National Broadcasting Company

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NBC ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Weitere Bedeutungen sind unter NBC (Begriffsklärung) aufgeführt.
National Broadcasting Company
Logo von NBC
Rechtsform Inc.
Gründung 1926
Sitz New York
Mitarbeiter 7000
Branche Unterhaltung
Website www.nbc.com

National Broadcasting Company (NBC) ist ein US-amerikanisches Hörfunk- und Fernseh-Network. Die Sendekette gehört zu dem Medienkonzern NBCUniversal und hat ihren Sitz im Rockefeller Center in New York.

Geschichte[Bearbeiten]

NBC wurde 1926 von den Unternehmen General Electric, Westinghouse und RCA gegründet[1] und war damit das erste landesweite Radio-Netzwerk der Vereinigten Staaten.[2] 1932 übernahm RCA NBC komplett.[1] 1937 wurde das NBC Symphony Orchestra gegründet.

In den 1930er und 1940er Jahren war NBC an der Entwicklung des Fernsehens beteiligt. 1941 erhielt NBC als erster Sender die Lizenz für den kommerziellen Fernsehbetrieb. Die World Series wurde 1947 erstmals im Fernsehen von NBC ausgestrahlt.[2] 1950 strahlte NBC als erster Fernsehsender eine Morningshow aus. Am 14. Januar 1952 erfolgte die erste landesweite Ausstrahlung mit today. Schon ein Jahr später, 1953, folgten die ersten in Farbe ausgestrahlten Sendungen. Der erste Fernsehfilm folgte 1964. Die Umstellung von Mono- zu Stereo-Fernsehen erfolgte 1984.[1]

Mit der Übernahme von RCA durch General Electric 1986 wurde General Electric alleiniger Eigentümer der Senderkette NBC.[1]

In Europa startete NBC im Herbst 1994 den NBC Super Channel (durch den Kauf des in London beheimateten und in italienischem Besitz befindlichen Super Channel), auf dem unter anderem der Wirtschaftsnachrichtenkanal CNBC und in Deutschland der Sender NBC Europe zu sehen waren.

NBC hat im April 2002 die zweitgrößte spanischsprachige Fernsehsendekette Telemundo übernommen. Zudem den amerikanischen Kabelkanal Bravo und den Sender KNTV[1][2]

2003 fusionierte NBC mit der Unterhaltungssparte des europäischen Medienkonzerns Vivendi Universal zu NBC Universal. Diese Fusion wurde zum 12. Mai 2004 wirksam.[2]

Der ehemalige Marktführer im US-amerikanischen TV-Geschäft befindet sich inzwischen auf Talfahrt, und es ist kein Ende in Sicht. Ein Zuschauerschwund im großen Stil ließ NBC Universal zur drittgrößten Kraft im nordamerikanischen TV-Geschäft werden.

Als Reaktion darauf kündigte Universal-Chef Jeff Zucker das „umfassendste Sparprogramm“ der Geschichte des NBC an. Mit massiven Einsparungen, vor allem im Segment Primetime und Nachrichten sollen Zuschauer zurückgewonnen werden.[3] Geholfen hatte das allerdings nicht viel: Anfang Dezember 2009 wurde bekanntgegeben, dass der US-Kabelsender Comcast NBC für 6,5 Milliarden Dollar zu 51 % aufgekauft hat.[4] Am 12. Februar 2013 gab Comcast bekannt, von General Electric auch die restlichen 49 Prozent Anteile an NBCUniversal zu übernehmen. Der vereinbarte Preis dafür liegt bei rund 16,7 Milliarden Dollar, davon 11,4 Milliarden in bar. Das Geschäft soll bis Ende des ersten Quartals 2013 durchgeführt sein.[5]

Network[Bearbeiten]

NBC betreibt vierzehn eigene Sender, mit denen (direkt) 30 % der amerikanischen Haushalte erreicht werden:[6]

Hinzu kommen knapp 200 Affiliates („Partnerstationen“), die von NBC mit jährlich etwa 5000 Stunden Programm beliefert werden. Zusammen mit Microsoft betreibt NBC das Nachrichtenportal MSNBC. Das Logo von NBC stellt einen stilisierten Pfau dar. Somit erreicht NBC 99 % der amerikanischen Haushalte.[6]

Programm[Bearbeiten]

Die Sitcoms des Senders der vergangenen zwanzig Jahre (Cosby Show, Der Prinz von Bel-Air, Cheers, Seinfeld, Frasier, Friends, The Golden Girls) sind so beliebt, dass der Ausstrahlungstermin für die Sendungen, in der Regel Donnerstagabend zwischen 20 und 22 Uhr, als Must See TV bezeichnet wird. Seit Friends ist es dem Sender allerdings nicht mehr gelungen, eine ähnlich erfolgreiche Serie zu konzipieren. Dies wird unter anderem darauf zurückgeführt, dass die Bezahlfernsehsender HBO und Showtime durch ihre größere Unabhängigkeit von Zensurbestimmungen (die bis heute etwa die Verwendung auch völlig alltäglicher Schimpfwörter auf frei empfangbaren Sendern untersagen) und Werbewirtschaft längst anspruchsvollere Serien (Californication, Dexter, Die Sopranos, Lass es, Larry!, Sex and the City, Six Feet Under – Gestorben wird immer) ausstrahlen.

Im Laufe der Jahre gewannen die Sendungen von NBC annähernd 1000 Emmy Awards und über 100 Peabody Awards.[1]

Hauptartikel: Liste von NBC-Sendungen

Sport[Bearbeiten]

Fernsehfilme[Bearbeiten]

Dokumentationen[Bearbeiten]

Moderatoren[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: National Broadcasting Company – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f  NBC Corp. (Hrsg.): This is NBC. S. 1 (HTML (Version vom 4. Juni 2004 im Internet Archive), abgerufen am 26. September 2010).
  2. a b c d  NBC Universal (Hrsg.): NBCUniversal History. (HTML, abgerufen am 12. Oktober 2012).
  3.  DWDL.de (Hrsg.): US-Sender NBC auf der Suche nach dem Ende der Talfahrt. (HTML).
  4.  DWDL.de (Hrsg.): US-Kabelkonzern Comcast schluckt NBC Universal. (HTML).
  5. Comcast to Acquire General Electric's 49 % Common Equity Ownership Interest in NBCUniversal
  6. a b  NBC Corp. (Hrsg.): This is NBC. S. 2 (HTML (Webarchiv) (Version vom 5. Juni 2004 im Internet Archive), abgerufen am 27. September 2010).