Bad Pyrmont

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Bad Pyrmont
Bad Pyrmont
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bad Pyrmont hervorgehoben
51.9852777777789.2622222222222111Koordinaten: 51° 59′ N, 9° 16′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Hameln-Pyrmont
Höhe: 111 m ü. NHN
Fläche: 61,96 km²
Einwohner: 19.008 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 307 Einwohner je km²
Postleitzahl: 31812
Vorwahl: 05281
Kfz-Kennzeichen: HM
Gemeindeschlüssel: 03 2 52 003
Stadtgliederung: 9 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausstraße 1
31812 Bad Pyrmont
Webpräsenz: www.stadt-badpyrmont.de
Bürgermeisterin: Elke Christina Roeder (SPD)
Lage der Stadt Bad Pyrmont im Landkreis Hameln-Pyrmont
Bad Münder am Deister Salzhemmendorf Coppenbrügge Hessisch Oldendorf Hameln Emmerthal Bad Pyrmont Aerzen Nordrhein-Westfalen Landkreis Holzminden Landkreis Hildesheim Region Hannover Landkreis Schaumburg Landkreis Hameln-Pyrmont NiedersachsenKarte
Über dieses Bild

Bad Pyrmont [bat pyrˈmɔnt, auch ˈpyrmɔnt] ist eine Kurstadt im Landkreis Hameln-Pyrmont in Niedersachsen (Deutschland).

Geografie[Bearbeiten]

Die Stadt Bad Pyrmont liegt im Weserbergland zwischen Hameln (etwa 20 km entfernt) und Paderborn (etwa 60 km Entfernung) sowie an der deutsch-niederländischen Ferienstraße Oranier-Route. Die Emmer fließt durch das Stadtgebiet.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Das Stadtgebiet grenzt im Uhrzeigersinn an die niedersächsischen Gemeinden Aerzen, Emmerthal und die Samtgemeinde Polle (Ottenstein, Vahlbruch) sowie an die Städte Lügde, Blomberg und Barntrup im Kreis Lippe (NRW).

Ortsteile[Bearbeiten]

  • Pyrmont (Stadtteil)
  • Oesdorf (Stadtteil)
  • Holzhausen (Stadtteil)
  • Thal
  • Löwensen mit Friedensthal
  • Neersen
  • Baarsen
  • Eichenborn
  • Großenberg
  • Kleinenberg
  • Hagen

Geschichte[Bearbeiten]

Promenade um 1780
Bad Pyrmont, Souvenirblatt, 1881
Schloss um 1900
Pyrmont um 1900

Bad Pyrmont ist niedersächsisches Staatsbad und ein traditionsreiches Kurbad mit vielen entsprechenden Kureinrichtungen von hohem nationalen und internationalen Rang. Bekannt wurde der Ort 1556/57, als 10.000 Menschen aus ganz Europa herbeikamen („großes Wundergeläuf“), um Heilung zu finden und die wundertätige Quelle zu erleben. Der Ort beherbergt einen der schönsten Kurparks Deutschlands mit einem berühmten Palmengarten, der größten Palmenfreianlage nördlich der Alpen. Einmalig ist auch die „Dunsthöhle“[2], wo natürliche Kohlensäure (als Mofette) an die Oberfläche steigt. Als der Pyrmonter Brunnenarzt Johann Philipp Seip 1712 nach Pyrmont kam, ging er diesen Erscheinungen nach.[3] Diese Kohlensäure wird auch als therapeutisches Mittel eingesetzt. Genutzt werden heute sechs Heilquellen, von denen auch die Hufelandtherme – ein öffentliches Wellness-Schwimmbad mit Saunalandschaft – versorgt wird.

Schon die Römer und Germanen kannten und nutzten die Pyrmonter Heilquellen. Das ist durch ungefähr 300 bronzene Fibeln, drei römische Denare und eine provinzialrömische emaillierte Schöpfkelle belegt, die im Jahr 1863 bei Bauarbeiten an der Brodelquelle entdeckt wurden. Die Funde stammen aus der Zeit der letzten Jahrzehnte v. Chr bis weit ins 4. Jahrhundert hinein, wobei ein Schwerpunkt offenbar am Ende des 2. und Beginn des 3. Jahrhunderts liegt. Ob es sich dabei um ein altes Quellheiligtum mit Opfergaben oder ein Heilbad mit lediglich verlorenen Gegenständen handelt, ist umstritten[4].

Die Anfänge des Ortes Pyrmont liegen im Mittelalter. Nach dem Sturz Herzog Heinrichs des Löwen im Jahr 1180 fällt der westliche Teil des alten Herzogtums Sachsen an den Erzbischof von Köln. Ihm unterwerfen sich auch die Grafen von Schwalenberg. Auf Schwalenberger Gebiet errichtet der Erzbischof von Köln, Philipp I. von Heinsberg, auf dem Schellenberg eine Burg, die er nach dem Kölner Bistumspatron Petrus benennt, lateinisch „petri mons“, was auf Deutsch soviel heißt wie Petersberg. 1184 taucht (Bad) Pyrmont dann erstmals in historischen Aufzeichnungen auf. Ein weiterer Name ist piremont. Heute ist nicht geklärt, aus welchem der beiden Namen sich das heutige Pyrmont entwickelte. Im Mittelalter war Pyrmont Sitz der kleinen Grafschaft Pyrmont, die 1625 durch Erbschaft an die Grafen von Waldeck fiel: Am 7. Mai 1625 übertrug Graf Hans Ludwig zu Gleichen seinen Vettern Christian und Wolrad zu Waldeck die Herrschaft über Pyrmont. Der Ort Pyrmont bestand zu dieser Zeit aus dem alten Wasserschloss und einem kleinen Häuschen am sogenannten „Heiligborn“.

Die Grafschaft gehörte zum Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis. Der bekannteste Vertreter der Grafen zu Waldeck, Georg Friedrich zu Waldeck (1620–1692) ließ im Jahr 1668 den Quellbach zuwerfen und pflanzte die später berühmt gewordene vierreihige Lindenallee. Ihm folgten Christian Ludwig zu Waldeck (1692–1706) und Friedrich Anton Ulrich zu Waldeck (1706–1728). Bei dessen Tod war Pyrmont zu der Gesamtkonzeption gewachsen, die noch heute erkennbar ist: das Barockschloss, die Haupt- mit mehreren Nebenalleen sowie die Brunnenstraße. In dieser Zeit begann der Aufstieg Pyrmonts zu einem beliebten Bade- und Erholungsort der oberen Schichten, welches sogar dem berühmten Karlsbad seinen ersten Platz unter den europäischen Bädern streitig machte.

1681 fand die Große Fürstenversammlung in Pyrmont statt, der sogenannte Fürstensommer.[5] 1712 wurden die Grafen von Waldeck und Pyrmont durch Kaiser Karl VI. in den erblichen Fürstenstand erhoben. 1720 erfolgte die Verleihung der Stadtrechte an die „Neustadt Pyrmont“.

Nach einer Erbteilung 1805 war Pyrmont kurzfristig noch einmal bis 1812 selbständig, wurde dann aber wieder mit Waldeck vereinigt. Das Fürstentum Waldeck-Pyrmont behielt seinen Status nach dem Wiener Kongress 1815 und wurde Mitglied des Deutschen Bundes. Von 1868 an wurde es von Preußen verwaltet, behielt aber seine nominelle Souveränität und wurde 1871 Mitgliedstaat in Bismarcks Deutschem Reich. 1872 bekam Pyrmont eine Eisenbahnanbindung an die Bahnstrecke Hannover–Altenbeken, 1879 wurde zwischen Bahnhof und Stadt eine Pferdebahn eingerichtet. Mit der Abdankung des letzten Fürsten nach Ende des Ersten Weltkrieges wurde Waldeck-Pyrmont ein Freistaat in der Weimarer Republik.

1914 erhielt Pyrmont den Namen Bad Pyrmont.[6] Am 30. November 1921 wurden die Stadt und der umliegende Bezirk auf Grund eines Volksentscheides aus dem Freistaat aus- und in die preußische Provinz Hannover eingegliedert. Am 1. April 1922 wurde die Gemeinde Oesdorf eingemeindet. Im Juli 1933 wurde mit dem ersten Kongress des Großdeutschen Schachbundes in Bad Pyrmont die Gleichschaltung der Schachorganisation in Deutschland faktisch vollzogen. Am 1. April 1938 wurde die Gemeinde Holzhausen eingemeindet. 1940 wurde die Verwaltung in die alte Post an der Brunnenstraße – heute Altbau – verlegt.

Im Zweiten Weltkrieg war Bad Pyrmont eine Lazarettstadt, deswegen war sie vom Krieg nicht so betroffen.

Am 16. Oktober 1956 erhielt Bad Pyrmont den Status einer „selbständigen Stadt“. Am 1. Januar 1973 wurden die Gemeinden Baarsen, Eichenborn, Großenberg, Hagen, Kleinenberg, Löwensen, Neersen und Thal eingemeindet, sodass mit leicht abgewandelten Grenzen die gesamte alte Grafschaft heute eine Stadt bildet.

Vom 18 bis 20. Oktober 2006 fand das Treffen der Ministerpräsidenten und regierenden Bürgermeister aus ganz Deutschland in Bad Pyrmont statt.

Im Rahmen der EU-Präsidentschaft Deutschlands fand vom 15. bis 16. Mai 2007 das Informelle Minister- und Ministerinnentreffen für Gleichstellung und Familie im Hotel Steigenberger statt.[7]

Am 25. Mai 2009 erhielt die Stadt den von der Bundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“.

Die Blasonierung des Wappens lautet in einem gotischen Wappenschild mit silbernem Grund ein rotes Ankerkreuz.[8]

Glücksspiel[Bearbeiten]

Nicht unwesentlich zur Attraktivität trug das konzessionierte Glücksspiel bei. Die erste obrigkeitliche Gestattung des Glücksspiels erfolgte, als 1724 mit einem Herrn Cazal aus Braunschweig ein Vertrag geschlossen wurde, der im Gegenzug ein zweites Ballhaus errichten musste, das 1727 eröffnete. 1767 wurde über das Privileg mit J. A. Tabor aus Frankfurt verhandelt. Gespielt wurde rouge et noir und Billard im Parterre des Kaffeehauses, das 1911 abgerissen wurde. Im Jahre 1784 bestanden zwei konzessionierte Pharobanken an verschiedenen Orten. Die ostelbischen Junker, die einen wesentlichen Teil der Kundschaft ausmachten, legten Wert auf die Einhaltung der Standesschranken. Zum einen gab es die Silberbank (Mindesteinsatz: 1 Specietaler) im Kaffeehaus und die Goldbank (Mindestsatz: 1 Dukat) im Ballsaal des Kurhauses. Der langjährige Pächter beider Häuser ab 1809 war Freiherr H. A. von Ruxleben. Den ersten Antrag, ein Roulette aufstellen zu dürfen richtete der Mitinhaber Leutnant Schönewolf an den Fürsten. Nach Unregelmäßigkeiten 1854 flüchtete der Pächter, der 1848 die Konzession erhalten hatte, was Julius de Wellens Gelegenheit gab, auch hier mit einzusteigen. Der Spielbetrieb, ursprünglich bis 30. April 1873 konzessioniert, ging weiter bis zur Aufhebung aller Spielbanken im neuen Deutschen Reich zum Ende der Saison 1872.[9] Nachdem 1973 das Spielbankengesetz verabschiedet wurde, war Bad Pyrmont zusammen mit Hannover eine der ersten, die sich eine Konzession sichern konnten und eine Spielbank eröffneten.[10]

Religionen[Bearbeiten]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1973 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Baarsen (ohne den am 1. Oktober 1971 an die Stadt Lügde abgetretenen Gebietsteil mit damals etwa 50 Einwohnern), Eichenborn, Großenberg, Hagen, Kleinenberg, Löwensen, Neersen und Thal eingegliedert.[11]

Ortsname[Bearbeiten]

Frühere Ortsnamen von Pyrmont waren im Jahre 889 Piringisa, im 11.Jahrhundert Birngise, in den Jahren 1184 Pyremont, 1184 per mut, 1184 Perremont (auch Pirremont), 1186 Pyerremont, 1167-1191 Pierremont, 1187 Pirremunt und 1187 Peremont.

Pyrmont ist ein schwierig zu erklärender Name. Die Erklärung eines Kompositums aus "Petri mons", also "Petersberg", wurde populär. Laut der vergleichenden Ortsnamenforschung ist bekannt, dass in "-mund" ein germanisches Wort für "Berg" steckt, das nicht französisch-lateinischen Ursprung ist. "Pyr-, Pir-" in Pyrmont kann mit einer Quelle "In der Pirre" im Bierberg bei Lügde mit einem Eintrag im Grimmschen Wörterbuch "pur", ferner in Schleswig-Holstein Verb "pirren", also "regnen", etwa in der Bedeutung "Quelle" verbunden werden. Pyrmont bedeutet demnach, dass es an einem alten "Quellenberg" liegt.[12]

Politik[Bearbeiten]

Die vergangenen fünf Kommunalwahlen führten zu folgenden Ergebnissen:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
[13]
Sitze
2011
[13]
%
2006
[14]
Sitze
2006
[14]
%
2001
[15]
Sitze
2001
[15]
%
1996
[16]
Sitze
1996
[16]
%
1991
[17]
Sitze
1991
[17]
Gemeinderatswahl 2011
 %
50
40
30
20
10
0
47,91 %
32,63 %
9,81 %
4,01 %
2,86 %
2,75 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
+2,31 %p
-7,91 %p
+6,24 %p
+1,14 %p
+2,86 %p
-4,64 %p
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
d Pyrmonter Bürgersinn
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 47,91 16 45,60 15 52,60 18 48,85 17 46,69 16
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 32,63 11 40,54 14 37,72 13 36,39 13 38,28 14
Grüne Bündnis 90/Die Grünen 9,81 3 3,57 1 3,53 1 4,51 1 2,51 1
Pyrmonter Bürgersinn 4,01 2 2,87 1
Linke Die Linke 2,86 1
FDP Freie Demokratische Partei 2,75 1 7,39 3 5,58 2 3,63 1 6,26 2
Vogt 0,54 0
Unabh. UNABHÄNGIGE 6,59 2 6,24 2
gesamt 100,0 34 100,0 34 100,0 34 100,0 34 100,0 35
Wahlbeteiligung in % 48,85 51,65 56,21 62,54 67,65

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

  • Bad Pyrmont ging 1958 als eine der ersten Kommunen in Deutschland eine offizielle Partnerschaft mit einer italienischen Stadt ein. Die geschichtsträchtige Stadt Anzio (lat. Antium, Geburtsort u. a. von Kaiser Nero) in Italien, 60 km südlich von Rom direkt am Tyrrhenischen Meer gelegen, ist seitdem Partnerstadt.
  • Schon ein Jahr nach Öffnung der Grenzen kam im Oktober 1990 die Kurstadt Bad Freienwalde in Brandenburg hinzu: Eine Stadt, zu der Bad Pyrmont schon vor Gründung der DDR Beziehungen unterhielt.
  • Stadt Heemstede seit 2000. Enge geschichtliche Verbindungen des Waldeck-Pyrmonter Fürstenhauses zum niederländischen Königshaus haben diese Partnerschaft mitbegründet. So ist Königin Emma geborene Prinzessin zu Waldeck und Pyrmont die Urgroßmutter der zurückgetretenen Königin Beatrix.

Der Städtepartnerschaftsverein Bad Pyrmont e. V. betreut im Auftrag der Kommune die Verbindungen zu den Partnerstädten. Regelmäßige Besuche finden untereinander auf privaten und Vereinsebenen statt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bad Pyrmonter Schloss, 2007
Kurpark Bad Pyrmont, 2008
Hylliger Born, 2008

Museum im Schloss[Bearbeiten]

  • Sonderausstellungen
  • stadt- und badgeschichtliche Sammlungen
  • Vorträge, Führungen, Lesungen

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Brunnenplatz
    • mit dem „Hylligen Born“ (der Brunnentempel wurde zwischen 1923/24 nach Plänen von Alfred Sasse errichtet) und Wandelhalle
    • Fürstenhof (1777)
    • Haus Uslar (Ende 18. Jahrh.)
    • Haus Ockel (1838)
    • Augenbrunnen mit dem Standbild der Heiligen Odilie (Beschützerin des Augenlichts)
  • Kaiserplatz
    • Logierhäuser aus dem 18. und 19. Jahrh.
    • Haus Kaiserplatz Nr. 4 war das Gästehaus der Waldeck-Pyrmonter Fürstenfamilie
    • Kriegerdenkmal, als Denkmal des Fürstentums für die Gefallenen des Krieges 1870/71 aus dem Kreis Pyrmont, von Friedrich Volke
  • Altenauplatz
  • Brunnenstraße, 1668 angelegt, früher „Neustadt Pyrmont"
    • Haus Hemmerich, Nr. 47, hier wohnte 1725 König Georg I. von Großbritannien
    • Haus Nr. 3, „Ratskeller", hier wohnte 1716 Zar Peter I.
    • Haus Nr. 4, Rathaus ab 1940, ehemalige „Kaiserliche Post“ im Fürstentum Waldeck-Pyrmont
    • Lutterbrunnen
    • Haus Nr. 16, „Alter Fritz", 1668 errichtet, hier wohnte Friedrich II. von Preußen 1744 und 1746
    • Haus Nr. 18, hier wurde am 23. Juni 1805 Professor Friedrich Drake geboren. Heute "Hotel-Pension Blume".
    • Haus Nr. 28, Rathaus von 1933 bis 1940
  • Lauengasse
    • Haus Nr. 3, hier wurde am 23. Juni 1805 Professor Friedrich Drake geboren. Die Adresse ist: Brunnenstraße 18 "Haus Blume"
  • Lortzing-Straße
    • St.-Petri-Kirche, evangelisch, neuromanisch, 1880 an der Stelle des Vorgängerbaues errichtet, dreischiffige Basilika aus unverputztem Rotsandstein mit ungewöhnlichem Doppel-Querschiff, Altarbild aus dem späten Mittelalter (nach 1475) – die Pfarrei wurde von Bischof Imad von Paderborn (1051–1076) durch Abtrennung vom Kirchspiel Lügde gegründet.
    • Altenheim Bethesda, erbaut 1661
    • Haus Nr. 16, hier wohnte Albert Lortzing 1827–1833
  • Friedrichstraße
    • Stadtkirche, evangelisch, neugotisch, 1877 fertiggestellt; im Inneren ist die Plastik des betenden Engels von Friedrich Drake zu sehen.
Evangelisch-lutherische Stadtkirche
  • Bombergallee
    • Quäkerhaus (erbaut 1932/33 unter Verwendung von Teilen des um 1800 entstandenen Versammlungshauses) und Quäkerfriedhof
    • ehemaliger Judenfriedhof, gegenüber dem Quäkerhaus
    • Spelunkenturm, 1896 erbaut
    • Königin-Luise-Bad, überregionales Gesundheitszentrum
  • Königsberg, früher Oesberg, benannt nach Friedrich II. von Preußen

Quellen des Bades[Bearbeiten]

  • Alter Badebrunnen (auf dem Brunnenplatz, verdeckt)
  • Augenbrunnen
  • Brodelbrunnen
  • Friedrichsquelle
  • Hauptquelle (Hylliger Born)
  • Helenenquelle
  • Hufelandquelle I (nicht mehr genutzt)
  • Hufelandquelle II (Schäferquelle)
  • Ibergquelle (nur Süßwasser)
  • Luisenquelle im Ortsteil Löwensen
  • Neubrunnen (nicht mehr genutzt)
  • Salinenquelle
  • Säuerlingsquelle
  • Steinmeierquelle (nur Süßwasser)
  • Trampelquelle
  • Uhlenbrunnen im Ortsteil Löwensen
  • Wolfgangquelle I (nicht mehr genutzt)
  • Wolfgangquelle II

Parks und Alleen[Bearbeiten]

Kurpark Bad Pyrmont
Kurparkillumination
Palmengarten im Kurpark Bad Pyrmont
  • Historischer Kurpark mit Palmengarten, welcher als einer der schönsten Parks in Europa gilt und 2005 von Briggs & Stratton als „schönster Park Deutschlands“ ausgezeichnet wurde.
  • mittlerer Kurpark (zwischen Kurpark und Bismarckstraße, westlich des Königin-Luise-Bades)
  • Bergkurpark (nördlich der Bismarckstraße bis zum Wald)
  • Tierpark Bad Pyrmont (im Emmertal, zwischen Bad Pyrmont und Oesdorf)
  • Hirschpark (zwischen Hufeland-Therme und Bismarckstraße), so benannt nach Samuel Hirsch
  • Friedrichspark (zwischen Friedrichsstraße, Seipstraße und Bombergallee) so benannt nach dem Fürsten Friedrich von Waldeck und Pyrmont
  • Allee Am Hylligen Born
  • Alleen-Dreistrahl
  • Azalleenweg
  • Bombergallee
  • Brunnenstraßenallee
  • Hauptallee, erstmals angepflanzt 1668
  • Hohe Hecke am Goldfischteich
  • Klosterallee
  • Kurhaus-Allee
  • Schlossallee
  • Springbrunnenallee

Sport[Bearbeiten]

Neben dem Stadion gibt es zwei öffentliche Schwimmbäder (die Pyrmonter Welle und die Hufeland-Therme), einen Golfplatz (Golfclub Bad Pyrmont e. V.) und mehrere Reitvereine.

Außerdem findet jährlich seit 1998 der Bad-Pyrmont-Marathon statt.

Sportvereine:

  • Luftsportgemeinschaft Bad Pyrmont-Lügde e. V.
  • MTV Bad Pyrmont v. 1861 e. V.
  • Pyrmonter Reiterverein e. V.
  • Reitverein Waldeck Pyrmont e. V.
  • Bad Pyrmonter Schützengesellschaft von 1841 e. V.(Schießsport [Luftgewehr, Kleinkaliber, Sport- und Luftpistole])
  • Holzhäuser Schützenverein v. 1846 e. V. (Schießsport [Luftgewehr, Kleinkaliber, Sport- und Luftpistole])
  • TuS Bad Pyrmont (u. a. Leichtathletik, Tischtennis, Kinder-u. Seniorenturnen, Blasmusik)
  • Spielvereinigung von 1920 Bad Pyrmont e. V.
  • SC Inter Holzhausen 1990 e. V.
  • Rot-Weiß Thal
  • Schwarz-Weiß Löwensen
  • SG Bergdörfer/Lichtenhagen
  • TuS Germania Hagen
  • 1.Pyrmonter Segel- und Wassersport-Club e. V. (DSV N 144)
  • Post SV Bad Pyrmont e. V.
  • Pyrmonter Verein für Gesundheitssport und Sporttherapie (PVGS) e. V.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Bahnhof Bad Pyrmont

Der Bahnhof Bad Pyrmont an der Bahnstrecke Hannover–Altenbeken wird von der S-Bahnlinie 5 PaderbornHamelnHannover HbfFlughafen Hannover bedient. Das Empfangsgebäude wurde im Jahr 1978 errichtet.

Das Stadtgebiet wird von einem Stadtbusnetz erschlossen. Regionalbusse fahren u. a. nach Lemgo, Schieder-Schwalenberg und Blomberg. Für Fahrten in den Kreis Lippe gilt im Busverkehr der „Sechser-Tarif“ (OWL Verkehr GmbH) und der NRW-Tarif.

Früher gab es in Bad Pyrmont auch eine Standseilbahn und die Pferdebahn der Pyrmonter Straßenbahn.

In etwa 10 km Entfernung befindet sich der Flugplatz Hameln-Pyrmont für Segelflugzeuge, Ultraleichtflugzeuge, Motorsegler und Sportflugzeuge bis 2.000 kg.

In Bad Pyrmont gibt es, verkehrstechnisch gut erreichbar, den Campingplatz „Campingpark Schellental“ und am Schwimmbad, in unmittelbarer Nähe zum Stadtzentrum und allen Kureinrichtungen, einen Stellplatz für Wohn- und Reisemobile mit Ver- und Entsorgungsstation für 22 Fahrzeuge.

Bildung[Bearbeiten]

In Bad Pyrmont befindet sich ebenfalls die Landesschule des DRK-Landesverbands Niedersachsen

Wirtschaft[Bearbeiten]

In Bad Pyrmont werden Bankdienstleistungen durch Filialen der Volksbank Hameln-Stadthagen, Deutschen Bank, Commerzbank sowie durch die Stadtsparkasse Bad Pyrmont angeboten.

Das Unternehmen Phoenix Contact entwickelt und fertigt in Bad Pyrmont mit über 2000 Mitarbeitern industrielle Automatisierungs- und Netzwerktechnik; der Hauptsitz befindet sich im benachbarten Blomberg.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Personen, die mit der Stadt in Verbindung stehen[Bearbeiten]

Berühmte Besucher[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2. Die Dunsthöhle – Ein in Deutschland einmaliges Naturphänomen auf Staatsbad Pyrmont, 28. Juni 2008
  3. Siehe dazu Johann Philipp Seip: Neue Beschreibung der Pyrmontischen Gesund-Brunnen. Darinnen derselben Historie, wahrer mineralischer Jnhalt und Gebrauch, Beydes Jm Trincken und Baden umständlich erörthert und vorgestellet wird. Förster, Hannover 1717. Digitalisat und Volltext im Deutschen Textarchiv
  4. Reinhard Dzingel: Der Pyrmonter Brodelbrunnen, Moisburg 2007 (PDF; 23 kB)
  5. Geschichten vom Fürstensommer auf Meyers Lexikon Online aus DIE ZEIT, 7. Mai 1965.
  6. Geschichte in Zahlen auf www.stadt-badpyrmont.de
  7. Informelles Minister- und Ministerinnentreffen für Gleichstellung und Familie in Bad Pyrmont.
  8. Hauptsatzung der Stadt Bad Pyrmont, gültig ab 25. November 2005.
  9. Henry Lohner: Nur wer tot ist, geht kein Risiko mehr ein: Geschichte der Spielbanken und Roulettesysteme ...; Norderstedt 2012; ISBN 978-3-8448-0977-0; Kap.: Pyrmont, S. 82.
  10. Geschichte der Spielbanken in Niedersachsen
  11.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 194.
  12. Der Ortsnamenforscher auf NDR 1 Niedersachsen, Recherche Jürgen Udolph.
  13. a b http://212.227.231.102/bp/Politik/wahlen/2011/rat/00_tabelle.html
  14. a b http://212.227.231.102/bp/Politik/wahlen/2006/Gemeinderat/00_tabelle.html
  15. a b http://212.227.231.102/bp/Politik/wahlen/2001/kgg_3020010_g.htm
  16. a b http://212.227.231.102/bp/Politik/wahlen/1996/kgg_301996G_g.htm
  17. a b http://212.227.231.102/bp/Politik/wahlen/1991/kgg_3019910_g.htm
  18. Klaus Mlynek: MARCARD, H(e)inrich Matthias, in: Hannoversches Biographisches Lexikon, S. 246; online über Google-Bücher

5. Deutsches Nationalkomitee für Denkmalschutz: Denkmalschutz Informationen, Nachrichten Juli / August 2/3/2007, 31. Jg.

Literatur[Bearbeiten]

  • Jan Bemmann, Güde Hahne: Ältereisenzeitliche Heiligtümer im nördlichen Europa nach den archäologischen Quellen. In: Germanische Religionsgeschichte. Quellen und Quellenprobleme. Ergänzungsbände zum Reallexikon der Germanischen Altertumskunde. Bd 5. Berlin 1992, S.29–69. ISBN 3-11-012872-1
  • Joachim Garfs, Ursula Möhring: Bad Pyrmont. Portrait eines Kurortes. Uhlmann, Bad Pyrmont 1994. ISBN 3-9800596-6-9
  • Joachim Garfs: Begegnung mit Bad Pyrmont. Ursprung, Vergangenheit, Gegenwart. Uhlmann, Bad Pyrmont 1983. ISBN 3-9800596-2-6
  • Hans Krol: Ontmoetingen met Bad Pyrmont (Historisch Begegnungen mit Bad Pyrmont). In: HeerlijkHeden Oud Heemstede- Bennebroek, Nummer 102, November 1999, S. 252-266.
  • A. Lilge (Hrsg.): Bad Pyrmont – Tal der sprudelnden Quellen. Zur Geschichte der Pyrmonter Heil- und Mineralquellen. Ausstellungskatalog. Bad Pyrmont 1992.
  • Kurt Lindhorst: Die Geschichte des Rathauses der Stadt Bad Pyrmont. Stadt Bad Pyrmont, Bad Pyrmont 1989.
  • Kurt Lindhorst, Wolfgang Warnecke: Bad Pyrmont. Ein historischer Rundgang. Kurt Lindhorst und Bad Pyrmont Tourismus GmbH, Bad Pyrmont 2004.
  • Kurt Lindhorst: Erinnerungen. Lindhorst, Bad Pyrmont 2008.
  • Wilhelm Mehrdorf, Luise Stemler: Chronik von Bad Pyrmont. Bd 1. Geschichte des Bades Pyrmont. Bd 2. Geschichte der Stadt Bad Pyrmont. Bad Pyrmont 1967.
  • Joachim Bühring: Die Kunstdenkmäler des Landkreises Hameln-Pyrmont. Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover. Bd 35. Hrsg.v. Niedersächsischen Landesverwaltungsamt Hannover. Textband. Hannover 1975, S. 24ff. ISBN 3-88079-001-9
  • Wilhelm Raabe: Der heilige Born. Blätter aus dem Bilderbuch des sechzehnten Jahrhunderts. Janke, Berlin 1861, 1891 (historischer Roman, behandelt u. a. das „große Wundergeläuf“ von 1556/57 und das Ende der Grafen von Spiegelberg)
  • Heinrich Matthias Marcard: Beschreibung von Pyrmont (mit Kupferstichen), Band 1, Leipzig: Weidmanns Erben und Reich, 1784; online über Google-Bücher

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bad Pyrmont – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Bad Pyrmont – Quellen und Volltexte
 Wikivoyage: Bad Pyrmont – Reiseführer