Hans-Joachim Hecht

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Hans-Joachim Hecht (1980)
Hans-Joachim Hecht, 1980
Land DeutschlandDeutschland Deutschland
Geboren 29. Januar 1939
Luckenwalde
Titel Internationaler Meister (1969)
Großmeister (1973)
Aktuelle Elo-Zahl 2381 (Juli 2011)
Beste Elo-Zahl 2515 (1974)
Karteikarte bei der FIDE (englisch)

Hans-Joachim Hecht genannt Hajo H. (* 29. Januar 1939 in Luckenwalde) ist ein deutscher Schach-Großmeister.

Hans-Joachim Hecht, der seit 1973 den Großmeistertitel[1] trägt, war bis Mitte der 1970er Jahre Berufsschachspieler. Er gab das unsichere Profitum für eine Angestelltenlaufbahn in der Kommunalverwaltung Solingen auf. 1974 heiratete er Annemarie Zeitler, die Schwester des starken blinden deutschen Schachspielers Hans Zeitler. Er hat zwei Söhne, Christoph und Volkmar, die ebenfalls starke Spieler sind.

Stefan Kindermann, Klaus Bischoff, Jörg Hickl, Detlef Heinbuch und in der Mitte stehend Hans-Joachim Hecht auf der Schacholympiade 1986 in Dubai

Hecht wurde 1968 in Hitzacker Deutscher Jugendmeister.[2] Zwei Jahre später gewann er die Deutsche Meisterschaft 1970 in Völklingen.[3]

Er nahm für die Bundesrepublik Deutschland an zehn Schacholympiaden teil, und zwar 1962 in Warna, 1968 in Lugano, 1970 in Siegen, 1972 in Skopje, 1974 in Nizza, 1978 in Buenos Aires, 1980 in Valletta, 1982 in Luzern, 1984 in Thessaloniki und 1986 in Dubai.[4]

Seine größten Triumphe feierte er bei seinen Turniersiegen in Bad Pyrmont 1970, Olot 1971, Málaga 1972 und in Dortmund 1973 [5] bei der 2. Internationalen Deutschen Einzelmeisterschaft, an der auch Boris Spasski und Paul Keres teilnahmen.

Hecht, der mehrfach deutscher Mannschaftsmeister mit der Solinger SG 1868 und dem FC Bayern München wurde, war lange Jahre hindurch Sekundant des deutschen Spitzenspielers Robert Hübner.

Hecht wurde 1976 das Silberne Lorbeerblatt, die höchste sportliche Auszeichnung in Deutschland, verliehen.[6]

In den letzten Jahren beschäftigte er sich mit der Nachwuchsförderung des Schachvereins Fürstenfeldbruck und trat recht erfolgreich bei internationalen Senioren-Turnieren auf, wie 2005 bei der Senioren-Weltmeisterschaft in Lignano Sabbiadoro, Italien (Platz 9 von 140 Teilnehmern).[7][8]

Werke[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Willy Iclicki: FIDE Golden book 1924-2002. Euroadria, Slovenia, 2002, S. 76
  2. Deutsche Jugendeinzelmeisterschaften 1958 in Hitzacker auf TeleSchach
  3. Sämtliche 270 Partien der Deutschen Meisterschaft 1970 auf 365Chess (englisch)
  4. MEN'S CHESS OLYMPIADS - Hecht, Hans-Joachim (Germany) auf Olimpbase (englisch)
  5. 2. Internationale Deutsche Schacheinzelmeisterschaft 1973 in Dortmund auf TeleSchach
  6. Ehrungen im Bereich des Deutschen Schachbundes. In: schachbund.de. Deutscher Schachbund e. V., abgerufen am 4. Juli 2013.
  7. DWZ-Auswertung der Senioren-WM 2005 Archiv des Deutschen Schachbundes
  8. 15. Senioren-Schachweltmeisterschaft 2005 in Lignano (Italien) auf TeleSchach

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hans-Joachim Hecht – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien