Sep Ruf

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Bayerische Staatsbank Nürnberg Atriumbau, jetzt Heimatministerium
Von Sep Ruf entworfene Wohnanlage in der Hirschelgasse, Nürnberg
Hirschelgasse Innenhof mit Treppenaufgang
Herzog-Max-Burg in München
Neue Maxburg München Geschwungene Treppe mit Glasdach
Neue Maxburg München Treppe
Eingangsüberdachung der Herzog-Max-Burg in München
Akademie Nürnberg Eingang
Akademie der Bildenden Künste Nürnberg Aula
Akademie der Bildenden Künste Nürnberg Außenaufnahme
AKA Nürnberg
Akademie der Bildenden Künste Nürnberg Innenaufnahme
Landhaus von Ludwig Erhard am Tegernsee ca. 1954
Expo Brüssel 1958
Kanzlerbungalow
St. Johann von Capistran in Bogenhausen
Seminarkapelle Fulda
Seminarkapelle Fulda Decke mit Lichtkuppel

Sep Ruf, eigentlich Franz Joseph Ruf (* 9. März 1908 in München; † 29. Juli 1982 ebenda) war ein bedeutender deutscher Architekt und Designer. Mit seinen leicht wirkenden Bauten prägte er die deutsche Nachkriegsarchitektur und war Vermittler einer an internationalen Vorbildern orientierten modernen Architektur in Deutschland. Bekannt wurde er durch den Bau der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, den Bau der Neuen Maxburg in München zusammen mit Theo Papst. Er errichtete den neuen Teil des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg bei dessen Wiederaufbau. 1957 nahm er an der Interbau in Berlin-Hansaviertel mit zwei Wohnbauten teil. Weltweites Ansehen erhielt er durch den Bau des Deutschen Pavillons der Weltausstellung in Brüssel, der Expo 58 mit Egon Eiermann. In Frankfurt am Main errichtete er das damals höchste Hochhaus der Finanzmetropole für die BHF-Bank. Sep Ruf war mit Egon Eiermann und Paul Baumgarten einer der drei Mitglieder des Planungsrates, die unter strengster Geheimhaltung die Neuplanung der Regierungsbauten und die Bebauungspläne und Bauten in Bonn ausführen sollten. Besondere Bekanntheit erlangte er mit dem Bau des Wohn- und Empfangsgebäudes des Bundeskanzlers in Bonn, des Kanzlerbungalows für Bundeskanzler Ludwig Erhard.

Audimax der Universität Speyer, Teil des 1959 von Sep Ruf gestalteten Campus der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer

Leben[Bearbeiten]

Sein Vater Josef Ruf war Rechnungsinspektor bei der Bayerischen Versicherungsanstalt in München, seine Mutter war Wilhelmine Mina geborene Scharrer. Die Familie Ruf stammte aus Dinkelsbühl und die Familie Scharrer aus Weißenburg, beides liegt in Franken. Sep Ruf war römisch-katholischen Glaubens und hatte als junger Mann erwogen Dominikanermönch zu werden und Mathematik zu studieren oder Bildhauer zu werden. Er besuchte die Volksschule in München. Bei den Pfadfindern lernte er Golo Mann und Werner Heisenberg kennen, mit denen ihn eine lebenslange Freundschaft verband.[1] Nach dem Abitur an der Luitpold-Oberrealschule absolvierte er ein Praktikum an den Reichsbahnwerkstätten in Oberpfaffenhofen. Während eines Besuches der Technische Universität München entschied er sich für die Architektur und machte seine ersten Studienreisen nach Österreich, Italien und Tirol. Er war ein begeisterter Skifahrer und Wanderer. 1938 heiratete er Aloisia Mayer, die er seit seiner Jugend kannte und baute mit ihr ein Haus in Gmund am Tegernsee. Er hatte zwei Kinder. Der Münchner Architekt kaufte 1969 ein Weingut in Italien und baute es aus, dies führte zu einer weiteren Bauphase in der Toskana und er renovierte und errichtete dort weitere Bauten. Reisen führten ihn u. a. nach Österreich, der Schweiz, Italien, Griechenland, Frankreich, Belgien, Norwegen und den USA. Er hielt Kontakt zu Walter Gropius, Ludwig Mies van der Rohe, Richard Neutra und Ludwig Grote, setzte sich mit den Ideen des Bauhauses auseinander, deren Vorstellungen er nach dem Krieg in Deutschland am konsequentesten umsetzte. Er korrespondierte mit Romano Guardini und war befreundet mit Malern und Bildhauern wie Fritz Winter, Theodor Werner und Woty Werner, Karl Knappe, Olaf Gulbransson, Josef Oberberger, Marino Marini, Henry Moore und dem Schauspieler Ernst Schröder. Sep Ruf war 1951 u. a. zusammen mit Otto Bartning (Diskussionsleitung), Hans Eckstein, Egon Eiermann, José Ortega y Gasset, Richard Riemerschmid, Hans Scharoun, Rudolf Schwarz und Hans Schwippert Teilnehmer der Darmstädter Gespräche zu dem Thema der Ausstellung: Mensch und Raum / und: Die Meisterbauten (realisierte Architekturentwürfe). 1982 starb Sep Ruf in München. Sein Grab liegt auf dem Bergfriedhof von Gmund am Tegernsee.[2] In München-Pasing erinnert der Sep-Ruf-Weg, in Nürnberg die Sep-Ruf-Straße an den Architekten.

Architektonisches Werk[Bearbeiten]

Studium und erste Arbeiten bis 1945[Bearbeiten]

Sep Ruf studierte von 1926 bis 1931 an der Technischen Hochschule München Architektur, bestand 1931 die Diplomprüfung bei German Bestelmeyer und Adolf Abel und war anschließend in München als freier Architekt tätig, bis 1933 in Partnerschaft mit seinem Bruder Franz Ruf. Vor dem Zweiten Weltkrieg erhielt er die Möglichkeit, Wohnhäuser zu realisieren. 1931–1933 errichtete er in München eines der ersten Flachdachwohnhäuser in Bayern für Karl Schwend.[3] 1933 war dann der Bau von Flachdächern verboten und er wurde von den neuen Machthabern verwarnt.[4]

Solange er konnte, hielt er sich an den Wohnhausbau, beteiligte sich nicht an Staatsbauten und wurde auch nicht Mitglied einer Partei. Er errichtete seine hellen sonnigen Wohnhäuser mit dem von ihm erdachten Modell mit Dach, ohne seinen Stil der Einfachheit und Leichtigkeit zu ändern. So erbaute er Häuser für Professoren und Ärzte und auch für Künstler wie den Regisseur Otto Falckenberg und den Dichter Josef Martin Bauer. Mit 26 Jahren erhielt er von Hugo Junkers den Auftrag, eine Junkers-Siedlung in Grünwald bei München zu errichten. Die Ausführung wurde von dessen Schwiegersohn betreut. Hugo Junkers war 1933 von den neuen Machthabern enteignet und aus Dessau verbannt worden und hatte sich im Raum Bayrischzell und München nur noch unter Polizeiaufsicht bewegen können. In München hatte er eine neue Firma gegründet, die sich dem Metallhaus- und Lamellenhallenbau widmete. Diese wurde nach seinem Tode 1935 von seiner Frau und seinen Kindern weitergeführt. Nachdem Sep Ruf wegen seines Weges der Zurückhaltung bei der Erhaltung seines Büros finanzielle Probleme bekam, beteiligte er sich auf Anraten seines Bruders Franz Ruf an dessen Architektengemeinschaft mit Lois Knidberger, bei deren Auftrag bei der „Mustersiedlung Ramersdorf“, wo sie zu dritt 16 der 192 Einfamilienhäuser errichteten. Weitere Architekten waren damals in eigenen Architektengemeinschaften Friedrich Ferdinand Haindl, Albert Heichlinger, Max Dellefant, Theo Pabst, Christoph Müller, Hanna Loev und Karl Delisle. So bald es möglich war, kehrte er zu dem Bau von Wohnhäusern zurück.

1936 entwarf er für die Familie Hugo Junkers in München Industriehallen mit Leichtmetall-Lamellendächern. Im gleichen Jahr beauftragte die Oberste Baubehörde im Bayerischen Innenministerium den Bau von neuen Kasernen und wies diese Architekten zu. Sep Ruf musste zwei Kasernen in Murnau umsetzten, veränderte die vorgegeben Bauanweisungen und errichtete offene und helle Bauten für die Gebirgsjäger. Von 1936–1938, einen Teil der späteren Kemmel Kaserne, die 1946–1990 von den US-Streitkräften übernommen wurde und von 1938/1939, einen Teil der spätere Werdenfels-Kaserne, heute von der Bundeswehr genutzt.[5] 1939 wurde er eingezogen, konnte mit Hilfe der Familie Junkers von 1940 bis 1942 für architektonische Arbeiten freigestellt werden und wurde 1942 erneut nach Russland an die Front geschickt, nachdem sich die Machthaber wieder in die Firmen der Familie Junkers hereindrängten und er die Zusammenarbeit nicht weiter fortführte. Er ging 1945 von Russland zu Fuß nach Hause und begann im selben Jahr seinen ersten Wiederaufbau, die Christkönigkirche in München.

Städtebau in der Moderne[Bearbeiten]

Sep Ruf schuf von der Bauhaus-Schule inspirierte öffentliche Gebäude und Privathäuser in Deutschland, prägte aber vor allem das Stadtbild von München, Nürnberg, Bonn und Fulda nach dem Zweiten Weltkrieg.

Von 1949 bis 1952 arbeitete Sep Ruf in einer Arbeitsgemeinschaft mit Otto Apel, Rudolf Letocha, Rohrer und Herdt, innerhalb derer er die Oberleitung innehatte. Nach ihren Plänen entstand der Verwaltungsbau der US-amerikanischen Hochkommission (HICOG) am Schloss Deichmannsaue in Bad Godesberg (1951). Diese zog von Frankfurt am Main in die Enklave Bonn. Der Verwaltungsbau der HICOG beheimatete von 1955 bis 1999 die Botschaft der Vereinigten Staaten. Zusätzlich erbaute die Arbeitsgemeinschaft je eine HICOG-Siedlung in Muffendorf, Plittersdorf und Tannenbusch für die amerikanischen und deutschen Angestellten. Jede der Siedlungen umfasst ca. 400 Wohnungen, zwei jeweils mit einem elfstöckigen Wohnhaus in der Mitte, mit breiten Straßen und Gärten und altem Baumbestand.

1949 bis 1951 errichtete Ruf in Nürnberg nach einem Wettbewerb das Gebäude der dortigen Filiale der Bayerischen Staatsbank.[6]

Professur[Bearbeiten]

Sep Ruf war von 1947 bis 1953 als Professor an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg, die in dieser Zeit wegen der Kriegszerstörungen der Nürnberger Gebäude in das Deutschordensschloss in Ellingen ausgelagert war. Ruf errichtete nach einem Wettbewerb das neue Akademiegebäude an der Bingstraße. 1953–72 lehrte er dann Architektur und Städtebau an der Akademie der bildenden Künste in München, der er 1958–61 als Präsident vorstand. 1971 wurde er zum Ehrenmitglied ernannt.[7] 1955 war er Gründungsmitglied der Akademie der Bildenden Künste in Berlin (West) und war Mitglied von 1955 bis 1982.[8]

Akademie der Bildenden Künste Nürnberg[Bearbeiten]

1952–1954 errichtete er in Nürnberg eines seiner Hauptwerke, die neuen Akademiegebäude der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg an der Bingstraße. Mit ihren vier flachen mit überdachten Gängen verbundenen Pavillonbauten liegen sie weiß und elegant in einem parkähnlichen Gelände. Eine Idee, die erneut bei den Bauten der Weltausstellung in Brüssel 1958 Verwendung fand. Alle Gebäude und Ateliers sind ebenerdig und sind zum Grünen gerichtet, entweder in die Gartenatrien, die im Sommer als Außenateliers genutzt werden, oder in die umgebende Parklandschaft mit altem Kiefernbestand. Die einstöckige an zwei Seiten hoch verglaste Aula ist der einzige aufragende Bau des mediterranen Geländes. Diese Anlage wurde als erster Bau der Nachkriegszeit in Süddeutschland zum Baudenkmal ernannt.

Neue Maxburg München[Bearbeiten]

Der Bau der Neuen Maxburg in München (1954–56 mit Theo Pabst) an der Stelle der ehemaligen Maxburg in München war einer seiner elegantesten Bauten. Der Renaissance-Turm, der vom Vorgängergebäude verblieben war und dessen Erhalt freigestellt worden war, wurde bei ihm zum Maß für die Gestaltung der neuen Gebäude und elegant hervorgehoben. Im Innenhof steht der Monolith mit Moses von Josef Henselmann. Das Justizgebäude mit dem Innenatrium, der Glasdecke und der schwebenden Treppe wurde europaweit gelobt.[9]

Weltausstellung in Brüssel 1958[Bearbeiten]

Der aus acht Gebäuden bestehende Deutsche Pavillon der Weltausstellung in Brüssel, der Expo 58 (mit Egon Eiermann) fand weltweite Beachtung und wurde aus seiner Grundidee der Pavillonbauten, die schwebend durch Stege verbunden waren, erarbeitet. Auf 6000 m² wurden acht bis zu dreigeschossige, verglaste Pavillons im weiten Rechteck um einen weiträumigen Gartenhof angeordnet, schwebend, durchsichtig mit Stegen verbunden und offen begehbar. Das umgebende Gelände wurde von Walter Rossow in einen Garten verwandelt, mit einem künstlichen Teich und einigen Skulpturen. Beide Architekten entwarfen die Ausstattung und Einrichtungsgegenstände. Man erreichte den Pavillon über eine 57 m lange Brücke, hängend an Stahlseilen, deren Pylon 50 m hoch war und von Weitem auf die Anlage hinwies, deren glänzende Gebäude, über den grünen Rasenflächen zu schweben schienen.[10][11]

Kanzlerbungalow[Bearbeiten]

1962 wurden Egon Eiermann, Sep Ruf und Paul Baumgarten zu den drei Mitgliedern des Planungsrates ernannt, die unter strengster Geheimhaltung die Neuplanung der Regierungsbauten und die Bebauungspläne und Bauten ausführen sollten. Als Direktauftrag oder Wettbewerb im kleinen Kreis erdachte der Planungsrat Bauten des Bundes, wie u. a. der Neue Bundesrat, Wohnhaus des Bundeskanzlers, das Abgeordnetenhochhaus, Haus für die Presse und Wohnhäuser und Tagungsbauten, die jeder Architekt selbständig plante und später ausführen sollte. Nur ein Teil der Gebäude wurde später realisiert. Bonn wurde erst 1973 von der Bundesregierung als Bundeshauptstadt anerkannt.

1963–64 errichtete Sep Ruf das Wohn- und Empfangsgebäude, den Kanzlerbungalow in Bonn. Der Wohnsitz des Bundeskanzlers wurde von Bundeskanzler Ludwig Erhard beauftragt und sollte ein Ausdruck der Demokratie, Offenheit und Klarheit des neuen Deutschlands sein. Ludwig Erhard sagte 1964 bei seinem Einzug: "Man lernt mich besser kennen, wenn man sich in diesem Haus umsieht, als wenn man mich eine politische Rede halten sieht." Zwei aneinandergesetzte Quadrate mit zwei Atrien bilden den gläsernen Bau, der in der Parklandschaft direkt am Rhein zu schweben scheint. Von 1964 bis zum Unzug nach Berlin war er das Wohn- und Empfangsgebäude der Bundeskanzler in Bonn, zeitweilig wurde er als Gästehaus genutzt.[12]

Seine geplanten Bauten für die Bonner Regierung, genannt BONN II (Dienstwohnung für den Präsidenten des Bundespräsidialamtes) und Bonn III (Umbauvorschläge für die Villa Hammerschmidt), wurden nicht mehr realisiert. Stattdessen errichtete er mehrere Ministerien, wie das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft. Der Anbau an das Haus Carstanjen, das frühere Ministerium für Finanzen, ist als Klimareferat heute Teil des UN-Campus.[13][14]

Weitere Bauten der Moderne[Bearbeiten]

Er erarbeitete u. a. Bebauungspläne für die Städte Nürnberg, München, Fulda und Bonn.

In Frankfurt am Main errichtete er von 1960 bis 1966 für die BHF-Bank, die Berliner Handelsgesellschaft, das BHF-Bank-Hochhaus, das damals mit 23 Stockwerken und 82 Metern höchste Hochhaus der Finanzmetropole.

Der Erweiterungs- und Umbau des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg begleitete ihn von 1953 bis 1976, wobei er in unterschiedlichen Bauweisen einen lebendigen Wiederaufbau realisierte. Zusammen mit Harald Roth erstellte er den Generalbebauungsplan. Erster Bau war der Theodor-Heuss-Bau, zu dessen Eröffnung Theodor Heuss kam und sich glücklich darüber zeigte, dass darauf verzichtet wurde, die alten Bauten nachzuahmen und man dafür Neues erdacht hatte.

Die Rundkirche St. Johann von Capistran[15] in München (1958–60) gilt als letzte Kathedrale Münchens. Der Bau besteht aus zwei sichelförmigen Schalen, in deren Innenraum die sakralen Räume untergebracht sind, das Dach schwebt auf einem Reif aus Glas und eine Kuppel beleuchtet den Innenraum. 22 außenliegende Zugsäulen halten das Dach, dessen sternförmige Stahlkonstruktion frei durch einen Druckring überspannt wird.

Die Professoren Hans Döllgast und Sep Ruf wurden 1953–1966 mit der Planung des Ostflügels und dem Erweiterungsbau[16] für die Bayerische Staatsbibliothek beauftragt. Die Bibliothek wurde in diesen Neubau gelegt, während der Ostflügel nur Magazine fassen sollte, hinter deren historischen Fassade eine neue Fläche mit 17.000 m² Nutz- und Nebenfläche in 84.000 m³ umbauten Raum ausgebildet wurde. Der Erweiterungsbau erhielt 1967 von einer Jury der Hans Scharoun angehörte den BDA- Preis Bayern.

Der Royal Filmpalast in München war eines der zwei Kinos in Europa, das das Todd-AO Verfahren ausstrahlen konnte. Der Bau wurde, in Anwesenheit von Michael Todd, mit der deutschen Uraufführung des amerikanischen Musicals "Oklahoma" eröffnet.

In Berlin nahm er an der historischen deutschen Bauausstellung der Interbau 1957 teil und errichtete zwei Wohngebäude.[17][18] 53 Architekten aus 13 Ländern wurden zu einem Ideenwettbewerb am Berlin-Hansaviertel aufgerufen. 35 Entwürfe wurden von Vertretern des Neuen Bauens, darunter Alvar Aalto, Paul Baumgarten, Egon Eiermann, Walter Gropius, Arne Jacobsen, Oscar Niemeyer, Max Taut, Pierre Vargo und Sep Ruf realisiert. 1160 Wohneinheiten in Hoch- und Flachbauten, Kirchen, Kino, Ladenpassage, Bibliothek, Kindergarten und U-Bahnstation. Walter Rossow, der Berliner Gartenarchitekt, plante von Beginn an und erhielt zehn deutsche und internationale Gartenarchitekten zur Seite, um die Grünflächen zu gestalten. Drei Bauten wurden zudem im Rahmen der Ausstellung von Le Corbusier, Hugh Stubbins (USA) und Bruno Grimmek errichtet. Teilnehmende Künstler waren u. a. Henry Moore, Fritz Winter, Bernhard Heiliger und Hans Uhlmann.

Weitere Bauten in Deutschland sind das Max-Planck-Institut für Physik und Astrophysik, Werner Heisenberg-Institut für Physik, in München-Freimann[19][20] und die Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer.[21]

In der historischen Stadt Fulda wurde er in den Kunstausschuss berufen. Zu einem seiner Kirchenbauten gehört dort die achteckige Seminarkapelle (1966–68). Er erarbeitete für die Stadt die städtebauliche Konzeption und Fassadengestaltung des Karstadtgebäudes,[22] die Neugestaltung für den Universitäts- und Borgiaplatz und er errichtete den Patronatsbau.[23] Sein Ziel war es die elegante Einfügung eines modernen Gebäudes in die barocke Stadt sicherzustellen. Das Gebäude der Telekom wurde nicht von Sep Ruf gebaut, er machte auf Wunsch des damaligen Bürgermeisters Alfred Dregger Vorschläge für die Fassadengestaltung, wie er es bei dem Karstadtgebäude bereits erfolgreich getan hatte. In den 1960er Jahren mussten Bundesministerien bei den Kommunen keine Baugenehmigungen einholen. Die Postbehörde riss alte historische Postgebäude ab und ersetzte sie durch moderne Neubauten. Die Barockstadt Fulda streubte sich gegen die normierten Bauten. Die Oberpostdirektion verbat sich jegliche Einmischung bei Ihre Vorhaben und drohte sogar den Standort Fulda aufzugeben. Zuletzt waren Sie nur bei der Fassade am „Unterm Heilig Kreuz“ bereit, Vorschläge anzunehmen. So erarbeitete Sep Ruf mehrere Entwürfe. Seine Fenster- und Natursteinbänder richteten sich, ähnlich wie bei der Neuen Maxburg nach dem historischen Nebengebäude. Die oberen Etagen schwebten frei über dem Erdgeschoss. Der Architekt der Postbehörde änderte alles nach seinen Vorstellungen und setzte massive Arkadensäulen ein, was Sep Ruf ablehnte, doch er nutzte Teile der Vorschläge von Sep Ruf für seinen Bau und diese Teile stellte 2012 das Denkmalamt unter Denkmalschutz.[24]

Auf dem Tivoligelände in München entstand der nach Hans Christoph Freiherr von Tucher (1904–1968), Jurist, Vorstandssprecher der Bayerischen Vereinsbank, benannte Tucherpark. Dort erbaute er das Technische Zentrum und einige Verwaltungsbauten der Bayerischen Vereinsbank, von 1964 bis 1974 die Bauten für IBM und das Hilton Park Hotel. Am Tegernsee entwarf er das Museum für den Maler und Grafiker Olaf Gulbransson. Ein weiterer Museumsbau ist in München die Halle für Luft- und Raumfahrt des Deutschen Museums.

Studien[Bearbeiten]

Sep Rufs Lebenswerk wird in Dissertationen und Vorlesungen über sein Leben und Werk und über seine Bauten in Deutschland,[25][26]der Schweiz,[27] in Italien und den USA[28][29] erforscht.

Möbeldesign[Bearbeiten]

Stahlrohrstuhl und Tisch 1949
Sep Ruf Sideboard für Ludwig Erhard im Designmuseum der Pinakothek der Moderne München

Neben seinem architektonischen Werk hinterließ Sep Ruf auch ein umfangreiches Designwerk. Seine Möbelentwürfe sind vielfältig, bestehend aus Büro- und Wohnmöbeln. Auf seinen Reisen nach Südtirol studierte er Holzmöbel und die Möglichkeiten der Stecksystheme, deren Bauart er bis zur einfachsten Form stilisierte, so dass sie zeitlos und modern anmuten. Er versuchte verschiedene Herstellungsarten, entwarf Ensembles mit gebogenem Holz, Möbel mit Gurten und aus Stahlrohr. Er erarbeitete streng moderne Möbel mit Chrom und Glas oder einer Mischung aus Holz und Metall, sowie Lampen. Jedes der von ihm erbauten Wohnhäuser und auch öffentliche Gebäude wurden von ihm mit selbstentworfenen Möbeln eingerichtet. Dabei entwarf er nicht nur einzelne Stücke, sondern gestaltete die ganze Erscheinung des Raumes. Diese sollte offen und hell sein und besonders die Unbeschwertheit des Wohnerlebens fördern, dabei wurde auch auf vermeintlich einfache Details wie Türgriffe und andere kleine Details geachtet. Für die von ihm erbauten Kirchen entwarf er zudem alle sakralen Gegenstände. Ruf gestaltete auch die Möblierung des Wohn- und Empfangsgebäudes des Bundeskanzlers in Bonn für Bundeskanzler Ludwig Erhard.

Bauten (Auswahl)[Bearbeiten]

BHF-Bank in Frankfurt am Main
Bhf-Bank
US-Generalkonsulat in München
Luftbildaufnahme Bayerische Staatsbibliothek München mit Erweiterungsbau
Germanisches Nationalmuseum Nürnberg Theodor-Heuss-Bau
Germanisches Nationalmuseum Nürnberg Ausstellungsraum außen
Germanisches Nationalmuseum Nürnberg Innenhof
Germanisches Nationalmuseum Nürnberg Treppe Bibliothek
  • 1931: Wohnhaus für den Bonbonhersteller Wilhelm Suwelak in Billerbeck
  • 1931–1933: Flachdachwohnhaus Dr. Karl Schwend in München, wegen des Flachdaches wurde er von den neuen Machthabern verwarnt.
  • 1932: Wohnhaus für Dr. med. Sepp Ruf in Ahlen, Namensgleichheit, nicht verwandt
  • 1932: Wohnhaus für Rechtsanwalt Willy Rosenbusch in Ingolstadt
  • 1933: Atelierhaus für den Maler Max Rauh in München, der Maler war 1937 in der Hetz-Ausstellung "Entartete Kunst" mit einem Bild vertreten.
  • 1933: Wohnhaus für Dr. med. Alfred Schönwerth in Grafrath
  • 1933–1934: mit seinem Bruder Franz Ruf Beteiligung an der Mustersiedlung Ramersdorf, der "Deutschen Siedlungsausstellung 1934", davon erbaut 16 Häuser von 192 Einfamilienhäusern
  • 1934–1937: Wohnhaus für seinen Freund Alois Johannes Lippl, bayerischer Intendant, Regisseur, Film- und Hörspielautor
  • 1934: Wohnhaus Dr. Ernst Haß, München-Harlaching
  • 1934–1936: Siedlung Herrenwies für den Flugzeugpionier Hugo Junkers (heute: Hugo-Junkers-Siedlung) in Grünwald
  • 1935: Wohnhaus Brand, München-Bogenhausen
  • 1935: Wohnhaus Karl und Maria Eder, München-Laim
  • 1936: Wohnhaus für den Dichter Josef Martin Bauer in Dorfen
  • 1936: Wohnhaus für den Regisseur Otto Falckenberg in Grünwald bei München
  • 1936–1940: Volksschule in München-Allach, Franz-Nißl-Straße Wettbewerb 1. Preis, heute staatliche Hauptschule.
  • 1936–1938: Gebirgsartilleriekaserne „Kemmel-Kaserne“ in Murnau am Staffelsee, 1946–1990 von den US-Streitkräften übernommen.
  • 1937–1938: GEWOFAG-Siedlung München-Neuhausen, mit Hans Döllgast, Franz Ruf, und Johannes Ludwig, Offerdingenstraße-Waskestraße
  • 1937–1938: Turnhalle Volksschule Allach, München-Allach, Franz-Nißl-Straße, ein bereits 1936 geplanter Erweiterungsbau, der auf Anweisung der Machthaber während der Bauzeit mit einem BDM-Heim mit Kinderhort vollendet wurde. Heute Kindergarten mit Hort.
  • 1938: Oberland-Siedlung mit seinem Bruder Franz Ruf an der Einhornallee in München
  • 1938–1939: Gebirgspanzerjägerkaserne Murnau am Staffelsee, Weilheimer Straße, Werdenfels-Kaserne, heute von der Bundeswehr genutzt.
  • 1939: Erweiterungsbau II der Volksschule Allach, in München-Allach, Höcherstraße, ein bereits 1936 eingeplanter Erweiterungsbau, auf demselben Grundstück gelegen, der auf Anweisung der Machthaber als „Hochlandheim“ vollendet wurde, heute in veränderter Form erhalten, Teil der staatlichen Hauptschule Allach.
  • 1945: Wohnhaus für den Ziegeleibesitzer Meindl, St. Wolfgang, Hofgut Reit
  • 1946: Haus Holzner in Dorfen[30]
  • 1946–1947 Wohnhaus Siegfried Vetter in Feldkirchen bei München
  • 1947–1948: Haus Pius Egner in Notzing[30]
  • 1947–1950: Christkönig-Kirche in München-Nymphenburg (Wiederaufbau)
  • 1947–1948: Einfamilienhaus Fritz Espermüller, Kaufbeuren
  • 1948: Bebauung Hausnergasse, Ellingen, Hausnergasse 13, 15, 17, 19, 21, Belobigung von Ministerpräsident Hans Ehard
  • 1950–1951: Bayerische Staatsbank in Nürnberg[31]
  • 1950–1952: Erstes Münchener „Wohnhochhaus“ in der Theresienstraße 46-48
  • 1951: Amerikanische Botschaft in Bad Godesberg
  • 1952–1954: Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. Diese Anlage wurde als erster Bau der Nachkriegszeit in Süddeutschland zum Baudenkmal ernannt.
  • 1952–1955: Bungalows in Gmund am Tegernsee, darunter sein eigenes Wohnhaus sowie der Bungalow des späteren Bundeskanzlers Ludwig Erhard
  • 1952–1957: Neue Maxburg in München
  • 1953–1969: Haus der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Bonn-Bad-Godesberg
  • 1953–1954: Wohnanlage Hirschelgasse 36-42 in Nürnberg
  • 1953–1954: Katholische Pfarrkirche Zu den heiligen zwölf Aposteln in München-Laim
  • 1953–1978: Germanisches Nationalmuseum Nürnberg: Wieder- und Neuaufbau, Theodor-Heuss-Bau, Bibliotheksbau[32]
  • 1954–1956: Erzbischöfliches Ordinariat, München
  • 1956–1957: „Interbau 57“, Berlin-Hansaviertel, zwei Einfamilienhäuser
  • 1956: Bayerische Vertretung in Bonn[33]
  • 1956–1957: Royal Filmpalast am Goetheplatz in München
  • 1957–1959: Amerikanisches Generalkonsulat in München
  • 1957–1960: Max-Planck-Institut für Physik, Werner-Heisenberg-Institut in München-Freimann (in enger Zusammenarbeit mit Werner Heisenberg)
  • 1957–1960: St. Johann von Capistran, in München-Bogenhausen
  • 1958: Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer
  • 1958: Deutscher Pavillon zur Weltausstellung in Brüssel
  • 1960–1963: Wohnhaus für Nicolas G. Hayek am Hallwilersee, Schweiz
  • 1961: Kaufhaus Bilka am Friedrichsplatz in Kassel
  • 1963–1966: Kaufhaus Karstadt, Fulda, Städtebauliche Konzeption und Fassadengestaltung, Neugestaltung Universitätsplatz, Eintrag in die Denkmaltopographie „Fulda“,
  • 1963–1965: Patronatsbau, Fulda, mit der Gestaltung des Borgiaplatzes, Bonifatiosbrunnen, Eintrag in die Denkmaltopographie „Fulda“
  • 1963–1966: Wohn- und Empfangsgebäude des Bundeskanzlers, Kanzlerbungalow in Bonn
  • 1964–1966: Olaf-Gulbransson-Museum für den Maler und Grafiker Olaf Gulbransson in Tegernsee
  • 1966–1970: Erweiterungsbau für das Bundesschatzministerium (Bundesministerium für Finanzen) Haus Carstanjen, Bonn-Bad Godesberg, Sep Ruf und Manfred Adams
  • 1966: Erweiterungsbau/Osttrakt der Bayerischen Staatsbibliothek in München, Architektengemeinschaft Professoren Hans Döllgast und Sep Ruf (1953–1966), Georg Werner (1953–1960), später der Kreisbaumeister Hellmut Kirsten (1957–1966), BDA-Preis Bayern
  • 1966–1968: Seminarkapelle in Fulda
  • 1968: Bürogebäude für das Verteidigungsministerium Bonn
  • 1968–1970: Technisches Zentrum der HypoVereinsbank „Am Tivoli“ in München
  • 1968–1972: IBM Rechenzentrum und Verwaltungsbau in München
  • 1970: Hauptverwaltung der BHF-Bank in Frankfurt am Main
  • 1970–1972: Hotel Hilton in München
  • 1970–1973: Fernmeldeamtsgebäude (Telekomgebäude), Fulda. Das Gebäude wurde nicht von Sep Ruf gebaut. Auf Wunsch des damaligen Bürgermeisters Dr. Alfred Dregger machte Sep Ruf Vorschläge für eine elegante Fassadengestaltung, die der Architekt der Postbehörde änderte und mit massiven Arkadensäulen erweiterte, die Sep Ruf ablehnte. Es wurden aber Teile der Vorschläge von Sep Ruf genutzt und diese Teile stehen seit 2012 unter Denkmalschutz.
  • 1972–1977: Antico Podere Gagliole, Weingut für den Verleger Rolf Becker, Toskana
  • 1973–1974: Wohnhaus Dohrn, Bad Homburg v.d. Höhe
  • 1974: Um- und Ausbau Schloss Hermersberg für den Unternehmer Reinhold Würth, Niedernhall, Hermersberg
  • 1978–1979, 1980: Verwaltungsgebäude für die DATEV, Nürnberg
  • 1978–1982: Halle für Luft- und Raumfahrt des Deutschen Museums München

Ausstellungen[Bearbeiten]

  • In memoriam Sep Ruf, 1985/86, Ausstellungen: Neue Sammlung, München, Akademie der Bildenden Künste, Berlin und Bayerische Vereinsbank, Nürnberg
  • Sep Ruf 1908–1982. Moderne mit Tradition./ 1. Oktober 2009 – 22. November 2009 / Architekturgalerie am Weißenhof | Stuttgart. Die Architekturgalerie am Weißenhof zeigt Teile der Ausstellung des Architekturmuseum der Technischen Universität München.
  • Sep Ruf - Planungen und Bauten für Bonn in den 50er und 60er Jahren, GKG-Gesellschaft für Kunst und Gestaltung Bonn[36]
  • Sep Ruf 1908–1982 | Moderne mit Tradition, ergänzt um: Wie die Quadrate auf den Uniplatz kamen … – Sep Ruf in Fulda im Vonderau Museum | Fulda, 15. Juni – 25. September 2011.
  • Der Architekt – Geschichte und Gegenwart eines Berufsstandes, 27. September 2012 - 3. Februar 2013 Pinakothek der Moderne[37]
  • 100 años de arquitectura y diseño en Alemania, Deutscher Werkbund 1907–2007, Museo Nacionale de Artes Decorativas, Madrid 22. Mai 2012 - 29. September 2012;[38] Weitere Ausstellungen 2012 und 2013 in Spanien: Las Naves, Valencia; Museo de Bellas Artes | Coruna, Spanien.
  • Der Kanzlerbungalow Photography by Igmar Kurth, Vernissage Friday 23. April 2010, Fondation Gutzwiller, Räffelstraße 24/7, 8045 Zürich, 24.-30. April 2010 Switzerland[39]
  • Der Kanzlerbungalow. Fotografien von Paul Swiridoff, 9.-20. Juni 2009 Architekturgalerie Kaiserslautern[40]
  • Architektur im Kreis der Künste – 200 Jahre Kunstakademie München 15. Februar - 18. Mai 2008 Architekturmuseum der TU München in der Pinakothek der Moderne[41]
  • 100 Jahre Deutscher Werkbund 1907|2007, 19. April - 26. August 2007, Architekturmuseum der Technischen Universität München in der Pinakothek der Moderne;[42] Weitere Ausstellungeni 100 Jahre Deutscher Werkbund: Architekturmuseum in der Akademie der Künste, Hanseatenweg, Berlin; Muzeum Architektury | Architekturmuseum Breslau;[43] Cagdas Sanatlar Galerisi | Ankara;[44] Mimar Sinan Güzel Sanatlar Üniversitesi | Istanbul; Macedonian Museum of Modern Art | Thessaloniki; Benaki Museum | Athen.
  • Architektur der Wunderkinder, Ausstellung in Berlin, 9. Dezember 2005 - 11. Februar 2006, Schinkelzentrum, Technische Universität Berlin, Fakultätsforum im Architekturgebäude am Ernst-Reuter-Platz
  • Architektur der Wunderkinder: Aufbruch und Verdrängung in Bayern 1945 bis 1960, 3. Februar - 30. April 2005, Architekturmuseum der Technischen Universität München in der Pinakothek der Moderne[45][46]
  • Begreifbare Baukunst - Die Bedeutung von Türgriffen in der Architektur, 29. November 2012 - 13. Januar 2013, Türgriffe und -knäufe u. a. von Karl Friedrich Schinkel, Josef Maria Olbrich, Walter Gropius, Sep Ruf und Le Corbusier, zudem Modelle u. a. prägender und lehrender Professoren der TU Dortmund. Dortmunder U - Zentrum für Kunst und Kreativität Leonie-Reygers-Terrasse, 44137 Dortmund[47]
  • Begreifbare Baukunst - Die Bedeutung von Türgriffen in der Architektur, 13. Oktober 2011 bis 8. Januar 2012, Museum August Kestner 30159 Hannover Trammplatz 3, Türgriffe und -knäufe u. a. von Walter Gropius, Le Corbusier und Sep Ruf[48]
  • Begreifbare Baukunst zur Bedeutung von Türgriffen in der Architektur, 20. November 2009 bis 13. Dezember 2009 im Roten Salon der Bauakademie, Schinkelplatz 1, Berlin[49]
  • Artur Pfau - Fotograf und Zeitzeuge Mannheims, 3. Juni 2012 - 27. Januar 2013, Reiss-Engelhorn-Museen. Museum Weltkulturen D5 68159 Mannheim,[50]
  • Baukunst aus Raum und Licht - Sakrale Räume in der Architektur der Moderne, 24. März - 10. Juni 2012, Museum Moderner Kunst - Wörlen Bräugasse 17 94032 Passau[51]
  • Nürnberg baut auf! Straßen. Plätze. Bauten, 29. Januar - 20. Juni 2010, Stadtmuseum Fembohaus Burgstraße 15 90403 Nürnberg[52]
  • 60 Jahre „Wie wohnen?“ und 10 Jahre Markanto Ausstellungsort: Markanto Depot, Mainzer Straße 26, 50678 Köln Öffnungszeiten: September 2009, jeden Samstag von 11.00 bis 16.00 Uhr Beruhend auf der Ausstellung "Wie wohnen?" aus dem Jahre 1949 in Stuttgart und 1950 in Karlsruhe, in der Einrichtungsbeispiele, Bautechnik und Möbel von Egon Eiermann, Eduard Ludwig, Gustav Hasenflug, Hugo Häring, Sep Ruf oder Jens Risom gezeigt wurden.[53]
  • 100 Jahre Deutscher Werkbund 1907|2007 100 ANOS DE ARQUITETURA E DESIGN NA ALEMANHA 1907–2007 17. Mai - 27. Juli 2013 Fábrica Santo Thyrso | Santo Tirso, Portugal[54][55]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1952: Preis der Stadt Nürnberg
  • 1958: Offizier des Leopoldsordens (Belgien)
  • 1973: Bayerischer Verdienstorden
  • 1976: Theodor-Heuss-Medaille
  • 1976: Bundesverdienstkreuz 1.Klasse
  • 1978: Bonifatius-Medaille des Bistums Fulda
  • 1980: Architekturpreis der Stadt München

Literatur[Bearbeiten]

  • Winfried Nerdinger, Irene Meissner: Sep Ruf 1908–1982. Moderne mit Tradition. München 2008.
  • Irene Meissner: Sep Ruf 1908–1982: Leben und Werk. München 2013.
  • Andreas Denk: Rufs Vermächtnis – Transformationen der Moderne. In: der architekt. 5/2008.
  • Helga Himen: Ruf, Sep. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 22, Duncker & Humblot, Berlin 2005, ISBN 3-428-11203-2, S. 231–233 (Digitalisat).
  • Hans Wichmann: Sep Ruf. Bauten und Projekte. DVA, Stuttgart 1986, ISBN 3-421-02851-6.
  • Michael Mott: Ein „Dorn“ im „Barockauge“ / Das Telekom-Gebäude „Unterm Heilig Kreuz“: Vom kaiserlichen „Prachtbau“ zum „Schandfleck“ der Moderne. In: Fuldaer Zeitung. 10. Juni 1998, S. 18. (Serie: Fulda einst und jetzt)
  • Paul Swiridoff: Der Bungalow. Wohn- und Empfangsgebäude für den Bundeskanzler in Bonn. Text von Erich Steingräber. Neske Verlag, Pfullingen 1967.
  • Der Kanzlerbungalow. Edition Axel Menges, 2009. Andreas Schätzke, Joaquín Medina Warmburg: Sep Ruf. Kanzlerbungalow Bonn. (online auf books.google.de) Edition Axel Menges, Stuttgart / London 2009, ISBN 978-3-932565-72-4. (deutsch, englisch) (PDF)
  • Judith Koppetsch: Palais Schaumburg. Von der Villa zum Kanzlersitz. Haus der Geschichte Bonn
  • Georg Adlbert: Der Kanzlerbungalow. Erhaltung, Instandsetzung, Neunutzung. 2. erw. Auflage. Krämer, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-7828-1536-9.
  • Andreas Denk, Ingeborg Flagge: Architekturführer Bonn. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 1997, ISBN 3-496-01150-5, S. 84.
  • Georg Adlbert, Volker Busse, Hans Walter Hütter, Judith Koppetsch, Wolfgang Pehnt, Heinrich Welfing, Udo Wengst (Autoren); Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland/ Wüstenrot Stiftung Ludwigsburg (Hrsg.): Kanzlerbungalow. Prestel, München 2009, ISBN 978-3-7913-5027-1.
  • Burkhard Körner: Der Kanzlerbungalow von Sep Ruf in Bonn. In: Bonner Geschichtsblätter. Band 49/50, Bonn 1999/2000 (2001), ISSN 0068-0052, S. 507–613.
  • Egon Eiermann, Sep Ruf: Deutsche Pavillons. Brüssel 1958. Ed. Menges, Stuttgart / London 2007, ISBN 978-3-932565-62-5.
  • Rika Devos, Mil De Kooning u. a. (Hrsg.): L' architecture moderne à l’Expo 58 : pour un monde plus humain. Dexia/Mercatorfonds, 2006, ISBN 90-6153-642-1.
  • Helmut Vogt: Wächter der Bonner Republik. Die Alliierten Hohen Kommissare 1949–1955. Verlag Ferdindand Schöningh, Paderborn 2004, ISBN 3-506-70139-8, S. 99, 102, 103–118.
  • Andreas Denk, Ingeborg Flagge: Architekturführer Bonn. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 1997, ISBN 3-496-01150-5, S. 79.
  • Herbert Strack: Spaziergang durch das 1100 Jahre alte Muffendorf. Bad Godesberg 1988.
  • Andrea M. Kluxen: Die Geschichte der Kunstakademie in Nürnberg 1662–1998. In: Jahrbuch für fränkische Landesforschung. 59 (1999), S. 167–207.
  • Franz Winzinger (Red.): 1662–1962, Dreihundert Jahre Akademie der bildenden Künste in Nürnberg. Nürnberg 1962.
  • Bernward Deneke, Rainer Kahsnitz (Hrsg.): Das Germanische Nationalmuseum. Nürnberg 1852–1977. Beiträge zu seiner Geschichte. München / Berlin 1978. (umfassender Sammelband zu allen Aspekten und Einrichtungen des Museums)
  • Schatzkammer der Deutschen. Aus den Sammlungen des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg. Nürnberg 1982.
  • Deborah Ascher Barnstone: The Transparent State: Architecture And Politics In Postwar Germany. Routledge, London/ New York 2005, ISBN 0-415-70019-1.
  • Renate Wiehager für die Daimler AG (Hrsg.); Susannah Cremer-Bermbach: Minimalism in Germany. The sixties - Minimalismus in Deutschland. Die 1960er Jahre. Daimler Contemporary Art Collection, Berlin 2012, S. 459–467.
  • Winfried Nerdinger, Inez Florschütz (Hrsg.): Architektur der Wunderkinder: Aufbruch und Verdrängung in Bayern 1945–1960. Katalog zur Ausstellung in der Pinakothek der Moderne, München. Pustet, Salzburg 2005.
  • Akademie der Bildenden Künste (Hrsg.): 350 Jahre Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. Nürnberg 2012, ISBN 978-3-86984-351-3. (Verschiedene Beiträge, u. a. von Irene Meissner: Die Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg - Ein Hauptwerk der deutschen Nachkriegsarchitektur von Sep Ruf.)
  • Aufbruch! Architektur der fünfziger Jahre in Deutschland. Prestel, München u. a. 2012, ISBN 978-3-7913-4698-4.[56]
  • Otto Bartning (Hrsg.): 2. Darmstädter Gespräch, Mensch und Raum. Neue Darmstädter Verlagsanstalt, 1952, DNB 453308228.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sep Ruf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Archiv Sep Ruf, Familie Sep Ruf
  2. Gerd Otto-Rieke: Gräber in Bayern. München 2000, S. 9.
  3. nordostkultur-muenchen.de
  4. Winfried Nerdinger, Irene Meissner: Sep Ruf 1908–1982. Moderne mit Tradition. 2008, S. 28–29.
  5. Winfried Nerdinger: Sep Ruf 1908–1982. S. 160, 162.
  6. baukunst-nuernberg.de
  7. architekturmuseum.de
  8. adk.de
  9. (Nikolaus Pevsner)
  10. expo2000.de
  11. derwesten.de
  12. axelmenges.de
  13. bbr.bund.de
  14. bbr.bund.de
  15. erzbistum-muenchen.de
  16. bsb-muenchen.de
  17. buergerverein-hansaviertel-berlin.de
  18. berliner-hansaviertel.de
  19. mpp.mpg.de
  20. mpp.mpg.de
  21. dhv-speyer.de
  22. karstadt.de
  23. bauwelt.de
  24. (Michael H. Gellings, Historiker in Fulda)
  25. Fakultät für Architektur: Institute for History of Architecture, History of Art and Restoration. Ar.tum.de. Abgerufen am 11. Mai 2013.
  26. www.uni-weimar.de/cms/architektur/dmbg/forschung/promotion/promovenden.html
  27. arch.ethz.ch
  28. > Grantees > Lynnette Widder. Graham Foundation. Abgerufen am 11. Mai 2013.
  29. Lynnette Widder receives Graham Foundation research grant « RISD Academic Affairs. Academicaffairs.risd.edu. 16. Juni 2011. Abgerufen am 11. Mai 2013.
  30. a b 150 Eigenheime. Verlag F. Bruckmann, München 1951.
  31. Baumonographische Behandlung bei: Roman Hillmann: Die Erste Nachkriegsmoderne. Ästhetik und Wahrnehmung der westdeutschen Architektur 1945–63. Petersberg 2011, S. 91–122.
  32. Fritz Aschka: Mein Nürnberg. 60 Ausflüge in die Geschichte. Nürnberger Presse 2007, S. 74 f.
  33. nzz.ch
  34. architekturmuseum.de
  35. Für den guten Ruf. Spiegel Online
  36. gkg-bonn.de
  37. architekturmuseum.de
  38. architekturmuseum.de
  39. gutzwiller.com
  40. uni-kl.de
  41. architekturmuseum.de
  42. architekturmuseum.de
  43. architekturmuseum.de
  44. architekturmuseum.de
  45. architekturmuseum.de
  46. baunetz.de
  47. www.fakultaet3.fh-hannover.de/studium/bachelor/innenarchitektur/messe-ausstellungen/index.html
  48. dortmunder-u.de
  49. designlines.de
  50. bauwelt.de
  51. bauwelt.de
  52. museen.nuernberg.de (PDF)
  53. www.architonic.com/ntsht/60-jahre-wie-wohnen-und-10-jahre -markanto/7000393
  54. architekturmuseum.de
  55. fabricasantothyrso.pt
  56. Leseprobe (PDF)