Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin
| Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin | |
|---|---|
| Gründung | 1991 |
| Trägerschaft | kirchlich |
| Ort | Berlin |
| Staat | Deutschland |
| Präsidentin | Monika Treber |
| Studenten | ca. 1400 (WS 2011/2012) |
| Professoren | 43, 105 Lehrbeauftragte |
| Website | www.khsb-berlin.de |
Die Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB) ist eine kirchliche, staatlich anerkannte Fachhochschule in Berlin. Sie befindet sich in der Trägerschaft des Erzbistums Berlin und hat ihren Sitz in der Köpenicker Allee 39-57 im Ortsteil Karlshorst des Berliner Bezirks Lichtenberg.
Im Wintersemester 2011/2012 waren an der KHSB ca. 1300 Studenten immatrikuliert, der Lehrkörper bestand aus 43 Professoren und 105 Lehrbeauftragten.[1]
Inhaltsverzeichnis |
Lehre und Forschung [Bearbeiten]
In den Studienschwerpunkten Soziale Arbeit, Heilpädagogik, Klinische Sozialarbeit, Bildung und Erziehung, Schulische Religionspädagogik und Gestaltungstherapie/Klinische Kunsttherapie (berufsbegleitend) werden Bachelor- bzw. Master-Programme angeboten. Fort- und Weiterbildungsangebote wenden sich an Absolventinnen und Absolventen der Hochschule und Professionelle in sozialen Berufsfeldern. Fakultativ können Studierende an einem Studium Generale Theologie und Theologie des Sozialen teilnehmen.
Forschung wird an der KHSB gezielt in bestimmten Profilbereichen betrieben. Sie soll die Problemwahrnehmung und Problemlösungskompetenzen der fachlichen und politischen Praxis fördern. Gegenwärtig konzentriert sich die Forschung auf die Kompetenzfelder
- Soziale Gesundheit
- Sozialethik, Ethik sozialprofessionellen Handelns und Ethikberatung
- Gemeinwesenarbeit und Community Organizing
- Inklusion und Partizipation
- Gender und Diversity
- Methodenentwicklung angewandter Forschung.
Durch eine interne Forschungsförderung sollen Drittmittelanträge und Beiträge zur Bündelung, Ergänzung und Weiterentwicklung der bisherigen Forschungsaktivitäten unterstützt werden.[2]
Der Hochschule sind angegliedert[3]:
- Berliner Institut für christliche Ethik und Politik (ICEP)
- Deutsches Institut für Community Organizing (DICO)
- Institut für Soziale Gesundheit (ISG).
Geschichte [Bearbeiten]
Die Hochschule befindet sich in einem denkmalgeschützten Gebäudekomplex, der um 1930 durch den Architekten Felix Angelo Pollak als St.-Antonius-Hospital im Stile des Bauhauses errichtet wurde. Der Bau des Hospitals wurde über eine Auslandsanleihe der Marienschwestern von der Unbefleckten Empfängnis in Breslau finanziert. Große Teile des benötigten Grundbesitzes wurden von Sigismund von Treskow gekauft. Der gesamte Grunderwerb für das Hospital kostete 260.000 Mark. Es war zu seiner Entstehungszeit das modernste Krankenhaus Berlins.
Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte die Köpenicker Allee zum sowjetisch besetzten Sperrgebiet. Die Bauten wurden nun als Verwaltungssitz der SMAD und teilweise auch als Gefängnis genutzt.[4] Als das Sperrgebiet nach 1963 aufgehoben wurde, bezog das DDR-Ministerium für Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft die Gebäude. Nach Auflösung der DDR und damit all ihrer Ministerien fielen die Gebäude in das Eigentum der Katholischen Kirche zurück.
Die KHSB wurde 1991 unter der Bezeichnung Katholische Fachhochschule Berlin (KFB) gegründet. Gründungsrektorin war die langjährige Vizepräsidentin des Deutschen Caritasverbandes und Vorsitzende - später Ehrenmitglied - des Deutschen Vereins, Teresa Bock.
Bilder [Bearbeiten]
Siehe auch [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Rektorenberichte der Katholischen Hochschule für Sozialwesen und Angaben auf der Homepage der Hochschule
- ↑ Forschungsschwerpunkte der KHSB Leitlinien, Kompetenzfelder und strategische Ziele. Verabschiedet vom Akademischen Senat am 13. Juli 2011
- ↑ Website des Instituts
- ↑ Karlshorster Erzählkreis vom Mai 2006
Weblinks [Bearbeiten]
- Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin
- Eintrag in der Berliner Landesdenkmalliste mit weiteren Informationen
52.4880113.534177Koordinaten: 52° 29′ 17″ N, 13° 32′ 3″ O