aug. Feyel, Buchdruckerei und Verlagsbuchhandlung, Überlingen 1939. S. 17-19.
  20. Infotafel des Fremdenverkehrsvereins Konstanz am Haus Hussenstraße 17
  21. Karl Bittel: Der berühmte Hr. Doct. Mesmer. 1734-1815. Auf seinen Spuren am Bodensee im Thurgau und in der Markgrafschaft Baden mit einigen neuen Beiträgen zur Mesmer-Forschung. Aug. Feyel, Buchdruckerei und Verlagsbuchhandlung, Überlingen 1939. S. 20-21, Testament S. 28, 34.
  22. Karl Bittel: Der berühmte Hr. Doct. Mesmer. 1734-1815. Auf seinen Spuren am Bodensee im Thurgau und in der Markgrafschaft Baden mit einigen neuen Beiträgen zur Mesmer-Forschung. Aug. Feyel, Buchdruckerei und Verlagsbuchhandlung, Überlingen 1939. S. 20-21, Notizen über Mesmer, Hinterlassenschaft S. 34-35.
  23. Mesmerismus oder System der Wechselwirkungen, Theorie und Anwendung des thierischen Magnetismus als die allgemeine Heilkunde zur Erhaltung des Menschen. Mit dem Bildniß des Verfassers und 6 Kupfertafeln. Hrsg. von Karl Christian Wolfart. Nikolai, Berlin 1814 (Nachdruck: E. J. Bonset, Amsterdam 1966, Kapitel „An den Leser, der Herausgeber“, S. IL und Inhaltsverzeichnis S. LXI bis LXIV); Ausschnitte als E-Text
  24. Mesmerismus oder System der Wechselwirkungen, Theorie und Anwendung des thierischen Magnetismus als die allgemeine Heilkunde zur Erhaltung des Menschen. Mit dem Bildniß des Verfassers und 6 Kupfertafeln, hrsg. von Karl Christian Wolfart, Berlin, Nikolai 1814 (Nachdruck: E. J. Bonset, Amsterdam 1966, Kapitel „An den Leser, der Herausgeber“ mit Zitaten von Mesmer, S. IX); Ausschnitte als E-Text
  25. Mesmerismus oder System der Wechselwirkungen, Theorie und Anwendung des thierischen Magnetismus als die allgemeine Heilkunde zur Erhaltung des Menschen. Mit dem Bildniß des Verfassers und 6 Kupfertafeln, hrsg. von Karl Christian Wolfart, Berlin, Nikolai 1814 (Nachdruck: E. J. Bonset, Amsterdam 1966, III. Abth., 9. Kapitel, Besondere Verfahrensarten, 2. Absatz, S. 180–181); Ausschnitte als E-Text
  26. Karl Bittel: Der berühmte Hr. Doct. Mesmer. 1734-1815. Auf seinen Spuren am Bodensee im Thurgau und in der Markgrafschaft Baden mit einigen neuen Beiträgen zur Mesmer-Forschung. Aug. Feyel, Buchdruckerei und Verlagsbuchhandlung, Überlingen 1939. S. 14–15
  27. Bayerische Akademie der Wissenschaften. Rückschau - verstorbene Mitglieder (M)
  28. Karl Bittel: Der berühmte Hr. Doct. Mesmer. 1734-1815. Auf seinen Spuren am Bodensee im Thurgau und in der Markgrafschaft Baden mit einigen neuen Beiträgen zur Mesmer-Forschung. Aug. Feyel, Buchdruckerei und Verlagsbuchhandlung, Überlingen 1939. S. 19-20
  29. zitiert nach der PDF-Fassung auf E-text.org, S. 4, unten
  30. zitiert nach der PDF-Fassung auf E-text.org, S. 19, unten
  31. Zitiert nach Karl Bittel: Der berühmte Hr. Doct. Mesmer. 1734-1815. Auf seinen Spuren am Bodensee im Thurgau und in der Markgrafschaft Baden mit einigen neuen Beiträgen zur Mesmer-Forschung. Aug. Feyel, Buchdruckerei und Verlagsbuchhandlung, Überlingen 1939. S. 23
  32. Karl Bittel: Der berühmte Hr. Doct. Mesmer. 1734–1815. Auf seinen Spuren am Bodensee im Thurgau und in der Markgrafschaft Baden mit einigen neuen Beiträgen zur Mesmer-Forschung. Aug. Feyel, Buchdruckerei und Verlagsbuchhandlung, Überlingen 1939. S. 7, 21, 34. Das Testament befand sich (Stand: 1939) im Stadtarchiv in Meersburg
  33. Karl Bittel: Der berühmte Hr. Doct. Mesmer. 1734-1815. Auf seinen Spuren am Bodensee im Thurgau und in der Markgrafschaft Baden mit einigen neuen Beiträgen zur Mesmer-Forschung. Aug. Feyel, Buchdruckerei und Verlagsbuchhandlung, Überlingen 1939. S. 37-38
  34. Sie wurde im April 1988 (damals „kürzlich wieder aufgefunden“) in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung abgebildet.
  35. Ein Profilbild von Mesmer im gesetzteren Alter ist im Buch Mesmer/Wolfart: Mesmerismus oder System der Wechselwirkungen von 1814 auf der Anfangsseite abgebildet.
  36. Peter Lenk: Magische Säule in Messburg am Bodensee. abgerufen am 11. Juni 2010
  37. Mesmers Grab auf dem Friedhof in Meersburg bei knerger.de
  38. Karl Bittel: Der berühmte Hr. Doct. Mesmer. 1734-1815. Auf seinen Spuren am Bodensee im Thurgau und in der Markgrafschaft Baden mit einigen neuen Beiträgen zur Mesmer-Forschung. Aug. Feyel, Buchdruckerei und Verlagsbuchhandlung, Überlingen 1939. S. 12, 21, 39.
  39. Wilhelm Zentner: Joseph von Laßberg und Justinus Kerner. In: Badische Heimat, 1955, Heft 1, S. 11-15
  40. Zitat Kerners zu den Symbolen auf Mesmers Grabmal, zitiert in der Internetseite von Aldo Berti, Stand August 2012,
  41. Roland Mischke: Das Leiden eines Wunderkindes. In: Hamburger Abendblatt vom 22. Januar 2010, S. 7.
  42. Alissa Walser: Im Anfang war die Nacht Musik. Piper, München 2010.
  43. Dagmar Jestrzemski: Diffamiert als Quacksalber. Porträt des Franz Mesmer. In: Preußische Allgemeine Zeitung vom 15. Mai 2010, S. 22.