Ginza

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Tokioter Stadtteil Ginza, weitere Bedeutungen unter Ginza (Begriffsklärung)
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Das San'ai Gebäude
Das Edel-Kaufhaus Wako
Am Wochenende für Autos gesperrt
Die Chuo-dori in Ginza kurz nach der Öffnung Japans im 19. Jahrhundert

Ginza (jap. 銀座) ist ein als Hauptgeschäfts- und Vergnügungsviertel bekannter Stadtteil des Tokioter Stadtbezirks Chūō mit einer Vielzahl von Restaurants, Theatern, Kaufhäusern, Ausstellungsräumen, Kunstgalerien, Nachtclubs und Hotels. Zahlreiche hochkarätige internationale Mode- und Luxusgütermarken haben auf der Chūō-dōri (‚Chuo-Straße‘, auch Ginza-dōri genannt), der zentralen Straße der Ginza, und deren zum Teil namenlosen Seitenstraßen ihre Filialen. An der Kreuzung Chuo-dōri und Harumi-dōri befinden sich die bekannten Edel-Kaufhäuser Wako und Mitsukoshi sowie das mit zahlreichen Leuchtreklamen versehene, zylinderförmige San’ai-Gebäude und die Nissan Gallery. Die ansonsten befahrbare Chuo-dōri wird am Wochenende für Autos gesperrt und verwandelt sich damit in eine reine Fußgängerzone mit mitten auf der Straße aufgestellten Sonnenschirmen und Stühlen. Unter der Chuo-dōri fährt die Ginza-Linie der Tōkyō Metro.

Ginza war einer der ersten Stadtteile Tokios, welche der Bucht von Tokio abgerungen wurden. Im Jahr 1612 in der Edo-Zeit wurde in diesem Gebiet eine Silbermünzstätte gegründet, von der sich der Name Ginza (Gin ‚Silber‘ und Za ‚Ort, Lager‘) ableitet. Nachdem Ginza 1872 vollständig niederbrannte, wurde die Gegend vom britischen Architekten Josiah Conder und dem Ingenieur Thomas J. Waters komplett neu aufgebaut. Sie verbreiterten die Straße von 12,6 auf 27 Meter und errichteten entlang der breiten Bürgersteige, auf denen Gaslaternen standen, eine lange Zeile von zweigeschossigen Ziegelgebäuden mit vorgesetzten Balkons. Nach dem Vorbild von Paris und London entstand so die erste Flaniermeile in Japan. Nach Anlaufschwierigkeiten, vor allem durch die hohen Preise der neuen Gebäude, fühlten sich die Tokioter bald im neuartigen Stadtteil wohl, der Weiterentwicklung zum Vergnügungsviertel stand nichts mehr im Wege. Im frühen zwanzigsten Jahrhundert war aber Asakusa das beliebteste Amüsierviertel in Tokio, erst in der Nachkriegszeit rückte Ginza auf den ersten Rang vor.

Heute ist der Name Ginza gleichbedeutender Ausdruck für Einkaufsstraße geworden, so gibt es nun in ganz Japan Ginzas.

Nördlich der Ginza liegt der Bahnhof Tokio. In der Ginza treffen sich auch mehrere U-Bahn-Linien, unter anderem die Ginza-Linie, die älteste U-Bahn Tokios, die von dem Viertel auch ihren Namen erhielt.

Hotels[Bearbeiten]

  • Hotel Seiyo Ginza (Luxus-Klasse)
  • Ginza Mercure (obere Mittel-Klasse)
  • Courtyard by Marriott Tokyo Ginza Hotel (obere Mittel-Klasse)
  • Ginza Capital Hotel (Mittel-Klasse)
  • Ginza Nikko Hotel (Mittel-Klasse)

Berühmte Kaufhäuser und Ladengeschäfte[Bearbeiten]

Kulturelle Institutionen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ginza – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien