Rebévelier

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Rebévelier
Wappen von Rebévelier
Staat: Schweiz
Kanton: Bern (BE)
Verwaltungskreis: Berner Juraw
BFS-Nr.: 0715i1f3f4
Postleitzahl: 2717
Koordinaten: 581426 / 23804847.2930577.193072960Koordinaten: 47° 17′ 35″ N, 7° 11′ 35″ O; CH1903: 581426 / 238048
Höhe: 960 m ü. M.
Fläche: 3.52 km²
Einwohner: 45 (31. Dezember 2013)[1]
Einwohnerdichte: 13 Einw. pro km²
Ausländeranteil: 0,0 % (2011)[2]
Karte
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Rebévelier ist eine mehrheitlich deutschsprachige politische Gemeinde im Verwaltungskreis Berner Jura des Kantons Bern in der Schweiz. Trotzdem wird der frühere deutsche Name Ruppertswiler heute nicht mehr verwendet.

Geographie[Bearbeiten]

Rebévelier liegt auf 960 m ü. M., 14 Kilometer westlich des Orts Moutier (Luftlinie). Das Bauerndorf erstreckt sich auf einem leicht nach Norden geneigten Hang des Kettenjuras westlich der Pichoux-Schlucht, hoch über dem Talbecken von Undervelier.

Die Fläche des 3.5 km² grossen Gemeindegebiets umfasst die Höhe einer Jurakette im äussersten Nordosten der Region der Franches-Montagnes (deutsch Freiberge). Die südliche Grenze verläuft über die Höhe Prés Jean de Souboz, die mit 1'075 m ü. M. den höchsten Punkt von Rebévelier bildet. Hier befinden sich ausgedehnte Jurahochweiden mit den typischen mächtigen Fichten, die entweder einzeln oder in Gruppen stehen. In den Nordhang dieser Kette haben zwei Bäche Erosionstäler (darunter Les Effondras) eingegraben. Ganz im Osten reicht das Gebiet bis an den Rand der Pichoux-Schlucht. Von der Gemeindefläche entfielen 1997 1 % auf Siedlungen, 40 % auf Wald und Gehölze und 59 % auf Landwirtschaft.

Zu Rebévelier gehört der Weiler Cerniers de Rebévelier, der auf 1'030 m ü. M. auf dem Kamm der Jurakette liegt. Nachbargemeinden von Rebévelier sind Châtelat und Monible im Kanton Bern sowie Lajoux, Saulcy und Undervelier im Kanton Jura.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Mit 45 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) gehört Rebévelier zu den kleinsten Gemeinden des Berner Juras. Die Bevölkerung ist etwa zu gleich grossen Anteilen auf die beiden Weiler Rebévelier und Cerniers de Rebévelier verteilt. Von den Bewohnern sind 66.7 % deutschsprachig und 33.3 % französischsprachig (Stand 2000). Die Bevölkerungszahl von Rebévelier belief sich 1850 auf 112 Einwohner, 1900 noch auf 76 Einwohner. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts wurde ein weiterer Rückgang verzeichnet.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1850 1880 1900 1930 1950 1980 1990 2000
Einwohner 112 96 76 58 52 50 43 30

Wirtschaft[Bearbeiten]

Rebévelier lebt noch heute von der Landwirtschaft, wobei die Milchwirtschaft und die Viehzucht überwiegen. Ausserhalb des primären Sektors gibt es keine Arbeitsplätze im Dorf.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt weit abseits der grösseren Durchgangsstrassen. Sie kann durch eine Stichstrasse erreicht werden, die von der Kantonsstrasse Bellelay–Lajoux abzweigt. Rebévelier besitzt keine Anbindung an das Netz des öffentlichen Verkehrs. Die nächste Haltestelle des Postautokurses, der von Tavannes via Lajoux nach Les Genevez verkehrt, befindet sich im rund 2.5 km entfernten Fornet-Dessous.

Geschichte[Bearbeiten]

Seine erste Erwähnung findet das Dorf 1181 unter dem Namen Robervilier. Das Territorium von Rebévelier war Teil des Fürstbistums Basel. Von 1793 bis 1815 gehörte der Ort zu Frankreich und war anfangs Teil des Département du Mont-Terrible, ab 1800 mit dem Département Haut-Rhin verbunden. Durch den Entscheid des Wiener Kongresses kam der Ort 1815 an den Kanton Bern zum Distrikt Delémont. Als Grenzgemeinde im Bezirk Delémont entschied sich Rebévelier in der Volksabstimmung vom 7. September 1975 gegen die Schaffung des Kantons Jura. Rebévelier war damit die einzige Gemeinde, die 1976 aus dem Distrikt Delémont in den Distrikt Moutier übertrat und damit beim Kanton Bern verblieb.

Kirchlich gehörte Rebévelier bis zur Reformation zur Pfarrei Sornetan, danach wurde es der Pfarrei Undervelier zugeordnet, während der Weiler Cerniers de Rebévelier zur Pfarrei Lajoux kam.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rebévelier – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Bevölkerungswachstum setzt sich fort. Medienmitteilung. Bundesamt für Statistik. Vom 26. April 2012. Abgerufen am 17. Juli 2012.