Karsbach

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum deutschen Benediktinerabt siehe Johannes II. Wolf von Karsbach.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Karsbach
Karsbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Karsbach hervorgehoben
50.0422222222229.7861111111111218Koordinaten: 50° 3′ N, 9° 47′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Main-Spessart
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Gemünden am Main
Höhe: 218 m ü. NHN
Fläche: 30,15 km²
Einwohner: 1739 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 58 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97783
Vorwahl: 09358
Kfz-Kennzeichen: MSP
Gemeindeschlüssel: 09 6 77 149
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Frankfurter Str. 4 a
97737 Gemünden a.Main
Webpräsenz: www.karsbach.de
Bürgermeister: Martin Göbel (Freie Bürger)
Lage der Gemeinde Karsbach im Landkreis Main-Spessart
Hessen Baden-Württemberg Würzburg Landkreis Aschaffenburg Landkreis Miltenberg Landkreis Bad Kissingen Landkreis Kitzingen Landkreis Würzburg Forst Lohrerstraße Rechtenbach Esselbach Ruppertshüttener Forst Ruppertshüttener Forst Partensteiner Forst Partensteiner Forst Langenprozeltener Forst Herrnwald Haurain Hafenlohr Fürstlich Löwensteinscher Park Frammersbacher Forst Frammersbacher Forst Frammersbacher Forst Forst Aura Forst Aura Gemeindefreies Gebiet Burgjoß Gemeindefreies Gebiet Burgjoß Schollbrunn Bischbrunn Thüngen Partenstein Mittelsinn Hasloch Neuhütten (Unterfranken) Rechtenbach Rechtenbach Hafenlohr Hafenlohr Lohr am Main Lohr am Main Zellingen Wiesthal Urspringen Rothenfels Roden (Unterfranken) Rieneck Retzstadt Obersinn Obersinn Obersinn Neustadt am Main Neuendorf (Unterfranken) Marktheidenfeld Triefenstein Kreuzwertheim Karsbach Karlstadt Karbach (Unterfranken) Himmelstadt Gräfendorf Gössenheim Gemünden am Main Frammersbach Frammersbach Fellen Eußenheim Erlenbach bei Marktheidenfeld Birkenfeld (Unterfranken) Aura im Sinngrund Aura im Sinngrund Arnstein (Unterfranken) Burgsinn Steinfeld (Unterfranken) Landkreis SchweinfurtKarte
Über dieses Bild

Karsbach ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Gemünden am Main.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Karsbach liegt in der Region Würzburg.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Karsbach gliedert sich in vier Ortsteile (zugleich auch Gemarkungen)[2]:

Geschichte[Bearbeiten]

Im Zuge der Säkularisation 1803 fielen die Rechte des Hochstiftes Würzburg sowie die des Juliusspitals im Ort an Bayern, welches sie im Frieden von Preßburg 1805 an das neugebildete Großherzogtum Würzburg abtrat. 1814 fiel es mit diesem an Bayern zurück. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Die im Ortsteil Heßdorf ansässigen jüdischen Familien errichteten sich in der Fußgasse 6 ihre Synagoge, die beim Novemberpogrom 1938 zerstört wurde. Eine Gedenktafel an der Gemeindekanzlei Höllricherstraße/Brunnengasse erinnert an dieses Geschehen.[3]

Im Ortsteil Höllrich fand der US-amerikanische Panzerraid nach Hammelburg 1945 sein blutiges Ende.

Im Jahr 2005 wurde Weyersfeld im Wettbewerb Unser Dorf soll schöner werden – Unser Dorf hat Zukunft zum schönsten Dorf im Landkreis Main-Spessart gewählt.

Religion[Bearbeiten]

Karsbach ist Sitz der katholischen Pfarrei St. Gertrud mit Filiale St. Albanus in Weyersfeld und gehört zum Dekanat Karlstadt des Bistums Würzburg. Evangelische Kirchengemeinden und Gotteshäuser finden sich in Heßdorf und Höllrich. Sie sind dem Dekanat Lohr der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern zugeordnet.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden die ehemals selbständigen Gemeinden Weyersfeld, Höllrich und Heßdorf eingemeindet.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 1485[4]
  • 1970: 1526[4]
  • 1987: 1507
  • 2000: 1788
  • 2005: 1940
  • 2011: 1785
  • 2012: 1739

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Martin Göbel (Freie Bürger).[5] Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 675.000 Euro, davon waren umgerechnet 182.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Evangelische Pfarrkirche in Heßdorf (1744 geweiht) mit weitgehend original erhaltener Barockorgel
  • Ehemaliges Wasserschloss in Höllrich (um 1560 erbaut, heute teilweise Ruine); das wertvolle Renaissanceinventar wurde 1883 durch das Thüngen’sche Rentamt Zeitlofs an das Kunstgewerbemuseum Berlin verkauft

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 44 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 16 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 584. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 3 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 2 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 66 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1774 Hektar, davon waren 1626 Ackerfläche und 142 Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten]

Der Ort hat einen Kindergarten.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111119/203928&attr=OBJ&val=1729
  3. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 152
  4. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 763.
  5. Website der Verwaltungsgemeinschaft Gemünden am Main

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Karsbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien