Mauterndorf
| Mauterndorf | ||
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| Basisdaten | ||
| Staat: | Österreich | |
| Bundesland: | Salzburg | |
| Politischer Bezirk: | Tamsweg | |
| Kfz-Kennzeichen: | TA | |
| Fläche: | 32,71 km² | |
| Koordinaten: | 47° 8′ N, 13° 41′ O47.13361111111113.6797222222221123Koordinaten: 47° 8′ 1″ N, 13° 40′ 47″ O | |
| Höhe: | 1.123 m ü. A. | |
| Einwohner: | 1.740 (1. Jän. 2011) | |
| Bevölkerungsdichte: | 53,19 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 5570 | |
| Vorwahl: | 06472 | |
| Gemeindekennziffer: | 5 05 04 | |
| NUTS-Region | AT321 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Mauterndorf 52 5570 Mauterndorf |
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| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Wolfgang Eder (ÖVP) | |
| Gemeinderat: (2009) (17 Mitglieder) |
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| Lage der Marktgemeinde Mauterndorf im Bezirk Tamsweg | ||
Blick auf die Burg Mauterndorf vom Nord-Westen aus |
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| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
Mauterndorf ist eine Marktgemeinde im Lungau und mit 1740 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2011) die viertgrößte Gemeinde des Gebietes.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Gliederung des Gemeindegebiets
Das Gemeindegebiet gliedert sich in die Katastralgemeinden
- Faningberg,
- Mauterndorf,
- Neuseß und
- Steindorf.
[Bearbeiten] Geschichte
Zur Zeit des Römischen Reiches verlief eine wichtige Römerstraße durch Mauterndorf über den Radstädter Tauern. Heute sind im Ort Römersteine aus dieser Zeit zu sehen. Etwa an der Stelle, an der heute die Burg steht, existierte schon damals ein römisches Kastell.
1002 wurde Mauterndorf das erste Mal urkundlich erwähnt, 1023 geriet der Ort unter die Herrschaft des Erzbischofs von Salzburg und wurde 1217 zum Markt erhoben. Im 13. Jahrhundert wurde vom Salzburger Domkapitel eine Mautstelle errichtet, daher auch der Name Mauterndorf. Der Ort war im Mittelalter der wichtigste Handelsplatz des Lungaus. 1253 wurde der Bergfried der Burg errichtet. Im 15. Jahrhundert wurde die Burganlage von Erzbischof Leonhard von Keutschach und Dompropst Burkhard von Weißpriach erweitert. Sie diente dem Domkapitel als Administrationszentrum. 1806 ging sie in Staatseigentum über.
Im Jahr 1894 erwarb Hermann von Epenstein, ein reicher Militärarzt aus Berlin die Burg und rettete sie vor dem Verfall.[1]
Von 1939 bis 1945 gehörte die Burg durch Schenkung der Witwe seines verstorbenen Taufpaten und "Ziehvaters" Epenstein Hermann Göring. Der hatte in jungen Jahren oft bei seinem Patenonkel auf der Burg gewohnt, hielt sich aber später dort nur mehr wenig auf. Zu Kriegsende 1945 wollte er nach Mauterndorf fliehen; aufgrund der Entwicklung der Frontverläufe kam es aber nicht mehr dazu.[2] Wegen der Finanzierung des Baus von Wasserleitungen für Mauterndorf wurde er Ehrenbürger der Gemeinde. Diese Ehrenbürgerschaft wurde ihm bis heute nicht offiziell aberkannt. Der Bürgermeister von Mauterndorf Wolfgang Eder hält eine Aberkennung nicht für sinnvoll, denn mit Görings Tod sei die Ehrenbürgerschaft ohnehin erloschen.[3]
1968 erwarb das Land Salzburg die Burg und renovierte sie von 1979 bis 1982 mit einem Kapital von 20 Millionen Schilling (ca. 1,5 Millionen Euro).
1997 geschah in Mauterndorf ein Amoklauf.
[Bearbeiten] Bevölkerung
[Bearbeiten] Bevölkerungsentwicklung

[Bearbeiten] Religionen
Die Einwohner sind überwiegend (88,2 %) römisch-katholisch. Zweitgrößte Religionsgemeinschaft ist der Islam, dem 4,2 % der Einwohner angehören. Evangelisch sind 1,2 %, ohne religiöses Bekenntnis sind 5,6 %.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeindevertretung
Die Gemeindevertretung von Mauterndorf hat 17 Mitglieder und setzt sich seit der Gemeindevertretungswahl 2009 wie folgt zusammen:
Direkt gewählter Bürgermeister ist Wolfgang Eder (ÖVP).
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
Die Partnerschaftsgemeinde von Mauterndorf ist Cadolzburg in Bayern.
[Bearbeiten] Wappen
Das Wappen der Gemeinde ist: In einem gespaltenen Schild vorne in Schwarz ein silberner gestürzter, geschmiedeter Nagel, (der an die Zeit erinnert wo im Lungau noch Eisenerz abgebaut wurde) und hinten in Rot ein silbernes Tatzen-Kreuz mit größerem Längsbalken (das an die Zeit des Salzburger Domkapitels erinnert).
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
Mauterndorf liegt an der Katschberg Straße B 99 vom Radstädter Tauernpass nach St. Michael im Lungau (Anbindung an die Tauernautobahn A 10) und weiter zum Katschberg, von der hier die Turracher Straße (B 95) nach Tamsweg abzweigt.
Mauterndorf war ursprünglich der Endpunkt der 1894 errichteten Murtalbahn. Der Streckenabschnitt ab Tamsweg wurde eingestellt und als Museumsbahn Taurachbahn reaktiviert.
[Bearbeiten] Tourismus
Haupteinkommensquelle ist der Fremdenverkehr mit jährlich 245.000 Übernachtungen, vor allem im Winter (Schischaukel Großeck-Speiereck).
[Bearbeiten] Bildung
Die Gemeinde verfügt über einen Kindergarten und eine Volksschule.
[Bearbeiten] Staatliche Einrichtungen
In Mauterndorf ist die Straßenmeisterei Lungau, ein Verteilungszentrum der Post AG und eine Polizeiinspektion stationiert.
[Bearbeiten] Segelflugplatz Mauterndorf
Mit 1.110 Metern ist er der höchstgelegene Segelflugplatz Österreichs und optimaler Ausgangspunkt für Strecken-Segelflüge, was ihn bei Gästen und Vereinsmitgliedern sehr beliebt macht. Die Kennung ist LOSM und die offiziellen Koordinaten sind 47° 08′ N, 013° 42′ O47.13266666666713.6961110
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Burg Mauterndorf
Die Burg Mauterndorf sicherte seit 1253 den unter Erzbischof Leonhard von Keutschach auf einer alten Römerstraße erneuerten wichtigen Übergang über den Radstädter Tauern. Die Burg diente seit dem späten 14. Jahrhundert auch als Mautstelle. Heute befindet sich das Lungauer Landschaftsmuseum dort.
[Bearbeiten] Treppengiebelhäuser
- Die Treppengiebelhäuser im Zentrum von Mauterndorf stehen unter Denkmalschutz.
[Bearbeiten] Kirchen
- Pfarrkirche St.Bartholomäus oder Bachtlmai
- Filialkirche St. Gertrauden
- Filialkirche St. Wolfgang
[Bearbeiten] Taurachbahn
Die Taurachbahn ist eine Museumsbahn, die während der Sommersaison in Betrieb ist.
[Bearbeiten] Samson
Der Samson ist eine Riesenfigur, die nach altem Brauch im Lungau bei Umzügen getragen wird. Diese Samsonumzüge finden viermal im Jahr in Mauterndorf statt. Der Samson und seine beiden begleitenden Zwerge rücken auch bei besonderen Festen und Samsontreffen während der Sommermonate aus.
[Bearbeiten] Gletschermühlen
In der letzten Eiszeit sind im Ortsteil Hammer (in der Nähe des Schizentrums) drei Gletschermühlen entstanden, die heute noch gut erhalten sind.
[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
- Mittelalterfest – Jährlich findet im Sommer das Mittelalterfest statt, bei dem der Marktkern durch die Einwohner zu einem mittelalterlichen Erlebnis verwandelt wird.[4]
- Bartholomä-Kirtag und Rösslmarkt – Jedes Jahr zur Bartholomä findet der traditionelle Kirtag und Rösslmarkt statt.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Marktgemeinde
- Herbert Dreilich (1942–2004), Rockmusiker, Leadsänger von Karat
- Ursula Fingerlos (* 1976), Snowboarderin
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Geschichte der Burg Mauterndorf auf der Website Salzburger Burgen & Schlösser
- ↑ Alfred Kube: Pour le mérite und Hakenkreuz. Hermann Göring im Dritten Reich. Verlag Oldenbourg, München 1986, ISBN 3-486-53121-2, S. 5–6 und 345.
- ↑ Salzburger Nachrichten: Göring weiter Ehrenbürger Mauterndorfs. 26. August 2007
- ↑ Webseite des Mittelalterfestes Mauterndorf
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