True Romance

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Filmdaten
Deutscher Titel True Romance
Originaltitel True Romance
True Romance Schriftzug.png
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch, Italienisch
Erscheinungsjahr 1993
Länge 115 Minuten
Altersfreigabe FSK 18
Stab
Regie Tony Scott
Drehbuch Quentin Tarantino
Produktion Gary Barber,
Samuel Hadida,
Steve Perry,
Bill Unger
Musik Hans Zimmer
Kamera Jeffrey L. Kimball
Schnitt Michael Tronick,
Christian Wagner
Besetzung

True Romance (Alternativtitel: True Romance - Wahre Liebe) ist ein US-amerikanischer Film von Tony Scott aus dem Jahre 1993. Der Film entstand aus dem ersten Drehbuch von Quentin Tarantino und handelt von einem frisch verheirateten jungen Paar (Clarence und Alabama), das per Zufall einen Koffer mit Kokain erbeutet und es verkaufen möchte. Dabei werden sie sowohl von der Polizei als auch von der Mafia verfolgt.

Handlung[Bearbeiten]

Clarence und Alabama lernen sich scheinbar zufällig in einem Kino in Detroit kennen, wo sich Clarance eine Sonny Chiba Dreifachvorstellung ansieht. Es scheint sofort Liebe auf den ersten Blick zu sein. Beide teilen die gleichen Interessen: Kung-Fu-Filme, Comics und Elvis. Sie verbringen eine heiße Liebesnacht miteinander und alles scheint perfekt zu sein. Anschließend gibt sich Alabama jedoch als Callgirl zu erkennen; sie war als „Geburtstagsgeschenk“ von Clarences Chef engagiert worden und hatte die gemeinsamen Interessen nur vorgespielt. Gleichzeitig aber bekräftigt sie, dass ihre Gefühle für Clarence nicht gespielt waren.

Kurze Zeit später sind die beiden bereits verheiratet, und Clarence erfährt etwas über Alabamas Zuhälter Drexl, der zu Gewalttätigkeiten gegenüber seinen Prostituierten neigt. Nach einem imaginären Gespräch mit seinem Helden Elvis beschließt Clarence, Drexl zu töten. Er erzählt jedoch Alabama nichts davon, sondern lässt sich von ihr Drexls Adresse unter dem Vorwand geben, ihre Sachen abholen zu wollen. Dort angekommen, kommt es zwischen Drexl und Clarence zum Kampf, in dessen Verlauf Clarence Drexl und seinen Handlanger Marty tötet. Er lässt sich einen Koffer mit Alabamas Sachen geben und verschwindet, vergisst in der Hektik allerdings seinen Führerschein bei den beiden Leichen. Wieder zu Hause muss das Ehepaar jedoch feststellen, dass der Koffer bis oben hin voll mit Kokain ist.

Sie beschließen, den Stoff in Los Angeles zu verkaufen, und machen sich auf den Weg. Vorher statten sie jedoch Clarences Vater noch einen Besuch ab. Dieser soll als Ex-Polizist seine alten Kontakte nutzen und herausfinden, ob die Polizei den beiden auf der Spur ist. Seine Recherche ergibt, dass die Polizei den Mord nicht mit Clarence in Verbindung bringt; das Ehepaar fühlt sich also sicher. Nachdem Clarence und Alabama weitergezogen sind, taucht jedoch die Mafia bei Clarences Vater auf, die den beiden mit Hilfe des verloren gegangenen Führerscheins auf die Schliche gekommen ist und das gestohlene Kokain zurückhaben will. Clarences Vater verschweigt den Aufenthaltsort seines Sohnes und seiner Schwiegertochter und wird erschossen. Die Mafia findet die Adresse, unter der Clarence in L. A. zu erreichen ist, als Notiz am Kühlschrank des Wohnwagens.

Inzwischen sind Clarence und Alabama in L. A. angekommen und haben sich mit Clarences altem Schulfreund Dick Ritchie getroffen, der mit dem notorischen Kiffer Floyd zusammen wohnt. Sie beschließen, das Kokain an den bekannten Filmproduzenten Lee Donowitz zu verkaufen, und brechen zu einem Treffen mit dessen Unterhändler Elliot auf. Dieser telefoniert mit Donowitz, der Interesse an dem Deal bekundet und alle Beteiligten zu einem gemeinsamen Treffen in seinem Hotelzimmer zwei Tage später bestellt.

Während dieser Vorverhandlungen taucht ein Killer der Mafia in Dicks Apartment auf und erfährt von Floyd, in welchem Hotel Clarence und Alabama abgestiegen sind. Dort lauert er der alleine heimkommenden Alabama auf und richtet sie übel zu, bevor es ihr mit viel Glück gelingt, den Gangster zu töten. Als Clarence, der kurz Essen holen war, das Hotelzimmer betritt, findet er seine Frau vor, die den toten Killer immer noch mit einer Schrotflinte traktiert. Hals über Kopf ergreifen die beiden die Flucht.

Parallel dazu wird Elliot von der Polizei beim Rasen erwischt. Dummerweise hat er eines der vielen Päckchen Kokain dabei, welches er Donowitz bringen soll. Daraufhin wird Elliot verhaftet. Nachdem ihn die Polizisten verhört haben, erklärt er sich bereit, der Polizei die ganze Bande (Clarence, Alabama und seinen Chef Lee Donowitz) in die Hände zu spielen.

Im Hotelzimmer von Donowitz kommt es dann zum großen Showdown (Mexican standoff) zwischen Polizei, Mafia und Lee Donowitz’ Leibwächtern. Clarence wird während der Schießerei das Auge weggeschossen, er überlebt aber und schafft es, mit Alabama und dem Geld zu fliehen. In der Schlusseinstellung sieht man die beiden mit ihrem Sohn Elvis am Strand spielen.

Hintergrund[Bearbeiten]

  • Im Originalskript und in der ursprünglichen Kinofassung stirbt Clarence während der Schießerei in Lees Hotelzimmer. Dieses alternative Ende ist auf der Special Edition DVD mit dem Unrated Director’s Cut enthalten.[1] Tarantino plante, Alabamas Charakter in Verbindung mit Mr. White aus Reservoir Dogs wieder aufzugreifen. Joe erkundigt sich bei Mr. White in einer Szene nach Alabama. Der Film ist allerdings nur noch in der geschnittenen Fassung erhältlich, die über ein glückliches Ende verfügt.
  • Bei dem Film, den sich Alabama und Clarence nach ihrer Hochzeit ansehen, handelt es sich um A Better Tomorrow II von John Woo,[2] der im finalen Showdown stilistisch zitiert wird.
  • Tarantino hatte für den Film ursprünglich auch eine nicht lineare Erzählstruktur vorgesehen.[1]
  • Die Shootout-Szene gegen Ende des Films wurde oft zitiert, etwa in Der Eisbär, Domino oder c(r)ook, obgleich selbst eine Hommage an John Woo.
  • Hans Zimmers dominante Filmmusik ist stark an George Tiptons Musik aus dem Film Badlands – Zerschossene Träume angelehnt.

Kritiken[Bearbeiten]

„Eine mit märchenhaftem Ausgang versehene Zustandsbeschreibung einer desillusionierten "Fast-Food"-Generation, die von der Liebe bis zum Sterben alles möglichst schnell erleben will und dabei selbst an der alltäglichen Gewaltspirale dreht. Die oberflächliche Regie verschenkt viel von der vom Drehbuch vorgegebenen Kompromisslosigkeit, was auch durch manche schauspielerische Kabinettstückchen nicht wettgemacht wird.“

Lexikon des Internationalen Films[3]

„Tarantinos Handschrift ist deutlich spürbar: Etliche Filmzitate, zynische Dialoge und exzessive Gewalt prägen den Film. Ein total bekiffter Brad Pitt ist auch dabei! Fazit: Hart, sexy, brutal: ein Thrillermeisterstück.“

Cinema[4]

„Einer der kompromißlosen Höhepunkte des Filmjahres: True Romance ist eine schmissige, blutgetränkte Road-Movie-Komödie voller großartiger Szenen, in denen eine ganze Riege von Stars glänzen darf.“

Kino.de[5]

„Herausgekommen ist dabei so etwas wie die Hochglanz-polierte Comic-Version von Pulp Fiction: ein Film mit einem hoffnungslos romantischen Märchen als Grundgeschichte, überlagert mit einem hemmungslos gewalttätigen Crime-Plot, der sich selbst zu keinem Zeitpunkt so richtig ernst nimmt und daher für manch lautstarken Brüller gut ist.“

Filmszene.de[6]

„[…] the central failure of ‚True Romance‘ is its inability to bring anything new or fresh to the "young outlaw couple on the run" cliche […]. As Alabama, Arquette is a cipher who seems oblivious to her circumstances, while the bland Slater clearly has no clue as to what makes Clarence gun.“

The Washington Post[7]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Trivia auf Imdb: [1]
  2. QT Archives: [2]
  3. True Romance im Lexikon des Internationalen Films
  4. Besprechung auf cinema.de
  5. Besprechung auf kino.de
  6. Besprechung auf filmszene.de
  7. Artikel in der Washington Post