Landgericht Düsseldorf

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Das Landgericht Düsseldorf ist ein Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen.

Gerichtssitz und -bezirk[Bearbeiten]

Das Landgericht (LG) hat seinen Sitz in Düsseldorf. Der Gerichtsbezirk liegt im Westen Nordrhein-Westfalens.

Gemeinschaftsmarken-, Gemeinschaftsgeschmacksmuster-, Patent-, Sortenschutz-, Gebrauchsmusterstreitsachen und Topographieschutzsachen nimmt das LG Düsseldorf für die Bezirke aller Landgerichte des Landes Nordrhein-Westfalen wahr.[1]

Gerichtsgebäude[Bearbeiten]

Neubau in Oberbilk

Das Landgericht Düsseldorf ist, zusammen mit dem Amtsgericht Düsseldorf, seit März 2010 in einem 2009 errichteten Neubau an der Werdener Straße 1 im Stadtteil Oberbilk untergebracht. Die Bruttogeschossfläche beträgt rund 62.000 m². Bis dahin befanden sich beide Gerichte in drei teils zusammenhängenden historischen Gebäuden in der Düsseldorfer Altstadt an der Mühlenstraße.

Geschichte[Bearbeiten]

Das alte Landgerichtsgebäude in der Düsseldorfer Altstadt

Das Landgericht Düsseldorf wurde bereits 1820 gegründet; erst im Jahre 1879 folgte das Amtsgericht Düsseldorf.

1913 begann der Bau des jetzigen Justizgebäudes an der Mühlenstraße. Nach einem im November des Kriegsjahres 1915 gefassten Beschluss der Provinzverwaltung wurde der bescheiden geplante Bau erheblich erweitert. Dies drückte sich vor allem in dem monumentalen Eingangsbereich aus. Die Außenmauern sind mit rheinischen Klinkern in den Farben hellrot bis schwärzlich-violett verblendet worden. Die gewaltigen Säulen der Vorderfront sind wie die Gesimse und Brüstungen aus Kirchheimer Muschelkalk. Sechs Figuren von ca. drei Metern Höhe thronen über dem Eingangsportal. Sie versinnbildlichen die klassischen und die christlichen Tugenden, nicht aber die Tugend der Gerechtigkeit. Diese findet sich im Gebäude selbst in Form des vergoldeten Kopfes der Justitia oberhalb des Durchgangsportals des Haupttreppenhauses. Die zweite Etage der Vorderfront schließt ab mit den Köpfen „Rechtsgelehrte und Weise des Altertums“.[2]

Ab dem Jahr 1956 wurden Erweiterungsbauten errichtet.[3]

Internationale Aufmerksamkeit genoss das Landgericht Düsseldorf in den Jahren 1975 bis 1981, als dort der Majdanek-Prozess verhandelt wurde. Von Ende Oktober bis Ende November 2006 fand die Neuauflage des Mannesmann-Prozesses statt, der mit einer millionenschweren Geldauflage endete.[4] Der Bundesgerichtshof hatte zuvor auf die Revision der Staatsanwaltschaft die Freisprüche aller Angeklagten aufgehoben.[5]

Über- und nachgeordnete Gerichte[Bearbeiten]

Das dem Landgericht Düsseldorf übergeordnete Gericht ist das Oberlandesgericht Düsseldorf; nachgeordnete Gerichte sind die Amtsgerichte in Düsseldorf, Neuss, Langenfeld und Ratingen

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Neubau Land- und Amtsgericht Düsseldorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Verordnung über die Zuweisung von Gemeinschaftsmarken-, Gemeinschaftsgeschmacksmuster-, Patent-, Sortenschutz-, Gebrauchsmusterstreitsachen und Topographieschutzsachen vom 30. August 2011. Abgerufen am 12. August 2012.
  2. Die historische Entwicklung des Amtsgerichts. Amtsgericht Düsseldorf, abgerufen am 6. November 2013.
  3. http://www.ag-duesseldorf.nrw.de/
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatAngeklagte stimmen Geldauflagen zu – Tag 6: Mannesmann-Prozess vor dem Abschluss. Handelsblatt, 2006-24-11, abgerufen am 6. November 2013.
  5. Bundesgerichtshof, Urteil vom 21. Dezember 2005 (Az. 3 StR 470/04)

51.2285488888896.7741011111111Koordinaten: 51° 13′ 43″ N, 6° 46′ 27″ O