Philipp Stölzl

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Philipp Stölzl (* 1967 in München) ist ein deutscher Regisseur. Er inszeniert Spielfilme, Werbespots, Musikvideos und Opern.

Leben[Bearbeiten]

Philipp Stölzl ist der Sohn des Historikers und christdemokratischen Politikers Christoph Stölzl. Philipp Stölzl absolvierte an den Münchner Kammerspielen eine Ausbildung zum Bühnenbildner. 1997 drehte er sein erstes Musikvideo, Rammsteins Du Hast, mit dem er über Nacht zum gefragten Regisseur wurde.

Stölzl drehte unter anderem die Musikclips Bring me to life, Going Under und Everybody's fool zu den Liedern von Evanescence. Für den Clip zu Stripped der Band Rammstein verwendete er Bilder des Olympia-Films Fest der Völker von Leni Riefenstahl aus dem Jahr 1938. Des Weiteren drehte er für Madonna American Pie sowie den Titelsong des James Bond-Films Die Welt ist nicht genug von Garbage. Seit 2000 ist Stölzl vermehrt auch in der Werbung tätig und drehte unter anderem Spots für Marken wie BMW, Nokia, Rolex, Sony und New Yorker.

2002 erschien sein Spielfilmdebüt Baby. Seit 2004 dreht Stölzl Musikvideos im deutschsprachigen Raum für Katapult. Am 9. September 2005 hatte Stölzls Inszenierung von Carl Maria von Webers Freischütz am Meininger Theater Premiere. 2007 inszenierte Stölzl bei den Salzburger Festspielen die Berlioz-Oper Benvenuto Cellini.

2008 startete sein zweiter Spielfilm, das Bergabenteuer Nordwand mit Benno Fürmann, Johanna Wokalek, Florian Lukas und Ulrich Tukur in den Hauptrollen. Die Weltpremiere fand auf dem Internationales Filmfestival von Locarno, die Deutschlandpremiere auf dem Filmfest Hamburg statt. Nordwand wurde mit dem Deutschen Filmpreis der Kategorie beste Bildgestaltung 2009 ausgezeichnet.

2010 kam Stölzls dritter Spielfilm, Goethe!, in die deutschen Kinos, der die Entstehungsgeschichte von Goethes Werther mit einer autobiografischen Liebesgeschichte des jungen Dichters mit Lotte, später Kestner, erzählt. Der in Nebenrollen mit Burghart Klaussner, Henry Hübchen und Hans-Michael Rehberg besetzte Film zeigt in der Rolle des 23-jährigen Johann Goethe den Schauspieler Alexander Fehling; Lotte Buff wird von Miriam Stein dargestellt, Johann Christian Kestner, im Film „Albert“ genannt, von Moritz Bleibtreu. Der Film spielt im Jahr 1772, als der junge noch unbekannte Goethe in Wetzlar lebte. Goethe! wurde mit dem Deutschen Filmpreis der Kategorie Bestes Maskenbild 2011 ausgezeichnet.

Am 30. Oktober 2010 folgt eine weitere Operninszenierung: Johann Strauss´ Fledermaus an der Staatsoper Stuttgart.

Im Jahr 2013 übernahm Stölzl die Regie des Films Der Medicus, der nach dem gleichnamigen Bestseller von Noah Gordon gedreht wurde.

Stölzl hat zwei Kinder und lebt in Wien und Berlin.

Filmografie[Bearbeiten]

Kinofilme[Bearbeiten]

Oper[Bearbeiten]

  • 2005 Der Freischütz: Südthüringisches Staatstheater
  • 2006 Rubens und das Nicht-Euklidische Weib: Ruhrtriennale
  • 2007 Benvenuto Cellini: Salzburger Festspiele
  • 2008 Faust: Theater Basel
  • 2009 Der fliegende Holländer: Theater Basel
  • 2010 Rienzi: Deutsche Oper Berlin
  • 2010 Die Fledermaus: Staatsoper Stuttgart
  • 2011 Orpheus in der Unterwelt: Staatsoper Berlin
  • 2012 Parsifal: Deutsche Oper Berlin
  • 2013 Il Trovatore: Theater an der Wien
  • 2013 ”Il Trovatore”: Staatsoper Berlin

Videoclips[Bearbeiten]

Werbefilme (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1998 Sony Playstation: Verwaist, Es kann nur einen geben
  • 2000 Jump FM: Immer Und Überall
  • 2000 Sony Wega: New York
  • 2001 Deutsche Bank Italia: Finanza & Futuro
  • 2001 Monoprix: Robbery Streetcorner, Japan, Shining
  • 2002 Lux: Spicy Moonlight
  • 2002 Nordhäuser Eiskorn: Mammut
  • 2002 Tic Tac: Nero
  • 2002 Apollo: Präsentation
  • 2002 E-Plus: Chamäleon
  • 2002 Shark: Female Victim Male Victim
  • 2003 PREMIERE: Have a Good Time Prediger
  • 2003 Lotteria Primitiva: Cross
  • 2003 CNP: Life Will Always Be Life
  • 2004 NKL: Mond, Schneekugel
  • 2004 Rolex: Train
  • 2005 Weihenstephan Glücksmoment
  • 2005 NKL: Villa
  • 2005 Cruzcampo: Fiesta, Cana
  • 2007 Oberösterreichische Energie AG

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Best Director of the Year für das Music-Video der Band VAST zum Song Pretty When You Cry
  • Diverse Goldene Schallplatten für seine Video-Arbeiten
  • Die Videos für Wieder Hier und Die Flut werden 1999 für den Echo nominiert
  • Comet 2000 für das Music-Video Nimm mich mit von Westernhagen
  • Berliner Bär (B.Z.-Kulturpreis) 2001
  • Music-Video von Evanescence für den Song Bring Me To Life ist nominiert für NYC MTV Music Award 2003

Weblinks[Bearbeiten]