Lichtenbroich

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Düsseldorf Lichtenbroich
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Lage im Stadtgebiet
Basisdaten [1]
Geograph. Lage   51° 16′ N, 6° 47′ O51.2683333333336.783333333333339Koordinaten: 51° 16′ N, 6° 47′ O
Höhe   39 m ü. NN
Fläche   2,13 km²
Einwohner   5.769 (Stand 31. Oktober 2007)
Bevölkerungsdichte   2.708 Einwohner je km²
Eingemeindet   1909
Stadtbezirk   Stadtbezirk 6
Stadtteilnummer   061
Verkehrsanbindung
Autobahn   A44 A52
Bundesstraße   B8
DB-Regionalverkehr   RE 1 RE 2 RE 3 RE 5 RE 6 RE 11 RB 35
S-Bahn   S 1 S 11
Buslinie   729 759 760 776 810 SB51 NE1

Lichtenbroich ist einer der 49 Stadtteile von Düsseldorf und gehört heute zum Stadtbezirk 6. Lichtenbroich und wurde erstmals 1193 urkundlich erwähnt. 1909 ließ sich Lichtenbroich nach Düsseldorf eingemeinden.

Geschichte[Bearbeiten]

Vor Jahrhunderten sorgte der Rhein, dessen Bett sich seinen Weg durch das Gelände suchte, mit immer wiederkehrenden Überschwemmungen für ein sumpfiges Gelände. Der Name Lichtenbroich (im Platt "Leetebrok" oder "Letbrok") geht vermutlich auf das ehemals sumpfige und sehr licht bewachsene Gelände zurück.

Noch im frühen 20. Jahrhundert war in Lichtenbroich von Industrie- und Siedlungsgelände keine Spur.

Nach dem Krieg wuchsen auf freiem Feld die Wohnblocks, so fanden Vertriebene aus Pommern, Ost- und Westpreußen hier ein neues Zuhause. Es entstanden die Mannesmann-Werke und Düsseldorf konnte sich mit dem Attribut „Röhrenstadt“ schmücken. Es entwickelten sich kleine typische Arbeitnehmerbezirke, die anhand der kleinen schmalen Häuser noch zu erahnen sind.

BW

Heute gilt Lichtenbroich gerade für junge Familien als Zuzugsgebiet, weshalb sich in den letzten zehn Jahren die Einwohnerzahl verdoppelt hat. Eine große Eigenheimsiedlung kontrastiert nunmehr die ehemalige Post-Siedlung. Die Zahl der Familien liegt in Lichtenbroich mit 32 Prozent nur noch hinter Hellerhof mit 44 Prozent und damit weit über dem Düsseldorfer Schnitt.

Lage[Bearbeiten]

Nördlich von Lichtenbroich liegen der Stadtteil Lohausen, nordöstlich Tiefenbroich, ein Stadtteil der Stadt Ratingen. Im Osten liegt Ratingen-West, ebenfalls ein Stadtteil Ratingens. Im Süden liegt der Düsseldorfer Stadtteil Unterrath. Westlich wird Lichtenbroich durch den Düsseldorfer Flughafen, der zum Stadtteil Lohausen gehört, begrenzt.

Politik[Bearbeiten]

Lichtenbroich gehört zum Stadtbezirk 6. In jedem Stadtbezirk gibt es eine Bezirksvertretung, die aus 19 Mitgliedern besteht. Durch eine Kommunalwahl wird der Vorsitzende der Bezirksvertretung, der Bezirksvorsteher bestimmt. Derzeit hat dieses Amt Jürgen Buschhüter inne.

Nachbarstädte/Nachbarstadtteile[Bearbeiten]

Düsseldorf-Unterrath, Düsseldorf-Rath, Düsseldorf-Lohausen, Ratingen-West, Ratingen-Tiefenbroich

Einkaufszentren/Gastronomie[Bearbeiten]

In Lichtenbroich existiert ein kleines Einkaufszentrum, das durch sehr große Märkte und Einkaufsketten in der näheren Umgebung Konkurrenz erfährt. Vor einigen Jahren entstand auch ein großer Baumarkt („Obi“). Auch bedient Lichtenbroich die hiesige Kneipenkultur und schenkt vor allem das obergärige Altbier aus.

Freizeit und Sport[Bearbeiten]

Einen Katzensprung entfernt liegt das Naherholungsgebiet von Ratingen, der Grüne See. Dieser ist aufgrund des großen Einzugsgebiets auch immer sehr gut besucht und lädt nicht nur zum Grillen ein, sondern bietet auch eine Surfschule und einen Tretboot-Verleih. Nördlich ist Lichtenbroich vom Forstbusch umgeben, einem Wald, der das nötige Grün bietet. Dort liegt auch der Lichtenbroicher Baggersee, der von einem Sportclub zum Angeln und Bootfahren genutzt wird. Im benachbarten Stadtteil Rath befindet sich das neue Eisstadion des Düsseldorfer Eishockeyvereins Düsseldorfer EG. Dies wurde am 2. September 2006 eingeweiht. Bekannt ist auch die Sporthalle des ASC Ratingen, in der oft Handballspiele ausgetragen werden. In Lichtenbroich selbst befindet sich eine Sporthalle mit dazugehörigem Fußballplatz, der regelmäßig von der SGU (Sport Gemeinschaft Unterrath) und ansässigen Sportclubs genutzt wird. Ein Fitnesscenter sowie kleinere Kegelbahnen sind ebenfalls vorhanden.

Vor kurzem wurde ein künstlicher Bach, der in den „Kittelbach“ führt, angelegt. Der Bach dient in erster Linie als Regenauffangbecken und führt nicht immer Wasser.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

In Lichtenbroich liegt ein großes Gewerbegebiet, dessen Vorteile in der sehr gut ausgebauten Infrastruktur liegen. Hierzu zählt nicht nur der drittgrößte Flughafen Deutschlands, Düsseldorf International, sondern auch die günstige Lage an den Autobahnen A 44 und A 52. Im Gewerbegebiet sind beispielsweise zahlreiche Telekommunikationsanbieter, Flugzeuggesellschaften und Autofirmen vertreten. Durch die Nähe zur Messe Düsseldorf sind auch einige Modefirmen vorhanden.

Kultur[Bearbeiten]

Am 2. Dezember 1992 gründete eine Gruppe von zehn Personen den Fest- und Förderverein Leetebrok. Dieser feiert jedes Jahr zum 1. Mai ein großes Maifest mit Trödel auf der Wiese zwischen dem Bockumer und dem Wittlarer Weg.

Der Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, das kulturelle Leben des Stadtteils durch Ausrichtung von Veranstaltungen zu fördern sowie das Zusammenleben und die Gemeinschaft der Menschen in Lichtenbroich zu unterstützen. Dies gilt u. a. für die Jugend- und Seniorenarbeit und für in Not geratene Mitbürger. Die finanzielle Basis für diese Aufgaben sollen Spenden und Einnahmen aus Festveranstaltungen schaffen.

Ein erster großer Schritt wurde mit der Organisation der 800-Jahr-Feier im Juni 1993 getan, die unter dem Motto „Hallo, Nachbarn“ stattfand, sich über vier Tage erstreckte und den Einwohnern noch lange im Gedächtnis blieb.

Die vom Verein organisierten Straßenfeste und Flohmärkte finden großen Anklang bei den Bewohnern des Stadtteils und auch über seine Grenzen hinweg. Aus den dadurch erzielten Einnahmen konnten zum Beispiel Materialien für einen Kindergarten angeschafft, der Aufbau eines Jugendclubs und ein Schulgarten sowie Seniorenausflüge mitfinanziert werden.

Auch der St.-Martin-Zug in Lichtenbroich wird jetzt vom Leetebrok-Verein unter Mithilfe zahlreicher freiwilliger Helfer organisiert.

Bildung und Jugend[Bearbeiten]

In Lichtenbroich stehen sowohl zwei kirchliche als auch zwei städtische Kindergärten. Zudem gibt es an der Krahnenburgstraße eine Grundschule (GGS Krahnenburgstraße). Weiterführenden Schulen sind nicht vorhanden, aber durch die umliegenden Stadtteile mit kurzen Wegen zu erreichen.

Weiterhin existieren ein katholisches sowie ein konfessionsloses Jugendzentrum.

Kirchen[Bearbeiten]

Matthiaskirche

In Lichtenbroich sind drei Kirchen verschiedener Glaubensrichtungen vertreten. Die katholische Kirche St. Maria Königin gehört zum Dekanat Düsseldorf-Nord. Die Matthiaskirche ist eine evangelische Kirche und gehört zum Kirchenkreisverband Düsseldorf. Ebenso ist eine Serbisch-Orthodoxe Kirche vorhanden.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Düsseldorf-Lichtenbroich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Amt für Statistik und Wahlen der Landeshauptstadt Düsseldorf: Statistiken für den Stadtteil 061 – Lichtenbroich