Mario Diaz-Balart

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Mario Diaz-Balart

Mario Rafael Diaz-Balart (* 25. September 1961 in Fort Lauderdale, Florida) ist ein US-amerikanischer Politiker. Seit 2003 ist er Mitglied des Repräsentantenhauses. Zunächst als Repräsentant des 25. Kongresswahlbezirks von Florida, seit 2011 des benachbarten 21. Bezirks, den zuvor sein Bruder Lincoln Diaz-Balart vertreten hatte.

Er schrieb sich in die University of South Florida ein, um dort Politikwissenschaften zu studieren, bevor er 1985 seine öffentliche Karriere als Berater des damaligen Bürgermeisters von Miami, Xavier Suarez, begann. 1988 wurde er in das Repräsentantenhaus von Florida gewählt. 1992 wechselte er dann in den Staatssenat und im Jahre 2000 wieder zurück ins Repräsentantenhaus. Während seiner zweiten Amtszeit saß er der Kommission zur Neuaufteilung der Wahlkreise vor. Es gilt als offenes Geheimnis, dass er den neu geschaffenen 25. Distrikt auf sich selbst zuschnitt. Der ebenfalls neu geschaffene 24. Distrikt wurde von derselben Kommission auf den Sprecher von Floridas Repräsentantenhaus Tom Feeney maßgeschneidert. Auch der 5. Bezirk wurde so gestaltet, dass er auf Senatspräsidentin Ginny Brown-Waite passte.

Mario Diaz-Balart ist der jüngere Bruder des US-Kongressabgeordneten Lincoln Diaz-Balart und Sohn des exilierten kubanischen Politikers Rafael Diaz-Balart sowie Neffe von Mirta Díaz-Balart, der ersten Ehefrau Fidel Castros. Er lebt zusammen mit seiner Frau und seinem Sohn in Miami.

Im Gegensatz zu den beiden anderen Kuba-Amerikanern, die Miami im US-Kongress vertreten, Ileana Ros-Lehtinen und seinem älteren Bruder, zeigt Mario Diaz-Balart ein streng konservatives Abstimmungsverhalten.

Ebenso wie seine zwei kubanisch-amerikanischen Mitstreiter ist Diaz-Balart strenger Befürworter des Handelsembargos gegen Kuba. Sein Ziel sei es, durch Reise- und Handelsbeschränkungen die kommunistische Regierung Kubas vom Zugang zu harten Devisen abzuschneiden. Bei den Kongresswahlen 2008 gewann er nur knapp mit 52 % gegen den ebenfalls kubanischstämmigen Demokraten Joe Garcia, Ex-Direktor der exilkubanischen Organisation CANF.

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