Sorvilier

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Sorvilier
Wappen von Sorvilier
Staat: Schweiz
Kanton: Bern (BE)
Verwaltungskreis: Berner Juraw
BFS-Nr.: 0711i1f3f4
Postleitzahl: 2736
Koordinaten: 589925 / 23216047.2402817.305562681Koordinaten: 47° 14′ 25″ N, 7° 18′ 20″ O; CH1903: 589925 / 232160
Höhe: 681 m ü. M.
Fläche: 7.02 km²
Einwohner: 255 (31. Dezember 2013)[1]
Einwohnerdichte: 36 Einw. pro km²
Website: www.sorvilier.ch
Sorvilier: Birs und Bahnhof

Sorvilier: Birs und Bahnhof

Karte
Bielersee Frankreich Kanton Jura Kanton Neuenburg Kanton Solothurn Kanton Solothurn Verwaltungskreis Biel/Bienne Verwaltungskreis Seeland Verwaltungskreis Emmental Verwaltungskreis Oberaargau Belprahon Bévilard Champoz Châtelat Corcelles BE Corgémont Cormoret Cortébert Court BE Courtelary Crémines Eschert Grandval BE La Ferrière BE La Heutte La Neuveville Loveresse Malleray Monible Mont-Tramelan Moutier Nods BE Orvin Perrefitte Péry Plateau de Diesse Pontenet Rebévelier Reconvilier Mont-Tramelan Renan BE Roches BE Romont BE Saicourt Saint-Imier Sauge Saules BE Schelten Seehof BE Sonceboz-Sombeval Sonvilier Sornetan Sorvilier Souboz Tavannes Tramelan Villeret BEKarte von Sorvilier
Über dieses Bild
w

Sorvilier ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Berner Jura des Kantons Bern in der Schweiz. Der frühere deutsche Name Surbelen wird heute nicht mehr verwendet.

Geographie[Bearbeiten]

Sorvilier liegt auf 681 m ü. M., 7 km südwestlich des Orts Moutier (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich in der Talniederung der Birs beidseits des Flusses, im Becken des Juralängstals Vallée de Tavannes.

Die Fläche des 7.0 km² grossen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt im östlichen Teil des Vallée de Tavannes. Vom Talboden der Birs reicht das Gebiet nordwärts über die Höhe von Golat (778 m ü. M.) in das Seitentälchen des Baches von Champoz und bis an den Südhang der nördlich anschliessenden Jurakette des Mont Girod (bis 910 m ü. M.). Nach Süden erstreckt sich Sorvilier über den Steilhang der Forêt de l'Envers auf den breiten Kamm der Montoz-Kette, auf der mit 1'300 m ü. M. der höchste Punkt der Gemeinde erreicht wird. Hier befinden sich ausgedehnte Jurahochweiden mit den typischen mächtigen Fichten, die entweder einzeln oder in Gruppen stehen. Von der Gemeindefläche entfielen 1997 4 % auf Siedlungen, 49 % auf Wald und Gehölze, 46 % auf Landwirtschaft und etwas weniger als 1 % war unproduktives Land.

Zu Sorvilier gehören mehrere Einzelhöfe, darunter auch diejenigen auf dem Montoz (Montagne de Sorvilier). Nachbargemeinden von Sorvilier sind Bévilard, Champoz, Court, Romont und Péry.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Mit 255 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) gehört Sorvilier zu den kleinen Gemeinden des Berner Juras. Von den Bewohnern sind 90.4 % französischsprachig, 7.0 % deutschsprachig und 1.1 % sprechen Albanisch (Stand 2000). Die Bevölkerungszahl von Sorvilier belief sich 1850 auf 316 Einwohner, 1900 auf 438 Einwohner. Seit 1930 (453 Einwohner) wurde insgesamt ein deutlicher Rückgang verzeichnet.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Sorvilier ist ein noch landwirtschaftlich geprägtes Dorf, wobei Milchwirtschaft und Viehzucht überwiegen, im Tal gibt es etwas Ackerbau. Im ausgehenden 18. Jahrhundert liessen sich in Sorvilier einige Betriebe der Uhrenindustrie nieder. Heute gibt es etwas lokales Kleingewerbe. Viele Erwerbstätige sind jedoch Wegpendler und arbeiten in den Industriegemeinden des Vallée de Tavannes.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde ist verkehrsmässig gut erschlossen. Sie liegt an der rege befahrenen Hauptstrasse von Delémont nach Tavannes. Bis 2015 soll im Vallée de Tavannes die Autobahn A16 gebaut werden, die das schweizerische Nationalstrassennetz mit dem französischen Autobahnnetz verbinden wird. Am 16. Dezember 1876 wurde die Eisenbahnstrecke von Court nach Tavannes mit einem Bahnhof in Sorvilier eingeweiht.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste schriftliche Erwähnung des Dorfes unter dem Namen Soruruillier geht auf das Jahr 1148 zurück. Zahlreiche weitere Schreibweisen erscheinen in der Folgezeit: Sororviler (1179), Sororvilier (1308), Syrenvilier (1329), Survelier (1439) und 1461 erstmals Sorvilier. Der Ortsname leitet sich vom lateinischen Villa Sororum (Dorf der Schwestern) ab. Das Stift Moutier-Grandval, die Abtei Bellelay und das Fürstbistum Basel besassen Güter in Sorvilier. Das Dorf unterstand seit dem 12. Jahrhundert der Propstei Moutier-Grandval. Von 1797 bis 1815 gehörte Sorvilier zu Frankreich und war anfangs Teil des Département du Mont-Terrible, das 1800 mit dem Département Haut-Rhin verbunden wurde. Durch den Entscheid des Wiener Kongresses kam der Ort 1815 an den Kanton Bern zum Bezirk Moutier. Im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es mehrere grosse Dorfbrände.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die beiden Ortsteile werden durch eine 1773 erbaute Steinbrücke über die Birs verbunden. Im alten Dorfteil südlich der Birs sind einige charakteristische Bauernhäuser aus dem 17. bis 19. Jahrhundert sowie mehrere Speicher erhalten. Das Schulhaus mit Glockentürmchen wurde 1840 im Stil des Spätklassizismus errichtet. Sorvilier besitzt keine eigene Kirche, es gehört zur Pfarrei Court.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)