Godesberg-Villenviertel
50.6926789324037.1601247787476Koordinaten: 50° 41′ 34″ N, 7° 9′ 36″ O
| Godesberg-Villenviertel
Bundesstadt Bonn
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| Einwohner: | 5184 (31. Dez. 2012)[1] |
| Vorwahl: | 0228 |
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Lage von Godesberg-Villenviertel in Bonn |
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Godesberg-Villenviertel ist ein Ortsteil der Bundesstadt Bonn im Stadtbezirk Bad Godesberg. Das Villenviertel ist Teil des sogenannten Rheinviertels.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Das Gebiet des Godesberger Villenviertels wurde ab 1888 erschlossen, aber zunächst noch nicht bebaut. Die Erarbeitung von Fluchtlinienplänen erfolgte anfangs gemeinsam mit den erst 1899 in die Stadt Godesberg eingegliederten Gemeinden Plittersdorf und Rüngsdorf, ab 1903 auf der Grundlage einer Gesamtkonzeption des Kölner Städteplaners Josef Stübben. Aufgrund des Widerstands lokaler Grundbesitzer konnte erst danach das Villenviertel zwischen Rüngsdorf, Plittersdorf, der linksrheinischen Eisenbahnstrecke und dem Rhein entstehen. Vor allem wohlhabende Pensionäre aus dem Kölner Raum errichteten hier repräsentative Stadthäuser, zunächst vor allem Villen und Doppelvillen im Stil des Historismus, später auch im Jugendstil. In den 1920er-Jahren kamen Objekte hinzu, die sich dem Art déco sowie vereinzelt der Neuen Sachlichkeit zurechnen lassen.
Den Namen „Villen”-Viertel erhielt es zunächst im Volksmund, wurde aber später auch von der Stadtverwaltung so genannt. Nachdem Bonn 1949 zum Regierungssitz der Bundesrepublik Deutschland geworden war, wurden viele der Häuser als Botschaftsgebäude oder von Organisationen und Interessenverbänden genutzt. Zu den bedeutendsten Botschaftskanzleien im Villenviertel gehörten die von Italien (Karl-Finkelnburg-Straße 49–53), Pakistan (Rheinallee 24) und des Irak (Dürenstraße 33). Zum Teil werden die Liegenschaften seit der Verlegung des Regierungssitzes nach Berlin (1999) als Außenstellen oder Konsulate (darunter das algerische Generalkonsulat) weitergenutzt. Heute gelten die gut erhaltenen Gründerzeithäuser weiterhin als Vorzeige-Adresse.
„Trotz der stellenweisen Beseitigung von Alleebäumen und Vorgärten sowie einer bis heute fortschreitenden Verdichtung vermittelt das Villenviertel in weiten Teilen den einzigartigen Eindruck eines großbürgerlichen Quartiers der Jahrhundertwende.“
– Andreas Denk (1997)[2]
Öffentliche Einrichtungen [Bearbeiten]
Im Villenviertel befindet sich das Friedrich-List-Berufskolleg.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Ein prominenter Bewohner des Villenviertels ist der frühere Finanzminister und Kanzlerkandidat der SPD für die Bundestagswahl 2013, Peer Steinbrück.
Literatur [Bearbeiten]
- Andreas Denk, Ingeborg Flagge: Architekturführer Bonn. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 1997, ISBN 3-496-01150-5, S. 121.
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ bezieht sich auf den Statistischen Bezirk Godesberg-Villenviertel; Quelle: Einwohnerstatistik zum 31. Dezember 2012, Bundesstadt Bonn, Statistikstelle, Januar 2013
- ↑ Andreas Denk, Ingeborg Flagge: Architekturführer Bonn.
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