Gräfendorf
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Unterfranken | |
| Landkreis: | Main-Spessart | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Gemünden am Main | |
| Höhe: | 196 m ü. NN | |
| Fläche: | 45,3 km² | |
| Einwohner: |
1405 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 31 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 97782 | |
| Vorwahl: | 09357 | |
| Kfz-Kennzeichen: | MSP | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 6 77 133 | |
| Gemeindegliederung: | 8 Ortsteile | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Frankfurter Straße 4 97737 Gemünden am Main |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Alfred Frank (CSU/Dorfgemeinschaft) | |
| Lage der Gemeinde Gräfendorf im Landkreis Main-Spessart | ||
Gräfendorf ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Gemünden am Main.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie[Bearbeiten]
Geografische Lage[Bearbeiten]
Gräfendorf liegt in der Region Würzburg nahe Gemünden am Main.
Gemeindegliederung[Bearbeiten]
Die politische Gemeinde Gräfendorf hat acht amtlich benannte Ortsteile[2]:
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Es gibt die Gemarkungen Gräfendorf, Michelau an der Saale, Schonderfeld, Weickersgrüben und Wolfsmünster.
Geschichte[Bearbeiten]
In Gräfendorf teilten sich die Freiherren von Thüngen und das Würzburger Juliusspital die Herrschaft. Die würzburgischen Rechte fielen im Reichsdeputationshauptschluss 1803 an Bayern, 1805 an das Fürstentum Aschaffenburg, die thüngischen wurden nach der Mediatisierung durch Aschaffenburg 1808 an das Großherzogtum Frankfurt getauscht. 1813 wurde der Ort endgültig bayerisch. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
Religionen[Bearbeiten]
Die katholische Pfarrei St. Wolfgang im Ortsteil Wolfsmünster ist die Mutterpfarrei für das ganze untere Saaletal. 802 errichtete Abt Baugulf aus dem Kloster Fulda eine Cella. Die Pfarrei Wolfsmünster besitzt gegenwärtig die Filialen St. Martin in Michelau, St. Laurentius in Schonderfeld, St. Johannes der Täufer in Weickersgrüben, Maria Patrona Bavariae in Aschenroth und St. Jakobus der Ältere in Seifriedsburg. Aschenroth und Seifriedsburg gehören jedoch politisch zur Stadt Gemünden am Main. In Gräfendorf wurde 1408 die selbstständige Pfarrei Heiliger Schutzengel eingerichtet. 1966/67 entstand dort eine neue Pfarrkirche. Die Pfarreien Wolfsmünster und Gräfendorf gehören zum Dekanat Karlstadt des Bistums Würzburg
Sowohl Gräfendorf als auch Weickersgrüben gehörten in der Reformationszeit zum Thüngener Gebiet und wurden in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts lutherisch. Nach einem Besitzerwechsel wurden beide Orte rekatholisiert. In Gräfendorf wurden erst im Jahr 1677 wieder katholische Gottesdienste gehalten. Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Gräfendorf mit der Michaelskirche von 1952 gehört heute zur Pfarrei Gemünden am Main, die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Weickersgrüben mit der Auferstehungskirche von 1961 zur Pfarrei Höllrich. Beide Pfarreien gehören zum Dekanat Lohr der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Mit dem Bau der eigenen evangelischen Kirche in Weickersgrüben wurde das bis dortige Simultaneum aufgelöst.
Eingemeindungen[Bearbeiten]
Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Michelau an der Saale, Schonderfeld, Weickersgrüben und Wolfsmünster eingegliedert.[3]
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
Politik[Bearbeiten]
Bürgermeister ist Alfred Frank (CSU).
Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 576.000 Euro, davon waren umgerechnet 71.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto).
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Baudenkmäler[Bearbeiten]
Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]
Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]
Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 139 und im Bereich Handel und Verkehr 37 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 470. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 2 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 58 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 925 ha, davon waren 596 ha Ackerfläche und 323 ha Dauergrünfläche.
Verkehr[Bearbeiten]
Gräfendorf, sowie die Teilorte Wolfsmünster, Michelau und Weickersgrüben liegen an der fränkischen Saaletalbahn und werden von der Erfurter Bahn stündlich (mit einigen Taktlücken) mit modernen Unterfranken-Shuttle-Triebwagen angefahren. Zwischen Gräfendorf und Schonderfeld steht ein Steinpfeiler der nie fertiggestellten Reichsautobahn Strecke 46. Dieser wird heute als Kletterwand benutzt.
Bildung und Kultur[Bearbeiten]
Bildung[Bearbeiten]
1999 gab es folgende Einrichtungen:
- Kindergärten: 75 Kindergartenplätze mit 68 Kindern
- Eine Volksschule mit 5 Lehrern und 139 Schülern
Bauwerke[Bearbeiten]
- Barockkirchen in Michelau, Schonderfeld und Wolfsmünster
- Thüngenschloss von 1584 in Wolfsmünster
Vereine[Bearbeiten]
- SV 1921 Gräfendorf e. V.
- 1. JFG Saaletal 04 e. V.
- Musikvereine Gräfendorf und Michelau
- ASC-Forelle Gräfendorf
- Freiwillige Feuerwehren Gräfendorf, Michelau, Schonderfeld, Weickersgrüben und Wolfsmünster
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111119/194832&attr=OBJ&val=1723
- ↑ a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 763.
Weblinks[Bearbeiten]
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