Konnersreuth
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberpfalz | |
| Landkreis: | Tirschenreuth | |
| Höhe: | 573 m ü. NN | |
| Fläche: | 23,32 km² | |
| Einwohner: |
1886 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 81 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 95692 | |
| Vorwahl: | 09632 | |
| Kfz-Kennzeichen: | TIR | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 3 77 131 | |
| Marktgliederung: | 17 Ortsteile | |
| Adresse der Marktverwaltung: |
Hauptstr. 17 95692 Konnersreuth |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Max Bindl (FW) | |
| Lage des Marktes Konnersreuth im Landkreis Tirschenreuth | ||
Konnersreuth ist ein Markt im Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Geografische Lage [Bearbeiten]
Konnersreuth liegt in der Planungsregion Oberpfalz-Nord an den nordöstlichen Ausläufern des Steinwaldes zwischen Fichtelgebirge und Oberpfälzer Wald nahe der tschechischen Grenze und dem Grenzübergang nach der Stadt Cheb (Eger) in Westböhmen.
Zur Planungsregion Oberpfalz Nord gehören die Gemarkungen: Kondrau, Konnersreuth, Pechbrunn und Pleußen und die Orte Fockenfeld, Groppenheim, Höflas, Grün, Neudorf und Rosenbühl.
Gemeindegliederung [Bearbeiten]
Die politische Gemeinde hat 17 amtlich benannte Ortsteile[2]:
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Geschichte [Bearbeiten]
Konnersreuth wurde erstmals im Jahre 1218 in einer Urkunde des Klosters Waldsassen erwähnt, gehörte zur umfangreichen Grundherrschaft des nahe gelegenen Klosters und teilte dessen historisches Schicksal von Verwüstungen und Glaubenswechseln. 1468 erhielt Konnersreuth das Marktrecht und der Gutshof Fockenfeld war der Sitz eines Oberen und Unteren Gerichts des Klosters Waldsassen. Im Jahre 1556 wurde das Gut Fockenfeld von dem Kurfürsten Ottheinrich von Wittelsbach, der das evangelisch-lutherische Bekenntnis angenommen hatte, säkularisiert und kam in wechselnden Privatbesitz. In einem Türkensteueranlagebuch des Jahres 1567 (Staatsarchiv Amberg) sind die steuerpflichtigen Ansässigen der Gemeinde Konnersreuth ersichtlich. Eine Familie, durch Generationen mit beachtlichem Grundbesitz in Konnersreuth und auch Eigentümer des Gutes Fockenfeld bis 1647 waren die Sölch (Solich, Salech)[3]. Durch eine Verwaltungsreformen im Königreich Bayern vor 1818 entstand die heutige Gemeinde Konnersreuth.
Bekannt wurde Konnersreuth durch die angeblich stigmatisierte Therese Neumann (Resl von Konnersreuth), Tochter eines Schneiders in Konnersreuth und Bauernmagd. Vor ihrem Tod im Jahre 1962 wurde auf ihre Initiative und mit ihr zugedachten Spendengeldern der Besucher, Bittsteller und nach den Zukunftsaussichten Fragenden das in der Nähe von Konnersreuth gelegene Gut Fockenfeld mit dem um das Jahr 1750 ausgebauten Mittelbau, dem Schloss Fockenfeld, von der Fabrikantenfamilie Bahner aus Oberlungwitz in Sachsen gekauft und in dem Gebäudekomplex das Kloster Fockenfeld gegründet. Das Kloster Theresianum in Konnersreuth entstand nach dem Tod der Therese Neumann, ebenfalls durch Spendengelder finanziert.
Eingemeindungen [Bearbeiten]
Am 1. Januar 1972 wurde ein Teil der aufgelösten Gemeinde Kondrau eingegliedert. Am 1. Juli 1972 kam ein Teil von Pleußen hinzu.[4]
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
- ca. 1780: 954
- 1970: 2031
- 1987: 1825
- 2000: 2012
- 2011: 1886
Politik [Bearbeiten]
Bürgermeister ist seit der Kommunalwahl 2008 Max Bindl (FW).
Der Marktgemeinderat hat 15 Mitglieder:
- CSU 7 Sitze
- Freie Wähler 5 Sitze
- SPD 1 Sitz
- je ein Ortssprecher für Rosenbühl und Höflas
Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 887.000 Euro, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 372.000 Euro.
Wappen [Bearbeiten]
Blasonierung: In Silber auf grünem Boden nebeneinander drei grüne Tannenbäume, vor denen ein roter Hirsch springt.
Das Wappen ist seit 1468 bekannt und wurde 1978 erneuert.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Bauwerke [Bearbeiten]
- Geburtshaus der Therese Neumann, umgebaut und vergrößert im Jahr 2005, ehemals ein bescheidenes Einzelhaus mit einer Handwerksstube der Familie Neumann und ihr Grab auf dem Friedhof in Konnersreuth
- Spätbarocke-Pfarrkirche St. Laurentius mit einem Zwiebelturm
- Schloss Fockenfeld im Kloster Fockenfeld
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
In der Land- und Forstwirtschaft und im Handel und Verkehr hatte Konnersreuth 1998 keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. In der Produktion waren 637 sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer gemeldet. Im verarbeitenden Gewerbe waren neun Betriebe tätig, im Bauhauptgewerbe vier Firmen. Zudem bestanden im Jahr 1999 51 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1395 Hektar. Davon waren 982 Hektar Ackerfläche und 413 Hektar Dauergrünfläche.[5]
Bildung [Bearbeiten]
Es gibt folgende Einrichtungen (Stand 1999):
- 75 Kindergartenplätze mit 79 Kindern in Konnersreuth
- Eine Grund- und Hauptschule (Volksschule) für Jungen und Mädchen mit 9 Lehrern und 162 Schülern in Konnersreuth
- Eine staatliche Hauptschule für Jungen und Mädchen in Waldsassen
- Eine staatliche Realschule für Jungen in Waldsassen
- Eine katholische private Realschule für Mädchen im Kloster Waldsassen
- Eine katholisches privates Gymnasium für Jungen im Kloster Fockenfeld mit 8 Lehrern und 58 Schülern
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Söhne und Töchter des Ortes [Bearbeiten]
- Liberat Weiß (1675–1716), seliggesprochener Pater, Franziskaner (OFM), der am 3. März 1716 nahe Gondar (Äthiopien) gesteinigt wurde
- Therese Neumann (1898–1962), genannt Resl von Konnersreuth, Tochter eines Schneiders in Konnersreuth und Bauernmagd, berühmt durch ihre Stigmatisationen, die seit 1925 aufgetreten sein sollen und zu einem Besucherandrang in Konnersreuth geführt haben.
- Ferdinand Neumann (1911-1999), bayerischer Politiker und Bruder der Therese Neumann, genannt "Resl von Konnersreuth"
Persönlichkeiten, die mit dem Ort in Verbindung stehen [Bearbeiten]
- Josef Naber (1870–1967), katholischer Pfarrer in Konnersreuth zu Lebzeiten der Therese Neumann
- Alois Grillmeier SJ (1910–1998), römisch-katholischer Theologe und Kardinaldiakon
- Josef Hanauer (1913–2003), katholischer Pfarrer in Regensburg und Publizist
- Otmar Seidl (* 1944), Gutachter im Fall Therese Neumann, Internist, Psychoanalytiker und Soziologe
- Dietmar Hamann (* 1973), Fußballspieler, wuchs in Konnersreuth auf
Literatur [Bearbeiten]
- Heribert Sturm: Konnersreuth 500 Jahre Markt, Waldsassen 1971
- Lena Panzer: Konnersreuth und seine Orte der Verehrung. Zur Topographie eines Kultes in der Gegenwart. Examensarbeit der Fächer Volkskunde/Ethnologie, Jena 2009, online
Weblinks [Bearbeiten]
- Luftbilder des Ortes
- Konnersreuth: Wappengeschichte vom HdBG (das Wappen hat Ähnlichkeiten mit dem von Rehau)
- Konnersreuth: Amtliche Statistik des LStDV
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111108/093551&attr=OBJ&val=1085
- ↑ Stammfolge Sölch aus Zettendorf in Böhmen, Deutsches Geschlechterbuch Band 214, 2002, C. A. Starke Verlag Limburg an der Lahn, dort: Seite 1023 bis 1026
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 580.
- ↑ Mitteilung der Gemeindeverwaltung
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