Patricia Arquette

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Patricia Arquette in New York (2009)

Patricia T. Arquette (* 8. April 1968 in Chicago, Illinois) ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Ihre Geschwister Rosanna, Alexis und David sind ebenfalls Schauspieler. Ihr Vater war der Schauspieler Lewis Arquette, der Komiker Cliff Arquette ihr Großvater. 2015 gewann sie für ihre Nebenrolle in dem Spielfilm Boyhood einen Golden Globe Award und einen Oscar.

Kindheit[Bearbeiten]

Ihre Kindheit verbrachte Arquette mit ihren Geschwistern in einer Gemeinde bei Arlington, Virginia. Dort nahm sie auch Schauspielunterricht. Im Alter von 15 Jahren lief sie von zu Hause weg, um eine Weile bei ihrer älteren Schwester Rosanna Arquette zu leben.

Karriere[Bearbeiten]

1986, im Alter von 18 Jahren, trat Arquette erstmals für den Film Die Bikinifalle vor die Kamera. Im selben Jahr erhielt sie auch eine Rolle in dem Horrorfilm Nightmare III – Freddy Krueger lebt, der unter Kritikern auch wegen Arquettes schauspielerischer Leistung als einer der besten Filme der Kultreihe gilt.

In den anschließenden Jahren war Arquette vorwiegend mit B-Movies erfolgreich und gewann 1991 einen CableACE Award für ihre Darstellung einer gehörlosen Epileptikerin in dem von Diane Keaton inszenierten Fernsehfilm Wilde Alice. 1993 gelang ihr dann der Durchbruch mit dem Roadmovie True Romance von Tony Scott.

In der von 2004 bis 2010 produzierten Fernsehserie Medium – Nichts bleibt verborgen spielte Arquette die Hellseherin Allison DuBois, die die Staatsanwaltschaft in Phoenix, Arizona, bei der Aufklärung von Verbrechen unterstützt. Für diese Rolle gewann sie 2005 einen Emmy und war für drei Golden Globes nominiert.

In dem über einem Zeitraum von zwölf Jahren realisierten Filmdrama Boyhood (2014) von Richard Linklater spielte sie die Mutter und wurde für ihre Darstellung u.a. mit einem Oscar und einem Golden Globe Award als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet.[1]

Ab März 2015 ist Patricia Arquette bei CBS in CSI: Cyber, dem dritten CSI-Ableger, zu sehen, in dem sie die Hauptrolle als Special Agent Avery Ryan spielt.[2]

Privatleben[Bearbeiten]

Patricia Arquette ist die Schwägerin von Courteney Cox (Friends), die mit ihrem Bruder David (* 1971) verheiratet war. Sie hat neben David noch drei weitere Geschwister, Rosanna (* 1959), Richmond (* 1963) und Alexis (* 1969), die ebenfalls als Schauspieler arbeiten. Seit dem Tod ihrer Mutter im Jahre 1997 engagiert sich Arquette im Kampf gegen Krebs.

Arquette hat mit dem Schauspieler Paul Rossi einen gemeinsamen Sohn. Von 1995 bis 2001 war sie mit dem Schauspieler Nicolas Cage verheiratet. 2003 kam ihre Tochter zur Welt. Vater des Kindes ist Thomas Jane[3], den sie am 25. Juni 2006 in Venedig heiratete. Im Januar 2009 reichte Arquette die Scheidung ein, zog den Antrag jedoch im Juli 2009 wieder zurück.[4][5] Am 1. Juli 2011 wurde die Ehe mit Thomas Jane endgültig geschieden.[6]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2015: Oscar als beste Nebendarstellerin in Boyhood[7]
  • 2015: Bafta-Award als beste weibliche Nebendarstellerin in Boyhood[8]
  • 2015: Golden Globe als beste Nebendarstellerin in Boyhood[9]
  • 2015: Independent Spirit Award als beste Nebendarstellerin in Boyhood[10]
  • 2005: Emmy als beste Hauptdarstellerin in der Krimi-Serie Medium – Nichts bleibt verborgen[11]

Filmografie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Patricia Arquette – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Boyhood – Awards. In: IMDb.com. Abgerufen am 23. Februar 2015.
  2. CSI: Cyber. In: IMDb.com. Abgerufen am 23. Februar 2015.
  3. Eintrag bei filmreference.com
  4. Info auf tmz.com
  5. Bericht auf gala.de
  6. Scheidung auf filmreporter.de
  7. tz.de: Oscars 2015: Das sind alle Gewinner, abgerufen am 24.Februar 2015
  8. tz.de: Bafta-Awards: Langzeit-Projekt "Boyhood" räumt ab, abgerufen am 24.Februar 2015
  9. tz.de: Das sind die Gewinner der Golden Globes, abgerufen am 24.Februar 2015
  10. tz.de: "Goldene Himbeere": Diese Promis hat's erwischt, abgerufen am 24.Februar 2014
  11. Goldderby.com: Emmys: Top 13 Scariest Wins of All Time, abgerufen am 24.Februar 2015