Klaus Darga

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Klaus Darga im Oktober 1963
Klaus Darga (1963)
Land DeutschlandDeutschland Deutschland
Geboren 24. Februar 1934
Berlin
Titel Internationaler Meister (1957)

Großmeister (1964)

Aktuelle Elo-Zahl 2453 (August 2014)
Beste Elo-Zahl 2540 (1971 bis 1972)
Karteikarte bei der FIDE (englisch)

Klaus Viktor Darga (* 24. Februar 1934 in Berlin) ist ein deutscher Großmeister im Schach und ehemaliger Bundestrainer des Deutschen Schachbundes.

Leben[Bearbeiten]

Klaus Darga erlernte die Grundregeln des Schachspiels im Alter von kaum über sechs Jahren durch Zuschauen bei seinem Vater. Jedoch erst mit 14 Jahren begann er sich ernsthaft mit Schach zu beschäftigen.[1]

Sein erstes Turnier war die Berliner Jugend-Meisterschaft 1949[1], in dem Darga den Stichkampf um den Titel gegen Paul Bares verlor. 1951 wurde Darga im Alter von siebzehn Jahren westdeutscher Jugendmeister.[2] 1953 teilte er sich mit Óscar Panno den ersten Platz bei den Juniorenweltmeisterschaften U20. 1954 und 1959 gewann er die West-Berliner Meisterschaft, 1955 und 1961 die Deutsche Meisterschaft.

In den 1960er Jahren war er einer der stärksten deutschen Schachspieler und nahm erfolgreich an internationalen Turnieren teil (z. B. Interzonenturnier Amsterdam 1964, Winnipeg 1967). Für den legendären 1970 ausgetragenen Wettkampf Sowjetunion gegen den Rest der Welt wurde Darga in die Weltauswahl berufen, kam jedoch nicht zum Einsatz.

1957 wurde Darga Internationaler Meister, 1964 Großmeister.[3]

Schließlich gab Darga, der einst in Berlin Maschinenbau studiert hatte[1], seine Profikarriere zugunsten seines Berufs als Programmierer bei IBM auf.

Von 1989 bis 1997 fungierte er - als Nachfolger von Sergiu Samarian und Vorgänger von Uwe Bönsch - als Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft. Bei der Schachweltmeisterschaft der Senioren 1997 wurde er bester Deutscher.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Zwischen den Jahren 1954 und 1978 nahm er für Deutschland an insgesamt zehn Schacholympiaden teil. Sein größter Erfolg war der dritte Platz mit der Mannschaft bei der Schacholympiade 1964 in Tel Aviv.[4] Außerdem nahm Darga 1957, 1961 und 1977 an der Mannschaftseuropameisterschaft teil.[5]

Bundesliga[Bearbeiten]

Darga war jahrelang Spitzenspieler der Bundesligamannschaft des VfL Sindelfingen. Zuletzt kam er in der Bundesliga in der Saison 1990/91 zum Einsatz.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Engelhardts Schach-Taschen-Jahrbuch 1956, S. 94
  2. Deutsche Jugendeinzelmeisterschaften 1951 in Hamburg
  3. Willy Iclicki: FIDE Golden book 1924-2002. Euroadria, Slovenia, 2002, S. 75
  4. Klaus Dargas Ergebnisse bei Schacholympiaden auf olimpbase.org (englisch)
  5. Klaus Dargas Ergebnisse bei Mannschaftseuropameisterschaften auf olimpbase.org (englisch)