Huosi

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Die Huosi waren eines der bayerischen Ur- und Hochadelsgeschlechter.

Sie werden in der Lex Baiuvariorum, in der das alte Volksrecht des baierischen Stammesherzogtums ab 635 zusammengefasst wurde, neben den Trozza, Fagana, Hahiligga, Anniona und dem Herzogsgeschlecht der Agilolfinger ausdrücklich genannt. Das Stammland der Huosi war die Gegend des heutigen Pfaffenwinkel in Oberbayern. Möglicherweise lässt sich die Abstammung der Aribonen auf die Huosi zurückführen.

Im 8. Jahrhundert traten Mitglieder der Familie der Huosi als Gründer bzw. Mitgründer zahlreicher Klöster auf:

Bedeutende Mitglieder der Familie:

Zugehörigkeit zum Geschlecht der Huosi vermutet:

  • Atto von Freising († 810/811), Bischof von Freising 783/784 – 810/811; zuvor Abt von Kloster Scharnitz und Kloster Schlehdorf
  • Markgraf Luitpold ( † 907) von Karantanien und Oberpannonien

Literatur[Bearbeiten]

  • Harald KrahwinklerHuosi. In: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde (RGA). 2. Auflage. Band 15, Walter de Gruyter, Berlin/New York 2000, ISBN 3-11-016649-6, S. 272–274. (online)
  • Lorenz Maier: Huosi, die. In: Karl Bosl (Hrsg.): Bosls bayerische Biographie. Pustet, Regensburg 1983, ISBN 3-7917-0792-2, S. 380 (Digitalisat).
  • Gertrud Diepolder: Die Herkunft der Aribonen. In: Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte 27, 1964, ISSN 0044-2364, S. 74–119.
  • Johann Martin Maximilian Einzinger von Einzing: Historische Erläuterung der im uralten bojuvarischen Gesetzbuche aufgezeichneten sechs fürstlichen Geschlechtsnamen Drozza, Huosi, Fagana, Hahilinga, Aenion und Agilulfinger, auf das höchst erfreulichen Jubelfest des im Jahre 1180 wieder an das durchlauchtigste Arnulfische Haus gebrachten Bajerlandes. Strobel, München 1780.