Gössenheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Gössenheim
Gössenheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gössenheim hervorgehoben
50.0194444444449.7805555555556172Koordinaten: 50° 1′ N, 9° 47′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Main-Spessart
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Gemünden am Main
Höhe: 172 m ü. NHN
Fläche: 11,5 km²
Einwohner: 1183 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 103 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97780
Vorwahl: 09358
Kfz-Kennzeichen: MSP
Gemeindeschlüssel: 09 6 77 132
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Frankfurter Straße 4 a
97737 Gemünden a.Main
Webpräsenz: www.goessenheim.de
Bürgermeister: Theodor Gärtner (UGB)
Lage der Gemeinde Gössenheim im Landkreis Main-Spessart
Hessen Baden-Württemberg Würzburg Landkreis Aschaffenburg Landkreis Miltenberg Landkreis Bad Kissingen Landkreis Kitzingen Landkreis Würzburg Forst Lohrerstraße Rechtenbach Esselbach Ruppertshüttener Forst Ruppertshüttener Forst Partensteiner Forst Partensteiner Forst Langenprozeltener Forst Herrnwald Haurain Hafenlohr Fürstlich Löwensteinscher Park Frammersbacher Forst Frammersbacher Forst Frammersbacher Forst Forst Aura Forst Aura Gemeindefreies Gebiet Burgjoß Gemeindefreies Gebiet Burgjoß Schollbrunn Bischbrunn Thüngen Partenstein Mittelsinn Hasloch Neuhütten (Unterfranken) Rechtenbach Rechtenbach Hafenlohr Hafenlohr Lohr am Main Lohr am Main Zellingen Wiesthal Urspringen Rothenfels Roden (Unterfranken) Rieneck Retzstadt Obersinn Obersinn Obersinn Neustadt am Main Neuendorf (Unterfranken) Marktheidenfeld Triefenstein Kreuzwertheim Karsbach Karlstadt Karbach (Unterfranken) Himmelstadt Gräfendorf Gössenheim Gemünden am Main Frammersbach Frammersbach Fellen Eußenheim Erlenbach bei Marktheidenfeld Birkenfeld (Unterfranken) Aura im Sinngrund Aura im Sinngrund Arnstein (Unterfranken) Burgsinn Steinfeld (Unterfranken) Landkreis SchweinfurtKarte
Über dieses Bild

Gössenheim ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Gemünden am Main.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Gössenheim liegt an der Wern etwa 30km nordwestlich von Würzburg

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Gössenheim gliedert sich in zwei Ortsteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten]

Bereits zu Anfang des 7. Jahrhunderts war die Main- und Werngegend dem Merowingerreich unterworfen und fränkische Siedler hatten sich in großer Anzahl hier festgesetzt. So mischte sich im Werntal alemannische, thüringische, warnische und fränkische Bevölkerung.

Geschichtlich ist der Ortsname Gössenheim 779 erstmals erwähnt worden. Die adelige Witwe Hadaburch schenkte die Gemarkung Gössenheim mit allen Häusern und Leibeigenen an das Kloster Echternach im heutigen Luxemburg. Schon zur Zeit Karls des Großen muss Gössenheim Königsgut und ein nicht unbedeutender Ort gewesen sein.

Die Homburg (ursprünglich „Hohenberg“) wurde in ihrer steinernen Gestaltung frühestens Mitte des 12. Jahrhunderts erbaut. Durch Erbfolge ging sie 1381 an die Familie von Bickenbach über. 1469 wurde der Ort mit der Homburg und den umliegenden Ortschaften an das Hochstift Würzburg verkauft, das ab 1500 ein Teil des Fränkischen Reichskreises war.

Gössenheim bildete bis etwa 1870 ein bewehrtes Dorf, dessen Ortskern durch die auch heute noch teilweise erhaltene Ringmauer umgeben und nach Osten, Norden und Westen gesichert war. Gössenheim liegt heute an der Bundesstraße 27 zwischen Karlstadt und Hammelburg und gehört zum Nahbereich des Unterzentrums Gemünden in der Region Würzburg.

Das Wahrzeichen von Gössenheim stellt die mächtige Burgruine Homburg dar. Weit über die Grenzen der näheren Umgebung hinaus bekannt ist das seit 1946 am Pfingstmontag stattfindende Sängerfest auf der Homburg, das Besucher aus nah und fern anzieht. Auch der aus den Reben der neuen Weinberge gewonnene Wein trägt den Namen der Burgruine, nämlich „Gössenheimer Homburg“.

Blick auf das Dorf von Westen (im Hintergrund Ruine Homburg)

Religionen[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Gössenheim ist flächengleich mit der katholischen Pfarrei St. Radegundis Gössenheim des Bistums Würzburg. Außer der Pfarrkirche in Gössenheim mit ihrem gotischen Turm und dem modernen Langhaus von 1960 gibt es im Ortsteil Sachsenheim die barocke Filialkirche St. Hubertus.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurde der bis dahin selbständige Ort Sachsenheim eingemeindet.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 1054 Einwohner
  • 1970: 1070 Einwohner
  • 1987: 1167 Einwohner
  • 2000: 1272 Einwohner
  • 2006: 1357 Einwohner
  • 2012: 1196 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Regierende Bürgermeister:

  • seit 2008:Theo Gärtner (Unabhängige Gössenheimer Bürger)
  • 2002-2008: Johann Popp (CSU)
  • 1987-2002: Manfred Marold (CSU/Freie Wählergemeinschaft)


Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2011 umgerechnet 1.144.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 558.000 €. Die Gesamtverschuldung der Gemeinde betrug im selbigen Jahr 447.000€, woraus sich eine Verschuldung pro Einwohner von 356€ ergibt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 2011 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 234 und im Bereich Handel und Verkehr 22 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 60 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 316. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 2 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 1 Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 2010 7 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 202 ha, davon waren 172 ha Ackerfläche und 27 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten]

Direkt durch den Ort führt die Bundesstraße_27. Zudem liegt Gössenheim an der fast ausschließlich von Güterzügen frequentierten Werntalbahn.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen, Stand (1. September 2011):

  • Kindergarten: 80 Plätze mit 70 Kindern
  • Grundschule: acht Lehrer bei 100 Schülern

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111119/193935&attr=OBJ&val=1722
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 470

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gössenheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien