Châtelat

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Châtelat
Wappen von Châtelat
Staat: Schweiz
Kanton: Bern (BE)
Verwaltungskreis: Berner Juraw
BFS-Nr.: 0684i1f3f4
Postleitzahl: 2715
Koordinaten: 581629 / 23588647.2736167.195844802Koordinaten: 47° 16′ 25″ N, 7° 11′ 45″ O; CH1903: 581629 / 235886
Höhe: 802 m ü. M.
Fläche: 4.09 km²
Einwohner: 105 (31. Dezember 2013)[1]
Einwohnerdichte: 26 Einw. pro km²
Website: www.chatelat.ch
Dorfzentrum von Châtelat mit Dorfbrunnen

Dorfzentrum von Châtelat mit Dorfbrunnen

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Châtelat ist eine mehrheitlich deutschsprachige politische Gemeinde im Verwaltungskreis Berner Jura des schweizerischen Kantons Bern. Zwischen den Gemeinden Châtelat, Monible, Sornetan und Souboz wurde ein Fusionsprojekt initialisiert. Als neuer Gemeindename ist Petit-Val vorgesehen.

Geographie[Bearbeiten]

Châtelat liegt auf 802 m ü. M., 13 km westlich von Moutier (Luftlinie). Das Strassenzeilendorf erstreckt sich im Kettenjura an der oberen Sorne, in einer Talweitung, die auch den Namen Petit Val trägt.

Die Fläche des 4.1 km² grossen Gemeindegebiets umfasst den westlichsten Abschnitt des Petit Val beidseits der Sorne. Im Nordwesten reicht das Gebiet über den Höhenrücken der Béroie (bis 1'076 m ü. M.) bis zur Höhe von Cernier de Rebévelier (1'060 m ü. M.). Nach Süden erstreckt sich die Gemeindefläche über den breiten Jurakamm des westlichen Moron bis an den Rand des Moors La Sagne, das sich südlich von Bellelay ausdehnt. Auf dem Kamm des Moron wird mit 1'093 m ü. M. der höchste Punkt von Châtelat erreicht. Sowohl auf dem Moron als auch an der Béroie sind typische Jurahochweiden mit einzeln oder in Gruppen stehenden grossen Fichten zu finden. Das Gemeindegebiet wird durch die Sorne zur Birs entwässert. Von der Gemeindefläche entfielen 1997 2 % auf Siedlungen, 44 % auf Wald und Gehölze, 53 % auf Landwirtschaft und etwas weniger als 1 % war unproduktives Land.

Zu Châtelat gehören die Weiler Fornet-Dessous (986 m ü. M.), auf einem Sattel am Ostrand der Franches-Montagnes (deutsch Freiberge), und Moron (1'002 m ü. M.) auf der Westabdachung der gleichnamigen Jurakette sowie mehrere Einzelhöfe. Nachbargemeinden von Châtelat sind Saicourt, Sornetan, Monible und Rebévelier im Kanton Bern sowie Lajoux im Kanton Jura.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Mit 105 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) gehört Châtelat zu den kleinen Gemeinden des Berner Juras. Von den Bewohnern sind 63.9 % deutschsprachig und 36.1 % französischsprachig (Stand 2000). Bei der deutschsprachigen Bevölkerung handelt es sich um Mennoniten, die sich hier wie auf der Montagne du Droit (Sonnenberg) und dem Montbautier (Stierenberg) mit Bewilligung des Fürstbischofs von Basel auf den jurassischen Höhenzügen niedergelassen haben. Die Bevölkerungszahl von Châtelat belief sich 1850 auf 153 Einwohner, 1900 auf 173 Einwohner. Danach wurde insgesamt ein rückläufiger Trend verzeichnet.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Châtelat ist ein noch stark landwirtschaftlich geprägtes Dorf, wobei hauptsächlich die Milchwirtschaft mit Käseherstellung (Tête de Moine) und die Viehzucht von Bedeutung sind. Ausserhalb des primären Sektors gibt es im Dorf nur wenige Arbeitsplätze. Die wenigen Erwerbstätigen, die nicht in der Landwirtschaft tätig sind, gehen ihrer Arbeit in den Gemeinden des Vallée de Tavannes nach.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt abseits der grösseren Durchgangsstrassen an der Kantonsstrasse, die von Tavannes via Bellelay durch die Pichoux-Schlucht ins Delsberger Becken bei Bassecourt führt. Châtelat wird zeitweise durch einen Postautokurs bedient, die nächste von den regulären Kursen der Strecke Tavannes–Lajoux–Les Genevez angefahrene Haltestelle befindet sich in Bellelay.

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals erscheint das Dorf 1335 unter dem Namen Schestellat in den Urkunden. Die erste Nennung des Weilers Fornet-Dessous geht jedoch auf das Jahr 1181 zurück. Das Kloster Bellelay hatte Grundbesitz in Châtelat und das Recht, den Zehnten einzutreiben. Das Dorf unterstand bis zum Ende des 18. Jahrhunderts der Propstei Moutier-Grandval. Von 1797 bis 1815 gehörte Châtelat zu Frankreich und war anfangs Teil des Département du Mont-Terrible, das 1800 mit dem Département Haut-Rhin verbunden wurde. Durch den Entscheid des Wiener Kongresses kam der Ort 1815 an den Kanton Bern, der ihn dem Bezirk Moutier zuteilte. Unter französischer Herrschaft war Fornet-Dessous eine unabhängige Gemeinde.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Typisches Jurahaus aus dem 19. Jahrhundert

In Châtelat sind noch einige typische Bauernhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert erhalten, der älteste Speicher datiert von 1684. Auch Fornet-Dessous weist ein einheitliches Ortsbild auf, da zahlreiche Häuser 1829 einem Dorfbrand zum Opfer fielen. Die wiederaufgebauten Häuser, darunter das Hôtel du Sapin und die ehemalige Schule, zeigen den Baustil der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Châtelat – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)