Indigo Girls

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Indigo Girls im Jahre 2005
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
Indigo Girls
  US 22 15.04.1989 (35 Wo.)
Strange Fire
  US 159 25.11.1989 (14 Wo.)
Nomads - Indians - Saints
  US 43 13.10.1990 (29 Wo.)
Rites of Passage
  US 21 30.05.1992 (34 Wo.)
Swamp Ophelia
  UK 66 11.06.1994 (1 Wo.)
  US 9 28.05.1994 (26 Wo.)
4.5
  UK 43 15.07.1995 (2 Wo.)
1200 Curfews
  US 40 28.10.1995 (14 Wo.)
Shaming of the Sun
  US 7 17.05.1997 (22 Wo.)
Come On Now Social
  US 34 16.10.1999 (7 Wo.)
Retrospective
  US 128 21.10.2000 (4 Wo.)
Become You
  US 30 30.03.2002 (11 Wo.)
All That We Let In
  US 35 06.03.2004 (7 Wo.)
Rarities
  US 159 02.07.2005 (1 Wo.)
Despite Our Differences
  US 47 10.07.2006 (5 Wo.)
Poseidon and the Bitter Bug
  US 29 11.04.2009 (5 Wo.)
Staring Down the Brilliant Dream
  US 119 17.07.2010 (1 Wo.)
Beauty Queen Sister
  US 36 22.10.2011 (… Wo.)
Singles[1]
Closer to Fine
  US 52 22.07.1989 (9 Wo.)
Galileo
  US 89 08.08.1992 (2 Wo.)

Die Indigo Girls sind Amy Ray (* 12. April 1964 in Decatur, Georgia) und Emily Saliers (* 22. Juli 1963 in New Haven, Connecticut), ein US-amerikanisches Folk-Rock-Duo.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Indigo Girls im Park West in Chicago, 18. September 2005. (l-r: A. Ray and E. Saliers)

Anfänge[Bearbeiten]

Die beiden Frauen lernten sich in der Grundschule in den Atlanta-Vororten von DeKalb County (Georgia), außerhalb von Decatur, kennen, waren aber in unterschiedlichen Klassen, da Saliers ein Jahr älter ist. Zu einer näheren Bekanntschaft und ersten gemeinsamen Auftritten kam es in ihren High-School-Jahren unter den Bandnamen B-Band und Saliers and Ray.

Nach dem Ende ihrer jeweiligen High-School-Zeit gingen sie fort zum Studieren, Saliers an die Tulane University, Ray ein Jahr später an die Vanderbilt University. In dieser Zeit besuchte Ray Saliers in New Orleans, wo sie Gelegenheitsauftritte im French Quarter hatten. Beide kehrten aufgrund von Heimweh zurück und schrieben sich an der Emory University ein, wo Saliers Vater methodistischer Theologieprofessor war. Seit 1985, als Saliers ihr Studium der Anglistik abschloss, musizieren sie gemeinsam unter dem Namen Indigo Girls.

Im selben Jahr wurde die erste 7"-Single produziert: Crazy Game B-Seite: Everybody's Waiting (for Someone to Come Home), später eine EP mit 6 Liedern. 1987 kam ihr erstes Album in voller Länge, Strange Fire, heraus, welches im John Keane Studio in Athens, Georgia produziert wurde. Dadurch wurde Russell Carter auf sie aufmerksam, der seitdem bis heute ihr Manager ist.

Aufgrund des Erfolgs der Musikszene von Athens (R.E.M., The B-52's etc.) sowie anderer Folk-Rock-Künstlerinnen wie 10,000 Maniacs, Tracy Chapman, und Suzanne Vega wurde nun mit Epic ein Major Label auf die Indigo Girls aufmerksam.

Epic Records[Bearbeiten]

Ihr erstes Album unter einem Major Label war das selbstbetitelte Indigo Girls von 1989; es enthält auch den bis heute bekanntesten Hit Closer to fine. Hier wirkten verschiedene Gastkünstler mit, darunter Michael Stipe und die anderen Musiker von R.E.M. Es folgten eine Grammy-Nominierung für beste neue Band sowie 1990 der Gewinn des Grammy für Bestes zeitgenössische Folk-Album. 1991 war das Album Indigo Girls endlich Platin-dekoriert.

2004 wurde All That We Let In und 2005 eine Sammlung von B-Seiten und seltenen Tracks unter dem Namen Rarities veröffentlicht. Mit letzterem Album war der Vertrag mit Epic erfüllt.

Hollywood Records[Bearbeiten]

Im Jahr 2006 verpflichteten sich die Indigo Girls für fünf Alben bei Hollywood Records, einem Label der Disney Music Group. Als erstes Album dieser Zusammenarbeit erschien am 19. September 2006 Despite Our Differences.

Soloprojekte[Bearbeiten]

Amy Ray produziert andere Künstler unter ihrem eigenen Label Daemon Records, das sie im Jahr 1990 gegründet hat. Hier erschienen auch ihre beiden Studioalben Stag (2001) und Prom (2005) sowie das Live-Album Live from Knoxville (2007).

Politische Einstellung[Bearbeiten]

Die Indigo Girls sind engagiert für diverse linke, politische Themen und Inhalte, besonders LGBT-Rechte, die Rechte indigener Amerikaner, Umweltschutz sowie die Abschaffung der Todesstrafe. Sie haben Auftritte bei verschiedenen Protesten und Demonstrationen gehabt, z.B. bei der jährlichen "School of the Americas Watch" Demo, die sich gegen die Ausbildung von lateinamerikanischen Militäroffizieren in den USA äußert, bei einer Großdemo in Washington, D.C. zu Abtreibungsrechten und Frauenrechten ("March for Women's Lives", ca. 1 Million Teilnehmerinnen). Beide Frauen bezeichnen sich seit langem als Lesben und leben jeweils in langfristigen Partnerschaften mit einer Frau. Sie waren jedoch niemals ein Paar. Wegen ihres Eintretens für die Rechte der Homosexuellen gelten sie als eine Ikone der Bewegung, ähnlich wie Melissa Etheridge und andere Künstler. Auf dem im Jahr 2006 von P!nk veröffentlichten vierten Album „I’m not dead“ wirkten die beiden bei dem Song „Dear Mr. President“ mit, einer Art offenem Brief an George W. Bush, der die Themen Armut, LGBT-Rechte, Abtreibungsrechte und das No Child Left Behind Act behandelte. Im Juni 2007 nahmen sie mit einem Auftritt in Las Vegas am True Colors Tour 2007 teil,[2] zugunsten der Human Rights Campaign und anderen Organisationen der Lesben- und Schwulenbewegung. Zusammen mit ihrem Vater schrieb Saliers das Buch A Song to Sing, a Life to Live: Reflections on Music as Spiritual Practice.

Diskografie[Bearbeiten]

  • 1987: Strange Fire
  • 1989: Indigo Girls
  • 1989: Strange Fire
  • 1990: Nomads*Indians*Saints
  • 1991: Back on the Bus, Y'all (Live)
  • 1992: Rites of Passage
  • 1994: Swamp Ophelia
  • 1995: 4.5 (Compilation, nur in Großbritannien)
  • 1995: 1200 Curfews (Live Compilation)
  • 1997: Shaming of the Sun
  • 1999: Come On Now Social
  • 2000: Retrospective (Compilation)
  • 2002: Become You
  • 2004: All That We Let In
  • 2005: Rarities
  • 2006: Despite Our Differences
  • 2009: Poseidon and the Bitter Bug
  • 2010: Staring Down the Brilliant Dream
  • 2011: Beauty Queen Sister

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Chartquellen: US-Charthistorie / UK-Chartstatistik
  2. http://www.truecolorstour.com/