Pechbrunn

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Pechbrunn
Pechbrunn
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Pechbrunn hervorgehoben
49.96666666666712.166666666667560Koordinaten: 49° 58′ N, 12° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Tirschenreuth
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Mitterteich
Höhe: 560 m ü. NHN
Fläche: 26,46 km²
Einwohner: 1377 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 52 Einwohner je km²
Postleitzahl: 95701
Vorwahl: 09231
Kfz-Kennzeichen: TIR, KEM
Gemeindeschlüssel: 09 3 77 145
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 12
95701 Pechbrunn
Webpräsenz: www.pechbrunn.de
Bürgermeister: Ernst Neumann (CSU)
Lage der Gemeinde Pechbrunn im Landkreis Tirschenreuth
Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Landkreis Bayreuth Landkreis Neustadt an der Waldnaab Lenauer Forst Erbendorf Pullenreuth Kastl (bei Kemnath) Waldershof Kemnath Wiesau Waldsassen Tirschenreuth Reuth bei Erbendorf Plößberg Pechbrunn Neusorg Neualbenreuth Mitterteich Mähring Leonberg (Oberpfalz) Kulmain Krummennaab Konnersreuth Fuchsmühl Friedenfels Falkenberg (Oberpfalz) Ebnath Brand (Oberpfalz) Bärnau Immenreuth TschechienKarte
Über dieses Bild

Pechbrunn ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Mitterteich.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde Pechbrunn liegt am Nordausläufer des Naturparks Steinwald, umgeben von Basaltkuppen.

Der sagenumwobene Teichelberg (685 m) mit Waldbeständen und seltener gewordener Flora wie Waldmeister und Maiglöckchen und Fundplätzen für Mineralien bietet einen Blick über die beiden Ortsteile Pechbrunn und Groschlattengrün, deren geschichtliche Spuren als Pechofen und Brunnen bis in die Mitte des 13. Jahrhunderts im Nordgau (Bayern) reichen. Die umgebende Landschaft gehörte mit Unterbrechungen seit Mitte des 13. Jahrhunderts bis 1803 mit einem Ministerialensitz in dem heutigen Dorf Schlößl zur ausgedehnten Grundherrschaft des nahe gelegenen Kloster Waldsassen und die untertänigen Bewohner teilten dessen historisches Schicksal mit Verwüstungen und Glaubenswechseln.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Pechbrunn hat 4 amtlich benannte Ortsteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten]

Von 1556 bis 1661 waren Pechbrunn, Groschlattengrün und Schlössl durch drei Generationen evangelisch-lutherisch, als sich 1556 der bayerische Kurfürst Ottheinrich von Wittelsbach der Reformation angeschlossen hatte und sein Kurland Bayern das lutherische Glaubensbekenntnis auf Grund des Augsburger Reichs- und Religionsfriedens aus dem Jahr 1555 angenommen hatte. Im Jahr 1661 wurden Pechbrunn und die Nachbarorte durch die Rekatholisierung nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) wieder römisch-katholisch. Die Grundherrschaft des Klosters Waldsassen kam durch Teilverkäufe an neue Eigentümer. Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges gehörte das Dorf Pechbrunn in der Gemeinde Konnersreuth von 1661 bis zur Säkularisation in Bayern im Jahre 1803 - als es bayerischer Landesbesitz wurde - zum sogenannten Stiftland des Klosters Waldsassen, war dem Kloster untertänig und zu Steuer- und Robotleistungen verpflichtet. Das heutige Dorf Schlössl, der ehemalige Ministarialensitz des Klosters Waldsassen kam durch Kauf als Rittergut an die Herren von Waldenfels (Adelsgeschlecht), einem fränkischen Adelsgeschlecht.

Mitte des 18. Jahrhunderts wurde in Pechbrunn eine Heilquelle, die als bei den Fixen bekannt war, gefasst und erhielt im Jahre 1916 als Silvana-Heilquelle eine staatliche Anerkennung als Heilquelle. Das Mineralwasser wurde von der Firma Franken-Brunnen bis Anfang der 1990er Jahre bis zur Stilllegung der Abfüllanlage in Pechbrunn in Süddeutschland vertrieben. Im Wappen des Ortes Pechbrunn wird sie rechts unten, vom Betrachter aus gesehen, als blaue Quelle unter einem grünen Tannenbaum in Silber, links begleitet von dem silberfarbigen Stab eines Abtes in Rot, dargestellt.

Seit 1888 wird am Großen Teichelberg bei Pechbrunn auf einer vom Freistaat Bayern gepachteten Fläche durch die Basaltwerk Pechbrunn GmbH, einem der wichtigen Arbeitgeber in Pechbrunn, hochwertiger Basalt abgebaut.

Seit dem Jahre 1954 hat Pechbrunn auf einer Anhöhe über dem Ort die evangelische Friedenskirche. Seit 1913 besteht die katholische Herz-Jesu-Kirche.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Groschlattengrün eingegliedert.[3]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Ergebnis der Kommunalwahl 2008:

Bürgermeister wurde Ernst Neumann (CSU).

Gemeinderat:

  • CSU: 7 Sitze (56 %)
  • SPD: 5 Sitze (44 %)

Die Wahlbeteiligung lag bei 81,34 %.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: Gespalten von Rot und Silber; links ein linksgewendeter silberner Abtstab, rechts eine grüne Tanne, aus der unten eine blaue Quelle strömt.

Das Wappen wird seit 1963 geführt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Betriebe[Bearbeiten]

Tagebau der Basaltwerk Pechbrunn GmbH

Verkehr[Bearbeiten]

Pechbrunn liegt an der Bahnstrecke Regensburg–Oberkotzau. Am Bahnhof halten Züge der Vogtlandbahn. Nächstgelegene Autobahnanschlussstellen sind Mitterteich-Nord aus Richtung Süden und die Anschlussstelle Pechbrunn der A 93 aus Richtung Norden.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Alois Kardinal Grillmeier SJ (1910–1998), Sohn eines Landwirts in Pechbrunn und naher Verwandter der Therese Neumann, genannt Resl von Konnersreuth, über deren Mutter Anna, geborene Grillmeier. Er feierte 1937 in Pechbrunn in der Kirche am heutigen Kardinal Grillmeier Platz seine Primiz und kam wenige Jahre vor seinem Tod noch einmal zu einem Besuch nach Pechbrunn.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Volker Grunert; Chronik der Ortschaft Groschlattengrün von der Gründung bis zur Eingemeindung nach Pechbrunn im Jahr 1972; Bayreuth ²2006 Volltext

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111108/155929&attr=OBJ&val=1093
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 580.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pechbrunn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien