Mary Elizabeth Winstead

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Mary Elizabeth Winstead in Austin (2007)

Mary Elizabeth Winstead (* 28. November 1984 in Rocky Mount, North Carolina) ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Bekannt wurde sie durch Filme wie Final Destination 3, Black Christmas, Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt und Stirb langsam 4.0.

Leben[Bearbeiten]

Winstead wurde am 28. November 1984 als fünftes und jüngstes Kind von Betty Lou und James Ronald Winstead in Rocky Mount im US-Bundesstaat North Carolina geboren.[1][2] Ihr Großvater mütterlicherseits war ein Cousin der Schauspielerin Ava Gardner.[3] Als sie fünf Jahre alt war, zog ihre Familie nach Sandy, einem Vorort von Salt Lake City im US-Bundesstaat Utah.[2][4] Als junges Mädchen ging Winstead als hochbegabtes Kind auf die Peruvian Park Elementary und besuchte an dieser Schule mehrere fortgeschrittene Klassen.[4] Sie studierte Tanz in einem Sommerprogramm in Chicago, das von Joffrey Ballet, einem Tanzunternehmen, organisiert wurde. Des Weiteren war sie Mitglied des International Children’s Choir.[4][5] Ihr Kindheitstraum war es, eine Karriere als Ballerina zu machen. Daher wirkte sie regelmäßig in verschiedenen Ballett-Aufführungen mit.[4] Als sie älter wurde, musste sie aufgrund ihrer Größe die Leidenschaft für das Ballett aufgeben. In einem Interview sagte sie: „Ich bemerkte bereits mit 13 Jahren, dass ich fürs Ballett zu groß bin… Dein Körper begleitet dich dein ganzes Leben und das Ballett ist sehr anstrengend für Knochen und Muskeln“ (englisch „I realized pretty early on that I was already too tall by the time I was 13… You know, your body has to stay that way for your entire life, and it's pretty hard on your muscles and your bones“).[2] Aus diesem Grund widmete sich Winstead fortan dem Schauspiel.[2]

Karriere[Bearbeiten]

Filme 1997–2005[Bearbeiten]

Nachdem Winstead dem Ballett den Rücken kehrte und sich der Schauspielerei widmete, erhielt sie am Broadway im Stück Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat ihren ersten Auftritt.[6] Danach erhielt sie kleinere Auftritten in verschiedenen Fernsehserien und spielte in Ein Hauch von Himmel und Ein Wink des Himmels eine Gastrolle. Im Jahr 1999 bekam sie in der von NBC produzierten Seifenoper Passions eine wiederkehrende Rolle als „Jessica Bennett“, nach einem Jahr verließ sie die Serie. 2001 spielte Winstead in der CBS-Dramaserie Wolf Lake die Tochter von Tim Mathesons Charakter.[7] Es folgten weitere Rollen in Filmen wie Monster Island, Checking Out und Sky High – Diese Highschool hebt ab!.

Filme 2006–2008[Bearbeiten]

Winstead in San Diego (2007)

Nach ihrem Auftritt im Film Skyline, begann Winstead mit den Horrorfilm-Regisseuren James Wong und Glen Morgan, bekannt für die Produktion der Fernsehserie Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI, zu arbeiten. Ihre Zusammenarbeit begann mit dem Film Final Destination 3, in welchem Winstead die Protagonistin „Wendy Christensen“ an der Seite von Ryan Merriman spielte.[8] Der Film war finanziell sehr erfolgreich, erhielt von den Kritikern aber lediglich gemischte Bewertungen.[9]

Noch im gleichen Jahr stand sie für den Horrorfilm Black Christmas vor der Kamera, Regie führten wiederum Morgan und Wong. Für ihre Leistungen wurde sie im Jahr 2007 für den Scream Awards in der Kategorie Scream Queen nominiert. Der Film erhielt jedoch ausschließlich schlechte Kritiken.[10]

Ebenfalls im Jahr 2006 spielte sie im Filmdrama Bobby mit. Der Film zeigt fiktive Ereignisse im Ambassador Hotel in Los Angeles in der Nacht zum 5. Juni 1968.[11] Winstead spielte an der Seite von Harry Belafonte, Shia LaBeouf, Ashton Kutcher, Lindsay Lohan und Demi Moore die Rolle der „Susan Taylor“. Die Besetzung des Films wurde mehrfach für verschiedene Auszeichnungen nominiert, als Best Ensemble Cast gewann der Cast einen Hollywood Film Award. Der Film erhielt gemischte Kritiken, hauptsächlich wurde die Qualität des Skripts bemängelt.[12][13]

Im Jahr 2007 wurde Winstead für den Thriller Death Proof – Todsicher gecastet.[14] In dem Film des Regisseurs Quentin Tarantino spielt sie die Rolle der „Lee“. Im gleichen Jahr setzte sie sich für eine Rolle im vierten Teil der Stirb-langsam-Reihe gegen alle ihre Mitbewerberinnen durch, darunter auch Jessica Simpson.[1] In dem Film spielt sie „Lucy Gennero-McClane“, die Tochter des Protagonisten „John McClane“. Durch Stirb langsam 4.0 erlangte sie weltweit Bekanntheit.

2008 war Winstead im Tanzfilm Make It Happen zu sehen, welcher aus finanziellen Gründen als Direct-to-DVD-Produktion veröffentlicht wurde.[15] Der Film erhielt hauptsächlich schlechte Kritiken, gelobt wurde jedoch besonders die Leistung von Winstead. Der Kritiker Matthew Turner bemerkte, dass Winstead durch ihren Auftritt die schlechte Qualität des Films kompensiere.[16]

Filme 2009–heute[Bearbeiten]

Winstead im Austin Alamo Drafthouse (2010)

Im Jahr 2010 war Winstead an der Seite von Michael Cera in der Comicbuchverfilmung Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt zu sehen.[17] Die Dreharbeiten fanden vom März bis zum August 2009 unter der Leitung des Regisseurs Edgar Wright statt.[18][19] Für ihre Rolle ging Winstead zwei Monate in ein Kampftraining und führte die meisten Stunts für den Film selbst durch.[20] Ihre Leistung wurde im Allgemeinen positiv wahrgenommen und brachte ihr im Jahr 2011 eine Nominierung für den Teen Choice Award in der Kategorie Beste Action Darstellerin ein.[21]

Im Februar des Jahres 2010 erhielt Winstead eine Rolle als Paläontologin in dem Horror- und Science-Fiction-Film The Thing. Der Film kam am 14. Oktober 2011 in den Vereinigten Staaten in die Kinos.[22][23] Kritiker lobten ihren Auftritt, Matthew Toomey vom The Film Pie schrieb: „[Winstead] sticht mit ihrer Rolle als Paläontologin heraus. Sie behält einen kühlen und logischen Kopf, während andere um sie herum in Panik geraten. Der Film ist eine erfrischende Abwechslung von traditionellen Horror-Filmen, in dem die Hauptfiguren schwachsinnige Dinge tun, nur um die Geschichte zu verlängern“ („[Winstead] stands out with her portrayal of a paleontologist. She keeps a cool, logical head whilst others around her start to panic. It’s a refreshing change from your traditional horror film where the lead characters do moronic things as if to prolong the story“).[24]

Winstead war im Jahr 2012 in der Literaturverfilmung Abraham Lincoln Vampirjäger zu sehen. In dem Fantasy- und Horror-Film spielte sie die Rolle der „Mary Todd Lincoln“.[25] Im gleichen Jahr trat sie in James Ponsoldts Tragikomödie Smashed an der Seite von Aaron Paul auf.

In einem Interview drückte Winstead im Jahr 2008 ihr Interesse über eine Mitarbeit im Film Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben (A Good Day to Die Hard) aus.[26] Zu diesem Zeitpunkt war allerdings noch unklar, ob sie auch für den fünften Teil der Stirb-langsam-Reihe engagiert wird. Im August 2012 wurde dann bekannt gegeben, dass sie ans Set zurückkehren, aber lediglich einen Cameo-Auftritt haben wird.[27]

Privates[Bearbeiten]

Seit 2010 ist Winstead mit dem amerikanischen Filmemacher Riley Stearns verheiratet.

Im August 2014 tauchten Nacktfotos von Winstead im Internet auf, die ein Unbekannter offenbar zuvor über einen privaten Account eines Cloud-Dienstleisters heruntergeladen hatte (Hackerangriff auf private Fotos von Prominenten 2014).[28]

Filmografie[Bearbeiten]

Spielfilme[Bearbeiten]

Fernsehserien[Bearbeiten]

  • 1997: Ein Hauch von Himmel (Touched by an Angel, Folge 3x29: A Delicate Balance)
  • 1998: Ein Wink des Himmels (Promised Land, zwei Folgen)
  • 1999: Passions (vier Folgen)
  • 2001–2002: Wolf Lake (10 Folgen)
  • 2004: Tru Calling – Schicksal reloaded! (Tru Calling, Folge 1x08: Letztes Lebewohl)

Andere[Bearbeiten]

  • 2008: Stop/Eject (Kurzfilm)
  • 2011: Showing Up (Dokumentation)
  • 2011: Magnificat (Kurzfilm)
  • 2012: The Beauty Inside (Webcast)

Auszeichnungen und Nominierungen[Bearbeiten]

Tabellarische Übersicht der Auszeichnungen und Nominierungen
Jahr Auszeichnung Für Kategorie Resultat
2000 YoungStar Awards Passions Best Young Actress in a Daytime TV Series Nominiert
2001 Young Artist Award[29] Best Performance in a Daytime TV Series – Young Actress Nominiert
2006 Hollywood Film Award Bobby Best Ensemble Cast
(zusammen mit der restlichen Besetzung)
Gewonnen
Broadcast Film Critics Association Awards Best Cast
(zusammen mit der restlichen Besetzung)
Nominiert
2007 Screen Actors Guild Award Outstanding Performance by a Cast in a Motion Picture
(zusammen mit der restlichen Besetzung)
Scream Awards Black Christmas Scream Queen
2010 IGN Movie Award[30] Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt Best Ensemble Cast
(zusammen mit der restlichen Besetzung)
2011 Teen Choice Awards Choice Movie: Action Actress

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mary Elizabeth Winstead – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b To Die For: Mary Elizabeth Winstead (Englisch) In: snmag.com. Saturday Night Magazine. Abgerufen am 8. September 2012.
  2. a b c d Michael J. Lee: Mary Elizabeth Winstead on ‚Black Christmas‘ (Englisch) In: radiofree.com. RadioFree. 4. November 2006. Abgerufen am 8. September 2012.
  3. Blake French: At Death’s Door: „Final Destination 3“ Star Mary Elizabeth Winstead (Englisch) In: blogs.amctv.com. AMC. 14. September 2006. Abgerufen am 8. September 2012.
  4. a b c d About Mary Elizabeth Winstead (Englisch) In: movies.yahoo.com. Yahoo!. Abgerufen am 8. September 2012.
  5. Mary Elizabeth Winstead Bio (Englisch) In: tribute.ca. Tribute. Abgerufen am 8. September 2012.
  6. Jason Gay: Proud Mary (Englisch) In: gq.com. Gentlemen’s Quarterly. Abgerufen am 9. September 2012.
  7. CBS is baying at the moonwith the creepy ‚Wolf Lake‘ (Englisch) In: news.google.com. The Deseret News. 11. September 2001. Abgerufen am 9. September 2012.
  8. Jon Condit: Winstead, Mary Elizabeth & Merriman, Ryan (Final Destination 3) (Englisch) In: dreadcentral.com. Dread. 12. Februar 2006. Abgerufen am 9. September 2012.
  9. Final Destination 3 (2006) (Englisch) In: boxofficemojo.com. Abgerufen am 9. September 2012.
  10. Black Christmas (2006) (Englisch) In: rottentomatoes.com. Rotten Tomatoes. Abgerufen am 9. September 2012.
  11. Michael J. Lee: Mary Elizabeth Winstead, Shia LaBeouf and Brian Geraghty on ‚Bobby‘ (Englisch) In: radiofree.com. RadioFree. 4. November 2006. Abgerufen am 9. September 2012.
  12. Bobby Reviews, Ratings, Credits, and More (Englisch) In: metacritic.com. Metacritic. Abgerufen am 9. September 2012.
  13. Bobby (2006) (Englisch) In: rottentomatoes.com. Rotten Tomatoes. Abgerufen am 9. September 2012.
  14. Comic-Con: QT Reveals Death Proof Cast (Englisch) In: empireonline.com. Empire Online. 24. Juli 2006. Abgerufen am 10. September 2012.
  15. Jeff Giles: Mary Elizabeth Winstead Set to „Make It Happen“ In Burlesque Flick (Englisch) In: rottentomatoes.com. Rotten Tomatoes. 11. Juli 2007. Abgerufen am 9. September 2012.
  16. Matthew Turner: Make it Happen Film Review (Englisch) In: viewlondon.co.uk. View London. 6. August 2008. Abgerufen am 10. September 2012.
  17. Borys Kit: Mary Elizabeth Winstead joins ‚Pilgrim‘ (Englisch) In: hollywoodreporter.com. The Hollywood Reporter. 16. Mai 2008. Abgerufen am 15. September 2012.
  18. Chris Hewitt: Michael Cera Talks Scott Pilgrim (Englisch) In: empireonline.com. Empire. 31. März 2008. Abgerufen am 15. September 2012.
  19. August 28th, 2009 21:40 (EDT) Wrap! (Englisch) In: edgarwrighthere.com. Edgar Wright There. 28. August 2009. Abgerufen am 15. September 2012.
  20. Ashleigh Heaton: Rising stars Mary Elizabeth Winstead and Brandon Routh discuss ‚Scott Pilgrim vs. the World‘ (Englisch) In: dallasnews.com. The Dallas Morning News. 10. August 2012. Abgerufen am 15. September 2012.
  21. Haley Longman: Teen Choice Awards Nominees 2011: Justin Bieber, Glee, Kardashians and More (Englisch) In: teen.com. Teen.com. 29. Juni 2011. Abgerufen am 15. September 2012.
  22. Uncle Creepy: Mary Elizabeth Winstead and Joel Edgerton Set to Battle The Thing (Englisch) In: dreadcentral.com. DreadCentral. 8. Februar 2010. Abgerufen am 16. September 2012.
  23. The Thing Will Arrive April 29, 2011 (Englisch) In: comingsoon.net. ComingSoon.net. 15. Juni 2010. Abgerufen am 16. September 2012.
  24. Matthew Toomey: Review: The Thing (Englisch) In: thefilmpie.com. The Film Pie. 12. Oktober 2011. Abgerufen am 16. September 2012.
  25. Kate Ward: ‚Abraham Lincoln: Vampire Hunter‘: Mary Elizabeth Winstead is Mary Todd (Englisch) In: insidemovies.ew.com. Inside Movies. 17. Februar 2011. Abgerufen am 18. September 2012.
  26. Clint Morris: Winstead on Die Hard 5 and Scott Pilgrim (Englisch) In: moviehole.net. Moviehole.Net. 28. August 2008. Abgerufen am 18. September 2012.
  27. Brendon Connelly: Mary Elizabeth Winstead Is Reprising Her Role As John McClane’s Daughter In The New Die Hard Afterall (Englisch) In: bleedingcool.com. Bleeding Cool Comic Boo. 7. August 2012. Abgerufen am 18. September 2012.
  28. Christiane Heil: Nacktbilder von mehr als hundert Stars aufgetaucht. faz.net, 1. September 2014, abgerufen am 1. September 2014.
  29. 22nd Annual Young Artist Awards (Englisch) In: youngartistawards.org. Young Artist Award. Abgerufen am 9. September 2012.
  30. 2010 Summer IGN Movie Award for Best Ensemble Cast (Englisch) In: uk.movies.ign.com. IGN Entertainment. Abgerufen am 9. September 2012.