Donna Shalala

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Donna Shalala (2000)

Donna Edna Shalala (* 14. Februar 1941 in Cleveland, Ohio) ist eine US-amerikanische Politikerin der Demokratischen Partei und Hochschullehrerin.

Biografie[Bearbeiten]

Shalala diente zwischen 1962 und 1964 als einer der ersten freiwilligen Helfer des Friedenscorps im Iran. Von 1977 bis 1980 war sie während der Amtszeit von US-Präsident Jimmy Carter als Assistentin von Patricia Roberts Harris für Politische Forschung und Entwicklung im Wohnungsbauministerium zuständig.

Im Anschluss wurde sie 1980 im Alter von 39 Jahren Präsidentin des Hunter College, einem Teil der City University of New York. Während der dortigen Tätigkeit erwarb sie sich den Ruf einer Feministin bei der Förderung der Verstärkung von Frauen und Minderheiten an den Fakultäten und der Universitätsverwaltung. 1988 wurde sie Kanzlerin (Chancellor) der University of Wisconsin-Madison und als solche die erste Frau an der Spitze einer der sogenannten Big-Ten-Universitäten. Als Kanzlerin führte sie den „Madison-Plan“ zur Bekämpfung von Rassismus an der Universität ein.

Am 22. Januar 1993 berief US-Präsident Bill Clinton sie als Gesundheitsministerin (Secretary of Health and Human Services) in sein Kabinett. Während der Debatte um die Einführung einer generellen Krankenversicherung vor dem US-Kongress 1994 nahm sie als solche eine führende Rolle ein, wenngleich die von der damaligen First Lady Hillary Clinton unterstützte Kampagne letztlich erfolglos blieb. Shalala half in der Folgezeit bei der Organisation des Kinderkrankenversicherungsprogramms (Children's Health Insurance Programs), das die Versicherung von mehr als 2,5 Millionen Kindern bot. Daneben war sie an der Beseitigung von Unterschieden im Gesundheitswesen aufgrund der Rasse beteiligt wie auch bei Programmen zur Verringerung der Gewalt gegen Frauen und der Verbesserung der Medikation bei AIDS. Viele ihrer Maßnahmen arbeiteten zusammen mit privaten Organisationen, um die Gesundheit von Kindern und jungen Erwachsenen zu verbessern, insbesondere bei der Durchsetzung von Rauchverboten. Sie schied mit dem Ende der Amtszeit von Bill Clinton am 20. Januar 2001 aus der Regierung aus und war mit acht Jahren Amtszeit die am längsten amtierende Gesundheitsministerin der USA.

Anschließend wurde sie 2001 Präsidentin der University of Miami.

Weblinks[Bearbeiten]