Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben

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Filmdaten
Deutscher Titel Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben
Originaltitel A Good Day to Die Hard
Titelschriftzug-stirb-langsam-ein-guter-tag-zum-sterben.jpg
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2013
Länge 98 Minuten
Altersfreigabe FSK 16[1]
JMK 14[2]
Stab
Regie John Moore
Drehbuch Skip Woods
Produktion Alex Young
Wyck Godfrey[3]
Musik Marco Beltrami
Kamera Jonathan Sela
Schnitt Dan Zimmerman
Besetzung

Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben (Originaltitel A Good Day to Die Hard) ist ein US-amerikanischer Actionfilm aus dem Jahr 2013 des Regisseurs John Moore. Es handelt sich um den fünften Teil der Stirb-langsam-Reihe. Wie in den vorangegangenen vier Filmen wird die Hauptrolle des John McClane wieder von Bruce Willis gespielt. Der Film startete in vielen Ländern am 14. Februar 2013. Die Premiere fand jedoch bereits am 7. Februar 2013 in Hongkong und in Singapur statt.[4][5]

Handlung[Bearbeiten]

Der russische Politiker Viktor Chagarin plant, den Gefangenen Yuri Komarov zu töten, wenn er ihm nicht die geheime Akte aushändigt, die ihn belastet.

Der Kriminalpolizist John McClane erfährt, dass sich sein Sohn Jack in Russland in Schwierigkeiten befindet, weil er in Komarovs Auftrag ein Attentat ausgeführt hat. John entschließt sich, ihm zu helfen. In Moskau angekommen, muss er mit ansehen, wie das Gerichtsgebäude Opfer eines Anschlags auf Komarov wird. Jack kann mit Komarov fliehen und wird von John gestellt. Jack wirft diesem vor, die Mission zum Scheitern gebracht zu haben. Nach einem kurzen Streit werden sie von Alik und dessen Gehilfen verfolgt. Sie können in ein vermeintlich sicheres Gebäude der CIA flüchten, wo John erfährt, dass sein Sohn für die CIA arbeitet.

Das Gebäude wird von Chagarins Männern gestürmt, wobei CIA-Agent Mike Collins stirbt. Das Trio macht sich auf den Weg zu Komarovs Tochter Irina, die sich jedoch als Verräterin entpuppt. Komarov wird als Geisel genommen, John und Jack werden gefesselt und geschlagen. Jedoch können sie sich befreien und werden vom geflohenen Chagarin aus einem Mil Mi-24P „Hind“-Kampfhubschrauber beschossen. Durch einen gewagten Sprung durch eine Abfallröhre können die beiden jedoch schließlich entkommen, wobei Jack verletzt wird.

Die zwei stehlen ein Auto und fahren nach Tschernobyl, wo sich Alik, Irina und Komarov befinden. Dort angekommen wird klar, dass es nie eine Akte gab, sondern dass es immer nur um waffenfähiges Uran ging, das Komarov hier versteckt hatte. Komarov tötet Alik und informiert Chagarin, dass dieser für den Verrat an Yuri hereingelegt worden ist. Daraufhin wird Chagarin durch einen Auftragsmörder Komarovs getötet.

John und Jack kommen Komarov auf die Schliche und nehmen ihn in Arrest. Irina und ein weiterer Gefolgsmann befreien Yuri. Yuri und Irina wollen mit dem Uran in einem Mil Mi-26 „Halo“-Transporthubschrauber fliehen. Sie werden aber von den McClanes verfolgt. John gelingt es, Irinas Hubschrauber aufzuhalten, indem er ihn mit Hilfe eines im Laderaum befestigten Lastkraftwagens aus dem Gleichgewicht bringt. Währenddessen tötet Jack Komarov, indem er ihn vom Gebäude wirft, wird dabei jedoch angeschossen. Irina, geschockt vom Tod ihres Vaters, versucht sich an beiden zu rächen, indem sie mit dem Hubschrauber das gesamte Gebäude zerstört, dabei aber ihr eigenes Leben verliert. John und Jack können sich jedoch durch einen Sprung in ein Wasserbecken retten.

John und sein Sohn fliegen heim nach New York und werden am Flughafen von Lucy, Johns Tochter und Jacks Schwester, empfangen.

Produktion[Bearbeiten]

Logo für Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben, der im Februar 2013 in den deutschsprachigen Kinos anlief.

Die 92-Millionen-Dollar-Produktion wurde 2010 offiziell angekündigt.[6] Skip Woods, der bereits die Drehbücher für Filme wie X-Men Origins: Wolverine und Das A-Team – Der Film geschrieben hat, wurde als Drehbuchautor bestätigt.

Ursprünglich sollte Noam Murro Regie führen, jedoch wurde er durch John Moore ersetzt, da er mit der Fortsetzung von 300 beschäftigt war.[7]

Für die Rolle des „Jack“ McClane war laut Fox Studios eigentlich zuerst Liam Hemsworth, Aaron Paul, James Badge Dale oder D. J. Cotrona vorgesehen.[8] Schlussendlich bekam jedoch Jai Courtney die Rolle.[9]

Die Dreharbeiten begannen am 23. April 2012 in Budapest. Weitere Drehorte waren Belgrad und Hajmáskér, ein Dorf im Komitat Veszprém.[10][11][12]

Bis zum heutigen Tag hat der Film in Amerika 67.349.198 US-Dollar sowie weltweit 304.654.182 US-Dollar eingespielt.[13] Er befindet sich dadurch in Amerika auf Platz fünf der Stirb-Langsam-Serie und bildet das bisherige Schlusslicht. Weltweit erreichte er Platz 3.[14] Im Jahr 2013 wurden bundesweit 1.547.104 Besucher an den deutschen Kinokassen gezählt, womit der Film den 15. Platz der meistbesuchten Filme des Jahres belegte.[15]

Rezeption[Bearbeiten]

Der Film wurde von Kritikern weitgehend verrissen. Aktuell (24. Mai 2013) weist Rotten Tomatoes eine 15-Prozent-Wertung bei 200 Rezensionen aus.[16]

„Die Rolle des mürrischen John McClane machte TV-Spaßvogel Bruce Willis („Das Model und der Schnüffler“) Ende der 1980er-Jahre zu einem der größten Actionstars des 20. Jahrhunderts. Dass er von seiner Kick-Ass-Attitüde über die Jahre nichts eingebüßt hat, bewies er zuletzt in Sylvester Stallones Seniorenparade „The Expendables 2“ auf selbstironische Art und Weise. Für „Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben“ nun streift sich der 58-Jährige noch einmal sein legendäres Feinrippunterhemd über und zeigt sich in absoluter Actiontopform. Doch so fulminant das rund 100 Millionen Dollar teure Spektakel auch geraten ist – Bruce Willis' einnehmender Präsenz haben Jai Courtney & Co. wenig entgegenzusetzen. Zudem sind manche Computereffekte deutlich als solche zu erkennen, und der kriminelle Masterplan ist alles andere als originell. […] Fazit: Spektakuläres und kurzweiliges Comeback der Actionlegende John McClane, der man allerdings einen härteren Sidekick und einen fieseren Gegenspieler gewünscht hätte.“

Cinema[17]

„Ironiefreier Actionfilm, der den Unterschieden der amerikanischen und russischen Lebensweise nur mit Klischees begegnet und das Buddy-Motiv als problematische Vater-Sohn-Beziehung vage andeutet. Mit dem Zielort Tschernobyl driftet der Film, der für das Grauen und die Folgen des Super-GAUs kein Interesse hat, vollends ins Fantastische ab.“

Lexikon des Internationalen Films.[18]

„Dumpfes, explosionsreiches Kino mit mittelprächtigen Actionszenen, das die Bezeichnung eines Stirb-langsam-Films nicht verdient. Lediglich Bruce Willis macht eine halbwegs gute Figur.“

filmfutter.com[19]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: A Good Day to Die Hard – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung (PDF; 34 kB) der FSK, abgerufen am 18. Februar 2013
  2. Kennzeichnung der Jugendmedienkommission.
  3. 'Stirb langsam – Cast & Crew'. filmstarts. Abgerufen am 20. Oktober 2013.
  4. Starttermine laut Internet Movie Database
  5. 'A Good Day To Die Hard International Release Dates'. Abgerufen am 20. Oktober 2012.
  6. A Good Day to Die Hard (2013). Box Office Mojo. 14. Februar 2013. Abgerufen am 17. Februar 2013.
  7. John Moore to Direct Dire Hard 5. IFTN. Abgerufen am 2. September 2011.
  8. ‘Die Hard’ Search For Bruce Willis’ Son Down To Four Actors. In: Deadline Hollywood. 4. November 2011. Abgerufen am 4. November 2011.
  9. 'Die Hard 5’ casts 'Spartacus' star as John McClane’s son. In: Entertainment Weekly. 22. Februar 2012. Abgerufen am 22. Februar 2012.
  10. Drehorte laut Internet Movie Database
  11. BorsOnline – Sztárhírek – Pletyka – Krimi – Politika – Sport – Celeb – Éles fegyverrel lőttek Bruce Willisék. Borsonline.hu. 14. Juni 2012. Abgerufen am 2. Juli 2012.
  12. Index – Kultúr – Éles lőszert használt Bruce Willis koptere. Index.hu. 14. Juni 2012. Abgerufen am 2. Juli 2012.
  13. -http://www.boxofficemojo.com/movies/?id=diehard5.htm
  14. -http://www.boxofficemojo.com/franchises/chart/?id=diehard.htm
  15. KINOaktuell: Was ihr wolltet: Münsters Kinojahr 2013, C. Lou Lloyd, Filminfo Nr. 4, 23. – 29. Januar 2014, S. 24f
  16. A Good Day To Die Hard auf rottentomatoes
  17. Filmkritik, Cinema
  18. Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben im Lexikon des Internationalen Films
  19. Filmkritik Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben (2013), von Arthur Awanesjan auf filmfutter.com