Wiesau

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Wiesau (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Wiesau
Wiesau
Deutschlandkarte, Position des Marktes Wiesau hervorgehoben
49.90805555555612.184166666667528Koordinaten: 49° 54′ N, 12° 11′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Tirschenreuth
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Wiesau
Höhe: 528 m ü. NHN
Fläche: 42,72 km²
Einwohner: 4117 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 96 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 95676,
95689 (Hurtingöd)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 09634
Kfz-Kennzeichen: TIR, KEM
Gemeindeschlüssel: 09 3 77 159
Marktgliederung: 14 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktplatz 1
95676 Wiesau
Webpräsenz: www.wiesau.de
Bürgermeister: Toni Dutz (CSU)
Lage des Marktes Wiesau im Landkreis Tirschenreuth
Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Landkreis Bayreuth Landkreis Neustadt an der Waldnaab Lenauer Forst Erbendorf Pullenreuth Kastl (bei Kemnath) Waldershof Kemnath Wiesau Waldsassen Tirschenreuth Reuth bei Erbendorf Plößberg Pechbrunn Neusorg Neualbenreuth Mitterteich Mähring Leonberg (Oberpfalz) Kulmain Krummennaab Konnersreuth Fuchsmühl Friedenfels Falkenberg (Oberpfalz) Ebnath Brand (Oberpfalz) Bärnau Immenreuth TschechienKarte
Über dieses Bild

Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Wiesau ist ein Markt im Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Wiesau, der auch der Markt Falkenberg angehört.

Geografie[Bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde hat 14 amtlich benannte Ortsteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten]

Das Gebiet rund um Wiesau im Nordgau wurde in der Zeit vor dem 11. Jahrhundert besiedelt. Urkundlich zum ersten Mal erwähnt wurde Wiesau im Jahr 1281 als erbuntertäniger Besitz des Klosters Waldsassen und gehörte zu dessen Stiftland.

Religionen[Bearbeiten]

Die Kreuzbergkirche auf dem Kreuzberg

Neben der Kreuzbergkirche, dem Wahrzeichen von Wiesau, gibt es die katholische Pfarrkirche St. Michael und die evangelische Auferstehungskirche. Die Altäre der Kreuzbergkirche wurden vom Waldsassener Bildhauer Karl Stilp gefertigt. Die Bevölkerungsmehrheit ist römisch-katholisch.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Der Markt Wiesau besteht aus den Orten: Wiesau, Elsenmühle, Hechtmühle, Hurtingöd, Kornthan, Leugas, Muckenthal, Mühlhof, König-Otto-Bad, Schönfeld, Schönhaid, Tirschnitz, Triebendorf, Veitmühle. Am 1. Januar 1978 wurden die ehemalige Gemeinde Schönhaid mit den Gemeindeteilen Leugas und Schönhaid und aus der ehemaligen Gemeinde Voithenthan die Gemeindeteile Kornthan, Muckenthal und Mühlhof in den Markt Wiesau eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Seit dem Bau der Bahnlinie RegensburgHof (Saale) und dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Mai 1945 nahm die Zahl der Einwohner durch die Aufnahme von Heimatvertriebenen, meist aus dem Egerland, zu. Mitte der 90er Jahre pendelte sie sich auf 4800–4900 ein, gegenwärtig (2006) hat der Ort etwa 4300 Einwohner. Der starke Einwohnerschwund von 12 % ist auf fehlende Arbeitsplätze und Zukunftsperspektiven für junge Leute in der gesamten Region zurückzuführen.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist Toni Dutz, Zweiter Fritz Holm. Seit Mai 2008 ist Erich Lang Dritter Bürgermeister.

Wappen[Bearbeiten]

Seit der Markterhebung 1933 führt Wiesau ein eigenes Wappen. Der rote geflügelte Drache stammt aus dem Wappen des Klosters Waldsassen; der silberne Schild mit blauem Balken ist das heraldische Zeichen der Landgrafen von Leuchtenberg.

Partnergemeinden[Bearbeiten]

Seit Juli 2005 verbindet eine Partnerschaft den Markt Wiesau und die Gemeinde Rettenberg im Allgäu.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Bahnhof mit Bahngelände

Unternehmen[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Wiesau liegt an der Bundesautobahn 93 Regensburg – Hof mit der Anschlussstelle Wiesau und an der Bundesstraße 299 Amberg – Waldsassen. Weiterhin führt durch Wiesau die Hauptstrecke der Deutschen Bahn Regensburg–Oberkotzau(–Hof) mit dem einzigen Regionalexpresshalt dieser Strecke im Landkreis am Bahnhof Wiesau. Weiterhin gibt es Bus- und Bahnverbindungen ins benachbarte Tschechien sowie nach Regensburg, München und Nürnberg.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Katholische Kindergärten:

  • Kindergarten St. Elisabeth
  • Kindergarten St. Josef

Bildung[Bearbeiten]

  • Grund- und Hauptschule
  • Staatliche Berufsschule (überregionaler Sprengel für Rolladenbauer, Betonbauer und Verfahrensmechaniker)
  • Staatliche Berufsfachschule für kaufmännische Assistenten; Schwerpunkt: Informationsverarbeitung
  • Staatliche Berufsfachschule für gastgewerbliche Berufe (erstes Ausbildungsjahr für Köche, Restaurantfachleute, Hotelfachleute und Fachleute für Systemgastronomie)
  • Staatliche Berufsfachschule für Hotel- und Tourismusmanagement (in drei Jahren zum staatlich geprüften Assistenten und zur Fachhochschulreife)
  • Staatliche Berufsfachschule für IT-Berufe (Informatikkaufleute, Fachinformatiker Anwendungsentwicklung)
  • Staatliche Fachschule für Datenverarbeitung (staatlich geprüfter Wirtschaftsinformatiker)

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Otto Kärner aus Wiesau baute die Kärner AG, ein Unternehmen für Damenoberbekleidung, auf. Er starb im Jahre 2005 in seiner Wahlheimat Rottach-Egern.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111108/170906&attr=OBJ&val=1100
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 663.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wiesau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Wiesau – Reiseführer