Aura im Sinngrund

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Aura i.Sinngrund
Aura im Sinngrund
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Aura i.Sinngrund hervorgehoben
50.1777777777789.5758333333333283Koordinaten: 50° 11′ N, 9° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Main-Spessart
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Burgsinn
Höhe: 283 m ü. NHN
Fläche: 12,07 km²
Einwohner: 1001 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 83 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97773
Vorwahlen: 09356, 06059 (Deutelbach)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: MSP
Gemeindeschlüssel: 09 6 77 116
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeindekanzlei Aura
Schulstraße 3
97773 Aura i.Sinngrund
Webpräsenz: www.aura-im-sinngrund.de
Bürgermeister: Wolfgang Blum (SPD / UAB)
Lage der Gemeinde Aura i.Sinngrund im Landkreis Main-Spessart
Hessen Baden-Württemberg Würzburg Landkreis Aschaffenburg Landkreis Miltenberg Landkreis Bad Kissingen Landkreis Kitzingen Landkreis Würzburg Forst Lohrerstraße Rechtenbach Esselbach Ruppertshüttener Forst Ruppertshüttener Forst Partensteiner Forst Partensteiner Forst Langenprozeltener Forst Herrnwald Haurain Hafenlohr Fürstlich Löwensteinscher Park Frammersbacher Forst Frammersbacher Forst Frammersbacher Forst Forst Aura Forst Aura Gemeindefreies Gebiet Burgjoß Gemeindefreies Gebiet Burgjoß Schollbrunn Bischbrunn Thüngen Partenstein Mittelsinn Hasloch Neuhütten (Unterfranken) Rechtenbach Rechtenbach Hafenlohr Hafenlohr Lohr am Main Lohr am Main Zellingen Wiesthal Urspringen Rothenfels Roden (Unterfranken) Rieneck Retzstadt Obersinn Obersinn Obersinn Neustadt am Main Neuendorf (Unterfranken) Marktheidenfeld Triefenstein Kreuzwertheim Karsbach Karlstadt Karbach (Unterfranken) Himmelstadt Gräfendorf Gössenheim Gemünden am Main Frammersbach Frammersbach Fellen Eußenheim Erlenbach bei Marktheidenfeld Birkenfeld (Unterfranken) Aura im Sinngrund Aura im Sinngrund Arnstein (Unterfranken) Burgsinn Steinfeld (Unterfranken) Landkreis SchweinfurtKarte
Über dieses Bild
Blick auf die Kirche Sieben Schmerzen Mariens

Aura im Sinngrund (amtlich: Aura i.Sinngrund) ist eine Gemeinde im Norden des unterfränkischen Landkreises Main-Spessart und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Burgsinn.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Der Ort liegt etwa 20 Kilometer nordwestlich von Gemünden am Main im Flusstal der Aura im Naturpark Bayerischer Spessart. Die nördliche Gemeindegrenze bildet die Landesgrenze zwischen Bayern und Hessen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Aura i.Sinngrund gliedert sich in drei Ortsteile[2]:

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Burgjoß
(Gemeindefreies Gebiet)
Forst Aura
(Gemeindefreies Gebiet)
Gemeinde
Jossgrund
Nachbargemeinden Gemeinde
Mittelsinn
Gemeinde
Flörsbachtal
Gemeinde
Fellen
Markt
Burgsinn

Name[Bearbeiten]

Etymologie[Bearbeiten]

Der Name Aura leitet sich von dem gleichnamigen Bach Aura ab[3], welcher der Sinn in Burgsinn zufließt.

Frühere Schreibweisen[Bearbeiten]

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[3]

  • 1059 Uraha
  • 1303 Vrach
  • 1450 Awraw
  • 1573 Aura
  • 1594 Aurach
  • 1799 Aura
  • 1831 Aura im Sinngrunde
  • 1926 Aura im Sinngrund

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde erstmals 1059 in einer Wildbannverleihung für das Kloster Fulda urkundlich erwähnt. Aura wurde zusammen mit dem Amt des Hochstifts Würzburg, in dem es lag, 1803 größtenteils dem Fürstentum Aschaffenburg des Fürstprimas Karl Theodor von Dalberg zugeschlagen und dort ein Département des Großherzogtums Frankfurt. 1814[4] war es ein Kondominat zwischen dem Königreich Bayern und dem Kurfürstentum Hessen.[5] Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Im Jahre 1862 wurde das Bezirksamt Gemünden am Main gebildet, auf dessen Verwaltungsgebiet Aura lag. 1863 kam Aura auf Grund des im Oktober 1860 zwischen dem Königreich Bayern und Kurhessen geschlossenen Staatsvertrags insgesamt an Bayern, das Kondominat wurde aufgelöst. 1872 wurde das Bezirksamt Gemünden ins Bezirksamt Lohr am Main eingegliedert. Erst 1902 wurde das Bezirksamt Gemünden wieder neu gebildet. 1939 wurde wie überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt. Aura war nun eine der 27 Gemeinden im Landkreis Gemünden am Main (Kfz-Kennzeichen GEM). Mit Auflösung des Landkreises Gemünden im Jahre 1972 kam Aura in den neu gebildeten Landkreis Main-Spessart (Kfz-Kennzeichen MSP).

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist seit Mai 2008 Wolfgang Blum (SPD/FUBA). Er löste den bisherigen Bürgermeister Walter Sachs (CSU) ab.

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 407.000 Euro, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 13.000 Euro.


Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Ortsansicht wird geprägt von der katholischen Kuratienkirche zu den Sieben Schmerzen Mariens. Das ehemalige Schloss beherbergt heute die Grundschule von Aura.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Aura im Sinngrund

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen. Heft 2: Gebietsänderungen der hessischen Gemeinden und Kreise 1834 bis 1967 [Hrsg.: Hessisches Statistisches Landesamt], Wiesbaden, o.J., S. 56, 95.
  • Karl Richter: Gemünden = Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken 1,11, München 1963, [UB: 50/2001, 1,11], S. 204 f.
  • Winkopps Zeitschrift: Der Rheinische Bund, Heft 2/4, S. 389–394.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Aura im Sinngrund – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111119/023325&attr=OBJ&val=1712
  3. a b  Wolf-Armin Frhr. v. Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. C.H.Beck oHG, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 29.
  4. Nach den unten genannten Quellen soll das bereits durch einen Staatsvertrag vom 19. August 1808 zwischen Bayern und dem Kurfürstentum Hessen-Kassel geschehen sein.
  5. Historisches Gemeindeverzeichnis, S. 56, 95; Richter, S. 204f; Winkopps Zeitschrift, S. 389-394