Over the Rainbow

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Over the Rainbow (Über dem Regenbogen, Musik Harold Arlen, Text E. Y. Harburg), manchmal auch Somewhere over the Rainbow genannt, ist eines der bekanntesten Lieder der späten 1930er Jahre.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Analyse des Liedes

Harold Arlen schrieb die Melodie zu Over the Rainbow mit einer Einleitung und einem 32-taktigen Refrain in A-A-B-A. Jeder A-Teil beginnt mit „Somewhere over the rainbow…“ („Irgendwo über dem Regenbogen“) und fährt dann fort, eine märchenhaft schöne Situation zu beschreiben, z. B. ein Land wie im Schlaflied, wo die Hüttensänger fliegen, die Himmel immer blau sind oder die Träume wahr werden. In der „Bridge“ (B-Teil) wird versprochen, dass der Sänger sich eines Tages etwas wünschen kann und es beim Aufwachen wahr wird.

In seiner Tonalität ist das Stück deutlich Dur-geprägt; wenige Moll-Akkorde unterstützen die musikalische Spannung. Die Harmonien verlaufen im Allgemeinen nach der Kadenz I – IV – I – V7. Melodisch basiert es im A-Teil auf der Dur-Tonleiter (ohne skalenfremde Töne) und beginnt mit dem einfachsten aller Intervalle, der Oktave (gesungen auf dem Wort „Somewhere“).

[Bearbeiten] Wirkungsgeschichte

Der Titel wurde ursprünglich für die Verfilmung des Romans Der Zauberer von Oz von 1939 geschrieben und dort von der jungen Judy Garland gesungen. Bereits wenige Tage nach der Filmpremiere (15. beziehungsweise 17. August 1939) waren vier Versionen des Liedes auf dem Markt, die alle innerhalb eines Monats in die Top Ten kamen:

1940 wurde er mit dem Academy Award for Best Music, Original Song (Oscar) ausgezeichnet. Das Lied führt die Liste der Songs of the Century der Recording Industry Association of America und der 100 Years, 100 Songs des American Film Institutes an.[1]

Zusammen mit Irving Berlins White Christmas wurde das Lied durch die US-amerikanischen Truppen im Zweiten Weltkrieg zum Symbol der Sehnsucht nach der Heimat adaptiert. Später diente der Titel als Hymne der Schwulenbewegung und als Inspirationsquelle für die Regenbogenfahne.

[Bearbeiten] Jazzstandard

Das Lied wurde auch von Jazzmusikern aufgegriffen und gehörte bald zu den Jazzstandards. Art Tatum, Ella Fitzgerald oder Louis Armstrong nahmen das Lied auf. Eine deutsche Fassung (Wenn Du in meinen Träumen) sang Inge Brandenburg. Der Altsaxofonist Art Pepper spielte das Stück oft live und nahm es wiederholt auf, darunter auch eine unbegleitete Soloimprovisation über die Harmonien des Liedes.[2] Weitere bekannte Interpreten waren Eric Clapton, das Modern Jazz Quartet, Keith Jarrett und Les Paul. 1976 interpretierten ihn Sunny Murray, Byard Lancaster und David Murray (Wildflowers – The New York Jazz Loft Sessions).

[Bearbeiten] Weitere Interpreten

Als Pop- und Jazzstandard wurde Over the Rainbow von einer Vielzahl von Interpreten unterschiedlicher Stilrichtungen interpretiert. Zu den kommerziell erfolgreichsten Aufnahmen gehören:

In dem Album Face Value von Phil Collins sind die ersten Zeilen des Liedes auf der Auslaufspur der zweiten Seite zu hören.

Die Liste der Coverversionen weist für dieses Lied über 100 Eintragungen auf.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Helmut Söring: Die Hitparade der besten Filmsongs, Hamburger Abendblatt, www.abendblatt.de, 24. Juni 2004.
  2. Art-Pepper-Diskografie: Art Pepper – The Complete Village Vanguard Sessions (Contemporary 9CCD 4417-2)
  3. hitparade.ch [1]
  4. Chartarchiv musicline.de
  5. Chartarchiv musicline.de
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