Kaiser Chiefs

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Dieser Artikel behandelt die britische Band. Für den südafrikanischen Fußballverein siehe Kaizer Chiefs.
Kaiser Chiefs
Kaiser Chiefs beim Festival Beauregard, 2012
Kaiser Chiefs beim Festival Beauregard, 2012
Allgemeine Informationen
Genre(s) Indie-Rock, New-Wave
Gründung 2003
Website www.kaiserchiefs.co.uk
Aktuelle Besetzung
Ricky Wilson
Andrew „Whitey“ White
Simon Rix
Nick „Peanut“ Baines
Nick Hodgson (2004-2012)
Kaiser Chiefs bei Rock am Ring auf der Centerstage, 2006
Kaiser Chiefs in München, 2005

Die Kaiser Chiefs sind eine englische Rockband. Sie wurde Anfang 2003 in Leeds gegründet und ging aus der Garage-Rock-Band Parva hervor. Der Name der Band lehnt sich an den früheren Verein des Leeds United-Spielers Lucas Radebe an, die Kaizer Chiefs aus Johannesburg.

Der Musikstil der Kaiser Chiefs bewegt sich zwischen Indie-Rock und Garage-Rock und ist beeinflusst von Bands wie The Beach Boys, Super Furry Animals, The Kinks, XTC, Beta Band, Blur, Supergrass, 10cc, Small Faces, Dexys Midnight Runners und Madness. Sie legen sich selbst nur ungern auf bestimmte Einflüsse fest, wie Keyboarder Nick „Peanut“ Baines in einem Interview am 3. Februar 2007 mitteilte. So stellte er besonders heraus, dass sie eine Menge Inspirationen durch britische Bands, mit denen sie aufwuchsen, bekamen, jedoch jeder Song anders klingt. Die Kaiser Chiefs sind befreundet mit der Band Franz Ferdinand.

Der Durchbruch gelang der Band im Herbst 2004 mit der Single I Predict a Riot, mit der sie die britischen Singlecharts erreichten. Im Februar 2005 veröffentlichten sie ihre Debütsingle Oh My God ein zweites Mal und stiegen damit in ihrem Heimatland in die Top Ten ein. Das erste Album der Band, Employment, erschien im März 2005. Das zweite Album, Yours Truly, Angry Mob, wurde von Stephen Street produziert sowie 2006 aufgenommen und gelangte am 23. Februar 2007 in den Verkauf. Mit dem Stück Ruby schaffte die Band in Deutschland den Durchbruch. Die Single kletterte langsam bis auf den elften Platz der deutschen Singlehitparade.

Am 17. Oktober 2008 erschien das dritte Studioalbum der Kaiser Chiefs, Off with Their Heads.

2009 waren Ruby und Never Miss a Beat Teil des offiziellen Soundtracks zu Pro Evolution Soccer 2010.[1]

Im Juli 2009 traten Kaiser Chiefs als Vorgruppe bei drei U2-Konzerten im Rahmen der 360° Tour auf: In Paris am 11. und 12. Juli 2009 und in Dublin am 25. Juli 2009.[2]

Am 27. Juni 2011 erschien eine physische Version des vierten Studioalbums mit 12 Tracks, nachdem sich die Fans ab dem 3. Juni eine eigene Downloadversion mit 10 Tracks zusammenstellen konnten. Dabei konnte man für £7.50 aus 20 Stücken, von denen eine etwa einminütige Kostprobe angehört werden konnte, sein "eigenes" Album kreieren. Darauf konnte auch auf Versionen früherer Kunden zurückgegriffen werden, wobei dem jeweiligen Ersteller der Version £1 zurückerstattet wurde.

2012 traten sie in der Abschlusszeremonie der Olympischen Sommerspiele in London auf. Im selben Jahr veröffentlichten sie die Compilation "Souvenir: The Singles 2004-2012", welche alle bis dahin veröffentlichten Singles und zwei neue Songs enthielt.[3]

Am 4. Dezember 2012 gab Nick Hodgson überraschend seinen Ausstieg aus der Band bekannt, um sich in Zukunft intensiver der Arbeit an den beiden Platten-Labels „Chewing Gum Records“ und „Birthday Records“ widmen zu können. Hodgson galt bis dahin als Haupt-Songwriter der Kaiser Chiefs und tragende Kraft der Gruppe. Die restlichen vier Bandmitglieder entschlossen sich daraufhin dazu, Hodgson nicht durch ein Vollzeitmitglied zu ersetzen, sondern stattdessen als Quartett weiterzumachen.[4]

Bei Live-Auftritten werden sie zukünftig durch wechselnde Gast-Schlagzeuger unterstützt werden. Für die Tour 2013 haben sie den „Club Smith“-Schlagzeuger Vijay Mistry verpflichtet.[5]

Inhaltsverzeichnis

Diskografie [Bearbeiten]

Alben [Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen
DE AT CH UK US
2005 Employment 55 2 86
2007 Yours Truly, Angry Mob 6 5 11 1 45
2008 Off with Their Heads 29 25 19 2 55
2011 The Future Is Medieval 91 83 10
2012 Souvenir: The Singles 2004–2012 19

Singles [Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen Album
DE AT CH UK US
2004 Oh My God 6 Employment
2004 I Predict a Riot 79 22 Employment
2005 Everyday I Love You Less and Less 10 Employment
2005 Sink That Ship/I Predict a Riot 9 Employment
2005 Modern Way 11 Employment
2007 Ruby 11 14 13 1 Yours Truly, Angry Mob
2007 Everything Is Average Nowadays 99 19 Yours Truly, Angry Mob
2007 The Angry Mob 22 Yours Truly, Angry Mob
2007 Love's Not a Competition (But I'm Winning) Yours Truly, Angry Mob
2008 Never Miss a Beat 76 65 5 Off with Their Heads

Quelle[6]

Auszeichnungen [Bearbeiten]

  • Am 18. Februar 2005 wurden die Kaiser Chiefs mit dem Philip Hall Radar Award des britischen Musikmagazins NME ausgezeichnet.
  • Am 15. Februar 2006 gewannen sie die BRIT Awards als beste britische Band, beste britische Rockgruppe und bester britischer Liveact.

Literatur [Bearbeiten]

  • Seamus Craic: Kaiser Chiefs. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Auflage 1 (Juli 2006), ISBN 3-89602-718-2

Quellennachweise [Bearbeiten]

  1. [1]
  2. Vorgruppe bei U2s 360° Tour
  3. [2]
  4. [3]
  5. [4]
  6. Chart-Positionen der Kaiser Chiefs

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Kaiser Chiefs – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien