Hochkreuz (Bonn)

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50.7027910347647.1405124664307Koordinaten: 50° 42′ 10″ N, 7° 8′ 26″ O

Hochkreuz
Bundesstadt Bonn
Einwohner: 2128 (31. Dez. 2013)[1]
Postleitzahl: 53175
Vorwahl: 0228
Karte

Lage von Hochkreuz in Bonn

Das Hochkreuz

Hochkreuz ist ein Ortsteil der Stadt Bonn im Norden des Stadtbezirks Bad Godesberg und Teil des Bundesviertels. Benannt ist er nach einem Wegekreuz, das an der Kreuzung der Bundesstraße 9 mit der Straße zwischen Friesdorf und Plittersdorf stand.

Geographie[Bearbeiten]

Hochkreuz ist Teil des sogenannten Rheinviertels. Seine südwestliche, bebaute Hälfte liegt in der Gemarkung Friesdorf und seine zur Rheinaue gehörende nordöstliche Hälfte in der Gemarkung Plittersdorf. Der statistische Bezirk Hochkreuz-Bundesviertel besitzt über eine vom Ortsteil Hochkreuz leicht abweichende Abgrenzung. Er umfasst darüber hinaus westlich der Bundesstraße 9 einen schmalen Streifen des Ortsteils Friesdorf.

Geschichte[Bearbeiten]

Nachdem Bonn 1949 Bundeshauptstadt geworden war, fand sich die dünn besiedelte Gegend in unmittelbarer Nähe des neu entstandenen Regierungsviertels in der Gronau wieder. In der Folge entstanden hier etliche Bundesbehörden und -ministerien, teilweise aber erst in den späten 1980er-Jahren (seinerzeit auch die syrische Botschaft). Ursprünglich war geplant, Hochkreuz mit Gronau durch mehrere Ministerienneubauten zusammenwachsen zu lassen. Um die Grünflächen im neuen Herzen der Stadt zu erhalten, legte die Stadt Bonn zur Bundesgartenschau 1979 den Landschaftspark Rheinaue an.

Luftbild der Rheinaue mit Blick auf Hochkreuz

Neben den Wohnungen der rund 2000 Einwohner befinden sich in Hochkreuz heute mehrere Bundesministerien, Bundesbehörden und Botschaften sowie Büros verschiedener Großunternehmen, darunter das Bildungs- und Forschungsministerium in den „Kreuzbauten“, das Verkehrs- und Bauministerium, das Finanzministerium und das Umweltministerium. Zudem ist der Stadtteil Sitz des Bundeseisenbahnvermögens, des neuangesiedelten Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte und des ebenfalls hierhingezogenen Bundesinstituts für Berufsbildung. Des Weiteren ist in Hochkreuz die Zentrale des Fernsehsenders Phoenix, in dessen Gebäude sich auch das Lokal- und Bundesstudio des WDR befinden, sowie ein Studio des ZDF.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das für den Ortsteil namensgebende Hochkreuz ist eine gotische Votivsäule, die 1333 unter dem Einfluss der Kölner Dombauhütte errichtet wurde. Eine Kopie steht heute an der Stadtbahn-Haltestelle Hochkreuz/Deutsches Museum. Die originale Steinsäule befindet sich seit 1979 in der Obhut des Rheinischen Landesmuseums Bonn.

Im Ortsteil Hochkreuz befindet sich am Ende einer Sackgasse (Anhalter Straße) die zur katholischen Kirchengemeinde St. Andreas und St. Evergislus gehörende und nach dem Hochkreuz benannte Kirche Heilig Kreuz. Sie wurde für die bereits 1957 gegründete Heilig-Kreuz-Gemeinde im Jahre 1965 nach Plänen der Architekten Stefan Leuer und Willi Zachert fertiggestellt, 1967 kam ein freistehender Glockenturm hinzu. Das Gebäude ist ein roter Backsteinbau in der Form eines Zeltes.[2][3]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Franz Kugler: Geschichte der Baukunst. 3. Band, Verlag von Ebner und Seubert, Seite 226 f., 1859

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hochkreuz (Bonn) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. bezieht sich auf den statistischen Bezirk Hochkreuz-Bundesviertel; Quelle: Bevölkerungsstatistik – Bevölkerung in Bonn – Stichtag: 31.12.2013, Bundesstadt Bonn, Statistikstelle, Februar 2014
  2. Peter Jurgilewitsch, Wolfgang Pütz-Liebenow: Die Geschichte der Orgel in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis, Bouvier Verlag, Bonn 1990, ISBN 3-416-80606-9, S. 157/158.
  3. Heilig Kreuz, Kath. Kirchengemeinde St. Andreas und Evergislus