Otto von Below

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Otto von Below, 1917

Otto Ernst Vinzent Leo von Below (* 18. Januar 1857 in Danzig; † 9. März 1944 in Besenhausen bei Göttingen[1]) war ein preußischer Offizier, zuletzt General der Infanterie im Ersten Weltkrieg. Besonders bekannt wurde er durch seine Funktion als Kommandierender General der aus deutschen und österreich-ungarischen Truppen bestehenden 14. Armee in der Schlacht von Karfreit 1917.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Otto entstammte dem alten Adelsgeschlechts derer von Below und trat am 15. April 1875 aus dem Kadettenkorps kommend als Sekondeleutnant in das Füsilier-Regiment „von Gersdorff“ (Kurhessisches) Nr. 80 in Wiesbaden ein.

Below wurde 1909 zum Generalmajor und 1912 zum Generalleutnant befördert. Am 1. August 1914 wurde er zum Kommandierenden General des I. Reserve-Korps ernannt. Nach der Schlacht bei Gumbinnen wurde er am 30. August 1914 zum General der Infanterie befördert. Als solcher führte er das Korps in die Schlacht an den Masurischen Seen in Ostpreußen. Am 8. November wurde er Oberbefehlshaber der 8. Armee, die von Mai bis Dezember 1915 die Bezeichnung Njemenarmee führte. Ab 11. Oktober 1916 war er Oberbefehlshaber der deutschen Truppen an der Saloniki-Front, der Heeresgruppe Below, ab 23. April 1917 der 6. Armee, ab 9. September 1917 der 14. Armee, ab 1. Februar 1918 der 17. Armee, ab 12. Oktober 1918 der 1. Armee, und ab 28. Dezember 1918 Kommandierender General des XVII. Armee-Korps und Oberbefehlshaber Heimatschutz West (bis 27. Juni 1919).

Seinen bedeutendsten Einsatz und größten militärischen Erfolg erzielte er 1917 als Oberbefehlshaber der neu aus neun österreich-ungarischen und sechs deutschen Divisionen zusammengestellten 14. Armee in der Schlacht von Karfreit (ital. Caporetto), der 12. und letzten Isonzoschlacht, im Oktober und November 1917 gegen die italienische Armee unter dem Oberbefehl von General Luigi Cadorna. Die Schlacht endete mit einer katastrophalen Niederlage der Italiener, die mehr als 300.000 Mann (darunter etwa 270.000 Kriegsgefangene) und die Hälfte ihrer schweren Artillerie verloren. Die italienische Front konnte nur mit alliierter Militärhilfe am Piave wieder stabilisiert werden.

1919 trat Otto von Below in den Ruhestand.

[Bearbeiten] Auszeichnungen

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Otto von Below – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Das Bundesarchiv - "Akten der Reichskanzlei. Weimarer Republik online" - Below, Otto von (abgerufen am 13. Oktober 2009)
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