Martina Schettina

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Porträt von Martina Schettina
Mädchen im Orangen Kleid von Martina Schettina
Martina Schettina: Fibonaccis Traum, 2008, 40 x 40 cm
Martina Schettina: Gestrickte Unendlichkeit, 2008, 50 x 50 cm
Schettina mit ihrem Kugelbild „Die Sonne“ in Wien
Kunstperformance am Tag der Astronomie 2009 vor dem Kunsthistorischen Museum Wien
Martina Schettina: Tetraeder, gezeigt bei der Biennale für Lichtkunst Austria 2010
Atelier Martina Schettina

Martina Schettina (* 7. März 1961 in Wien; Geburtsname Martina Ingeborg Tucek) ist eine österreichische bildende Künstlerin. Sie arbeitet vornehmlich im Bereich der Konzeptkunst.

Leben[Bearbeiten]

Martina Schettina wurde 1961 in Wien Währing als Tochter eines Mathematikers geboren. Sie verbrachte die Kindheit in Wien Leopoldstadt, wo sie zuerst die Volksschule in der Parzmanitengasse besuchte, anschließend das Bundesrealgymnasium Vereinsgasse, an dem sie 1979 mit Auszeichnung maturierte. Von 1979 an studierte sie Mathematik bei Harald Rindler und Physik bei Roman Sexl an der Universität Wien mit Sponsion 1983 und beschäftigte sich daneben autodidaktisch mit der Malerei. 1989 zog sie ins angrenzende Niederösterreich, wo sie sich in Langenzersdorf ein Künstleratelier einrichtete. Ihre künstlerische Aus- und Weiterbildung erhielt sie an den Sommerakademien Geras 1993 bei Ulrich Gansert, 1994 bei Peter Sengl und 1995 bei Hubert Aratym. Sie studierte auch an der Universität für angewandte Kunst Wien. Später erlernte sie die Chinesische Tuschemalerei bei Xiaolan Huangpu. Schettina unterrichtete von 1984 bis 2007 am Albertus-Magnus-Gymnasium in Wien Mathematik und Physik. Mitte 2007 zog sie sich aus dem Schuldienst zurück.

Seit 2008 erscheinen Bilder von Martina Schettina regelmäßig als Illustrationen der Gerti Senger-Kolumne in der bunten Beilage der Kronen-Zeitung am Sonntag, sowie gelegentlich in der Kleinen Zeitung.

Ab 2008 wandte sie sich verstärkt der Konzeptkunst zu. Sie verarbeitet mathematische Theorien in ihren Bildern und begleitet diese mit erklärenden Texten.[1]. Dazu erschien 2009 das Buch „Mathemagische Bilder – Bilder und Texte“ mit einem Vorwort von Konrad Paul Liessmann. Seither arbeitet sie mit Bazon Brock zusammen und nimmt an Action Teachings teil, beispielsweise 2010 am Deutschen Historischen Museum in Berlin. Seit 2010 ist sie auch Referentin an der staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe im Rahmen des Studienganges „Der professionalisierte Bürger“.[2]

Die Geburt der Schönheit aus dem Geiste der Zahlen ist die Lehre der Griechen. Die mathemagischen Bilder von Martina Schettina sind ein schöner Beweis.

Peter Weibel zur Ausstellung „Mathemagische Bilder – Von Pythagoras bis Leibniz“ im November 2011[3]

Martina Schettina ist mit dem österreichischen Autor Helmut A. Gansterer verheiratet[4].

Mitgliedschaften[Bearbeiten]

Martina Schettina ist ordentliches Mitglied der Berufsvereinigung IG Bildende Kunst[5] sowie der Berufsvereinigung bildender Künstler Österreichs.[6]

Ausstellungstätigkeit[Bearbeiten]

Seit 1992 stellt sie national und international aus.[7][8][9] Ihre erste Einzelausstellung im Ausland war 1999 in der Galerie Mots & Tableaux in Brüssel. Seither waren ihre Werke in zahlreichen Ausstellungen in Museen und Galerien ausgestellt.[10] Weiters waren die Werke auf internationalen Kunstmessen vertreten, darunter auf der Art Expo New York, CIGE Peking und der Art Shanghai.[11][12] 2010 entwickelte sie gemeinsam mit Manfred Kielnhofer das Konzept zur ersten österreichischen Lichtkunstbiennale.[13]

Werk[Bearbeiten]

In ihrem figurativen Werk befasst sich die Künstlerin auf vielfältige Weise mit der Stellung der Frau in der Gesellschaft.[14] Dabei werden die gültigen Rollenbilder von Mann und Frau hinterfragt.[15] Da ihre Figuren transparent zu sein scheinen, wird Schettina oft auch als die Malerin mit der gläsernen Handschrift bezeichnet.[16] Es finden sich auch Anlehnungen an die Pop-Art. Ihr Bild „Oranges Kleid“, das eine selbstbewusste, moderne Frau darstellt, zierte 2009 das Plakat zur Ausstellung „Stadt. Land. Frau.“ im Weinstadtmuseum Krems.[17][18][19]

Seit 2008 arbeitet Schettina vorwiegend an mathematischen Themen, die sie in ihren Bildern künstlerisch umsetzt.[20][21] Im Dezember 2009 erschien das Buch „Mathemagische Bilder“ mit Texten und Bildern der Künstlerin.[22]

Mathematik – Logik und Malerei – Emotion ergänzen einander in Schettinas Arbeit und lassen sich verstehen als Suche nach Harmonie und Schönheit, sowie als Lösung von grundsätzlichen Fragen, im einen wie im anderen Metier, jeweils in umfassendem Sinn gemeint.

Angelica Bäumer in ihrem Essay Bei sich bleiben im Wandel. Zu den Verwandlungen im Werk von Martina Schettina.[23]

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Einzelausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Ausstellungsbeteiligungen[Bearbeiten]

Performances[Bearbeiten]

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • 1994: Katalog Schettina
  • 2002: Bewegte(s) Leben: Frauenbiografien aus dem Weinviertel von Gabi Lempradl und Hermann Richter, Verlag Bibliothek der Provinz. Eine von 14 Frauen-Biografien, ISBN 3-85252-533-0.
  • 2002: Katalog: mARTina schettina, Magierbilder 2002 Verlag Eisl und friends, ISBN 3-9501524-2-3.
  • 2003 Keine Katze wie Du und ich von Erne Seder, Verlag Langen-Müller-Herbig München; Illustrationen und Titelbildgestaltung, ISBN 3-7844-2930-0[63]
  • 2006: Katalog zweitausendsechs. Eisl und friends, Atelier mARTina schettina Langenzersdorf, 2006,
  • 2007: Linz 2007. Ausstellungskatalog. Digitaldruck Linz, Galerie ARTpark Lenaupark City Linz.
  • 2008: Wein, Weib und Gesang. Gedichtband. Bilder von Martina Schettina zu Lyrik von Michaela Gansterer. Hrsg. Michaela Gansterer, Hainburg.
  • Kunstadressbuch Deutschland, Österreich, Schweiz 20. Ausgabe; Eintrags-Nummer: 207599-2; K. G. Saur Verlag,
  • Deutsche Fotothek: Künstlerdokument 70117960, Martina Schettina.
  • 2009: Martina Schettina: Mathemagische Bilder – Bilder und Texte. Vernissage Verlag Brod Media, Wien 2009, ISBN 978-3-200-01743-6.
  • 2010: Martina Schettina: Mathematische Bilder. Ausstellungskatalog Schiele Museum Tulln, Vorwort von Peter Eisenschenk. Vernissage Verlag Brod Media GmbH Wien.
  • 2012: Martina Schettina: Location BOOK. Genuss, Kultur & Lifestyle: Wiens Grätzl mit Prominenten entdeckt. Deutsch/Englisch. ISBN 978-3-99015-021-4 (DE), ISBN 978-3-99015-022-1 (EN). Bohmann-Verlag 2012.

Sammlungen[Bearbeiten]

Bilder befinden sich in der Sammlung des Landes Niederösterreich, des Weinstadtmuseums Krems, der Fernwärme Wien, der HMZ Privatstiftung Helmut M. Zoidl in Spielfeld in der Steiermark und der Sammlung Helmut Klewan in München und Wien. Skulpturen befinden sich im Skulpturenpark Artpark Linz sowie im öffentlichen Raum von Poysdorf.[64]. 2011 wurde das Bild „Pro Maximis et Minimis“ aus der Reihe „Leibnitz“ von der Kulturabteillung des Landes Niederösterreich für die Sammlung zeitgenössischer Kunst angekauft. 2013 erwarb das Sacred-World-Museum New Delhi die Lichtskulptur "Tetrahedron Rot" der Künstlerin. Das Bild E=mc²- The World's Most Famous Equation wurde im Rahmen des Projekts "Vienna for art's sake" von Kurator Peter Noever für die Sammlung Luciano Benetton ausgewählt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Martina Schettina – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Petra Baum: „Kunst zum Quadrat. Die mathemagischen Bilder von Martina Schettina“ in Vernissage, Zeitschrift für aktuelles Ausstellungsgeschehen. Nr. 302, Dezember 2011 – Jänner 2012, Seite 52–55
  2. Hochschule für Gestaltung, Karlsruhe (abgerufen am 18. April 2010)
  3. Zitat von Peter Weibel auf Kunstaspekte.de(abgerufen am 10. November 2011)
  4. Martina Gansterer auf der homepage von Helmut A. Gansterer (abgefrufen am 4. Oktober 2012)
  5. Mitglied bei der IG (abgerufen am 31. Mai 2010)
  6. Mitgliedschaft bei der BV (abgerufen am 31. Mai 2010)]
  7. Schettina in der Galerie Artpark (PDF-Datei; 2,10 MB)
  8. Schettina in der Galerie Fontaine (PDF-Datei; 1,88 MB)
  9. Schettina in der Wiener Zeitung (PDF-Datei; 1,37 MB)
  10. Bericht über die Ausstellung „Magische Momente“ in Magazin 24 Stunden für Wien 166/2004 (abgerufen am 16. August 2009)
  11. Österr. Außenministerium/Österreichisches Kulturforum Peking zur 6th China International Gallery Exposition CIGE 2009: Österreichische Künstler in Peking Abgerufen am 24. Februar 2010.
  12. Martina Schettina. – Magische Erotik des Augenblicks. Jefferson B. Parker. In: Vernissage Sonderheft zur Kunstmesse Salzburg 2003. Wien: Brod Media GmbH, ISSN 0257-3504.-Bd. 23 (2003), 221, S. 54–57:Ill.
  13. Ulrike Breit in: Lichtkunst-Biennale: International und heimisch, leuchtend und blinkend, OÖN Kultur abgerufen am 13. September 2010
  14. flair Ausgabe Österreich, Mai 2009 Clarissa Heinisch: „Kunststück Künstlerin“. Eines von acht Interviews mit österreichischen Künstlerinnen.
  15. „Stadt. Land. Frau.“ Isabella Ackerl in: Clubzeitschrift alpha frauen für die Zukunft Jg.21/ Heft 3/2007 no 112, S. 14–15, Ill.
  16. „Der Zauber einer gläsernen Handschrift – Martina Schettina“. Gansterer, Helmut A..-In: Vernissage. -Wien: Brod Media GmbH, ISSN 0257-3504.-Bd. 25 (2005), 245, S. 50–53:Ill. (farb)
  17. Weinstadtmuseum
  18. Martina Schettina: „Stadt. Land. Frau.“ Ein Interview von Christine Kunkler zur Ausstellung im Weinstadtmuseum. -In: Vernissage. -Wien: Brod Media GmbH, ISSN 0257-3504.-Bd. 29 (2009), 285, S. 52–55:Ill. (farb.)
  19. Kulturzeitschrift live in Niederösterreich 3/2009: Ganzseitige Ausstellungsrezension mit Bild zur Ausstellung im Weinstadtmuseum Krems
  20. Beitrag in MU – Der Mathematikunterricht „Mathematik und Kunst“ Jg 55 – Heft 2 – April 2009 – Friedrich Verlag, Herausgeber Stefan Deschauer TU Dresden ISSN-Nr. 0025-5807
  21. „Fibonacci-Zahlen in Bildender Kunst und Literatur“ (PDF; 131 kB) von Ingmar Lehmann (abgerufen am 7. November 2009)
  22. ORF Ö1 Leporello vom 22. Februar 2010 (Abgerufen am 24. Februar 2010).
  23. Martina Schettina: Mathemagische Bilder S. 52.
  24. Ringgalerie und Erläuterung zum Wiener Volksbildungswerk. (Abgerufen am 8. Juni 2009.)
  25. In: CLARA – Database of Women Artists im National Museum of Women in the Arts. (Abgerufen am 2. Oktober 2009.)
  26. Liste der ausgezeichneten Personen
  27. Auszeichnungen für Kunst und Wissenschaft der ÖASG (abgerufen am 26. Juli 2009)
  28. Onlineportal Kunstforum (abgerufen am 4. Juli 2009)
  29. Rezension im Standard von Judith Fischer (abgerufen am 31. August 2009)
  30. Rezension von Anton Gugg in „Kunst in Salzburg 2003“ Teil Galerien in Salzburg/ Romanischer Keller, farb. Ill.
  31. Martina Schettina – Zweitausendsex (Abgerufen am 17. Juni 2009)
  32. Martina Schettina – Stadt.Land.Frau. (abgerufen am 19. Juni 2009)
  33. Österreichisches Kulturforum Paris (abgerufen am 29. Juni 2009)
  34. Martina Schettina: „Magische Menschen. Magische Orte“ vom 1. – 24. März 2008 in Kokoschka-Haus, Pöchlarn NÖ. Dazu: Ausstellungen im Kokoschka-Haus (PDF; 6,8 MB) In: „Pöchlarn Aktuell“ (Amtliches Mitteilungsblatt) vom März 2008, S. 20.
  35. Österreichisches Kulturforum Paris (abgerufen am 29. Juni 2009)
  36. mARTina Schettina – Stadt.Land.Frau, 5. Juni bis 26. Juli 2009, Galerie 1. Stock im Weinstadtmuseum Krems. (Abgerufen am 4. Juni 2009.)
  37. Ankündigung der Ausstellung in der Sendung Leporello auf Radio Ö1 (abgerufen am 28. Februar 2010)
  38. Franz Müllner: 120 Jahre Egon Schiele, 20 Jahre Egon-Schiele-Museum: Die Sonderausstellung. Pressetext der Stadt Tulln, verzeichnet in Kunstaspekte (abgerufen am 5. Oktober 2010)
  39. Ausstellungsbrücke auf Kunstaspekte(abgerufen am 10. November 2011)
  40. Politische Landschaft (abgerufen am 26. Juli 2009)
  41. Vinspirace Breclav 2006 [1] (PDF; 813 kB)Katalog S. 19.
  42. Europe and Asia today vom 7. September – 4. Oktober 2008 [2] ARTcenter Berlin (Abgerufen am 7. Juni 2009)
  43. Zur Ausstellung Europe and Asia today im Artcenter Berlin erschien ein Film auf 3sat, Sendung Kulturzeit
  44. 100 Stunden Astronomie in Wien [3] (abgerufen am 13. Juni 2009)
  45. Mai 2007 Bericht im Volksgruppen ORF Österreichischer Rundfunk Magyarok(Ungarisch)[4] (abgerufen am 13. Juni 2009)
  46. Basis-Archiv Wien (abgerufen am 19. Juni 2009)
  47. Werkstatt Kollerschlag (abgerufen am 22. Juni 2009)
  48. Blaugelbe Viertelsgalerie Schloss Fischau (abgerufen am 26. Juni 2009)
  49. Presseaussendung Vilnius (DOC-Datei, abgerufen am 8. Juli 2009)
  50. Statement des Kurators Raminta Jurenaite (engl., DOC-Datei, abgerufen am 8. Juli 2009)
  51. Ausstellung Sternenstaub im Ars Electronica Center Linz (PDF; 39 kB)
  52. Berlin||Berlin – 20 Years after the Fall of the Berlin Wall – Part II In: Aesthetica Magazin (one of Britain’s leading art publications) Issue 31 Oct–Nov 2009
  53. Aesthetica magazine online (Englisch) (abgerufen am 14. Dezember 2009)
  54. Rolling Stars and Planets am Kulturserver Graz (abgerufen am 11. April 2010)
  55. offizielle Ankündigung der Stadt Wien (abgerufen am 23. Oktober 2010)
  56. 100 Stunden Astronomie in Wien [5] (abgerufen am 13. Juni 2009)
  57. Mai 2007 Bericht im Volksgruppen ORF Österreichischer Rundfunk Magyarok(Ungarisch)[6] (abgerufen am 13. Juni 2009)
  58. Ankündigung auf der offiziellen Website des DHM
  59. Österreichisches Kulturforum Berlin (abgerufen am 9. November 2010)
  60. Offizielle Ankündigung der HFG Karlsruhe (abgerufen am 27. Oktober 2010)
  61. Programmheft des Planetariums Nürnbberg Seite 13 (PDF; 5,3 MB), abgerufen am 25. April 2013
  62. [Beitrag auf Schau TV, Sendung Schau aktuell vom 26. September 2013] (abgerufen am 21. Oktober 2013)
  63. Buchrezension (abgerufen am 14. Dezember 2009)
  64. Martina Schettina auf artfacts – Sammlungen (abgerufen am 13. März 2010)