Lukáš Rosol

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Lukáš Rosol Tennisspieler
Lukáš Rosol
Lukáš Rosol 2013 in Queen´s
Nationalität: TschechienTschechien Tschechien
Geburtstag: 24. Juli 1985
Größe: 196 cm
Gewicht: 81 kg
1. Profisaison: 2004
Spielhand: Rechts
Trainer: Ctislav Doseděl
Preisgeld: 2.511.327 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 77:85
Karrieretitel: 2
Höchste Platzierung: 27 (25. August 2014)
Aktuelle Platzierung: 27
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 48:50
Karrieretitel: 3
Höchste Platzierung: 42 (18. August 2014)
Aktuelle Platzierung: 44
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox: 8. September 2014
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Lukáš Rosol (* 24. Juli 1985 in Brünn, damals ČSSR) ist ein tschechischer Tennisspieler.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

2002–2006: Erste Erfahrungen als Junior und auf Future-Turnieren[Bearbeiten]

Nachdem er als Junior im Jahr 2002 Platz 50 der Junioren-Weltrangliste erreicht hatte, spielte Lukáš Rosol in den ersten Jahren seiner Profikarriere ausschließlich Future-Turniere. Dort kam er jedoch anfangs nie über die zweite Runde hinaus. Dies änderte sich 2005, als er zunächst zwei Halbfinals und dann auch sein erstes Finale erreichte. Im März 2006 konnte er dann in Polen seinen ersten Future-Titel gewinnen, und stieg daraufhin in die Top 500 der Weltrangliste ein. Insgesamt erreichte er im Jahr 2006 sieben Future-Finals, von denen er drei gewinnen konnte. Zudem konnte Rosol auch bei Challenger-Turnieren erste Matchgewinne verzeichnen. Er beendete das Jahr auf Platz 288 der Weltrangliste.

2007–2008: ATP-Debüt und erster Challenger-Titel[Bearbeiten]

Im Januar 2007 konnte sich Lukáš Rosol in Auckland durch einen Sieg über den Top-100-Spieler Simon Greul erstmals für ein ATP-Turnier qualifizieren. In der ersten Hauptrunde unterlag er dann jedoch dem Top-10-Spieler Mario Ančić. Bei den Australian Open scheiterte er genau wie in Wimbledon und bei den US Open in der Qualifikation. Rosol gewann in diesem Jahr drei weitere Future-Titel, auf Challenger-Ebene waren zwei Viertelfinals die besten Resultate. Anfang 2008 gelang Lukáš Rosol wie schon im Vorjahr die Qualifikation für das ATP-Turnier in Auckland. Erneut schied er jedoch gegen Sergio Roitman in der ersten Hauptrunde aus. Im Juni 2008 erreichte Rosol in Košice sein erstes Challenger-Finale, welches er gegen Miguel Ángel López Jaén gewann. Einen Monat später qualifizierte er sich erfolgreich für das ATP-Turnier in Stuttgart, wo er gegen Martin Fischer sein erstes ATP-Match gewinnen konnte. In der zweiten Runde schied er dann aber in drei Sätzen gegen den an Position 2 gesetzten Richard Gasquet aus. Durch diese Erfolge stieg Rosol erstmals in die Top 200 der Weltrangliste ein.

2009–2010: Weitere Challenger-Titel und Grand-Slam-Debüt[Bearbeiten]

Lukáš Rosol in Aachen (November 2010)

Anfang 2009 gewann Lukáš Rosol zunächst seinen siebten Future-Titel. Zwei Monate später konnte er sich in Bergamo in seinem zweiten Challenger-Finale gegen Benedikt Dorsch durchsetzen, nachdem er zuvor im Viertelfinale den topgesetzten Fabrice Santoro besiegt hatte. Nach einigen Monaten ohne größere Höhepunkte gelang Rosol im Oktober 2009 die Qualifikation für das ATP-Turnier von Wien. Dort schied er jedoch in der ersten Hauptrunde gegen Wayne Odesnik aus. Nachdem er Anfang 2010 kurzzeitig aus den Top 200 gefallen war, konnte Lukáš Rosol im Mai 2010 in Ostrava gegen Ivan Dodig seinen dritten Challenger-Titel gewinnen. Im Juli 2010 schied er beim ATP-Turnier in Hamburg als Qualifikant in der ersten Runde gegen Denis Istomin aus. Anfang September 2010 gelang Rosol dann bei den US Open erstmals die Qualifikation für ein Grand-Slam-Turnier. Er verlor jedoch in der ersten Hauptrunde gegen den späteren Achtelfinalisten Tommy Robredo.

2011: Erfolg bei den French Open und Einzug in die Top 100[Bearbeiten]

Das Jahr 2011 begann für Lukáš Rosol mit der erfolgreichen Qualifikation beim ATP-Turnier in Doha. Dort verlor er sein Erstrundenmatch gegen Ivo Karlović in zwei Sätzen. Dabei gab es im gesamten Matchverlauf kein einziges Break: Beide Sätze wurden im Tie-Break entschieden. Nach verpasster Qualifikation zu den Australian Open erreichte Rosol Ende Januar 2011 das Finale des Challenger-Turniers in Singapur, welches er gegen Dmitri Tursunow verlor. In Dubai erreichte Lukáš Rosol im Februar 2011 durch einen Sieg über Karol Beck zum zweiten Mal in seiner Karriere die zweite Runde eines ATP-Turniers, schied dort jedoch gegen Gilles Simon aus. Im Mai 2011 konnte Rosol in Prag seinen vierten Challenger-Titel gewinnen. Dabei besiegte er unter anderem die Top-100-Spieler Julien Benneteau und Alex Bogomolov junior. Zwei Wochen später konnte sich Lukáš Rosol erstmals für die French Open qualifizieren, und gewann dort gegen Édouard Roger-Vasselin in fünf Sätzen sein erstes Grand-Slam-Match. Auch die Zweitrundenpartie gegen den an Position 8 gesetzten Jürgen Melzer ging über fünf Sätze. Gegen den Vorjahreshalbfinalisten wehrte Rosol zwei Matchbälle ab, und gewann das Match schließlich nach über vier Stunden Spielzeit.[1] Rosols Siegesserie endete schließlich in der dritten Runde, wo er in vier Sätzen gegen den späteren Viertelfinalisten Juan Ignacio Chela verlor. Durch seine jüngsten Erfolge zog er daraufhin erstmals in seiner Karriere in die Top 100 der Weltrangliste ein. In Wimbledon verpasste Rosol die Qualifikation, dafür konnte er aber in der folgenden Woche in Braunschweig durch einen Sieg über Jewgeni Donskoi seinen zweiten Challenger-Titel in diesem Jahr gewinnen. Beim ATP-Turnier in Hamburg rückte Lukáš Rosol als Lucky Loser ins Hauptfeld nach und besiegte dort in zwei Sätzen Potito Starace, bevor er gegen den späteren Finalisten Nicolás Almagro ausschied. Bei den folgenden Turnieren in Gstaad und Kitzbühel war Rosol dann erstmals direkt für ein ATP-Turnier qualifiziert, er schied jedoch jeweils in der ersten Runde aus. Im weiteren Saisonverlauf folgten noch sechs weitere Erstrundenniederlagen, unter anderem bei den US Open. Lediglich in Sankt Petersburg konnte er im Oktober 2011 noch einmal die zweite Runde eines ATP-Turniers erreichen. Ein Highlight war Rosols Debüt für die Tschechische Davis-Cup-Mannschaft, als er im September 2011 zum 5:0-Sieg über Rumänien einen Einzelsieg beisteuerte. Nach einer Halbfinalteilnahme beim Challenger-Turnier in Bratislava beendete Rosol seine bis dahin beste Saison schließlich auf Platz 70 der Weltrangliste.

2012: Erster ATP-Doppeltitel[Bearbeiten]

Im Januar 2012 verlor Lukáš Rosol wie schon im Vorjahr in der ersten Runde des ATP-Turniers von Doha. Im Doppel jedoch konnte er an der Seite von Filip Polášek überraschend ins Finale einziehen. Dort setzte sich das tschechisch-slowakische Duo in zwei Sätzen gegen Christopher Kas und Philipp Kohlschreiber durch und gewann so seinen ersten gemeinsamen ATP-Titel. Bei seinem Australian-Open-Debüt konnte Rosol gegen Philipp Petzschner gerade einmal zwei Spiele gewinnen und verlor nach nur 85 Minuten Spielzeit mit 0:6, 0:6 und 2:6. Im März 2012 erreichte Rosol beim Masters-Turnier von Miami nach Siegen über die Top-50-Spieler Michaël Llodra und Marcel Granollers die dritte Runde, wo er gegen Kei Nishikori ausschied. Sein bislang größter Erfolg jedoch ist der Sieg über Rafael Nadal im Zweitrundenmatch von Wimbledon, das er in 5 Sätzen für sich entscheiden konnte.

2013: Erster ATP-Einzeltitel[Bearbeiten]

In den ersten vier Monaten des Jahres verbesserte Rosol sein Bestranking sieben Mal. Bei den Australian Open erreichte er die zweite Runde, bei den PBZ Zagreb Indoors das Viertelfinale und beim Turnier in Dubai das Achtelfinale. In Bukarest besiegte er die gesetzten Spieler Andreas Seppi (3), Viktor Troicki (8) und Gilles Simon (2). Gegen Guillermo García-López gewann er sein erstes ATP-Turnier.

Davis Cup[Bearbeiten]

Seit 2011 spielt Lukáš Rosol für die tschechische Davis-Cup-Mannschaft. In der Saison 2012 qualifizierte sich die Mannschaft zum zweiten Mal nach 2009 für das Finale, welches in Prag ausgetragen wurde. Lukáš Rosol stand im Finale gegen Spanien im Aufgebot, wurde jedoch nicht eingesetzt; Tschechien gewann den Davis Cup mit einem 3:2-Sieg. Zu Einsätzen kam er jeweils gegen Italien in der ersten Runde und Serbien im Viertelfinale. Er bestritt jeweils ein Einzel, welches er gegen Andreas Seppi bzw. Viktor Troicki gewann. 2013 verteidigte er mit Tschechien erfolgreich den Titel, kam aber wie schon im Vorjahr nicht im Finale zum Einsatz, gehörte aber zum Aufgebot. Er bestritt in der ersten Runde, im Viertel- und Halbfinale insgesamt vier Einzelpartien, von denen er zwei gewann, sowie eine Doppelpartie mit Tomáš Berdych. Diese gewannen die beiden mit 24:22 im fünften Satz gegen die Schweiz.

Erfolge[Bearbeiten]

Legende (Anzahl der Siege)
Grand Slam
ATP World Tour Finals
ATP World Tour Masters 1000
ATP World Tour 500
ATP World Tour 250 (5)
ATP Challenger Tour (18)

Einzel[Bearbeiten]

Siege[Bearbeiten]

ATP World Tour[Bearbeiten]
Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Endergebnis
1. 28. April 2013 RumänienRumänien Bukarest Sand SpanienSpanien Guillermo García-López 6:3, 6:2
2. 23. August 2014 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Winston-Salem Hartplatz PolenPolen Jerzy Janowicz 3:6, 7:63, 7:5
ATP Challenger Tour[Bearbeiten]
Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Endergebnis
1. 14. Juni 2008 SlowakeiSlowakei Košice Sand SpanienSpanien Miguel Ángel López Jaén 7:5, 6:1
2. 8. März 2009 ItalienItalien Bergamo Hartplatz (i) DeutschlandDeutschland Benedikt Dorsch 6:1, 4:6, 7:63
3. 2. Mai 2010 TschechienTschechien Ostrava Sand KroatienKroatien Ivan Dodig 7:5, 4:6, 7:64
4. 8. Mai 2011 TschechienTschechien Prag (1) Sand Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Alex Bogomolov junior 7:61, 5:2 Aufgabe
5. 3. Juli 2011 DeutschlandDeutschland Braunschweig Sand RusslandRussland Jewgeni Donskoi 7:5, 7:62
6. 11. November 2012 SlowakeiSlowakei Bratislava Hartplatz (i) DeutschlandDeutschland Björn Phau 6:73, 7:65, 7:66
7. 16. März 2014 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Irving Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Steve Johnson 6:0, 6:3
8. 15. Juni 2014 TschechienTschechien Prag (2) Sand TschechienTschechien Jiří Veselý 3:6, 6:4, 6:4

Finalteilnahmen[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Endergebnis
1. 27. April 2014 RumänienRumänien Bukarest Sand BulgarienBulgarien Grigor Dimitrow 6:72, 1:6
2. 13. Juli 2014 DeutschlandDeutschland Stuttgart Sand SpanienSpanien Roberto Bautista Agut 3:6, 6:4, 2:6

Doppel[Bearbeiten]

Siege[Bearbeiten]

ATP World Tour[Bearbeiten]
Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Endergebnis
1. 6. Januar 2012 KatarKatar Doha Hartplatz SlowakeiSlowakei Filip Polášek DeutschlandDeutschland Christopher Kas
DeutschlandDeutschland Philipp Kohlschreiber
6:3, 6:4
2. 20. Oktober 2013 OsterreichÖsterreich Wien Hartplatz (i) RumänienRumänien Florin Mergea OsterreichÖsterreich Julian Knowle
KanadaKanada Daniel Nestor
7:5, 6:4
3. 27. Juli 2014 KroatienKroatien Umag Sand TschechienTschechien František Čermák SerbienSerbien Dušan Lajović
KroatienKroatien Franko Škugor
6:3, 6:1
ATP Challenger Tour[Bearbeiten]
Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Endergebnis
1. 11. Februar 2007 PolenPolen Breslau (1) Hartplatz (i) TschechienTschechien Jan Vacek TschechienTschechien Michal Mertiňák
SchweizSchweiz Jean-Claude Scherrer
7:5, 7:64
2. 6. Mai 2007 TschechienTschechien Ostrava Sand DeutschlandDeutschland Bastian Knittel RusslandRussland Alexander Krasnorutskij
RusslandRussland Alexander Kudrjawzew
2:6, 7:5, [11:9]
3. 16. Juni 2007 SlowakeiSlowakei Košice Sand SlowakeiSlowakei Filip Polášek ItalienItalien Leonardo Azzaro
ItalienItalien Flavio Cipolla
6:1, 7:65
4. 3. Februar 2008 PolenPolen Breslau (2) Hartplatz (i) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten James Cerretani OsterreichÖsterreich Werner Eschauer
OsterreichÖsterreich Jürgen Melzer
6:76, 6:3, [10:7]
5. 11. Juli 2010 DeutschlandDeutschland Oberstaufen Sand DeutschlandDeutschland Frank Moser ChileChile Hans Podlipnik-Castillo
OsterreichÖsterreich Max Raditschnigg
6:0, 7:5
6. 26. September 2010 SlowakeiSlowakei Trnava Sand SlowakeiSlowakei Karol Beck OsterreichÖsterreich Alexander Peya
OsterreichÖsterreich Martin Slanar
4:6, 7:63, [10:8]
7. 3. April 2011 ItalienItalien Barletta Sand SlowakeiSlowakei Igor Zelenay OsterreichÖsterreich Martin Fischer
OsterreichÖsterreich Andreas Haider-Maurer
6:3, 6:2
8. 8. Mai 2011 TschechienTschechien Prag (1) Sand TschechienTschechien František Čermák DeutschlandDeutschland Christopher Kas
OsterreichÖsterreich Alexander Peya
6:3, 6:4
9. 13. Mai 2012 TschechienTschechien Prag (2) Sand ArgentinienArgentinien Horacio Zeballos SlowakeiSlowakei Martin Kližan
SlowakeiSlowakei Igor Zelenay
7:5, 2:6, [12:10]
10. 6. Juni 2014 TschechienTschechien Prostějov Sand DeutschlandDeutschland Andre Begemann KanadaKanada Peter Polansky
KanadaKanada Adil Shamasdin
6:1, 6:2

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Doppeltes K.O. in Paris: Melzer verliert nach Matchbällen, auch Haider-Maurer out

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lukáš Rosol – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien