Ostermiething

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Wappen Karte
Wappen von Ostermiething
Ostermiething (Österreich)
DEC
Ostermiething
Basisdaten
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Bundesland Oberösterreich
Politischer Bezirk Braunau am Inn (BR)
Fläche 21,71 km²
Koordinaten 48° 3′ N, 12° 50′ O48.04722222222212.830555555556423Koordinaten: 48° 2′ 50″ N, 12° 49′ 50″ O
Höhe 423 m ü. A.
Einwohner 3127 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte 144 Einwohner je km²
Postleitzahl 5121
Vorwahl 06278
Gemeindekennziffer 4 04 28
AT311
Adresse der
Gemeindeverwaltung
Bergstraße 45
5121 Ostermiething
Offizielle Website
Politik
Bürgermeister Gerhard Holzner (ÖVP)
Gemeinderat (2003)
(25 Mitglieder)
17 ÖVP, 7 SPÖ, 1 FPÖ
Lage der Marktgemeinde Ostermiething
Karte

Ostermiething ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Braunau am Inn im Innviertel mit 3.048 Einwohnern (mit Nebenwohnsitzen am 1. Juli 2007 3.339). Der zuständige Gerichtsbezirk ist Mattighofen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Ostermiething liegt auf 423 m Höhe am Südrand des Oberen Weilhartsforstes im Oberen Innviertel. Westlich bildet der Fluss Salzach die Grenze zu Bayern. Die bayrische Stadt Tittmoning ist über die Salzachbrücke erreichbar. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 9,4 km, von West nach Ost 8,1 km. Die Gesamtfläche beträgt 21,7 km². 25,8 % der Fläche sind bewaldet, 59,9% der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt. Als eine der westlichsten Gemeinden Oberösterreichs gehört die Marktgemeinde Ostermiething zum Produktionsgebiet des Alpenvorlandes als Kleinproduktionsgebiet "Oberes Innviertel". Dieses Gebiet hat aufgrund seines geologischen Aufbaues und der natürlichen Produktionsbedingungen mit mittleren Jahrestemperaturen von 7,7°C und Niederschlagsmengen um die 1000 mm günstige Voraussetzungen für Grünland und Futterbau. Das Gemeindegebiet von Ostermiething selbst ist durch seine südwestliche Exposition klimatisch begünstigt. Als Bodenart finden sich vorwiegend sandiger Lehm bis lehmiger Sand der Bodentype Parabraunerde. Die Niederterrasse an der Salzach hat den Aubodentyp. Ortsteile der Gemeinde sind: Diepoltsdorf, Ernsting, Ettenau, Felm, Gumpling, Hollersbach, Lohen, Marktl, Mukenham, Obersimling, Ortholling, Ostermiething, Roidham, Simling, Sinzing, Steinbach, Schwaig und Wimm.

[Bearbeiten] Wappen

Blasonierung: Im Göppelschnitt geteilt; oben rechts von Blau und Silber schrägrechts gerautet, oben links in Rot ein silberner Pfahl; unten in Blau auf grünem Hügel eine goldene, gebildete, wachsende Strahlensonne. Die Gemeindefarben sind Blau-Weiß-Rot. Das Rot-Silber-Rot kennzeichnet die Zugehörigkeit zu Österreich. Das gerautete Blau-Silber ist ein Symbol für die lange Verbundenheit mit Bayern. Die Banderole unter dem Wappen enthält den Schriftzug Iuste iudicate filii hominum ("Richtet gerecht, ihr Menschen(söhne)"). Er bezieht sich auf den bis 1355 hier bestanden Gerichtssitz.

[Bearbeiten] Geschichte

Das seit dem Jahre 600 v. Chr. zum keltischen Reich Norikum gehörige Gemeindegebiet wird 15 v. Chr. dem römischen Imperium eingegliedert und verbleibt bis 400 n. Chr. unter römischer Herrschaft. Um 500 errichten die Agilolfinger in Ostermiething einen Wirtschaftshof, der unter den Franken zu einer königlichen Pfalz erhoben wird. Von 739 bis 1784 untersteht Ostermiething dem Erzbistum Salzburg, sodann dem Bistum Linz. 740 wird Ostermiething in einer Schenkungsurkunde des Herzogs Odilo an die Zelle des heiligen Maximilian in Bischofshofen erstmals als Ostermuntingin urkundlich erwähnt. Unter Bayernherzog Heinrich dem Löwen wurde 1163 die Pfarre Ostermiething errichtet. Jahrhundertelang gehörte Ostermiething zu Bayern. Durch den Frieden von Teschen im Jahre 1779/80 kam das gesamte Innviertel mit Ostermiething zu Österreich. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz bayrisch, gehört der Ort durch Beschluss des Wiener Kongresses seit 1814 endgültig zu Oberösterreich. Am 6. Dezember 1927 wird die Gemeinde zum Markt erhoben. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum "Gau Oberdonau". Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.


[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

Im früheren im Jahre 1462 errichteten Pfarrhof und nunmehrigen Bezirksalten- und Pflegeheim stellen im Jahre 1941 aufgedeckte spätgotische Trockenfresken eine "Verkehrte Welt" dar, in der Vögel im Wasser und Fische auf Bäumen leben.

Die barocke mit Rokokoausstattung verzierte Pfarrkirche wurde in den Jahren 1676 bis 1683 unter Baumeister Josef Vilzkotter von Steckenbach errichtet. Eine Marmortafel beim linken Seiteneingang erinnert an die erstmalige Ausstellung von Urkunden in Ostermiething durch den Agilolfinger Herzog Tassilo III. im Jahre 748.

[Bearbeiten] Verkehr

Ostermiething ist mit dem Fahrzeug von Salzburg kommend über die Bergheimer Landesstraße (L118) - Lamprechtshausener Bundesstraße (B156) - St. Georgener Landesstraße (L205) - Weilhart Landesstraße (L501), von Braunau kommend über die Weilhart Landesstraße (L501) und von Mattighofen kommend über die Oberinnviertler Landesstraße (L503) - Frankinger Landesstraße (L504) - Mühlen Bezirksstraße 1009 erreichbar.

Die Salzburger Lokalbahn führt von Salzburg Hauptbahnhof kommend mit ihrer Endstation Trimmelkam bis auf 4,1 KM an die Marktgemeinde heran.

Der in Krimml beginnende 310 km lange Tauern Radwanderweg verläuft entlang der Flüsse Salzach, Saalach und Inn nach dem 760 Höhenmeter tiefergelegenen Passau und passiert bei KM 198 die Markgemeinde Ostermiething.

[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen

  • Gemeindekindergarten
  • Volksschule
  • Hauptschule und Polytechnische Schule
  • Landesmusikschule
  • Freibad
  • Bezirksalten- und Pflegeheim
  • Polizeiinspektion

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

Söhne und Töchter

[Bearbeiten] Weblinks

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